Galerie Thaddaeus Ropac

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Galerie Thaddaeus Ropac Salzburg
Galerie Thaddaeus Ropac Paris, Pantin

Die Galerie Thaddaeus Ropac wurde 1983 von Thaddaeus Ropac (* 16. Januar 1960 in Klagenfurt, Kärnten) in Salzburg gegründet und vertritt heute an den Standorten Salzburg, Paris Marais und Paris Pantin mehr als 60 internationale Künstler aus dem Bereich der zeitgenössischen Kunst.

Geschichte[Bearbeiten]

Thaddaeus Ropac gründete seine erste Galerie 1983 in Salzburg, die heute in der historischen Villa Kast am Mirabellplatz 2 in Salzburg ihre Kunstausstellungen repräsentiert. Neben den laufenden Hauptausstellungen im Erdgeschoss, werden in den Anbauten ANNEX und ZEICHNUNGSKABINETT weitere renommierte Künstler gezeigt. Im März 2010 eröffnete die Galerie in der Vilniusstraße 13 die 4.000 m² große Salzburg HALLE als weiteren Ausstellungsort.

Seit 1990 ist die Galerie Thaddaeus Ropac auch in Frankreich, zunächst in Paris Marais in der Nähe des Musée Picasso, vertreten. Die Galerie in der 7, Rue Debelleyme, die sich damals auf einen Ausstellungsraum beschränkte, erstreckt sich heute über drei Etagen. Im Oktober 2012 wurde im nordöstlich von Paris gelegenen Vorort Pantin, in der 69, avenue du Général Leclerc, die Galerie Thaddaeus Ropac Paris Pantin eröffnet. Mit rund 4700 m², davon ca. 2.000 m² Ausstellungsfläche, bietet sie nicht nur uneingeschränkten Raum für große Ausstellungen mit monumentalen Kunstwerken, sondern auch für Performances und Tanz. So zeigte die in einer ehemaligen, heute denkmalgeschützten, Kesselfabrik durch die Architekten Buttazoni & Associés eingerichtete Galerie zur Eröffnung unter dem Ausstellungstitel Iphigenie Werke und Multiples von Joseph Beuys sowie in den vier Haupthallen die monumentale Kunstreihe Die Ungeborenen von Anselm Kiefer.[1]

Wirken[Bearbeiten]

Die Galerie Thaddaeus Ropac veranstaltet vorwiegend Einzel- und Gruppenausstellungen, die oft von Veröffentlichungen begleitet werden. Diese Ausstellungen finden zum Teil in Zusammenarbeit mit öffentlichen oder privaten Stellen im In- und Ausland statt. Daneben nimmt die Galerie an Kunstmessen wie die Art Basel in Basel, Miami (Florida) und Hongkong, an der Armory Show – The International Fair of New Art in New York, der Frieze in London und der Pariser Foire internationale d’art contemporain teil. Die Galerie Thaddaeus Ropac ist als Berater von Museen sowie öffentlichen und privaten Sammlungen tätig.

Vertretene Künstler[Bearbeiten]

Heute vertritt die Galerie Thaddaeus Ropac mehr als 60 Internationale Künstler, unter anderem die US-amerikanischen Künstler Donald Baechler, Alex Katz, Robert Longo, Robert Mapplethorpe, Andy Warhol sowie der schweizerisch-US-amerikanischer Künstler Not Vital. Des Weiteren vertritt die Galerie britischen Künstler wie Tony Cragg, Gilbert & George und Antony Gormley, den aus Wales stammenden Richard Deacon, die schweizerische Künstlerin Sylvie Fleury, den russischen Künstler Ilja Kabakow, den italienischen Maler und Objektkünstler Mimmo Paladino sowie die deutschen Künstler und Bildhauer Georg Baselitz, Stephan Balkenhol, Joseph Beuys, Anselm Kiefer, Imi Knoebel und Wolfgang Laib sowie österreichischen Künstler wie Erwin Wurm, Hubert Scheibl, Gerwald Rockenschaub oder Arnulf Rainer.

Ausstellungskataloge[Bearbeiten]

Galerie Salzburg
  • Thaddaeus Ropac Zeitschnitt Österreich. zur Ausstellung Oktober-November 1983.
  • Thaddaeus Ropac, Vorwort: Ensemble moderne: Das moderne Stilleben/The Still-Life in Modern Art. (de./en.). Salzburg 1998, ISBN 3-901935-03-7.
  • Thaddaeus Ropac Georg Baselitz: Schlafende Knaben nach Caspar David Friedrich. zur Ausstellung vom 7. April bis 26. Mai 2001, Salzburg, ISBN 3-901935-09-6.
  • Thaddaeus Ropac Andy Warhol: Flowers on Paper. zur Ausstellung 2006. Salzburg, ISBN 3-901935-32-0.
  • Rod Maugham: Ataxia II. Antony Gormley. zur Ausstellung April 2009. Salzburg, ISBN 978-3-901935-40-4.
  • Arne Ehrmann (Hrsg.): Daniel Richter: Spagotzen. zur Ausstellung Juli-August 2010. Salzburg, ISBN 978-3-901935-43-5.
  • Maryam Ekhtiar, Greg Lindquist (Hrsg.): Ali Banisadr. We Haven't Landed on Earth yet. Salzburg 2012, ISBN 978-3-901935-46-6.
  • Eric Darragon (Hrsg.): Georg Baselitz. Das Negativ:eine andere Umkehrung. Salzburg 2012, ISBN 978-3-901935-47-3.
  • Abraham Orden und Hella Pohl: Erwin Wurm: Samurai & Zorro, de/en. Salzburg 2012, ISBN 978-3-901935-48-0.
Galerie Paris
  • Henri Loyrette et al. (Hrsg.): Yan Pei-Ming: Help 2013, ISBN 978-2-910055-57-8.
  • Allessandra Bellavita, Sévérine Waelchli (Hrsg.): Disaster/The End of Days. 2013, ISBN 978-2-910055-54-7.[2]
  • Abraham Orden, Hella Pohl (Hrsg.): Erwin Wurm. Samurai & Zorro. 2012, ISBN 978-3-901935-48-0.
  • Matthieu Lelièvre, Arne Ehmann (Hrsg.): Joseph Beuys. Hirschdenkmäler. zur Ausstellung in Marais vom 14. Oktober 2012 bis 24. November 2012, Paris, Salzburg 2012, ISBN 978-2-910055-50-7 (formal falsche ISBN).
  • Jörg Schellmann, Arne Ehmann (Hrsg.): Joseph Beuys. Iphigenie. zur Ausstellung in Pantin vom 14. Oktober 2012 bis 27. Januar 2013, Paris, Salzburg 2012, ISBN 978-3-901935-49-7.
  • Alexander Kluge, Arne Ehmann (Hrsg.): Anselm Kiefer. Die Ungeborenen. 2012, ISBN 978-2-910055-51-5 (formal falsche ISBN).
  • Adrien Götz, Suzy Menkes (Hrsg.): Alex Katz: 45 Years of Portraits 1969 - 2014. 2014, ISBN 978-2-910055-58-5 Ausstellung in Pantin.
  • Margit Zuckriegel (Hrsg.): Hubert Scheibl: Committed to Memory. 2009, ISBN 978-2-910055-38-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auf der Hatz nach Paris. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 23. Dezember 2012, S. 49.
  2. Die Schrecken des Endes. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 5. Mai 2013, S. 43. (online auf: faz.net)