Anselm Kiefer

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Anselm Kiefer (* 8. März 1945 in Donaueschingen) ist ein deutscher Maler und Bildhauer. Er zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine Werke wurden auf den bedeutendsten internationalen Kunstausstellungen – documenta 6, 7 und 8, Biennale von Venedig (Deutscher Pavillon 1980) – und in vielen Museen Europas, Japans und der Vereinigten Staaten von Amerika ausgestellt.

Kiefer absolvierte sein Kunststudium als Schüler von Horst Antes in Karlsruhe und Joseph Beuys in Düsseldorf. Mit Beuys teilt er die Vorliebe für scheinbar wertlose und verachtete Materialien, vornehmlich für Asche und Blei, die er in seinen monumentalen Bildern, Skulpturen und Installationen vielschichtig zur Wirkung bringt. Seine Karriere begann Kiefer mit einem Skandal, als er mit der fotografischen Dokumentation einer Performance an verschiedenen Stätten Europas den Hitlergruß ausführte. Seine weitere Arbeit war stark geprägt von Themen aus der deutschen Geschichte und Kultur, von der Hermannsschlacht bis zum Nationalsozialismus. Kiefer gilt als ein Erneuerer der Historienmalerei und großer Illustrator geschichtlicher Katastrophen. Generell zählen überlieferte Mythen, Bücher und Bibliotheken zu seinen bevorzugten Sujets und Inspirationsquellen. Literarische Einflüsse, namentlich von Paul Celan und Ingeborg Bachmann, schlugen sich in seinen Arbeiten der mittleren Jahre nieder. In seinem späteren Werk erweiterte er den sondierten Mythenkreis auf jüdisch-christliche, ägyptische und orientalische Kulturen.

Kiefer wurde mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet seit Mitte der 1990er Jahre in Frankreich.

Leben[Bearbeiten]

Anselm Kiefer wurde kurz vor Kriegsende als Sohn des Kunstpädagogen Albert Kiefer und seiner Frau Cilly[1] im Luftschutzkeller eines Krankenhauses in Donaueschingen geboren.[2] 1951 zog die Familie ins badische Ottersdorf. Im nahegelegenen Rastatt besuchte er das Gymnasium. 1965 begann er in Freiburg im Breisgau das Studium der Rechtswissenschaften und Romanistik, das er jedoch nicht abschloss. Bereits in dieser Zeit widmete er sich zugleich der Bildenden Kunst und studierte von 1966 bis 1968 Malerei in Freiburg bei Peter Dreher und danach als Schüler von Horst Antes in Karlsruhe.[3]

Seine Abschlussarbeit 1969 in Karlsruhe war eine fotografische Dokumentation einer Performance, die Kiefer „Besetzungen“ nannte.[4] In ihr führte er an verschiedenen Stätten Europas (Schweiz, Holland, Frankreich, Italien) den Hitlergruß aus, womit er „konzeptuell die Identifikation mit den Tätern simuliert“.[5] Die Arbeit rief einen wahren Skandal hervor und wurde von der Mehrheit der Akademieprofessoren abgelehnt. Kiefer setzte das Kunststudium danach von 1969 bis 1972 bei Joseph Beuys in Düsseldorf fort, der an Kiefers kritischer Absicht bei dieser Aktion keinen Zweifel hegte.[6] Beuys war indessen weniger Lehrer als informeller Mentor, in den Worten Kiefers: „Ich war nie in seiner Klasse, sondern arbeitete in Odenwald. Von da aus bin ich dann einige Male nach Düsseldorf gefahren, mit meinen zusammengerollten Bildern auf dem Dach eines VW-Käfers, um sie Beuys zu zeigen.“[7]

Kiefer arbeitete zunächst künstlerisch im Odenwald, wo er 1971 ein ehemaliges Schulhaus in Hornbach als Atelier bezogen hatte.[8] In Michael Werner fand er früh einen namhaften Galeristen, der erste Ausstellungen – von 1973 bis 1977 im jährlichen Turnus – in seinen Räumen veranstaltete und ihn bis 1979 vertrat. Seine Gestaltung des westdeutschen Pavillons auf der Biennale in Venedig 1980 rief einen weiteren Skandal hervor.

Mit der Londoner Ausstellung „A New Spirit in Painting“ begann 1981, kurz nach Kiefers Biennale Premiere, seine internationale Karriere und sein Erfolg in der angelsächsischen Welt.[9] Eine Wanderausstellung zwischen 1987 und 1989 durch vier der angesehensten Museen der USA machten ihn weltberühmt; der amerikanische Kunstkritiker Charles Werner Haxthausen sprach von einem „Triumphzug“. 1993 folgte eine Ausstellungtournee durch Japan.[10]

1988 hatte er eine ehemalige Ziegelei in Höpfingen bei Heidelberg erworben, wo er ein umfassendes Projekt Zweistromland plante, benannt nach seiner gleichnamigen Installation eines zweiflügeligen Regals mit Bleibüchern (1986–89). Nachdem er mit seiner Idee gescheitert war, den geplanten Kunstpark „Zweistromland“ zu errichten, verließ er 1991 Deutschland. In einer selbst verordneten dreijährigen Malpause begab er sich auf Reisen nach Nepal und Thailand, nach China, Australien und Mexiko und widmete sich dem Fotografieren und dem Schreiben,[3] bevor er sich 1993 in Frankreich niederließ. Diese Zäsur, die auch eine in seiner Produktion werden sollte, fiel mit dem Ende seiner ersten Ehe zusammen. Danach richtete er im südfranzösischen Barjac (Cevennen) sein Atelier auf einem 35 ha großen Industriegelände einer ehemaligen Seidenfabrik ein. Als er es 2008 verließ, hinterließ er auf dem Gelände 52 zum Teil sehr große Gebäude.[11] Er bezog danach ein Atelier im Pariser Vorort Croissy-Beaubourg in den Lagerhallen eines ehemaligen Pariser Kaufhauses, die 36.000 Quadratmeter umfassen.[12]

Im Winter 2010/2011 lud ihn das berühmte Collège de France zu Vorlesungen über sein Kunstverständnis ein.[13] Seither lehrt er dort als Professor.

Im Herbst 2011 äußerte er in einem Spiegel-Interview die Absicht, das stillgelegte Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich für künstlerische Zwecke zu übernehmen, es in ein Pantheon zu verwandeln.[12] Um das Kraftwerk zu kaufen, müsste es erst aus dem Atomgesetz entlassen werden.[14] Die Wirtschaftministerin von Rheinland-Pfalz lehnte jedoch den Verkauf ab.[15]

Neben seiner Arbeit als Maler und Bildhauer war Kiefer auch als Bühnenbildner und Kostümdesigner für Theater und Oper tätig, so für Ödipus auf Kolonos (Burgtheater Wien, 2003) und Elektra (Teatro di San Carlo, Neapel, 2003), beides Inszenierungen von Klaus Michael Grüber. Zur Neueröffnung der Pariser Opéra Bastille 2009 beauftragte ihn der Operndirektor Gerard Mortier, gemeinsam mit dem deutschen Komponisten Jörg Widmann, mit der visuellen und musikalischen Performance „Am Anfang“.[16]

Kiefer ist in zweiter Ehe mit der Österreicherin Renate Graf verheiratet und hat drei Kinder.

Er wurde mit einer Serie von Preisen, Ehrungen und Auszeichnungen bedacht. Auf der Frankfurter Buchmesse 2008 wurde ihm, als erstem bildenden Künstler, der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. 2009 erhielt er in Paris den Adenauer-de Gaulle-Preis.

Werk[Bearbeiten]

Themen und Materialien[Bearbeiten]

Formal ist Kiefers Werk monumental und figurativ („Ohne einen Gegenstand würde ich sowieso kein Bild machen“[17]). Inhaltlich zeugen die Arbeiten von einer „Weiterführung der Historienmalerei“[18] und einer „intensiven Auseinandersetzung mit Kulturbeständen“.[19] In ihnen sind überlieferte Mythen, Bücher und Bibliotheken präsent.

Für Paul Celan. Rutengänger
Anselm Kiefer, 2005-2007
Mischtechnik auf Fotografie, 63 × 84 cm
Galerie Thomas Modern, München

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Nur wenige zeitgenössische Künstler haben einen so ausgeprägten Sinn für die Verpflichtung der Kunst zur Beschäftigung mit der Vergangenheit und ethischen Fragen der Gegenwart. Wie der Kunsthistoriker Werner Spies konstatiert, machte Kiefer, wie nur noch Gerhard Richter, „mit der Verdrängung von Namen, Begriffen und Topografien Schluß“.[20] Als „pictor doctus“ (gelehrter Maler) charakterisiert die Schweizerin Andrea Lauterwein in ihrer herausragenden Dissertation über Kiefer und Paul Celan einen Maler, der sich auf breite philosophische und literarische Referenzen stütze und dessen Dialog mit dem Poeten Celan leitmotivisch in sein Werk eingegangen sei. Durch die Rezeption von Celans Poesie habe er den Zirkel von Faszination und Ekel angesichts der nationalsozialistischen Phantasmagorie durchbrechen und auch die jüdische Sicht auf Holocaust und Shoa bildnerisch verarbeiten können.[21] Der Londoner Kunsthistoriker Norman Rosenthal beschreibt die Wirkung von Kiefers Bildern wie folgt: „Sie mögen den Deutschen Schmerzen bereiten, aber im Ausland wird er auch deshalb bewundert, weil er komplexe Werke zur Hitler-Zeit, auch zum Judentum geschaffen hat.“ Dieser Deutsche habe ein echtes Verhältnis zur eigenen Kultur, zu Beethoven, Heine, Goethe oder Wagner, und er bringe in seiner Kunst „das Schreckliche und das Schöne an seinem Land auf grandiose Weise zusammen“.[22] Der französische Kunsthistoriker Daniel Arasse hebt hervor, dass Humor, Ironie und Spott „eine konstitutive Dimension“ seiner Arbeit sei, die es ihm bisweilen erlaube, „Verbote zu übertreten“.[23]

War Kiefers frühe Schaffensperiode durch eine nahezu obsessive Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und Kultur bestimmt, dann traten in seinen späteren Werkphasen neben Gnosis und jüdischer Mystik (Kabbala) ägyptische und altorientalische Mythologien sowie Kosmogonien als neue Inspirationsquellen hinzu, ohne dass die alten Themen völlig verschwänden.[24]

Geprägt sind seine Arbeiten vom archaisierenden Material: neben dem dominanten Blei, sind es Asche, Stroh, Sonnenblumen, Haarsträhnen, Sand, Tonerde, angebranntes Holz, Stofffetzen, die oft in überlappenden Schichten aufgetragen werden. Kiefer ist ein „Freund des Bleis“,[25] wie er selbst eingesteht: „Das Blei wirkt mehr als alle anderen Metalle auf mich“.[26] Sein Credo formulierte er in dem Paradoxon: „Ich vergeheimnisse die Materie, indem ich sie entkleide.“[27]

Dem Beuysschen Denken nahe, sind − neben der Vorliebe für unkonventionelle Materialien – die von Kiefer wahrgenommenen Parallelen zwischen den Rollen des Alchemisten und Künstlers, von denen letzterer Rohmaterial und Leinwand zu symbolischen Bedeutungsträgern umwandelt.

Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte[Bearbeiten]

Kiefers frühes Werk ist außerordentlich stark bestimmt von der deutschen Geschichte, ihren Geistesgrößen und ihren Mythen. „Meine Biographie ist die Biographie Deutschlands“, lautet ein häufig zitierter Ausspruch von ihm.[28] In seinem gesamten Schaffen setzt er sich mit der Vergangenheit, insbesondere mit der deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts auseinander. Der Nationslsozialismus ist ein Element inmitten einer viel umfassenderen Struktur.[29] Er gilt als ein Geschichtsversessener, der sich als erster deutscher Künstler nach dem Zweiten Weltkrieg auf das heikle Feld der Nazisymbolik begab und damit Tabu- und Reizthemen der jüngeren Geschichte berührte. Insbesondere fragte er nach der ideologischen Herkunft des Nationalsozialismus und der Vorbereiterfunktion deutscher Nationalmythen wie Nibelungen und Hermann der Cherusker. Das Gedächtnisraster, an dem Kiefer webt, „betrifft die Gesamtheit jenes ursprünglichen Deutschtums und jener Kultur, die der Nationalsozialismus in der Geschichte zu aktualisieren behauptete“.[30] Die Folge waren jahrzehntelange kontroverse Diskussionen in den Medien über den Wert seines künstlerischen Schaffens.

Besetzungen

Bereits seine erste Einzelausstellung Besetzungen, die 1969 in Karlsruhe als eine Serie von Schwarz-Weiß-Fotografien seiner Karlsruher Abschlussarbeit gezeigt wurde, sorgte für öffentliche Auseinandersetzungen.[31] Die Fotos zeigten Kiefer an verschiedenen Stätten Europas (vor antiken Gräbern, im Amphitheater, vor Meeresbrandung und monumentalen Berglandschaften ehemals besetzter Länder) den Hitlergruß ausführen. Er war bekleidet in den Uniformteilen seines Vaters (Reithose, Reitstiefel und Militärmantel), die dieser als Offizier an der Front im Krieg getragen hatte,[1]. Von den Kritikern wurde diese Performance als eine „Teufelsaustreibung mittels Affirmation“ wahrgenommen.[32]

Besetzungen
Anselm Kiefer, 1969
Öl auf Leinwand
Sammlung Céline und Heiner Bastian, Berlin

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Zu dem Motiv seiner Performance hat sich Kiefer später wie folgt geäußert: „Ich wollte für mich selbst herausfinden, ob Kunst nach dem Faschismus überhaupt noch möglich ist. Ich wollte hinter dem Erscheinungsphänomen Faschismus, hinter seiner Oberfläche erkennen, was der Abgrund Faschismus für mich selbst bedeutet […], ich wollte das Unvorstellbare in mir selbst abbilden.“[33] In einem anderen Interview äußerte er: „In diesen ersten Bildern wollte ich mich selbst fragen: bin ich faschistisch? Es ist eine sehr schwerwiegende Frage. Man kann darauf nicht auf die Schnelle antworten. Das wär ja einfach. Autorität, Konkurrenzgeist, Überlegenheitsgefühle […] all das gehört zu meiner Persönlichkeit, wie zu jedem Menschen.“[34] Der Kunsthistoriker Werner Spies sah als eine Triebfeder in Kiefers Kunst, dass er die historische Auseinandersetzung verquickte mit dem gefährlichen Abglanz der Verblendung, die zu dieser fatalen Vergangenheit geführt habe.[35]

In seiner Düsseldorfer Zeit hatte Kiefer begonnen, seine Farb- und Materialpalette zu erweitern. Dick aufgetragene Farbschichten bearbeitete er mit Feuer oder Äxten und kombinierte sie mit Glas, Holz und Pflanzenteilen. In den 1970er Jahren beschäftigte er sich insbesondere mit deutscher Mythologie. Die in dieser Zeit entstandenen Arbeiten lösten nicht nur „Faszination und Schrecken“ aus, sie veranlassten manche Kritiker, ihn in die Nähe neofaschistischer Ideologie zu rücken.[36]

Deutschlands Geisteshelden und Märkische Heide

1973 entstand Deutschlands Geisteshelden. Man sieht einen aus rohem Holz gezimmerten, hallenartigen Dachboden, der sich nach rückwärts perspektivisch verjüngt. An den Wänden flackern kleine Ehren-Feuer und auf dem Boden sind in Kinderschrift die Namen der Helden geschrieben: Richard Wagner, Richard Dehmel, Josef Weinheber, Joseph Beuys, Adalbert Stifter, Caspar David Friedlich, Theodor Storm, Mechthild von Magdeburg.

Seine frühen Landschaftsbilder sind kontaminiert mit dem vom Nationalsozialismus propagierten „deutschen Sehen“.[37] Sein erstes großes Landschaftsbild: Märkische Heide entstand 1971. Dessen Sujet wandelte er in den darauf folgenden Jahren in unterschiedlichen Formaten häufig ab.[38] Die Märkische Heide liegt in der Mark Brandenburg und symbolisiert einen geschichtsträchtigen Ort mit den Wurzeln Preußens.

Märkische Heide
Anselm Kiefer, 1974
Öl, Acryl und Schellack auf Rupfen, 118 × 254 cm
Van Abbemuseum, Eindhoven

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Das Gemälde von 1974 (Van Abbemuseum) zeigt einen verschmutzten Weg in einer Heidelandschaft, der in der Mitte des unteren Bildrands breit beginnt und vertikal mit sich verjüngender Perspektive scheinbar endlos auf die hohe Horizontlinie zuläuft, wo Land und Himmel nahtlos verschmelzen. Am rechten Wegrand ragen drei schlanke Birkenstämme. Die weißen Farbtöne des Weges und der Birken kontrastieren mit den dunklen Gelb- und Brauntönen der menschenleeren Heidelandschaft, über der eine düstere Stimmung liegt. Über die Mitte des unteren Weges sind die Worte „märkische Heide“ geschrieben. Korrespondierend zu den Heide-Bildern hat er in den 1980er Jahren mehrere Bilder produziert, denen er den Titel (oder Teiltitel) märkischer Sand gab (z. B. Wege: märkischer Sand, 1980; Ikarus – märkischer Sand, 1981; Märkischer Sand, 1982) und in denen er teilweise Sand mit Farbe vermischte. Keine unwesentliche Rolle für die Titelgebung dürfte die Vereinnahmung des brandenburgischen Heimatliedes Märkische Heide, märkischer Sand durch die Nazis gespielt haben.[39]

Das ebenfalls 1974 entstandene, in dominant schwarzer Ölfarbe auf Rupfen gehaltene Bild Maikäfer flieg (Sammlung Marx) zeigt eine düstere Landschaft mit verwüsteter, verbrannter Erde. Am oberen Rand ist mit krakeligen Schrift der Anfang des Kinderlieds „Maikäfer flieg, der Vater ist im Krieg, die Mutter ist in Pommerland, Pommerland ist abgebrannt“ aufgetragen. Auch mit diesem Bild werden Assoziationen an die jüngere deutsche Geschichte, an Krieg (verbrannte Erde), Flucht und Vertreibung hervorgerufen.

„Märkischer Sand“ von 1982 ist ein großes langgestrecktes Bild mit einer leeren, wie Petra Kipphoff meint, „sich wie in einem Strudel zum Horizont ziehenden Landschaft, in der Geschichte und Leben untergepflügt scheinen“.[40] Schildchen mit Ortsnamen wie Küstrin, Oranienburg, Neuruppin, Rheinsberg oder Buckow rufen Assoziationen an die preußische Geschichte und an Theodor Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg hervor sowie an die Nazivergangenheit mit ihren KZs (Oranienburg, Sachsenhausen) und Todesmärschen. Werner Spies spricht davon, dass der Maler in der Arbeit die Samen seiner historischen und mythologischen Erinnerung aussät. „Die technische Virtuosität steigert sich dabei regelrecht zum wagnerianischen Tutti: Sand, Teer, Schellack, Sägemehl, Bleifolien, sprechende Materialien wie das Stroh der Brandstifter, Stacheldraht und Kleidungsstücke tragen zu der depressiven Stimmung bei, sprechen von diesem ‚Waste Land‘, das T. S. Eliot zur Metapher der verödeten chaotischen Moderne ausgerufen hat.“[41]

Wege der Weltweisheit und Hermannsschlacht

Der Bilderzyklus Wege der Weltweisheit – Die Hermannsschlacht, entstanden zwischen 1976 und 1980, zählt zu den „beeindruckendsten, aber auch umstrittensten seines frühen Werks“.[42] Die Werkgruppe besteht aus einem fünf Meter breitem Gemälde, einer Anzahl von Holzschnitt-Collagen und zwei aus Holzschnittporträts bestehenden Buchobjekten, in denen bekannte Personen aus der deutschen Kulturgeschichte abgedruckt sind. Das eine davon, „Wege der Weltweisheit“ betitelt, versammelt Persönlichkeiten aus dem bürgerlich-republikanischen Gottfried-Keller-Kreis, das zweite unter der Überschrift „Die Hermannsschlacht“ Porträtköpfe, die einer Nazi-Publikation entnommen wurden, in der Dichter wie Hölderlin und Eichendorf sowie Philosophen wie Kant und Heidegger vereinnahmt wurden. In der Collage führte Kiefer somit Personen aus dem links- und dem rechtsbürgerlichen Spektrum zusammen. Verbindendes Sujet des Ensembles ist die Hermannsschlacht, wobei es Kiefer vorwiegend um die nationale Rezeptionsgeschichte und um die „Tendenz zu Nationalismus und Chauvinismus in der deutschen Geistestradition“ geht, die Arminus, genannt Hermann, der Cherusker zum deutschen Nationalhelden machte.[43] Der Bildtitel Wege der Weltweisheit zitiert eine philosophische Schrift des Jesuitenpaters Bernhard Jansen von 1924 und verweist auf den Kontext der Aufklärung, die dem Gedanken der allwaltenden Gottheit ein säkulares Pendant entgegensetzt, vergleichbar mit Hegels „Weltgeist“. Kiefer erinnert an die von „Idealismus, Romantik und Freiheitskriegen geprägte Epoche, indem er Zeitgenossen aus Kultur und Politik mittels Porträt herbeizitiert“, unter ihnen der Pädagoge Friedrich Schleiermacher, der Philosoph Johann Gottlieb Fichte, die Generäle Blücher und Clausewitz, die Dichter Klopstock und Grabbe, aber auch die modernen Lyriker Rainer Maria Rilke und Stefan George sowie der wegen seiner Haltung im Dritten Reich umstrittene Philosoph Martin Heidegger. Die meisten Köpfe sind zum Bildzentrum angeordnet.[44] Es existieren mehr als ein halbes Dutzend Versionen der Monumentalcollage mit unterschiedlichen Variationen desselben Themas.

Seine Bilder sowie die Skulpturen von Georg Baselitz verursachten bei der Biennale von Venedig im Jahre 1980 einen Aufruhr. Die Betrachter mussten entscheiden, ob die scheinbar nationalsozialistischen Motive ironisch gemeint waren oder ob damit faschistoide Ideen transportiert werden sollten. Auf riesigen Leinwänden erschuf er epische Bilder, die die Geschichte der deutschen Kultur mit Hilfe von Darstellungen von Figuren wie Richard Wagner oder Goethe aufriefen, und setzte so die Tradition der Geschichtsmalerei als Mittel zur Ansprache an die Welt fort. Kiefers Orientierung am ikonographischen Repertoire der nationalsozialistischen Malerei waren auch der Grund warum Werner Spies in seinem Biennale-Bericht schrieb: „Vor dem Säer muß gewarnt werden!“[45]

Margarethe und Sulamith
Dein goldenes Haar, Margarethe
Anselm Kiefer, 1981
Öl, Emulsion und Stroh auf Leinwand, 130 × 170 cm
Sammlung Sanders, Amsterdam

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Sulamith
Anselm Kiefer, 1983
Öl, Emulsion, Holzschnitt, Schellack, Acryl und Stroh auf Leinwand, 290 × 370 cm
Privatsammlung

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Zwischen 1981 und 1983 schuf Kiefer eine Reihe von Werken, die von Paul Celans Gedicht Todesfuge inspiriert wurde.[46] Diese Arbeiten waren das Ergebnis seiner Auseinandersetzung mit der Frage, inwiefern sich die deutsche Identität noch ohne Verdrängung des Holocausts aufrechterhalten lasse. Zu der Werkgruppe gehören Dein goldenes Haar, Margarethe (1981) und Sulamith (1983); beide Namen werden gleichsam kontrapunktisch in der Todesfuge angerufen, wobei Margarethe für das Deutsche den Namen tauscht und Shulamith für das Jüdische.[47]

Generell zeichnen sich die Werke seiner „deutschen Phase“ durch einen dumpfen, fast schon depressiv wirkenden, zerstörerischen Duktus aus. In den meisten seiner Arbeiten verwendet Kiefer eine Fotografie als Ausgangsfläche, um sie dann mit Erde und anderen Naturmaterialien (Stroh, Sand, Blei oder Erde) zu bearbeiten; auch Haare und angebranntes, verkohltes Holz integriert er in seine Geschichtslandschaften. Gleichfalls charakteristisch ist, dass man in fast allen Gemälden Kiefers Schriftzüge bzw. Namen von Menschen, Sagengestalten oder geschichtsträchtigen Orten findet. All dies sind verschlüsselte Siglen, durch die Kiefer die Vergangenheit aufzuarbeiten sucht. Daher wird er oft auch mit einer als Neuer Symbolismus bezeichneten Stilrichtung in Verbindung gebracht.

Neben dem Dichter Paul Celan hat sich Kiefer auch von Ingeborg Bachmann zu bedeutenden Werken inspirieren lassen. Die Bilder Böhmen liegt am Meer (1995 und 1996) tragen den Titel eines Gedichts von Bachmann. Auch ihr Vers „Jeder, der fällt, hat Flügel“ steht auf einem seiner späteren Gemälde aus Barjac.[48]

Die Frauen der Revolution[Bearbeiten]

Die Frauen der Revolution
Anselm Kiefer, um 1984
13 Bleibetten unterschiedlicher Größe
Privatsammlung

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Um 1984 entstand seine erste Installation, Die Frauen der Revolution.[49] Es handelt sich dabei um 13 Bleibetten unterschiedlicher Größe (zwischen 140 × 70 und 200 × 110 cm). Alle Betten sind mit einem bleiernen, zerknitterten Laken überzogen, in deren Mitte sich eine mit Wasser gefüllte Delle befindet. Auf kleinen, den einzelnen Betten zugeordneten Papierschildern stehen die Namen von 22 berühmten französischen Frauen, die während der Französischen Revolution eine wichtige Rolle gespielt haben, unter ihnen Madame Récamier, Olympe de Gouges, Madame de Staël, Théroigne de Méricourt und Charlotte Corday. Nicht für alle Frauen ist ein eigenes Bett reserviert. Teilweise fielen sie der Guillotine zum Opfer.[50]

Neue Themen[Bearbeiten]

Ab den 1980er Jahren nimmt die Zahl der Themen zu, die weder deutsch noch germanisch sind. Deutsche Kultur und Geschichte werden eingebettet in ein größeres Ganzes, in die griechische und babylonische Mythologie, die ägyptische Religion und jüdische Mystik (Kabbala).[51] Mythische Erzählungen über die Schöpfung der Welt faszinieren ihn sowohl in den jüdisch-christlichen als auch den orientalischen Kulturen. Auf ausgedehnten Reisen durch Europa, die USA und den Mittleren Osten wurde er mit Einflüssen konfrontiert, unter denen beeindruckende Kunstwerke entstanden. Neben Gemälden schuf Kiefer Aquarelle, Holzschnitte, übermalte Fotos und Bücher, außerdem Skulpturen, in denen Kiefer vielfach Blei einsetzt, „das Metall des Saturns und der Melancholie“.[52] Bekannt sind unter anderem seine Flugzeuge und Raketen aus Blei sowie eine Bibliothek aus überdimensionalen, aus Blei gegossenen Folianten (Werktitel: 60 Millionen Erbsen).

Mit seinem Umzug nach Frankreich um 1993 löste er sich von deutscher Vergangenheitsbewältigung, seine Palette wurde lichter, seine Themen weiteten sich ins Kosmische, er nutzte neue Materialien und neue Werkzeuge wie „Baumaschinen ebenso wie Spitzhacke, Axt und Flammenwerfer“.[53]

In Bajac errichtete er die monumentale Installation Die Türme der sieben Himmelspaläste. Die sieben bis 27 Meter hohen, windschiefen Türme sind zum Himmel hin geöffnet. Ihr Fundament sind Bücher aus Blei. Sie besagen nach Kiefer: „Das ist nicht ein Turm, das ist ein Turm der Türme. […] Das Fundament der Türme ist das Wissen von Jahrtausenden“.[54] Auch die Zwischengeschosse werden von Bücherbleiplatten abgetrennt, die in der Mitte durchbrochen sind, darüber erheben sich jeweils Geschosswände aus Betonfertigteilen. Anlässlich der als eine Replikation geschaffenen Dauerinstallation (I sette palazzi celesti) im Mailänder „Hangar Bicocca“ bezeichnet Peter Iden sie als „in ihren Ausmaßen gewaltigste Installation, welche die zeitgenössische Kunst bislang hervorgebracht hat, um vieles gewaltiger sogar als Richard Serras an den Grenzen der Schwerkraft errichteten riesigen Stahlplatten“.[55]

Daniel Arasse konstatiert gleichfalls eine Neuorientierung Kiefers seit 1995, die sich unter Anderem in der Bearbeitung kosmischer Themen zeige. Gleichwohl sei unterschwellig eine Kontinuität wirksam geblieben, welche in den monumentalen Bildern der Werkgruppen Sternenlager und Sternenfall zum Ausdruck käme.[56] In dem Bild Sternen-Lager IV von 1998 (Museum Küppersmühle, Duisburg) entdeckt Arasse einen direkten Hinweis auf Auschwitz. In gelblichen Erdfarben wird ein Kellergewölbe suggeriert, an dessen Wänden Kisten aufgestapelt sind, die Aufschriften mit Ziffern zeigen. Zusätzlich sind Namen von Sternenbildern angebracht. Beides verweist auf den Keller als ein Lager für Sterne. Einige geöffnete Kisten scheinen tote Körper zu beinhalten. Insgesamt geht von dem Gemälde eine sogartige Wirkung aus, die den Betrachter an die Atmosphäre eines Konzentrationslagers erinnert, in dem Menschen Nummern eingebrannt bekamen und Sterne tragen mussten.[57]

Ende Oktober 2007 enthüllte Kiefer im Pariser Louvre ein von ihm erstelltes Auftragswerk. Das 14 × 4 Meter große Gemälde zeigt ihn selbst als einen auf dem Boden liegenden nackten Mann, der – laut Kiefer – mit dem Universum verbunden sei. Dies war das erste Auftragswerk des Museums seit dem Jahr 1953. 2008 wurden Werke Kiefers aus der Sammlung Großhaus im Kreuzstall von Schloss Gottorf ausgestellt, insbesondere sein Buch „for Robert Fludd – the secret life of plants“, mit 18 bleiernen Doppelseiten, mit Acryl auf Fotografie in Mischtechnik gestaltet. Das Museum Frieder Burda zeigte 2011 in Baden-Baden zwei Dutzend großformatige Arbeiten aus der Sammlung Grothe.

Aufmerksamkeit und Kritik in den Medien erregte er, als er die Bilder von Jean Genet mit den Medien-Bildern vom Terroranschlag vom 11. September 2001 verglich, und sie als „das perfekteste Bild […], das wir seit den Schritten des ersten Mannes auf dem Mond gesehen haben“ bezeichnete, da sie alle Parameter der Kunst erfüllen würden.[58]

Geplantes Anselm-Kiefer-Museum[Bearbeiten]

Der Bauunternehmer und Kunstmäzen Hans Grothe, der die größte Privatsammlung des Werkes von Kiefer besitzt, darunter Schlüsselwerke aus drei Jahrzehnten, äußerte vor Jahren die Absicht, in einem noch zu errichtenden Anselm-Kiefer-Museum nahe dem Berliner Kurfürstendamm 30 bis 50 Werke des Künstlers zu präsentieren.[59] In diesem Zusammenhang ist es ihm 2012 gelungen, die Bundeskunsthalle für eine Ausstellung seiner Sammlung zu gewinnen.[60] Im Juli 2014 schloss Grothe mit der Kunsthalle Mannheim einen differenzierten Leihvertrag über 38 Hauptwerke ab. Demnach sollen sie in wechselnden Präsentationen ab 2017 in einem geplanten Kunsthallen-Neubau in einem eigenen Galeriekubus auf 240 Quadratmetern Fläche gezeigt werden.[61]

Zitat[Bearbeiten]

Frage: Was fasziniert Sie so am Blei? Kiefer: „Es ist wie mit der Aura von Namen. Das Blei wirkt mehr als alle anderen Metalle auf mich. Wenn man so einem Gefühl nachforscht, erfährt man, dass Blei schon immer ein Stoff für Ideen war. In der Alchemie stand dieses Metall an der untersten Stufe des Goldgewinnungsprozesses. Blei war einerseits stumpf, schwer und mit Saturn verbunden, dem hässlichen Mann — andererseits enthält es Silber und war auch schon der Hinweis auf eine andere, geistigere Ebene.“[62]

Rezeption[Bearbeiten]

Noch Anfang der 1980er Jahre stand ein beträchtlicher Teil der deutschen Kunstkritik Kiefer „überaus ablehnend, ja abschätzig“ gegenüber; seine „scheinbar affirmative Einfühlung in faschistische Gesten und Symbole“ machten ihn ausgesprochen unbeliebt. Bei seinem ambivalenten Umgang mit der Thematik ignorierte man die „ironischen, provozierenden, subversiven Aspekte seiner Arbeiten“.[63] Erst allmählich und mit dem internationalen Erfolg fand sein Werk auch in Deutschland die gebührende Anerkennung.

Auswahl der Einzelausstellungen[Bearbeiten]

  • 1969 Besetzungen. Galerie am Kaiserplatz, Karlsruhe
  • 1973 Notjung, Galerie Michael Werner, Köln
  • 1973 Der Nibelungen Leid, Galerie im Goethe Institut, Rotterdam
  • 1974 Alarichs Grab, Galerie Felix Handschuh, Basel
  • 1974 Heliogabal, Galerie t’Venster, Rotterdam; Rotterdamse Kunststichting
  • 1974 Malerei der verbrannten Erde. Galerie Michael Werner, Köln
  • 1975 Unternehmen Seelöwe, Galerie Michael Werner, Köln
  • 1976 Siegfried vergisst Brünhilde, Galerie Michael Werner, Köln
  • 1977 Ritt an die Weichsel, Galerie Michael Werner, Köln
  • 1978 Wege der Weltweisheit – Hermannsschlacht, Galerie Maier-Hahn, Düsseldorf
  • 1978: Bilder und Bücher. Kunsthalle Bern, 7. Oktober bis 19. November 1978
  • 1979 Stedelijk Van Abbemuseum, Eindhoven, Niederlande
  • 1980 Bilderstreit, Mannheimer Kunstverein, Mannheim; Württembergischer Kunstverein, Stuttgart; Galerie Helen van der Meij, Amsterdam
  • 1980 Bilder und Zeichnungen, Galerie und Edition Six Friedrich / Galerie Sabine Knust, München
  • 1980 Holzschnitte und Bücher, Groningen Museum, Groningen
  • 1980 Verbrennen, verholzen, versenken, versanden. Deutscher Pavillon auf der 39. Biennale von Venedig
  • 1980 Museum of Contemporary Art, Los Angeles
  • 1981 A New Spirit in Painting, Royal Academy of Arts, London
  • 1981 Urd, Werdandi, Skuld, Galerie Paul Maenz, Köln
  • 1981 Marian Goodman Gallery, New York
  • 1981 Galleria Salvatore Ala, Mailand
  • 1981 Bücher, Galerie und Edition Six Friedrich / Galerie Sabine Knust, München
  • 1981 Aquarelle 1970–1980, Kunstverein Freiburg im Marienbad, Freiburg
  • 1981 Margarethe – Sulamith, Museum Folkwang, Essen; Whitechapel Art Gallery, London
  • 1981 Ehinger-Schwarz Galerie, Ulm
  • 1982 Documenta 7, Kassel (Einzelraum)
  • 1982 Marian Goodman Gallery, New York
  • 1982 Galerie Paul Maenz, Köln
  • 1982 Galerie Helen van der Meij, Amsterdam
  • 1982 Mary Boone Gallery, New York
  • 1983 Sonja Henie og Niels Onstads Stiftelser, Kunstsentret Høvikodden, Oslo
  • 1983 Bücher und Gouachen zum Hans-Thoma-Preis 1983, Hans-Thoma-Museum, Bernau/Baden
  • 1983 Galerie Sabine Knust/Maximilianverlag, München
  • 1983 Paintings and Watercolours, Anthony d'Offay Gallery, London
  • 1984 Galerie Paul Maenz, Köln
  • 1984 Kunsthalle Düsseldorf, 24. März bis 5. Mai
  • 1984 Musée d'art moderne de la Ville de Paris, 11. Mai bis 21. Juni
  • 1984 Musée d'Art Contemporain, Bordeaux
  • 1984 The Israel Museum, Jerusalem, 31. Juli bis 30. September
  • 1985 Auszug aus Ägypten / Departure of Egypt, Marian Goodman Gallery, New York
  • 1986 Stedelijk Museum Amsterdam
  • 1986 Bilder 1986–1980, Stedelijk Museum, Amsterdam; Art Gallery of New South Wales, Sydney
  • 1987 Ausstellungen in The Art Institute of Chicago, Philadelphia Museum of Art, Museum of Contemporary Art, Los Angeles und im MoMA, New York
  • 1987 Bruch und Einung, Marian Goodman Gallery, New York
  • 1987 Galeria Foksal, Warschau
  • 1988 Erotik im Fernen Osten – A Book by Anselm Kiefer, Museum of Fine Arts Boston, Massachusetts
  • 1989 Zweistromland – The High Priestess, Anthony d'Offay Gallery, London
  • 1989 Mohn und Gedächtnis, Galeria Foksal, Warschau
  • 1989 Der Engel der Geschichte, Galerie Paul Maenz, Köln
  • 1990 Jason, Douglas Hyde Gallery, Dublin
  • 1990 Anselm Kiefer: Bücher 1969–1990, Kunsthalle Tübingen, 29. September bis 18. November 1990; Kunstverein München, 11. Januar bis 17. Februar 1991; Kunsthaus Zürich, 1. März bis 7. April 1991
  • 1991 Lilith, Marian Goodman Gallery, New York
  • 1991 Anselm Kiefer, Nationalgalerie Berlin, 10. März bis 20. Mai 1991
  • 1993 Melancholia. Wanderausstellung in Japan (Tokio, Kyoto, Hiroshima)
  • 1996 Cette obscure clarté qui tombe des étoiles, Galerie Yvonne Lambert, Paris
  • 1996 Astrup Fearnley Museet for Moderne Kunst, Oslo
  • 1998 Books and Paintings, Gagosian Gallery, New York
  • 1998 Your age and mine and the age of the world, Gagosian Gallery, New York, 24. Januar bis 28. Februar 1998
  • 1999 Anselm Kiefer – Works on Paper, Metropolitan Museum of Art, New York
  • 1999 Anselm Kiefer and Germanic Tradition, Seattle Art Museum, Seattle, Washington
  • 2000 Hôpital de la Salpêtrière, Chapelle, Paris
  • 2000 Recente werken, 1996–1999, Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Gent
  • 2001–2002 Die sieben HimmelsPaläste 1973–2001. 4 Werkgruppen mit 25 Gemälden. Fondation Beyeler Riehen, Basel 28. Oktober 2001 bis 17. Februar 2002
  • 2002 Merkaba, Gagosian Gallery, 8. November bis 14. Dezember 2002
  • 2002 Kiefer im Alten Schlachthaus, Altes Schlachthaus, Mosbach (Baden)
  • 2003 Am Anfang, Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg, 25. Juli bis 13. September 2003
  • 2004 I sette palazzi celesti, Installation von 7 Türmen, Hangar Bicocca, Mailand
  • 2005 Lasst tausend Blumen blühen, Kunsthalle Würth
  • 2005 Anselm Kiefer für Paul Celan, Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg
  • 2005 Die Frauen, Villa Medici, Rom
  • 2005–2006 Himmel und Erde, San Francisco Museum of Modern Art
  • 2007 Guggenheim Museum, Bilbao
  • 2007 Chute d’étoiles, Monumenta, Grand Palais, Paris
  • 2006 Heaven and Earth, Musée d'Art Contemporain de Montréal; Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington D.C.; San Francisco Museum of Modern Art, San Francisco, California
  • 2006 Guggenheim Museum Bilbao
  • 2006 Anselm Kiefer, Velimir Chlebnikov, Aldrich Museum of Contemporary Art, Ridgefield, Connecticut
  • 2006 Anselm Kiefer – War, Moon, Galerie Daniel Blau, München
  • 2006 Galerie Yvon Lambert, Paris
  • 2007 Sternenfall, Grand Palais, Paris
  • 2007 Anselm Kiefer – Aperiatur Terra, White Cube, London
  • 2007 Guggenheim Museum Bilbao
  • 2007 Dauerleihgaben aus Privatsammlungen, Museum der Moderne Salzburg
  • 2007 Monumenta, Grand Palais, Paris
  • 2007 Werke aus der Sammlung Grothe, Museum der Moderne Mönchsberg, Salzburg
  • 2007 Sculpture and Paintings from the Hall Collection, Massachusetts Museum of Contemporary Art, North Adams, Massachusetts
  • 2007 Aperiatur Terra, Art Gallery of New South Wales, Sydney
  • 2007–2008 Wege der Weltweisheit / Die Frauen der Revolution, Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen: 29. September 2007 bis 28. September 2008
  • 2008 Mao, Triennale Milano Bovisa
  • 2008 Heroische Sinnbilder, Galerie Céline und Heiner Bastian, Berlin
  • 2008 Maria durch ein Dornwald ging, Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg
  • 2008–2009 Anselm Kiefer. Aus der Sammlung Großhaus, Schloss Gottorf, Schleswig
  • 2009 Anselm Kiefer. Werke der Sammlung Grothe, Es Baluard, Palma de Mallorca
  • 2009 Karfunkelfee and The Fertile Crescent, White Cube, London
  • 2010 Next year in Jerusalem, Gagosian Gallery, New York: 8. November bis 18. Dezember 2010
  • 2010–2011 Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk
  • 2010–2011 Europa, Villa Schöningen, Potsdam
  • 2011 Il sale de la terra/ Salt on Earth, Fondazione Emilio e Annabianca Vedova, Venedig
  • 2011 Anselm Kiefer dans la Collection Würth, Museé Würth France, Erstein, Bas Rhin, Elsass: 28. Januar bis 25. September 2011
  • 2011 Anselm Kiefer. Alkahest. Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg
  • 2011 Anselm Kiefer. Ausgewählte Arbeiten aus der Sammlung Grothe. Museum Frieder Burda, Baden-Baden: 7. Oktober 2011 bis 5. Februar 2012
  • 2011 Anselm Kiefer. Schevirat ha-Kelim (Breaking of the Vessels), Tel Aviv Museum of Art, seit dem 2. November 2011
  • 2012 Anselm Kiefer. Werke aus der Sammlung Essl. Essl Museum Klosterneuburg, 3. Februar bis 29. Mai 2012
  • 2012: Anselm Kiefer. Am Anfang. Werke aus dem Privatbesitz Hans Grothe, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, 20. Juni bis 16. September 2012
  • 2012: Joseph Beuys – Anselm Kiefer. Zeichnungen, Gouachen, Bücher, Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg, 29. Juni bis 30. September 2012
  • 2012: Anselm Kiefer. Memorabilia. Ludwig Museum im Deutschherrenhaus, Koblenz, 19. August bis 28. Oktober 2012
  • 2013 Johannis-Nacht, Mönchehaus-Museum für Moderne Kunst, Goslar
  • 2013 Anselm Kiefer – Unfruchtbare Landschaften, Osthaus Museum Hagen
  • 2013 Anselm Kiefer – Der Rhein, Galerie Bastian, Berlin
  • 2014 Zur Wiedereröffnung des sanierten Mönchehaus Museums Goslar: Anselm KieferJohannis-Nacht
  • 2014 Anselm Kiefer, Royal Academy of Arts, London[64]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • 1973: Deutschlands Geisteshelden. Kohle und Ölfarbe auf Sackleinen über Leinwand, 306 × 680 cm (Abb.)
  • 1974: Märkische Heide. Öl, Acrylfarbe und Schellack auf Rupfen, 118 × 254 cm, Stedelijk Van Abbemuseum, Eindhoven
  • 1974: Maikäfer flieg. Öl auf Rupfen, 220 × 300 cm. Inschrift: Maikäfer flieg der Vater ist im Krieg, die Mutter ist in Pommerland. Pommerland ist abgebrannt. Sammlung Marx, seit 1996 im Hamburger Bahnhof (Berlin)
  • 1978: Wege der Weltweisheit: Die Hermannsschlacht. Städel Museum, Frankfurt a.M. (Abb.)
  • 1980: Wege: markischer Sand. Öl, Emulsion, Schellack, Sand, Fotografie auf Leinen, 284,5 × 440,7 cm, Saatchi Collection London
  • 1980: Wege: märkischer Sand. Acryl und Sand auf Fotografie auf Jute, 255 × 360 cm, Fondation Beyeler
  • 1980: Wege der Weltweisheit: Die Hermanns-Schlacht. Sammlung Marx
  • 1980–1985: Midgard. Öl und Acrylfarbe auf Leinwand, 361 × 604 cm, The Carnegie Museum of Art, Pittsburgh, Pennsylvania
  • 1981: Ikarus – märkischer Sand. Öl, Emulsion, Schellack, Sand und Fotografie auf Leinwand, 290 × 360 cm, Saatchi Collection, London
  • 1981: Innenraum. Stedelijk Museum, Amsterdam
  • 1981: Dein goldenes Haar, Margarete. Öl, Emulsion, Stroh auf Leinwand, 130 × 170 cm, Collection Sanders, Amsterdam
  • 1981–1996: Die große Fracht. 300 × 840 × 50 cm, Öl, Emulsion, Sonnenblumen und Blei auf Leinwand, Sammlung Grothe
  • 1982: Wölundlied (mit Flügel). Emulsion und Stroh auf Fotografie mit Blei auf Leinwand montiert, 280 × 380 cm, Saatchi Collection, London
  • 1982: Märkischer Sand. Ölfarbe, Sand auf Leinwand, Stedelijk Museum, Amsterdam
  • 1983: The Supreme Being. Musée National d'Art Moderne, Paris
  • 1983: Sulamith. Öl, Emulsion, Holzschnitt, Schellack, Acryl und Stroh auf Leinwand, 290 × 370 cm, Privatsammlung (Abb.)
  • 1983–1984: Seraphim. Öl, Stroh, Emulsion und Schellack auf Leinwand 320,7 × 330,8 cm, Solomon R. Guggenheim Museum, New York
  • ca. 1984: Die Frauen der Revolution. Installation mit 13 Bleibetten, zwischen 140 × 70 und 200 × 110 cm, Privatsammlung
  • 1984–1985: Die Ordnung der Engel. Emulsion, Öl, Schellack, Acryl auf Leinwand, Stahldraht, übermalte Postkarten, Bleiobjekte, 330 × 535 cm, Fundació Caixa de Pensions, Barcelona
  • 1985–1987: Die Milchstrasse. Emulsion, Öl, Acrylfarbe, Schellack auf Leinwand, Draht und Blei; Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, USA
  • 1985–1987: Osiris und Isis. Emulsion, Öl, Acryl, 381 × 560 × 16,51 cm, San Francisco Museum of Modern Art
  • 1985–1989: The High Priestess/Zweistromland. Bodenskulptur, Annähernd 200 Bücher aus Blei in zwei Stahlregalen, Kupferdraht, Glas, 370 x 780 x 50 cm, Astrup Fearnley Museum of Modern Art, Oslo (Abb.)
  • 1986: Jerusalem. Emulsion, Acryl, Schellack, Goldfolien, zwei stählerne Skis, Blei, 380 × 560 cm
  • 1986: Die Frauen der Revolution. Kreide, Blei auf Holzplanken, mit Maiglöckchen und Rosen hinter Glas mit Bleirahmen, Setzholz (übermalt), 280 × 198 cm
  • 1987–1990: Lilith. Öl, Emulsion, Schellack, Blei, Asche, Mohn, Haar und Ton auf Leinwand, 380 × 560 cm, Sammlung Grothe
  • 1988-1990: Wege der Weltweisheit: die Hermanns-Schlacht. Holzschnitt und Acryl auf Papier, 400 × 580 cm, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, Dänemark
  • 1989: Mohn und Gedächtnis. Bodenskulptur; Flugzeug aus Blei mit Bleibüchern und getrockneten Mohnblumen auf den Flügeln. Blei, Glas, Mohn, Eisen. Höhe: 230 cm, Breite: 650 cm, Tiefe: 630 cm. Hamburger Bahnhof (Berlin), Sammlung Marx[67]
  • 1989: Berenice. Bodenskulptur, Blei, Glas, Fotografien and Haar, 120 × 390 × 320 cm, Guggenheim-Museum Bilbao
  • 1990: Shebirat Ha Kelim. Blei, Glas, Kleid, Asche und Frauenhaar auf Holz, 380 × 250 × 35 cm, Sammlung Grothe
  • 1990: Die Argonauten. Städel, Frankfurt am Main
  • 1991: Volkszählung. Bodenskulptur; Stahl, Blei, Erbse; Höhe: 415 cm, Breite: 570 cm, Tiefe: 800 cm; Hamburger Bahnhof (Berlin), Sammlung Marx[68]
  • 1992: Öko-Nischen. (Museum Ludwig, Köln)
  • 1994: Schlacht über England. Öl, Emulsion und Blei auf Leinwand, 190 × 280 cm, Sammlung Grothe
  • 1995 Les Reines de France. Emulsion, Akryl, Sonnenblumensamen, Fotografien, Holzschnitt, Blattgold und Karton auf Leinwand, 3 Panels, 560,1 × 737,9 cm, Solomon R. Guggenheim Museum, New York
  • 1995: The Land of the Two Rivers (Zweistromland). Emulsion, Akryl, Blei, Salz, 416 × 710 cm, Guggenheim Museum, Bilbao[69]
  • 1995: Böhmen liegt am Meer. Öl, Blei, harzüberzogene Farne und Mischtechnik auf Leinwand, 190 × 559 cm, Sammlung Frieder Burda
  • 1996: Böhmen liegt am Meer. 191,1 × 561,3 cm, Metropolitan Museum of Art,[70] New York
  • 1998: Sternenlager II, Sternenlager III, Sternenlager IV, Museum Küppersmühle
  • 2001–2002: La vie secrète des plantes. Musée National d'Art Moderne, Paris
  • 2002: Voyage au bout de la nuit. Öl, Emulsion, Mischtechnik und Blei auf Leinwand, 385 × 560 cm, Sammlung Grothe
  • 2002: Le dormeur du val (d'après le sonnet de Arthur Rimbaud), Öl
  • 2003, Bühnenbild und Kostüme für Ödipus in Kolonos von Sophokles am Wiener Burgtheater (Regie Klaus Michael Grüber)
  • 2003, Bühnenbild und Kostüme für Elektra von Richard Strauss am Teatro San Carlo in Neapel (Regie Grüber)
  • 2004–2008: Die Freimaurer – Logenbild
  • 2006: Merkaba. Öl und Emulsion auf Leinwand, 190 × 280 cm, Sammlung Grothe
  • 2007: Jakobsleiter. Öl, Emulsion, Acryl, Schellack, Dornen, Gips, harzüberzogene Farne und Ton auf Leinwand unter Glas, 285 × 140 cm, Sammlung Grothe
  • 2007: Athanor, Louvre, Paris; im Treppenhaus der Architekten Percie und Fontain am nördlichen Ende der Colonnade Perrault
  • 2009: Der fruchtbare Halbmond. Öl und Emulsion auf Leinwand, 460 × 760 cm, Sammlung Grothe
  • 2010: La Berceuse (for Van Gogh). Installation mit 3 Glasvitrinen
  • 2011: purificatio dissolutio coagulato. 2,8 × 3,8 m, Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg, Ausstellungshalle
  • 2011: Essence. Öl, Emulsion, Acryl, Schellack, Waage mit Salz und Farbresten auf Leinwand, 280 × 570 cm, Sammlung Grothe

Dokumentarfilm[Bearbeiten]

Die englische Filmregisseurin und -Produzentin Sophie Fiennes stellte 2010 den Film Over Your Cities Grass Will Grow[71] fertig, der in Kiefers Refugium im französischen Barjac aufgenommen wurde. Der Film wurde bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2010 in einer Sondervorführung außerhalb des Wettbewerbs gezeigt.[72]

Literatur[Bearbeiten]

Bücher von Kiefer

  • Erotik im Fernen Osten oder: Transition from cool to warm. Klett-Cotta, Stuttgart 1988.
  • Zweistromland. Mit einem Essay von Armin Zweite. In Zusammenarbeit mit der Anthony d'Offay Gallery London. DuMont, Köln 1989, ISBN 3-7701-2319-0.
  • 20 Jahre Einsamkeit. Regard, Paris 1998, ISBN 2-84105-100-5.
  • Himmelspaläste. Hrsg. von Heiner Bastian. Mit Photographien und einem Text von Heiner Bastian. Schirmer/Mosel, München 2010, ISBN 978-3-8296-0459-8.
  • Die Kunst geht knapp nicht unter. Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz. Suhrkamp, Berlin 2010, ISBN 978-3-518-42187-1.
  • Notizbücher. Band 1998–99. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-518-42195-6.
  • Die Argonauten. Edited by Elena Ochoa Foster. Ivorypress, Madrid 2011, ISBN 978-84-938340-0-5.

Bücher über Kiefer

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Anselm Kiefer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b Adelheid Sievert: Ein Gruß unseres Alumnus Albert Kiefer. Alumni-Initiative Kunstpädagogik, Januar 2011.
  2. Catrin Lorch: Auch mal ohne Blei. In: Süddeutsche Zeitung. 20. August 2011, S. 17.
  3. a b Anselm Kiefer im Munzinger-Archiv, abgerufen am 5. März 2014 (Artikelanfang frei abrufbar).
  4. Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 115–130.
  5. Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 24.
  6. Ulf Poschardt: Anselm Kiefer macht den Hitlergruß zu Kunst. In: Berliner Morgenpost. 18. Mai 2008. Abgerufen am 13. April 2015.
  7. Jörg Hakendahl: Museum Küppersmühle zeigt Werke von Beuys und Kiefer: Das Gipfel-Treffen der Kunst-Giganten. In: BILD.de. 29. Juni 2012. Abgerufen am 9. April 2015.
  8. Petra Kipphoff: Verbrannte Erde und gestürzter Trommler. Zwei Künstler des deutschen Dilemmas. In: Die ZEIT. 13. April 1984. Abgerufen am 5. März 2014.
  9. John-Paul Stonard: At the RA. In: London Review of Books. 6. November 2014, Vol 36 No 21. Abgerufen am 8. April 2015.
  10. Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 62 f.
  11. Anselm Kiefer: Die Kunst geht knapp nicht unter. Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz. Suhrkamp, Berlin 2010, S. 112.
  12. a b Der Spiegel. Nr. 44/2011 vom 31. Oktober 2011.
  13. Sein Geschmack. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 2. Februar 2011, S. N3.
  14. Thomas Steinfeld: Ein Grabmal für den Künstler. Anselm Kiefer will das Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich in ein Pantheon verwandeln. In: Süddeutsche Zeitung. 3. November 2011.
  15. Gisela Kirschstein: Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich: So wird ein AKW abgebaut. In: Frankfurter Neue Presse. 6. September 2014. Abgerufen am 6. April 2015.
  16. Opera Bastille presents Anselm Kiefer / Jörg Widmann: Am Anfang (In the beginning). @art-agenda. Abgerufen am 13. April 2014.
  17. Anselm Kiefer: Die Kunst geht knapp nicht unter. Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz. Suhrkamp, Berlin 2010, S. 29.
  18. Werner Spies: Anselm Kiefer. Im wüsten Land. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 8. März 2005, S. 37.
  19. Thomas Ebers: Bleiernes Ich. Anselm Kiefers Arbeit am kulturellen Gedächtnis. In: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.): Anselm Kiefer. Am Anfang. Werke aus dem Privatbesitz Hans Grothe. Wienand Verlag, Köln 2012, S. 120.
  20. Werner Spies: Anselm Kiefer. Im wüsten Land. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 8. März 2005, S. 37.
  21. Andrea Lauterwein: Anselm Kiefer / Paul Celan. Myth, Mourning and Memory. Thames & Hudson, London 2007, S. 17–21.
  22. Ulrike Knöfel, Mathias Schreiber: Mythologe des Schreckens. In: Der Spiegel. 9. Juni 2008, Heft 24/2008.
  23. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 130.
  24. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 147-152.
  25. Christoph Ransmayr: Der Ungeborene oder Die Himmelsareale des Anselm Kiefer. S. Fischer, Frankfurt am Main 2002, S. 20.
  26. Zitiert nach Monika Wagner: Lexikon des künstlerischen Materials. Beck, München 2001, S. 44.
  27. Anselm Kiefer: Die Kunst geht knapp nicht unter. Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2010, 10.
  28. Jörg von Uthmann: Anselm Kiefer im Pariser Grand Palais: Der Künstler über seine Hausbauten und die Faszination durch deutsche Mythen. In: Die Welt. 2. Juni 2007.
  29. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 117.
  30. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 128.
  31. Der kurz danach entstandene Zyklus von acht Gemälden nach diesen Fotos wurde erstmals 2008 von der Galerie Heiner Bastian in Berlin in der Ausstellung Heroische Sinnbilder gezeigt. Christina Tilman: Hitlergruß an die Vernunft: Am Abgrund des Faschismus: Anselm Kiefers „Heroische Sinnbilder“ provozieren in Heiner Bastians Berliner Galerie. In: Der Tagesspiegel. 2. Mai 2008. Abgerufen am 13. April 2015.
  32. Christina Tilmann: Hitlergruß an die Vernunft: Am Abgrund des Faschismus: Anselm Kiefers „Heroische Sinnbilder“ provozieren in Heiner Bastians Berliner Galerie. In: Der Tagesspiegel. 2. Mai 2008.
  33. Zitiert nach Ulf Poschardt: Anselm Kiefer macht den Hitlergruß zu Kunst. In: Berliner Morgenpost. 8. Mai 2008. Abgerufen am 12. April 2015.
  34. Interview mit Anselm Kiefer von Steven Henry Madoff, In: Art News. Bd. 86, Nr. 8, Oktober 1987.
  35. Werner Spies: Anselm Kiefer. Im wüsten Land. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 8. März 2005, S. 37.
  36. Martina Sauer: Faszination und Schrecken. Wahrnehmungsvorgang und Entscheidungsprozess im Werk Anselm Kiefers. In: Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft. 51. Jahrgang (2006), Heft 2, S. 183.
  37. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 123.
  38. Märkische Heide 1974, Märkische Heide Varianten.
  39. Uwe Rada: Nazi-Lied als Landes-Hymne – Steig hoch, du brauner Adler. In: Die Tageszeitung. 9. August 2009.
  40. Petra Kipphoff: Verbrannte Erde und gestürzter Trommler. In: Die Zeit. 13. April 1984, S. 43.
  41. Werner Spies: Anselm Kiefer. Im wüsten Land. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 8. März 2005, S. 37.
  42. Sabine Schütz: Anselm Kiefers Wege der Weltweisheit – Die Hermannsschlacht. Ein deutsche Genealogie. In: Klaus Gallwitz (Hrsg.): Anselm Kiefer: Wege der Weltweisheit / Die Frauen der Revolution. Richter Verlag, Düsseldorf 2007, S. 16.
  43. Sabine Schütz: Anselm Kiefers Wege der Weltweisheit – Die Hermannsschlacht. Ein deutsche Genealogie. In: Klaus Gallwitz (Hrsg.): Anselm Kiefer: Wege der Weltweisheit / Die Frauen der Revolution. Richter Verlag, Düsseldorf 2007, S. 16.
  44. Sabine Schütz: Anselm Kiefers Wege der Weltweisheit – Die Hermannsschlacht. Ein deutsche Genealogie. In: Klaus Gallwitz (Hrsg.): Anselm Kiefer: Wege der Weltweisheit / Die Frauen der Revolution. Richter Verlag, Düsseldorf 2007, S. 17 f.
  45. Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 255.
  46. Otto Werckmeister: Anselm Kiefer – Der größte deutsche Künstler und der Krieg am Golf. In: Kunstforum. Nr. 123 (1993), S. 210.
  47. Bonnie Roos: Anselm Kiefer and the Art of Allusion: Dialectics of the Early „Margarete“ and „Sulamit“ Paintings. @www.academia.edu Abgerufen am 11. April 2015.
  48. Anselm Kiefer: Die Kunst geht knapp nicht unter. Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz. Suhrkamp, Berlin 2010, S. 31.
  49. Axel Hecht: Bleierne Betten für die Frauen der Revolution. Erstes Environment von Anselm Kiefer in London. In: Art. Nr. 9/1992, S. 10.
  50. Janine Schmutz: Bleierne Stätten für die Frauen der Revolution. In: Klaus Gallwitz (Hrsg.): Anselm Kiefer. Wege der Weltweisheit / Die Frauen der Revolution. Richter, Düsseldorf 2007, S. 66 f.
  51. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 117.
  52. Christoph Ransmayr: Der Ungeborene oder die Himmelsareale des Anselm Kiefer. S. Fischer, Frankfurt am Main 2002, S. 21.
  53. Christoph Ransmayr: Der Ungeborene oder die Himmelsareale des Anselm Kiefer. S. Fischer, Frankfurt am Main 2002, S. 15.
  54. Anselm Kiefer: Die Kunst geht knapp nicht unter. Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz. Suhrkamp, Berlin 2010, S. 60.
  55. Peter Iden: Die sieben Türme von Bicocca. In: Frankfurter Rundschau vom 14. Oktober 2004.
  56. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 143-152.
  57. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 150.
  58. Lena Bopp: Anselm Kiefer am Collège de France – Bin Ladin – eine Kunst-Performance? In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 3. Februar 2011.
  59. Brigitte Schmiemann: Anselm-Kiefer-Museum wird nun doch gebaut. In: Welt online. 21. Oktober 2005.
  60. Bundeskunsthalle Bonn: Von Tiefpunkt zu Tiefpunkt. Auf: FAZ online. 24. Juni 2012.
  61. Handelsblatt vom 11. Juli 2014.
  62. Christian Kämmerling, Peter Pursche: Nachts fahre ich mit dem Fahrrad von Bild zu Bild. Ein Werkstattgespräch mit Anselm Kiefer über seine Arbeit und seine Weltsicht. In: Süddeutsche Zeitung. Magazin Nr. 46 vom 16. November 1990.
  63. Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 64 sowie Sabine Schütz: Der Lackmus-Test. Zur Kunstkritik am Beispiel Kiefer. Köln 1996 (Internationaler Kunstkritikerverband, Sektion Deutschland).
  64. Informationstext über die Ausstellung auf der Website der Royal Academy. Abgerufen am 30. September 2014.
  65. Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Anselm Kiefer 2008. PDF. Auf: friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de.
  66. Anselm Kiefer erhält Leo-Baeck-Medaille. In: Saarbrücker Zeitung. (Kultur) 12. Dezember 2011, S. B4.
  67. Bildarchiv Foto Marburg / Bildindex der Kunst und Architektur: Mohn und Gedächtnis.
  68. Bildarchiv Foto Marburg / Bildindex der Kunst und Architektur: Volkszählung.
  69. Collection Online (Memento vom 29. April 2011 im Internet Archive).
  70. Heilbrunn Timeline of Art History, The Metropolitan Museum of Art: Anselm Kiefer: Bohemia Lies by the Sea (1997.4ab).
  71. Over Your Cities Grass Will Grow.. Ein Film von Sophie Finnes über das Werk Anselm Kiefers, Mindjazz pictures Köln, 2012, EAN 4042564055498.
  72. Festival de Cannes: The Official Selection 2010: Over Your Cities Grass Will Grow. Abgerufen am 3. März 2012.
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