Chinesische Fußballnationalmannschaft

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Dieser Artikel befasst sich mit der chinesischen Fußballnationalmannschaft der Herren. Für das Team der Frauen, siehe Chinesische Fußballnationalmannschaft der Frauen.
China
Verbandslogo
Verband Chinese Football Association
Konföderation AFC
Technischer Sponsor adidas
Trainer FrankreichFrankreich Alain Perrin[1]
Kapitän Li Weifeng
Rekordtorschütze Hao Haidong (41)
Rekordspieler Li Weifeng (111)[2]
FIFA-Code CHN
FIFA-Rang 88. (369 Punkte)
(Stand: 23. Oktober 2014)[3]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
Philippinen 1912Philippinen Philippinen 0:1 China China Republik 1912Republik China
(Philippinen; 1. Februar 1913)
Höchster Sieg
China VolksrepublikChina China 19:0 Guam GuamGuam
(Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam; 26. Januar 2000)
Höchste Niederlage
BrasilienBrasilien Brasilien 8:0 China China VolksrepublikChina
(Recife, Brasilien; 10. September 2012)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 2002)
Beste Ergebnisse Vorrunde 2002
Asienmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 10 (Erste: 1976)
Beste Ergebnisse Zweiter Platz 1984, 2004
(Stand: 26. Februar 2014)

Die chinesische Fußballnationalmannschaft ist die offizielle Fußballnationalmannschaft der Volksrepublik China.

Geschichte[Bearbeiten]

Der chinesische Fußballverband ist seit 1979 Mitglied der FIFA. Zuvor hatte er dem Fußball-Weltverband bereits 1931–1958 angehört. Damit konnte die chinesische Nationalmannschaft rund 20 Jahre lang nicht an FIFA-Turnieren und ihren Qualifikationen teilnehmen.

Unter dem Trainer Bora Milutinović konnte sich das Team 2002 erstmals für die Endrunde einer Fußball-Weltmeisterschaft qualifizieren. Der Serbe konnte somit zum fünften Mal in Folge mit einem unterschiedlichen Team an einer Weltmeisterschaft teilnehmen.

Die Mannschaft scheiterte in der Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland ganz knapp an Kuwait. Das bis dato von Arie Haan trainierte Team wies am Ende der Qualifikation die gleiche Punktanzahl und Tordifferenz wie die Kuwaitis auf, scheiterte aber aufgrund eines weniger erzielten Treffers.

Teilnahme Chinas an der Fußball-Weltmeisterschaft[Bearbeiten]

Die Mannschaft der Volksrepublik China nahm erstmals zur WM 1958 an der Qualifikation teil, scheiterte dabei aber. Nach dem Austritt aus der FIFA kam es erst 1982 wieder zu einer Qualifikationsteilnahme. Bisher reichte es erst einmal zur Qualifikation, als 2002 dem asiatischen Verband erstmals vier Startplätze zustanden. Dies blieb aber die einzige Qualifikation. In der ewigen Tabelle der WM-Endrundenteilnehmer belegt China den 73. Platz und gehört zu den fünf Mannschaften ohne Torerfolg.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis[4] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930 Uruguay nicht teilgenommen kein FIFA-Mitglied
1934 Italien nicht teilgenommen
1938 Frankreich nicht teilgenommen
1950 Brasilien nicht teilgenommen
1954 Schweiz nicht teilgenommen
1958 Schweden nicht qualifiziert In der Qualifikation an Indonesien gescheitert, das sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte.
1962 Chile nicht teilgenommen kein FIFA-Mitglied
1966 England nicht teilgenommen kein FIFA-Mitglied
1970 Mexiko nicht teilgenommen kein FIFA-Mitglied
1974 Deutschland nicht teilgenommen kein FIFA-Mitglied
1978 Argentinien nicht teilgenommen kein FIFA-Mitglied
1982 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation im Finalturnier an Kuwait und nach Entscheidungsspiel an Neuseeland gescheitert.
1986 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation an Hongkong gescheitert, das sich aber auch nicht qualifizieren konnte.
1990 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der Endrunde an Südkorea und den Vereinigten Arabischen Emiraten gescheitert.
1994 USA nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde am Irak gescheitert, der sich ebenfalls nicht qualifizieren konnte.
1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde an Saudi-Arabien und dem Iran gescheitert.
2002 Südkorea/Japan Vorrunde Costa Rica, Brasilien, Türkei 31. Bora Milutinović Nach 3 Niederlagen mit 0:9 Toren als Gruppenletzter ausgeschieden.
2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde aufgrund eines weniger erzielten Tores an Kuwait gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizieren konnte.
2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 3. Runde an Australien und Katar gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizieren konnte.
2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation traf China in der 3. Runde auf den Irak, Jordanien und Singapur und konnte sich gegen die beiden vorderasiatischen Mannschaften nicht durchsetzen.
2018 Russland
2022 Katar

Teilnahme Chinas an den Fußball-Asienmeisterschaften[Bearbeiten]

