Ali Daei

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Ali Daei
Spielerinformationen
Geburtstag 21. März 1969
Geburtsort ArdabilIran
Größe 192 cm
Position Stürmer
Vereine in der Jugend
1983–1988 Esteghlal Ardabil
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1988–1989
1989–1990
1990–1994
1994–1996
1996–1997
1997–1998
1998–1999
1999–2002
2002–2003
2003–2004
2004–2006
2006–2007
Esteghlal Ardabil
Taxirani F.C.
Tejarat Bank F.C.
Persepolis Teheran
Al-Sadd
Arminia Bielefeld
FC Bayern München
Hertha BSC
Al Shabab
Persepolis Teheran
Saba Battery Teheran
Saipa Teheran

(14)

38 0(23)
(10)
25 00(7)
23 00(6)
59 00(6)
25 0(11)
24 0(16)
51 0(23)
26 0(10)
Nationalmannschaft
1993–2006 Iran 149 (109)
Stationen als Trainer
2006–2008
2008–2009
2009–2011
2011–
Saipa Teheran
Iran
Persepolis Teheran
Rah Ahan
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Ali Daei (persisch ‏علی داییʿAli Dayi; * 21. März 1969 in Ardabil) ist ein iranischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.

Karriere als Spieler[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Aus der Jugend von Esteghlal Ardabil, dem in seinem Geburtsort ansässigen Verein, hervorgegangen, erhielt Ali Daei mit 19 Jahren bei deren Profis einen Lizenzspieler-Vertrag und war somit für die Hevdah-e-Shahrivar League, der höchsten Spielklasse im Iran, spielberechtigt. Nach seiner ersten Profi-Saison wechselte er zum Ligakonkurrenten Taxirani F.C. in die umbenannte Qods League, für den er ebenfalls eine Saison lang spielte. Nach vier Spielzeiten für Tejarat Bank F.C. folgte der Wechsel zum Erstligisten und Rekordmeister Persepolis Teheran in die umbenannte Azadegan League mit dem er am Ende seiner zweiten Saison den Meistertitel gewann.

1996/97 spielte er für Al-Sadd, dem Sportverein aus Doha (Katar) und wurde zum Saisonende – nicht zuletzt wegen seiner spektakulären Auftritte während der Asienmeisterschaft 1996 in den Vereinigten Arabischen Emiraten – vom Bundesligisten Arminia Bielefeld, der auf ihn aufmerksam wurde, verpflichtet. Sein Bundesliga-Debüt gab Daei am 2. August 1997 (1. Spieltag) bei der 0:1-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den VfL Bochum; sein erstes Tor erzielte er drei Tage später, am 2. Spieltag, beim 2:1-Sieg im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart, mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 in der 70. Minute. Seine Leistungen im Dress der Arminia weckten das Interesse namhafter Klubs, wobei der 1. FC Kaiserslautern und der FC Bayern München offiziell um ihn buhlten, Daei entschied sich für die Münchner. Bei denen kam er erstmals auch auf internationaler Vereinsebene zum Einsatz. Als Einwechselspieler bestritt er fünf Champions-League-Spiele, darüber hinaus kam er für die Bayern viermal im DFB-Pokal-Wettbewerb zum Einsatz und gewann mit ihnen den Ligapokal und die Deutsche Meisterschaft, bevor er nach nur einer Saison zum Ligakonkurrenten Hertha BSC wechselte.

Für die Berliner absolvierte er in drei Spielzeiten 59 Liga- (6 Tore), sieben DFB-Pokal-, drei Ligapokalspiele sowie 13 Spiele in der Champions League (4 Tore) und sechs Spiele (2 Tore) im UEFA-Pokal-Wettbewerb. Nach der sportlich wenig erfolgreichen Saison 2001/02 verließ er die Bundesliga und suchte sein Glück in den Vereinigten Arabischen Emiraten, bei Al-Shabab, dem Fußball-Verein aus Dubai.

Nach nur einer Spielzeit kehrte er in den Iran zurück und spielte eine Saison – abermals – für Persepolis Teheran, zwei Spielzeiten für den Ligakonkurrenten Saba Battery Teheran, mit dem er 2005 zwei Titel gewann, und zum Abschluss seiner Spieler-Karriere eine Saison für Saipa Teheran.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Für die A-Nationalmannschaft seines Landes spielte er zwischen 1993 und 2006 149 Mal und erzielte 109 Länderspieltore. Sein Debüt gab er am 6. Juni 1993 in Teheran beim 5:0-Sieg über die Auswahlmannschaft Pakistans; sein erstes Tor im Nationaltrikot erzielte er am 25. Juni 1993, ebenfalls in Teheran, beim 6:0-Sieg über die Auswahl Taiwans. Daei nahm sowohl an der Asienmeisterschaft 1996 in den Vereinigten Arabischen Emiraten, als auch an der Weltmeisterschaft 1998 und 2006 teil. Sein letztes Länderspiel bestritt er am 21. Juni 2006 im letzten WM-Gruppenspiel, das gegen die Mannschaft Angolas mit einem 1:1-Unentschieden endete.

Siehe auch: Liste der Fußballspieler mit mindestens 100 Länderspielen und Liste der Fußballspieler mit mindestens 50 Länderspieltoren

Erfolge als Spieler[Bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Karriere als Trainer[Bearbeiten]

Seine Trainerkarriere begann in der Spielzeit 2006/07 bei Saipa Teheran. Als Werner Lorant sein Traineramt aufgab, wurde Daei am 8. Oktober 2006 als Spielertrainer bei Saipa tätig und gewann 2007 die Iranische Meisterschaft. Am 2. März 2008 wurde Ali Daei offiziell als Nationaltrainer des Iran bestätigt. Nach der 1:2-Niederlage der A-Nationalmannschaft gegen Saudi-Arabien am 28. März 2009 wurde er wenige Stunden später entlassen. Ab dem 28. Dezember 2009 trainierte Daei den iranischen Erstligisten Persepolis Teheran, 2011 den Ligakonkurrenten Rah Ahan.

Sonstiges[Bearbeiten]

Mit 109 Treffern in 149 A-Länderspielen für den Iran ist Ali Daei – vor Ferenc Puskás und Pelé – der Spieler mit den meisten Länderspieltoren. Er ist der einzige männliche Spieler, dem mehr als 100 Länderspieltore gelangen. Er erzielte in vier Spielen jeweils vier Tore und einmal fünf, am 12. Juni 1996 in Teheran beim 7:0 gegen die Auswahl Sri Lankas.

Ali Daei kann auch außerhalb des Spielfeldes Erfolge nachweisen: Mit Abschluss seines Studiums 1990 ist er Ingenieur und darüber hinaus auch erfolgreicher Geschäftsmann. Mit seiner Firma Daei Sport's Wears & Equipments stattet er einige Vereine und auch die Iranische Fußballnationalmannschaft aus.

Am 17. März 2012 wurde er auf der Rückfahrt nach einem Auswärtsspiel in Isfahan in der gleichnamigen Provinz bei einem Autounfall mit seinem Privatwagen schwer verletzt.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Top 100 Greatest Ever Footballers (englisch)
  2. Pressemitteilung auf nw-news.de
Vorgänger Amt Nachfolger

Hidetoshi Nakata
Asiens Fußballer des Jahres
1999

Nawaf at-Tamyat