  • 1976 – Dritter Platz
  • 1980 – Vorrunde
  • 1984 – Zweiter Platz
  • 1988 – Vierter Platz
  • 1992 – Dritter Platz
  • 1996 – Viertelfinale
  • 2000 – Vierter Platz
  • 2004 – Zweiter Platz
  • 2007 – Vorrunde
  • 2011 – Vorrunde

Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen[Bearbeiten]

1908 in London nicht teilgenommen, der Verband wurde erst 1931 in die FIFA aufgenommen
1912 in Stockholm
1920 in Antwerpen
1924 in Paris
1928 in Amsterdam
1936 in Berlin Achtelfinale (als Republik China)
1948 in London Achtelfinale (als Republik China)
1952 bis 1976 nicht teilgenommen aus Protest gegen die Zulassung der Republik China/Taiwan an Olympischen Spielen
1980 in Moskau nicht qualifiziert
1984 in Los Angeles nicht qualifiziert
1988 in Seoul Vorrunde
1992 bis 2004 nicht teilgenommen
2008 in Peking Vorrunde
2012 in London nicht qualifiziert

Nach 1988 hat die A-Nationalmannschaft nicht mehr an den Olympischen Spielen und den Qualifikationsspielen dazu teilgenommen. 2008 schied die Olympiamannschaft als Gastgeber in der Vorrunde aus.

Teilnahme Chinas an den Ostasienmeisterschaften[Bearbeiten]

  • 2003 – Dritter
  • 2005Ostasienmeister
  • 2008 – Dritter
  • 2010Ostasienmeister
  • 2013 – Zweiter

Als inoffizielles Vorläuferturnier gilt der Dynasty Cup:

  • 1990 – Zweiter
  • 1992 – Vierter
  • 1995 – Vierter
  • 1998 – Zweiter

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Kader der Asienmeisterschaft 2011:

Trikotnummer Name Geburtsdatum Verein
Torhüter
1 Yang Zhi 6. Juni 1983 China VolksrepublikChina Beijing Guoan F.C.
12 Guan Zhen 6. Februar 1985 China VolksrepublikChina Jiangsu Sainty
22 Zeng Cheng 8. Januar 1987 China VolksrepublikChina Henan Construction
Verteidiger
3 Wang Qiang 23. Juli 1984 China VolksrepublikChina Changsha Ginde
4 Zhao Peng 20. Juni 1983 China VolksrepublikChina Henan Construction
5 Du Wei 9. Februar 1982 China VolksrepublikChina Hangzhou Greentown
23 Li Jianbin 19. Januar 1989 China VolksrepublikChina Chengdu Blades
Mittelfeldspieler
2 Xuepeng Li 18. September 1988 China VolksrepublikChina Dalian Shide
6 Zhou Haibin 19. Juli 1985 China VolksrepublikChina Shandong Luneng
7 Zhao Xuri 3. Dezember 1985 China VolksrepublikChina Shaanxi Chanba
8 Hao Junmin 24. März 1987 China VolksrepublikChina Shandong Luneng
10 Deng Zhuoxiang 24. Oktober 1988 China VolksrepublikChina Shandong Luneng
13 Liu Jianye 17. Juni 1987 China VolksrepublikChina Changsha Ginde
15 Yu Tao 15. Oktober 1981 China VolksrepublikChina Shanghai Shenhua
16 Huang Bowen 13. Juli 1987 China VolksrepublikChina Beijing Guoan F.C.
17 Zhang Linpeng 9. Mai 1989 China VolksrepublikChina Guangzhou Evergrande
19 Yang Hao 19. August 1983 China VolksrepublikChina Beijing Guoan F.C.
20 Rong Hao 7. April 1987 China VolksrepublikChina Hangzhou Greentown
21 Yu Hai 4. Juni 1987 China VolksrepublikChina Shaanxi Chanba
Stürmer
9 Yang Xu 12. Februar 1987 China VolksrepublikChina Liaoning Hongyun
11 Qu Bo 15. Juli 1981 China VolksrepublikChina Shaanxi Chanba
14 Wang Song 12. Oktober 1983 China VolksrepublikChina Hangzhou Greentown
18 Gao Lin 14. Februar 1986 China VolksrepublikChina Guangzhou Evergrande

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Länderspiele gegen deutschsprachige Fußballnationalmannschaften[Bearbeiten]

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft
12. Oktober 2005 Hamburg DeutschlandDeutschland Deutschland 1:0 China VolksrepublikChina China
3. Juni 2006 Zürich SchweizSchweiz Schweiz 4:1 China VolksrepublikChina China
29. Mai 2009 Shanghai China VolksrepublikChina China 1:1 DeutschlandDeutschland Deutschland

Bislang gab es noch kein Länderspiel gegen Österreich, Liechtenstein und Luxemburg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1], RP Online vom 26. Februar 2014(abgerufen am 26. Februar 2014)
  2. In früheren Listen wurde Hao Haidong mit 115 Spielen gelistet, ab dem 10. Juni 2011 zählt die FIFA nur noch 109 A-Länderspiele
  3. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, Oktober 2014. Abgerufen am 28. Oktober 2014
  4. Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930-2010 (PDF; 200 kB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chinesische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien