Anselm Kiefer

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Anselm Kiefer (* 8. März 1945 in Donaueschingen) ist ein deutscher Maler und Bildhauer. Er zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine Werke wurden auf den bedeutendsten internationalen Kunstausstellungen – documenta 6, 7 und 8, Biennale von Venedig (Deutscher Pavillon 1980) – und in vielen Museen Europas, Japans und der Vereinigten Staaten von Amerika ausgestellt.

Kiefer absolvierte sein Kunststudium als Schüler von Horst Antes in Karlsruhe und Joseph Beuys in Düsseldorf. Mit Beuys teilt er die Vorliebe für scheinbar wertlose und verachtete Materialien, vornehmlich für Asche und Blei, die er in seinen monumentalen Bildern, Skulpturen und Installationen vielschichtig zur Wirkung bringt. Seine Karriere begann Kiefer mit einem Skandal, als er mit der fotografischen Dokumentation einer Performance an verschiedenen Stätten Europas den Hitlergruß ausführte. Seine weitere Arbeit war stark geprägt von Themen aus der deutschen Geschichte und Kultur, von der Hermannsschlacht bis zum Nationalsozialismus. Kiefer gilt als ein Erneuerer der Historienmalerei und großer Illustrator geschichtlicher Katastrophen. Generell zählen überlieferte Mythen, Bücher und Bibliotheken zu seinen bevorzugten Sujets und Inspirationsquellen. Literarische Einflüsse, namentlich von Paul Celan und Ingeborg Bachmann, schlugen sich in seinen Arbeiten der mittleren Jahre nieder. In seinem späteren Werk erweiterte er den sondierten Mythenkreis auf jüdisch-christliche, ägyptische und orientalische Kulturen.

Kiefer wurde mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet seit Mitte der 1990er Jahre in Frankreich.

Leben[Bearbeiten]

Anselm Kiefer wurde kurz vor Kriegsende als Sohn des Kunstpädagogen Albert Kiefer und seiner Frau Cilly[1] im Luftschutzkeller eines Krankenhauses in Donaueschingen geboren.[2] 1951 zog die Familie ins badische Ottersdorf. Im nahegelegenen Rastatt besuchte er das Gymnasium. Als Kunstpädagoge förderte sein Vater, Albert Kiefer, die frühen bildnerischen Versuche des Sohnes und regte ihn zur Nutzung bildnerischer Techniken wie Linolschnitte, Tonarbeiten, Sandmalereien, Wachskreide- und Mosaiktechniken.[3]

1965 begann er in Freiburg im Breisgau das Studium der Rechtswissenschaften und Romanistik, das er jedoch nicht abschloss. Bereits in dieser Zeit widmete er sich zugleich der Bildenden Kunst und studierte von 1966 bis 1968 Malerei in Freiburg bei Peter Dreher und danach als Schüler von Horst Antes in Karlsruhe.[4]

Seine Abschlussarbeit 1969 in Karlsruhe war eine fotografische Dokumentation einer Performance, die Kiefer „Besetzungen“ nannte.[5] In ihr führte er an verschiedenen Stätten Europas (Schweiz, Holland, Frankreich, Italien) den Hitlergruß aus, womit er „konzeptuell die Identifikation mit den Tätern simuliert“.[6] Die Arbeit rief einen wahren Skandal hervor und wurde von der Mehrheit der Akademieprofessoren abgelehnt. Kiefer setzte das Kunststudium danach von 1969 bis 1972 bei Joseph Beuys in Düsseldorf fort, der an Kiefers kritischer Absicht bei dieser Aktion keinen Zweifel hegte.[7] Beuys war indessen weniger Lehrer als informeller Mentor, in den Worten Kiefers: „Ich war nie in seiner Klasse, sondern arbeitete in Odenwald. Von da aus bin ich dann einige Male nach Düsseldorf gefahren, mit meinen zusammengerollten Bildern auf dem Dach eines VW-Käfers, um sie Beuys zu zeigen.“[8]

Kiefer arbeitete zunächst künstlerisch im Odenwald, wo er 1971 ein ehemaliges Schulhaus in Hornbach als Atelier bezogen hatte.[9] In Michael Werner fand er früh einen namhaften Galeristen, der erste Ausstellungen – von 1973 bis 1977 im jährlichen Turnus – in seinen Räumen veranstaltete und ihn bis 1979 vertrat. Seine Gestaltung des westdeutschen Pavillons auf der Biennale in Venedig 1980 rief einen weiteren Skandal hervor.

Mit der Londoner Ausstellung „A New Spirit in Painting“ begann 1981, kurz nach Kiefers Biennale Premiere, seine internationale Karriere und sein Erfolg in der angelsächsischen Welt.[10] Eine Wanderausstellung zwischen 1987 und 1989 durch vier der angesehensten Museen der USA[11] machten ihn weltberühmt; der amerikanische Kunstkritiker Charles Werner Haxthausen sprach von einem „Triumphzug“. Kein anderer deutscher Künstler der Nachkriegsära habe in den USA einen solchen Enthusiasmus entfacht.[12] 1993 folgte eine Ausstellungtournee durch Japan.[13]

1988 hatte er eine ehemalige Ziegelei in Höpfingen bei Heidelberg erworben, wo er ein umfassendes Projekt Zweistromland plante, benannt nach seiner gleichnamigen Installation eines zweiflügeligen Regals mit Bleibüchern (1986–89). Nachdem er mit seiner Idee gescheitert war, den geplanten Kunstpark „Zweistromland“ zu errichten, verließ er 1991 Deutschland. In einer selbst verordneten dreijährigen Malpause begab er sich auf Reisen nach Nepal und Thailand, nach China, Australien und Mexiko und widmete sich dem Fotografieren und dem Schreiben,[4] bevor er sich 1993 in Frankreich niederließ. Diese Zäsur, die auch eine in seiner Produktion werden sollte, fiel mit dem Ende seiner ersten Ehe zusammen. Danach richtete er im südfranzösischen Barjac (Cevennen) sein Atelier auf einem 35 ha großen Industriegelände einer ehemaligen Seidenfabrik ein. Als er es 2008 verließ, hinterließ er auf dem Gelände 52 zum Teil sehr große Gebäude.[14] Er bezog danach ein Atelier im Pariser Vorort Croissy-Beaubourg in den Lagerhallen eines ehemaligen Pariser Kaufhauses, die 36.000 Quadratmeter umfassen.[15]

Im Winter 2010/2011 lud ihn das berühmte Collège de France zu Vorlesungen über sein Kunstverständnis ein.[16] Seither lehrt er dort als Professor.

Im Herbst 2011 äußerte er in einem Spiegel-Interview die Absicht, das stillgelegte Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich für künstlerische Zwecke zu übernehmen, es in ein Pantheon zu verwandeln.[15] Um das Kraftwerk zu kaufen, müsste es erst aus dem Atomgesetz entlassen werden.[17] Die Wirtschaftministerin von Rheinland-Pfalz lehnte jedoch den Verkauf ab.[18]

Neben seiner Arbeit als Maler und Bildhauer war Kiefer auch als Bühnenbildner und Kostümdesigner für Theater und Oper tätig, so für Ödipus auf Kolonos (Burgtheater Wien, 2003) und Elektra (Teatro di San Carlo, Neapel, 2003), beides Inszenierungen von Klaus Michael Grüber. Zur Neueröffnung der Pariser Opéra Bastille 2009 beauftragte ihn der Operndirektor Gerard Mortier, gemeinsam mit dem deutschen Komponisten Jörg Widmann, mit der visuellen und musikalischen Performance „Am Anfang“.[19]

Kiefers zweite Ehe mit der österreichischen Fotografin Renate Graf wurde 2014 geschieden; aus der ersten Ehe stammen drei Kinder, aus der zweiten zwei.

Er wurde mit einer Serie von Preisen, Ehrungen und Auszeichnungen bedacht. Auf der Frankfurter Buchmesse 2008 wurde ihm, als erstem bildenden Künstler, der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. 2009 erhielt er in Paris den Adenauer-de Gaulle-Preis.

Werk[Bearbeiten]

Themen und Materialien[Bearbeiten]

Formal ist Kiefers Werk monumental und figurativ („Ohne einen Gegenstand würde ich sowieso kein Bild machen“[20]). Inhaltlich zeugen die Arbeiten von einer „Weiterführung der Historienmalerei“[21] und einer „intensiven Auseinandersetzung mit Kulturbeständen“.[22] Nur selten werden menschliche Personen dargestellt, und dann als Selbstporträts.[23] Wiederkehrende Themen und Sujets sind überlieferte Mythen, Bücher und Bibliotheken. Einem Interviewer stimmte er zu, dass sich sein Schaffen „im Wechselspiel von Mythologie und Ratio“ ereigne.[24] Er sei ein „Künstler der Unterwelt" (“I am an artist of the underworld“), lautet eine seiner jüngeren Selbstcharakterisierungen.[25]

Für Paul Celan. Rutengänger
Anselm Kiefer, 2005-2007
Mischtechnik auf Fotografie, 63 × 84 cm
Galerie Thomas Modern, München

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Nur wenige zeitgenössische Künstler haben einen so ausgeprägten Sinn für die Verpflichtung der Kunst zur Beschäftigung mit der Vergangenheit und ethischen Fragen der Gegenwart. Ende der 1980er Jahre bekannte er sich in einem „Art Talk“ zur Verantwortung der Kunst wie folgt: „Ich glaube, daß Kunst Verantwortung übernehmen muss, doch sollte sie nicht aufhören, Kunst zu sein. […] Meine Inhalte sind vielleicht nicht zeitgenössisch, aber politisch.“[26] Wie der Kunsthistoriker Werner Spies konstatiert, machte Kiefer, wie nur noch Gerhard Richter, „mit der Verdrängung von Namen, Begriffen und Topografien Schluß“.[27] Als „pictor doctus“ (gelehrter Maler) charakterisiert die Schweizerin Andrea Lauterwein in ihrer Dissertation über Kiefer und Paul Celan einen Maler, der sich auf breite philosophische und literarische Referenzen stütze und dessen Dialog mit dem Poeten Celan leitmotivisch in sein Werk eingegangen sei. Durch die Rezeption von Celans Poesie habe er den Zirkel von Faszination und Ekel angesichts der nationalsozialistischen Phantasmagorie durchbrechen und auch die jüdische Sicht auf Holocaust und Shoa bildnerisch verarbeiten können.[28] Der Londoner Kunsthistoriker Norman Rosenthal beschreibt die Wirkung von Kiefers Bildern wie folgt: „Sie mögen den Deutschen Schmerzen bereiten, aber im Ausland wird er auch deshalb bewundert, weil er komplexe Werke zur Hitler-Zeit, auch zum Judentum geschaffen hat.“ Dieser Deutsche habe ein echtes Verhältnis zur eigenen Kultur, zu Beethoven, Heine, Goethe oder Wagner, und er bringe in seiner Kunst „das Schreckliche und das Schöne an seinem Land auf grandiose Weise zusammen“.[29] Der französische Kunsthistoriker Daniel Arasse hebt hervor, dass Humor, Ironie und Spott „eine konstitutive Dimension“ seiner Arbeit sei, die es ihm bisweilen erlaube, „Verbote zu übertreten“.[30]

War Kiefers frühe Schaffensperiode durch eine nahezu obsessive Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und Kultur bestimmt, dann traten in seinen späteren Werkphasen neben Gnosis und jüdischer Mystik (Kabbala) ägyptische und altorientalische Mythologien sowie Kosmogonien als neue Inspirationsquellen hinzu, ohne dass die alten Themen völlig verschwanden.[31]

Geprägt sind seine Arbeiten vom archaisierenden Material: neben dem dominanten Blei, sind es Asche, Stroh, Sonnenblumen, Haarsträhnen, Sand, Tonerde, angebranntes Holz, Stofffetzen, die oft in überlappenden Schichten aufgetragen werden. Kiefer ist ein „Freund des Bleis“,[32] wie er selbst eingesteht: „Das Blei wirkt mehr als alle anderen Metalle auf mich“.[33] Sein Credo formulierte er in dem Paradoxon: „Ich vergeheimnisse die Materie, indem ich sie entkleide.“[34]

Dem Beuysschen Denken nahe, sind − neben der Vorliebe für unkonventionelle Materialien – die von Kiefer wahrgenommenen Parallelen zwischen den Rollen des Alchemisten und Künstlers, von denen letzterer Rohmaterial und Leinwand zu symbolischen Bedeutungsträgern umwandelt.

Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte[Bearbeiten]

Kiefers frühes Werk ist außerordentlich stark bestimmt von der deutschen Geschichte, ihren Geistesgrößen und ihren Mythen. „Meine Biographie ist die Biographie Deutschlands“, lautet ein häufig zitierter Ausspruch von ihm.[35] In seinem gesamten Schaffen setzt er sich mit der Vergangenheit, insbesondere mit der deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts auseinander. Der Nationalsozialismus ist ein Element inmitten einer viel umfassenderen Struktur.[36] Er gilt als ein Geschichtsversessener, der sich als erster deutscher Künstler nach dem Zweiten Weltkrieg auf das heikle Feld der Nazisymbolik begab und damit Tabu- und Reizthemen der jüngeren Geschichte berührte. Insbesondere fragte er nach der ideologischen Herkunft des Nationalsozialismus und der Vorbereiterfunktion deutscher Nationalmythen wie Nibelungen und Hermann der Cherusker. Das Gedächtnisraster, an dem Kiefer webt, „betrifft die Gesamtheit jenes ursprünglichen Deutschtums und jener Kultur, die der Nationalsozialismus in der Geschichte zu aktualisieren behauptete“.[37] Die Folge waren jahrzehntelange kontroverse Diskussionen in den Medien über den Wert seines künstlerischen Schaffens.

Besetzungen[Bearbeiten]

Bereits seine erste Einzelausstellung Besetzungen, die 1969 in Karlsruhe als eine Serie von Schwarz-Weiß-Fotografien seiner Karlsruher Abschlussarbeit gezeigt wurde, sorgte für öffentliche Auseinandersetzungen.[38] Die Fotos zeigten Kiefer an verschiedenen Stätten Europas (vor antiken Gräbern, im Amphitheater, vor Meeresbrandung und monumentalen Berglandschaften ehemals besetzter Länder) den Hitlergruß ausführen. Er war bekleidet in den Uniformteilen seines Vaters (Reithose, Reitstiefel und Militärmantel), die dieser als Offizier an der Front im Krieg getragen hatte,[1]. Von den Kritikern wurde diese Performance als eine „Teufelsaustreibung mittels Affirmation“ wahrgenommen.[39]

Besetzungen
Anselm Kiefer, 1969
Öl auf Leinwand
Sammlung Céline und Heiner Bastian, Berlin

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Zu dem Motiv seiner Performance hat sich Kiefer später wie folgt geäußert: „Ich wollte für mich selbst herausfinden, ob Kunst nach dem Faschismus überhaupt noch möglich ist. Ich wollte hinter dem Erscheinungsphänomen Faschismus, hinter seiner Oberfläche erkennen, was der Abgrund Faschismus für mich selbst bedeutet […], ich wollte das Unvorstellbare in mir selbst abbilden.“[40] In einem anderen Interview äußerte er: „In diesen ersten Bildern wollte ich mich selbst fragen: bin ich faschistisch? Es ist eine sehr schwerwiegende Frage. Man kann darauf nicht auf die Schnelle antworten. Das wär ja einfach. Autorität, Konkurrenzgeist, Überlegenheitsgefühle […] all das gehört zu meiner Persönlichkeit, wie zu jedem Menschen.“[41] Der Kunsthistoriker Werner Spies sah als eine Triebfeder in Kiefers Kunst, dass er die historische Auseinandersetzung verquickte mit dem gefährlichen Abglanz der Verblendung, die zu dieser fatalen Vergangenheit geführt habe.[42]

In seiner Düsseldorfer Zeit hatte Kiefer begonnen, seine Farb- und Materialpalette zu erweitern. Dick aufgetragene Farbschichten bearbeitete er mit Feuer oder Äxten und kombinierte sie mit Glas, Holz und Pflanzenteilen. In den 1970er Jahren beschäftigte er sich insbesondere mit deutscher Mythologie. Die in dieser Zeit entstandenen Arbeiten lösten nicht nur „Faszination und Schrecken“ aus, sie veranlassten manche Kritiker, ihn in die Nähe neofaschistischer Ideologie zu rücken.[43]

Deutschlands Geisteshelden und Märkische Heide[Bearbeiten]

Nach der Ausstellung von 1969 trat Kiefer erst 1973 wieder an die Öffentlichkeit mit einer von der Kommentarliteratur als „Dachbodenbilder“ bezeichneten Werkreihe mit biblischen und germanisch-mythologischen Themen. Zu ersten Gruppe gehören Glaube, Hoffnung, Liebe und Vater, Sohn, Heiliger Geist, zur letzten Parzifal, Notung, der Nibelungen Leid und Deutschlands Geisteshelden. Das Kolorit dieser Arbeiten bestimmen warme Brauntöne mit einem sparsamem Einsatz von Weiß, Schwarz und Grau. Den Gemälden sind, wie es für sein gesamtes Werk charakteristisch werden sollte, Bezeichnungen, Namen und Zitate eingeschrieben.[44] Der Dachboden hat viele Kommentatoren zu ikonographischen Überlegungen angeregt. Als Abstellraum und Aufbewahrungsort ausgedienter Objekte, sei er ein Speicher des Erbes und historischen Erinnerns, und von diesem Erbe handeln die Dachbodenbilder Kiefers.[45] In zwei Einzelausstellungen – unter den Titeln Notung und Der Nibelungen Leid – wurden die Arbeiten 1973 in Köln und Amsterdam gezeigt.

Deutschlands Geisteshelden
Anselm Kiefer, 1973
Öl und Kohle auf Rupfen, 307 × 682 cm
Sammlung Barbara und Eugene Schwartz, New York

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Das großformatigste Bild und gleichzeitig Höhepunkt dieser Reihe ist das ebenfalls 1973 entstandene Gemälde Deutschlands Geisteshelden. Darauf sieht man einen aus rohem Holz gezimmerten, hallenartigen Dachboden, der sich nach rückwärts perspektivisch verjüngt und eine Raumwirkung von außerordentlicher Suggestivkraft erzeugt.[46] An den Wänden flackern Ehren-Feuer in Schalen und auf dem Boden sind mit Kohle in Kinderschrift die Namen der Helden geschrieben. Die in „autobiographischer Willkür“ (Jürgen Harten)[47] erstellte Heldenliste umfasst: Richard Wagner, Richard Dehmel, Josef Weinheber, Joseph Beuys, Adalbert Stifter, Caspar David Friedrich, Arnold Böcklin, den Preußenkönig Friedrich II., die mittelalterliche Mystikerin Mechthild von Magdeburg, Robert Musil, Nikolaus Lenau, Hans Thoma, Theodor Storm. Das Gemälde ist von einer starken Ambiguität geprägt. Sie kommt nicht nur in der willkürlich erscheinenden Namensliste zum Ausdruck, die Hitleranhänger, wie Weinheber, als auch Hitlergegner, wie Musil, enthält. Schon der Titel ist nach Kiefer Aussage ironisch zu verstehen. Auch die Darstellung selbst gilt Kommentatoren als eine ironische Anspielung auf die Regensburger Walhalla.[48] Sabine Schütz stellt einen unmittelbaren Bezug zur Fotografie eines nationalsozialistischen Feierraums für die Jugend her und verweist auf die grundlegende Ambivalenz von Kiefers Dachboden-Werken, die den Nationalsozialismus durch „scheinbare Affirmation“ kritisieren.[49]

Kiefers frühe Landschaftsbilder sind kontaminiert mit dem vom Nationalsozialismus propagierten „deutschen Sehen“.[50] Sein erstes großes Landschaftsbild: Märkische Heide entstand 1971. Dessen Sujet wandelte er in den darauf folgenden Jahren in unterschiedlichen Formaten häufig ab.[51] Die Märkische Heide liegt in der Mark Brandenburg und symbolisiert einen geschichtsträchtigen Ort mit den Wurzeln Preußens.

Märkische Heide
Anselm Kiefer, 1974
Öl, Acryl und Schellack auf Rupfen, 118 × 254 cm
Van Abbemuseum, Eindhoven

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Das Gemälde von 1974 (Van Abbemuseum) zeigt einen verschmutzten Weg in einer Heidelandschaft, der in der Mitte des unteren Bildrands breit beginnt und vertikal mit sich verjüngender Perspektive scheinbar endlos auf die hohe Horizontlinie zuläuft, wo Land und Himmel nahtlos verschmelzen. Am rechten Wegrand ragen drei schlanke Birkenstämme. Die weißen Farbtöne des Weges und der Birken kontrastieren mit den dunklen Gelb- und Brauntönen der menschenleeren Heidelandschaft, über der eine düstere Stimmung liegt. Über die Mitte des unteren Weges sind die Worte „märkische Heide“ geschrieben. Korrespondierend zu den Heide-Bildern hat er in den 1980er Jahren mehrere Bilder produziert, denen er den Titel (oder Teiltitel) märkischer Sand gab (z. B. Wege: märkischer Sand, 1980; Ikarus – märkischer Sand, 1981; Märkischer Sand, 1982) und in denen er teilweise Sand mit Farbe vermischte. Keine unwesentliche Rolle für die Titelgebung dürfte die Vereinnahmung des brandenburgischen Heimatliedes Märkische Heide, märkischer Sand durch die Nazis gespielt haben.[52]

Das ebenfalls 1974 entstandene, in dominant schwarzer Ölfarbe auf Rupfen gehaltene Bild Maikäfer flieg (Sammlung Marx) zeigt eine düstere Landschaft mit verwüsteter, verbrannter Erde. Am oberen Rand ist mit krakeligen Schrift der Anfang des Kinderlieds „Maikäfer flieg, der Vater ist im Krieg, die Mutter ist in Pommerland, Pommerland ist abgebrannt“ aufgetragen. Auch mit diesem Bild werden Assoziationen an die jüngere deutsche Geschichte, an Krieg (verbrannte Erde), Flucht und Vertreibung hervorgerufen.

„Märkischer Sand“ von 1982 ist ein großes langgestrecktes Bild mit einer leeren, wie Petra Kipphoff meint, „sich wie in einem Strudel zum Horizont ziehenden Landschaft, in der Geschichte und Leben untergepflügt scheinen“.[53] Schildchen mit Ortsnamen wie Küstrin, Oranienburg, Neuruppin, Rheinsberg oder Buckow rufen Assoziationen an die preußische Geschichte und an Theodor Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg hervor sowie an die Nazivergangenheit mit ihren KZs (Oranienburg, Sachsenhausen) und Todesmärschen. Werner Spies spricht davon, dass der Maler in der Arbeit die Samen seiner historischen und mythologischen Erinnerung aussät. „Die technische Virtuosität steigert sich dabei regelrecht zum wagnerianischen Tutti: Sand, Teer, Schellack, Sägemehl, Bleifolien, sprechende Materialien wie das Stroh der Brandstifter, Stacheldraht und Kleidungsstücke tragen zu der depressiven Stimmung bei, sprechen von diesem ‚Waste Land‘, das T. S. Eliot zur Metapher der verödeten chaotischen Moderne ausgerufen hat.“[54]

Wege der Weltweisheit und Hermannsschlacht[Bearbeiten]

Der Bilderzyklus Wege der Weltweisheit – Die Hermannsschlacht, entstanden zwischen 1976 und 1980, zählt zu den „beeindruckendsten, aber auch umstrittensten seines frühen Werks“.[55] Die Werkgruppe besteht aus einem fünf Meter breitem Gemälde, einer Anzahl von Holzschnitt-Collagen und zwei aus Holzschnittporträts bestehenden Buchobjekten, in denen bekannte Personen aus der deutschen Kulturgeschichte abgedruckt sind. Das eine davon, „Wege der Weltweisheit“ betitelt, versammelt Persönlichkeiten aus dem bürgerlich-republikanischen Gottfried-Keller-Kreis, das zweite unter der Überschrift „Die Hermannsschlacht“ Porträtköpfe, die einer Nazi-Publikation entnommen wurden, in der Dichter wie Hölderlin und Eichendorf sowie Philosophen wie Kant und Heidegger vereinnahmt wurden. In der Collage führte Kiefer somit Personen aus dem links- und dem rechtsbürgerlichen Spektrum zusammen. Verbindendes Sujet des Ensembles ist die Hermannsschlacht, wobei es Kiefer vorwiegend um die nationale Rezeptionsgeschichte und um die „Tendenz zu Nationalismus und Chauvinismus in der deutschen Geistestradition“ geht, die Arminus, genannt Hermann, der Cherusker zum deutschen Nationalhelden machte.[56] Der Bildtitel Wege der Weltweisheit zitiert eine philosophische Schrift des Jesuitenpaters Bernhard Jansen von 1924 und verweist auf den Kontext der Aufklärung, die dem Gedanken der allwaltenden Gottheit ein säkulares Pendant entgegensetzt, vergleichbar mit Hegels „Weltgeist“. Kiefer erinnert an die von „Idealismus, Romantik und Freiheitskriegen geprägte Epoche, indem er Zeitgenossen aus Kultur und Politik mittels Porträt herbeizitiert“, unter ihnen der Pädagoge Friedrich Schleiermacher, der Philosoph Johann Gottlieb Fichte, die Generäle Blücher und Clausewitz, die Dichter Klopstock und Grabbe, aber auch die modernen Lyriker Rainer Maria Rilke und Stefan George sowie der wegen seiner Haltung im Dritten Reich umstrittene Philosoph Martin Heidegger. Die meisten Köpfe sind zum Bildzentrum angeordnet.[57] Es existieren mehr als ein halbes Dutzend Versionen der Monumentalcollage mit unterschiedlichen Variationen desselben Themas.

Seine Bilder sowie die Skulpturen von Georg Baselitz verursachten bei der Biennale von Venedig im Jahre 1980 einen Aufruhr. Die Betrachter mussten entscheiden, ob die scheinbar nationalsozialistischen Motive ironisch gemeint waren oder ob damit faschistoide Ideen transportiert werden sollten. Auf riesigen Leinwänden erschuf er epische Bilder, die die Geschichte der deutschen Kultur mit Hilfe von Darstellungen von Figuren wie Richard Wagner oder Goethe aufriefen, und setzte so die Tradition der Geschichtsmalerei als Mittel zur Ansprache an die Welt fort. Kiefers Orientierung am ikonographischen Repertoire der nationalsozialistischen Malerei waren auch der Grund warum Werner Spies in seinem Biennale-Bericht schrieb: „Vor dem Säer muß gewarnt werden!“[58]

Margarethe und Sulamith[Bearbeiten]

Dein goldenes Haar, Margarethe
Anselm Kiefer, 1981
Öl, Emulsion und Stroh auf Leinwand, 130 × 170 cm
Sammlung Sanders, Amsterdam

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Sulamith
Anselm Kiefer, 1983
Öl, Emulsion, Holzschnitt, Schellack, Acryl und Stroh auf Leinwand, 290 × 370 cm
Privatsammlung

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Zwischen 1981 und 1983 schuf Kiefer eine Reihe von Werken, die von Paul Celans Gedicht Todesfuge inspiriert wurde.[59] Diese Arbeiten waren das Ergebnis seiner Auseinandersetzung mit der Frage, inwiefern sich die deutsche Identität noch ohne Verdrängung des Holocausts aufrechterhalten lasse. Zu der Werkgruppe gehören Dein goldenes Haar, Margarethe (1981) und Sulamith (1983); beide Namen werden gleichsam kontrapunktisch in der Todesfuge angerufen, wobei Margarethe für das Deutsche den Namen tauscht und Shulamith für das Jüdische.[60]

Generell zeichnen sich die Werke seiner „deutschen Phase“ durch einen dumpfen, fast schon depressiv wirkenden, zerstörerischen Duktus aus. In den meisten seiner Arbeiten verwendet Kiefer eine Fotografie als Ausgangsfläche, um sie dann mit Erde und anderen Naturmaterialien (Stroh, Sand, Blei oder Erde) zu bearbeiten; auch Haare und angebranntes, verkohltes Holz integriert er in seine Geschichtslandschaften. Gleichfalls charakteristisch ist, dass man in fast allen Gemälden Kiefers Schriftzüge bzw. Namen von Menschen, Sagengestalten oder geschichtsträchtigen Orten findet. All dies sind verschlüsselte Siglen, durch die Kiefer die Vergangenheit aufzuarbeiten sucht. Daher wird er oft auch mit einer als Neuer Symbolismus bezeichneten Stilrichtung in Verbindung gebracht.

Neben dem Dichter Paul Celan hat sich Kiefer auch von Ingeborg Bachmann zu bedeutenden Werken inspirieren lassen. Die Bilder Böhmen liegt am Meer (1995 und 1996) tragen den Titel eines Gedichts von Bachmann. Auch ihr Vers „Jeder, der fällt, hat Flügel“ steht auf einem seiner späteren Gemälde aus Barjac.[61]

Die Frauen der Revolution[Bearbeiten]

Die Frauen der Revolution
Anselm Kiefer, um 1984
13 Bleibetten unterschiedlicher Größe
Privatsammlung

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Um 1984 entstand seine erste Installation, Die Frauen der Revolution.[62] Es handelt sich dabei um 13 Bleibetten unterschiedlicher Größe (zwischen 140 × 70 und 200 × 110 cm). Alle Betten sind mit einem bleiernen, zerknitterten Laken überzogen, in deren Mitte sich eine mit Wasser gefüllte Delle befindet. Auf kleinen, den einzelnen Betten zugeordneten Papierschildern stehen die Namen von 22 berühmten französischen Frauen, die während der Französischen Revolution eine wichtige Rolle gespielt haben, unter ihnen Madame Récamier, Olympe de Gouges, Madame de Staël, Théroigne de Méricourt und Charlotte Corday. Nicht für alle Frauen ist ein eigenes Bett reserviert. Teilweise fielen sie der Guillotine zum Opfer.[63]

Neue Themen[Bearbeiten]

Ab den 1980er Jahren nimmt die Zahl der Themen zu, die weder deutsch noch germanisch sind. Deutsche Kultur und Geschichte werden eingebettet in ein größeres Ganzes, in die griechische und babylonische Mythologie, die ägyptische Religion und jüdische Mystik (Kabbala).[64] Der Kunstkritiker Wieland Schmied konstatierte: „Hatte die Kritik Kiefer früher ein ‚Übermaß an Teutschem‘ angekreidet, so ist es jetzt ein Übermaß an Kabbala, das sie verstört.“[65] Mythische Erzählungen über die Schöpfung der Welt faszinieren ihn sowohl in den jüdisch-christlichen als auch den orientalischen Kulturen. Auf ausgedehnten Reisen durch Europa, die USA und den Mittleren Osten wurde er mit Einflüssen konfrontiert, unter denen beeindruckende Kunstwerke entstanden. Neben Gemälden schuf Kiefer Aquarelle, Holzschnitte, übermalte Fotos und Bücher, außerdem Skulpturen, in denen Kiefer vielfach Blei einsetzt, „das Metall des Saturns und der Melancholie“.[66] Bekannt sind unter anderem seine Flugzeuge und Raketen aus Blei sowie eine Bibliothek aus überdimensionalen, aus Blei gegossenen Folianten (Werktitel: 60 Millionen Erbsen).

Die Himmelspaläste und Die Türme der Himmelspaläste[Bearbeiten]

Noch vor seinem Umzug von Höpflingen nach Barjac in Frankreich entstand in den späten 1980er Jahren ein Werkzyklus mit dem Titel Die Himmelspaläste, Der Begriff ist der Kabbala entnommen[67] und bezeichnet jenes himmlische Paradies, das der Suchende als Zwischenstation auf seinem Weg zur höchsten göttlichen Vision erreicht.[68] Die fragilen und poetisch anmutenden 28 Skulpturen gehören zu den ersten Skulpturen, die Anselm Kiefer anfertigte. Sie befinden sich in einem der Räume der Ziegelei, die dem Künstler mehrere Jahre als Atelier diente. Von den Arbeiten befinden sich 26 in Glasvitrinen, zwei sind freistehend. Ihre Größe variiert zwischen ein oder zwei Zentimeter bis zu über zwei Metern.[69] Sie bilden eine kohärente Installation und setzten sich mit Themen auseinander, die der Kabbala, dem antiken Mythos, der Gnosis, der christlichen Mystik und der Alchemie entlehnet sind,[70] die Hälfte der Arbeiten ordnet Harriet Häußler thematisch der jüdischen Mystik zu.[71]

Die bereits mit diesem Zyklus sich abzeichnende Ablösung von deutscher Vergangenheitsbewältigung manifestierte sich deutlich mit seinem Umzug nach Frankreich um 1993. Seine Palette wurde lichter, seine Themen weiteten sich ins Kosmische, er nutzte neue Materialien und neue Werkzeuge wie „Baumaschinen ebenso wie Spitzhacke, Axt und Flammenwerfer“.[72]

In Barjac errichtete er die monumentale Installation Die Türme der sieben Himmelspaläste. Die sieben bis 27 Meter hohen, windschiefen Türme sind zum Himmel hin geöffnet. Ihr Fundament sind Bücher aus Blei. Sie besagen nach Kiefer: „Das ist nicht ein Turm, das ist ein Turm der Türme. […] Das Fundament der Türme ist das Wissen von Jahrtausenden“.[73] Auch die Zwischengeschosse werden von Bücherbleiplatten abgetrennt, die in der Mitte durchbrochen sind, darüber erheben sich jeweils Geschosswände aus Betonfertigteilen. Anlässlich der als eine Replikation geschaffenen Dauerinstallation (I sette palazzi celesti) im Mailänder „Hangar Bicocca“ bezeichnet Peter Iden sie als „in ihren Ausmaßen gewaltigste Installation, welche die zeitgenössische Kunst bislang hervorgebracht hat, um vieles gewaltiger sogar als Richard Serras an den Grenzen der Schwerkraft errichteten riesigen Stahlplatten“.[74] Die 13 bis 16 Meter hohen Türme strahlen eine überirdische Erhabenheit und eine alles durchdringende Stimmung der Trauer und des Verfalls aus. Ihre Namen lauten: “Sternschnuppen”, “Sternenlager”, “Die Sefiroth“, „Tzim-Tzum“, „Shevirat Ha-Kelim“, „Tiqqun“ und „Die sieben Himmelspaläste”.[75]

SternenlagerSternenfall[Bearbeiten]

Daniel Arasse konstatiert gleichfalls eine Neuorientierung Kiefers seit 1995, die sich unter Anderem in der Bearbeitung kosmischer Themen zeige. Gleichwohl sei unterschwellig eine Kontinuität wirksam geblieben, welche in den monumentalen Bildern der Werkgruppen Sternenlager und Sternenfall zum Ausdruck käme.[76] In dem Bild Sternen-Lager IV von 1998 (Museum Küppersmühle, Duisburg) entdeckt Arasse einen direkten Hinweis auf Auschwitz. In gelblichen Erdfarben wird ein Kellergewölbe suggeriert, an dessen Wänden Kisten aufgestapelt sind, die Aufschriften mit Ziffern zeigen. Zusätzlich sind Namen von Sternenbildern angebracht. Beides verweist auf den Keller als ein Lager für Sterne. Einige geöffnete Kisten scheinen tote Körper zu beinhalten. Insgesamt geht von dem Gemälde eine sogartige Wirkung aus, die den Betrachter an die Atmosphäre eines Konzentrationslagers erinnert, in dem Menschen Nummern eingebrannt bekamen und Sterne tragen mussten.[77]

Next Year in Jerusalem[Bearbeiten]

Das 2010 in der Gagosian Gallery ausgestellte Ensemble umfasst 13 monumentale Bilder und 23 skulpturale Konstruktionen, die in gigantischen Glas- und Stahlvitrinen untergebracht sind. Die gezeigten Werke nehmen Bezug auf die Kabbala, die Bibel, die nordische Mythologie und die deutschen Kriegszerstörungen.[78] Viele Kritiker zeigten sich beindruckt und zugleich überwältigt von der materialen Präsenz der ausgestellten Kunstwerke.[79]

Varia[Bearbeiten]

Ende Oktober 2007 enthüllte Kiefer im Pariser Louvre ein von ihm erstelltes Auftragswerk. Das 14 × 4 Meter große Gemälde zeigt ihn selbst als einen auf dem Boden liegenden nackten Mann, der – laut Kiefer – mit dem Universum verbunden sei. Dies war das erste Auftragswerk des Museums seit dem Jahr 1953. 2008 wurden Werke Kiefers aus der Sammlung Großhaus im Kreuzstall von Schloss Gottorf ausgestellt, insbesondere sein Buch „for Robert Fludd – the secret life of plants“, mit 18 bleiernen Doppelseiten, mit Acryl auf Fotografie in Mischtechnik gestaltet. Das Museum Frieder Burda zeigte 2011 in Baden-Baden zwei Dutzend großformatige Arbeiten aus der Sammlung Grothe.

Aufmerksamkeit und Kritik in den Medien erregte er, als er die Bilder von Jean Genet mit den Medien-Bildern vom Terroranschlag vom 11. September 2001 verglich, und sie als „das perfekteste Bild […], das wir seit den Schritten des ersten Mannes auf dem Mond gesehen haben“ bezeichnete, da sie alle Parameter der Kunst erfüllen würden.[80]

Geplantes Anselm-Kiefer-Museum[Bearbeiten]

Der Bauunternehmer und Kunstmäzen Hans Grothe, der die größte Privatsammlung des Werkes von Kiefer besitzt, darunter Schlüsselwerke aus drei Jahrzehnten, äußerte vor Jahren die Absicht, in einem noch zu errichtenden Anselm-Kiefer-Museum nahe dem Berliner Kurfürstendamm 30 bis 50 Werke des Künstlers zu präsentieren.[81] In diesem Zusammenhang ist es ihm 2012 gelungen, die Bundeskunsthalle für eine Ausstellung seiner Sammlung zu gewinnen.[82] Im Juli 2014 schloss Grothe mit der Kunsthalle Mannheim einen differenzierten Leihvertrag über 38 Hauptwerke ab. Demnach sollen sie in wechselnden Präsentationen ab 2017 in einem geplanten Kunsthallen-Neubau in einem eigenen Galeriekubus auf 240 Quadratmetern Fläche gezeigt werden.[83]

Zitat[Bearbeiten]

Frage: Was fasziniert Sie so am Blei? Kiefer: „Es ist wie mit der Aura von Namen. Das Blei wirkt mehr als alle anderen Metalle auf mich. Wenn man so einem Gefühl nachforscht, erfährt man, dass Blei schon immer ein Stoff für Ideen war. In der Alchemie stand dieses Metall an der untersten Stufe des Goldgewinnungsprozesses. Blei war einerseits stumpf, schwer und mit Saturn verbunden, dem hässlichen Mann — andererseits enthält es Silber und war auch schon der Hinweis auf eine andere, geistigere Ebene.“[84]

Rezeption[Bearbeiten]

Noch Anfang der 1980er Jahre stand ein beträchtlicher Teil der deutschen Kunstkritik Kiefer „überaus ablehnend, ja abschätzig“ gegenüber; seine „scheinbar affirmative Einfühlung in faschistische Gesten und Symbole“ machten ihn ausgesprochen unbeliebt. Bei seinem ambivalenten Umgang mit der Thematik ignorierte man die „ironischen, provozierenden, subversiven Aspekte seiner Arbeiten“.[85] Erst allmählich und mit dem internationalen Erfolg vor allem nach der Wanderausstellung 1987–1989 in den USA fand sein Werk auch in Deutschland die gebührende Anerkennung. Mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet, zählt er heute zu den weltweit bedeutendsten Künstlern der Gegenwart.

Auswahl der Einzelausstellungen[Bearbeiten]

  • 1969: Besetzungen. Galerie am Kaiserplatz, Karlsruhe
  • 1973: Notung, Galerie Michael Werner, Köln: April/Mai 1973
  • 1973: Der Nibelungen Leid, Galerie im Goethe-Institut, Amsterdam: August bis Oktober 1973
  • 1974: Alarichs Grab, Galerie Felix Handschuh, Basel
  • 1974: Heliogabal, Galerie t’Venster, Rotterdam; Rotterdamse Kunststichting
  • 1974: Malerei der verbrannten Erde. Galerie Michael Werner, Köln
  • 1975: Unternehmen Seelöwe, Galerie Michael Werner, Köln
  • 1976: Siegfried vergisst Brünhilde, Galerie Michael Werner, Köln
  • 1977: Ritt an die Weichsel, Galerie Michael Werner, Köln
  • 1978: Wege der Weltweisheit – Hermannsschlacht, Galerie Maier-Hahn, Düsseldorf
  • 1978: Bilder und Bücher. Kunsthalle Bern: 7. Oktober bis 19. November 1978
  • 1979: Anselm Kiefer, schilderijen en aquarellen. Stedelijk Van Abbemuseum, Eindhoven, Niederlande: 9. November bis 10. Dezember 1979
  • 1980: Bilderstreit, Mannheimer Kunstverein, Mannheim; Württembergischer Kunstverein Stuttgart; Galerie Helen van der Meij, Amsterdam
  • 1980: Bilder und Zeichnungen, Galerie und Edition Six Friedrich / Galerie Sabine Knust, München
  • 1980: Holzschnitte und Bücher, Groninger Museum, Groningen
  • 1980: Verbrennen, verholzen, versenken, versanden. Deutscher Pavillon auf der 39. Biennale von Venedig
  • 1980: Museum of Contemporary Art, Los Angeles
  • 1981: A New Spirit in Painting, Royal Academy of Arts, London
  • 1981: Urd, Werdandi, Skuld, Galerie Paul Maenz, Köln
  • 1981: 20 Years of Loneliness, Marian Goodman Gallery, New York
  • 1981: Galleria Salvatore Ala, Mailand
  • 1981: Bücher, Galerie und Edition Six Friedrich / Galerie Sabine Knust, München
  • 1981: Aquarelle 1970–1980, Kunstverein Freiburg im Marienbad, Freiburg; Ehinger-Schwarz Galerie, Ulm
  • 1981-1982: Margarethe – Sulamith, Museum Folkwang, Essen; Whitechapel Art Gallery, London: 26. März 1982 bis 2. Mai 1982
  • 1982: Documenta 7, Kassel (Einzelraum)
  • 1982: Marian Goodman Gallery, New York
  • 1982: Galerie Paul Maenz, Köln
  • 1982: Galerie Helen van der Meij, Amsterdam
  • 1982: Mary Boone Gallery, New York
  • 1983: Sonja Henie og Niels Onstads Stiftelser, Kunstsentret Høvikodden, Oslo
  • 1983: Bücher und Gouachen zum Hans-Thoma-Preis 1983, Hans-Thoma-Museum, Bernau/Baden
  • 1983: Galerie Sabine Knust/Maximilianverlag, München
  • 1983: Paintings and Watercolours, Anthony d'Offay Gallery, London
  • 1984: Galerie Paul Maenz, Köln
  • 1984: Kunsthalle Düsseldorf: 24. März bis 5. Mai
  • 1984: Musée d'art moderne de la Ville de Paris: 11. Mai bis 21. Juni
  • 1984: Musée d'Art Contemporain, Bordeaux
  • 1984: The Israel Museum, Jerusalem: 31. Juli bis 30. September
  • 1985: Auszug aus Ägypten / Departure of Egypt, Marian Goodman Gallery, New York
  • 1986: Stedelijk Museum Amsterdam
  • 1986: Bilder 1986–1980, Stedelijk Museum, Amsterdam; Art Gallery of New South Wales, Sydney
  • 1987: Ausstellungen in The Art Institute of Chicago, Philadelphia Museum of Art, Museum of Contemporary Art, Los Angeles und im MoMA, New York
  • 1987: Bruch und Einung, Marian Goodman Gallery, New York
  • 1987: Galeria Foksal, Warschau
  • 1988: Erotik im Fernen Osten – A Book by Anselm Kiefer, Museum of Fine Arts, Boston, Massachusetts
  • 1989: Zweistromland – The High Priestess, Anthony d'Offay Gallery, London
  • 1989: Mohn und Gedächtnis, Galeria Foksal, Warschau
  • 1989: Der Engel der Geschichte, Galerie Paul Maenz, Köln
  • 1990: Jason, Douglas Hyde Gallery, Dublin
  • 1990: Anselm Kiefer: Bücher 1969–1990, Kunsthalle Tübingen: 29. September bis 18. November 1990; Kunstverein München, 11. Januar bis 17. Februar 1991; Kunsthaus Zürich: 1. März bis 7. April 1991
  • 1991: Lilith, Marian Goodman Gallery, New York
  • 1991: Anselm Kiefer, Nationalgalerie Berlin: 10. März bis 20. Mai 1991
  • 1993: Melancholia. Wanderausstellung in Japan (Tokio, Kyoto, Hiroshima)
  • 1996: Cette obscure clarté qui tombe des étoiles, Galerie Yvonne Lambert, Paris
  • 1996: Astrup Fearnley Museet for Moderne Kunst, Oslo
  • 1998: Books and Paintings, Gagosian Gallery, New York
  • 1998: Your age and mine and the age of the world, Gagosian Gallery, New York: 24. Januar bis 28. Februar 1998
  • 1999: Anselm Kiefer – Works on Paper, Metropolitan Museum of Art, New York
  • 1999: Anselm Kiefer and Germanic Tradition, Seattle Art Museum, Seattle, Washington
  • 2000: Hôpital de la Salpêtrière, Chapelle, Paris
  • 2000: Recente werken, 1996–1999, Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Gent
  • 2001–2002: Die sieben HimmelsPaläste 1973–2001. 4 Werkgruppen mit 25 Gemälden. Fondation Beyeler Riehen, Basel: 28. Oktober 2001 bis 17. Februar 2002
  • 2002: La vie secrète des plantes, Galerie Yvon Lambert, Paris: Oktober/November 2002
  • 2002: Merkaba, Gagosian Gallery: 8. November bis 14. Dezember 2002
  • 2002: Kiefer im Alten Schlachthaus, Altes Schlachthaus, Mosbach (Baden)
  • 2003: Am Anfang, Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg: 25. Juli bis 13. September 2003
  • 2004: I sette palazzi celesti, Permanente Installation von 7 Türmen, Hangar Bicocca, Mailand
  • 2005: Lasst tausend Blumen blühen, Kunsthalle Würth
  • 2005: Anselm Kiefer für Paul Celan, Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg
  • 2005: Die Frauen, Villa Medici, Rom
  • 2005–2006: Himmel und Erde, San Francisco Museum of Modern Art
  • 2007: Guggenheim Museum, Bilbao
  • 2007: Chute d’étoiles, Monumenta, Grand Palais, Paris
  • 2006: Heaven and Earth, Musée d'Art Contemporain de Montréal; Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington D.C.; San Francisco Museum of Modern Art, San Francisco, California
  • 2006: Guggenheim Museum Bilbao
  • 2006: Anselm Kiefer, Velimir Chlebnikov, Aldrich Museum of Contemporary Art, Ridgefield, Connecticut
  • 2006: Anselm Kiefer – War, Moon, Galerie Daniel Blau, München
  • 2006 Galerie Yvon Lambert, Paris
  • 2007: Anselm Kiefer – Aperiatur Terra, White Cube, London
  • 2007: Guggenheim Museum Bilbao
  • 2007: Dauerleihgaben aus Privatsammlungen, Museum der Moderne Salzburg
  • 2007: Monumenta: Sternenfall, Grand Palais, Paris: 31. Mai bis 9. Juli 2007
  • 2007: Werke aus der Sammlung Grothe, Museum der Moderne Mönchsberg, Salzburg
  • 2007: Sculpture and Paintings from the Hall Collection, Massachusetts Museum of Contemporary Art, North Adams, Massachusetts
  • 2007: Aperiatur Terra, Art Gallery of New South Wales, Sydney
  • 2007–2008: Wege der Weltweisheit / Die Frauen der Revolution, Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen: 29. September 2007 bis 28. September 2008
  • 2008: Mao, Triennale Milano Bovisa
  • 2008: Heroische Sinnbilder, Galerie Céline und Heiner Bastian, Berlin
  • 2008: Maria durch ein Dornwald ging, Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg: 24. Juli bis 27. August 2008
  • 2008–2009: Anselm Kiefer. Aus der Sammlung Großhaus, Schloss Gottorf, Schleswig
  • 2009: Anselm Kiefer. Werke der Sammlung Grothe, Es Baluard, Palma de Mallorca
  • 2009: Karfunkelfee and The Fertile Crescent, White Cube, London: 16. Oktober bis 14. November 2009[86]
  • 2010: Next year in Jerusalem, Gagosian Gallery, New York: 8. November bis 18. Dezember 2010
  • 2010–2011: Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk: 10. September 2010 bis 9. Januar 2011
  • 2010–2011: Europa, Villa Schöningen, Potsdam: Oktober 2010 bis Januar 2011
  • 2011: Il sale della terra / Salt on Earth, Fondazione Emilio e Annabianca Vedova, Venedig: 1. Juni bis 30. November 2011
  • 2011: Anselm Kiefer dans la Collection Würth, Museé Würth France, Erstein, Bas Rhin, Elsass: 28. Januar bis 25. September 2011
  • 2011: Anselm Kiefer. Alkahest. Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg: 28. Juli bis 24. September 2011[87]
  • 2011: Anselm Kiefer. Ausgewählte Arbeiten aus der Sammlung Grothe. Museum Frieder Burda, Baden-Baden: 7. Oktober 2011 bis 5. Februar 2012
  • 2011: Anselm Kiefer. Schevirat ha-Kelim (Breaking of the Vessels), Tel Aviv Museum of Art: seit dem 2. November 2011
  • 2012: Anselm Kiefer. Werke aus der Sammlung Essl: 3. Februar bis 29. Mai 2012[88]
  • 2012: Anselm Kiefer. Am Anfang. Werke aus dem Privatbesitz Hans Grothe, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn: 20. Juni bis 16. September 2012
  • 2012: Joseph Beuys – Anselm Kiefer. Zeichnungen, Gouachen, Bücher, Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg: 29. Juni bis 30. September 2012
  • 2012: Anselm Kiefer. Memorabilia. Ludwig Museum im Deutschherrenhaus, Koblenz: 19. August bis 28. Oktober 2012
  • 2013: Anselm Kiefer – Unfruchtbare Landschaften, Osthaus Museum Hagen: 5. Mai bis 14. Juli 2013
  • 2013: Anselm Kiefer – Der Rhein, Galerie Bastian, Berlin: 13. April bis 14. September 2013
  • 2013: Morgenthau Plan, Gagosian Gallery, New York: 3. Mai bis 8. Juni 2013
  • 2014: Johannis-Nacht. Permanente Installation im wiedereröffneten Mönchehaus Museum Goslar
  • 2014: Anselm Kiefer, Royal Academy of Arts, London: 27 September bis 14 December 2014[89]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1973: Vater, Sohn, Heiliger Geist. Öl und Kohle auf Rupfen, 290 × 281 cm, Staatsgalerie Stuttgart
  • 1973: Parzifal II. Ölfarbe auf Rauhfasertapete, auf Nessel, 300 × 533 cm, Kunsthaus Zürich
  • 1973: Parzifal III/I/IV. Triptychon, Öl auf Papier und Leinwand, 324 × 219 cm, Tate Gallery London
  • 1973: Deutschlands Geisteshelden. Öl und Kohle auf Rupfen, 307 × 682 cm, Sammlung Barbara und Eugene Schwartz, New York (Abb.)
  • 1974: Märkische Heide. Öl, Acryl und Schellack auf Rupfen, 118 × 254 cm, Stedelijk Van Abbemuseum, Eindhoven
  • 1974: Maikäfer flieg. Öl auf Rupfen, 220 × 300 cm. Inschrift: Maikäfer flieg der Vater ist im Krieg, die Mutter ist in Pommerland. Pommerland ist abgebrannt. Sammlung Marx, seit 1996 im Hamburger Bahnhof (Berlin)
  • 1975: Siegfried vergißt Brünhilde. Öl auf Leinwand, 646 × 566 cm (Abb.)
  • 1977: Bilderstreit. Öl auf Leinwand, 209 × 307 cm, Museum Folkwang, Essen [Abb.)
  • 1978: Wege der Weltweisheit: Die Hermannsschlacht. Städel Museum, Frankfurt a.M. (Abb.)
  • 1980: Wege: markischer Sand. Öl, Emulsion, Schellack, Sand, Fotografie auf Leinen, 284,5 × 440,7 cm, Saatchi Collection London
  • 1980: Wege: märkischer Sand. Acryl und Sand auf Fotografie auf Jute, 255 × 360 cm, Fondation Beyeler
  • 1980: Wege der Weltweisheit: Die Hermanns-Schlacht. Sammlung Marx
  • 1980–1985: Midgard. Öl und Acryl auf Leinwand, 361 × 604 cm, The Carnegie Museum of Art, Pittsburgh, Pennsylvania
  • 1981: Die Meistersinger. Öl, Acryl und Stroh auf Leinwand, 185 × 330 cm (Abb.)
  • 1981: Ikarus – märkischer Sand. Öl, Emulsion, Schellack, Sand und Fotografie auf Leinwand, 290 × 360 cm, Saatchi Collection, London
  • 1981: Innenraum. Stedelijk Museum, Amsterdam
  • 1981: Dein goldenes Haar, Margarete. Öl, Emulsion, Stroh auf Leinwand, 130 × 170 cm, Collection Sanders, Amsterdam
  • 1981–1996: Die große Fracht. 300 × 840 × 50 cm, Öl, Emulsion, Sonnenblumen und Blei auf Leinwand, Sammlung Grothe
  • 1982: Wölundlied (mit Flügel). Emulsion und Stroh auf Fotografie mit Blei auf Leinwand montiert, 280 × 380 cm, Saatchi Collection, London
  • 1982: Der Rhein. Holzschnitt, 700 × 591 cm, Saatchi Collection
  • 1982: Märkischer Sand. Ölfarbe, Sand auf Leinwand, Stedelijk Museum, Amsterdam
  • 1983: The Supreme Being. Musée National d'Art Moderne, Paris
  • 1983: Sulamith. Öl, Emulsion, Holzschnitt, Schellack, Acryl und Stroh auf Leinwand, 290 × 370 cm, Privatsammlung (Abb.)
  • 1983–1984: Seraphim. Öl, Stroh, Emulsion und Schellack auf Leinwand 320,7 × 330,8 cm, Solomon R. Guggenheim Museum, New York
  • ca. 1984: Die Frauen der Revolution. Installation mit 13 Bleibetten, zwischen 140 × 70 und 200 × 110 cm, Privatsammlung
  • 1984–1985: Die Ordnung der Engel. Emulsion, Öl, Schellack, Acryl auf Leinwand, Stahldraht, übermalte Postkarten, Bleiobjekte, 330 × 535 cm, Fundació Caixa de Pensions, Barcelona
  • 1985–1987: Die Milchstrasse. Emulsion, Öl, Acryl, Schellack auf Leinwand, Draht und Blei; Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, USA
  • 1985–1987: Osiris und Isis. Emulsion, Öl, Acryl, 381 × 560 × 16,51 cm, San Francisco Museum of Modern Art
  • 1985–1989: The High Priestess/Zweistromland. Bodenskulptur, Annähernd 200 Bücher aus Blei in zwei Stahlregalen, Kupferdraht, Glas, 370 x 780 x 50 cm, Astrup Fearnley Museum of Modern Art, Oslo (Abb.)
  • 1986: Jerusalem. Emulsion, Acryl, Schellack, Goldfolien, zwei stählerne Skis, Blei, 380 × 560 cm
  • 1986: Die Frauen der Revolution. Kreide, Blei auf Holzplanken, mit Maiglöckchen und Rosen hinter Glas mit Bleirahmen, Setzholz (übermalt), 280 × 198 cm
  • 1987–1990: Lilith. Öl, Emulsion, Schellack, Blei, Asche, Mohn, Haar und Ton auf Leinwand, 380 × 560 cm, Sammlung Grothe
  • 1988–1990: Wege der Weltweisheit: die Hermanns-Schlacht. Holzschnitt und Acryl auf Papier, 400 × 580 cm, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, Dänemark
  • 1988–1991: Himmelspaläste. Werkzyklus von 28 Skulpturen, 26 in Vitrinen, 2 freistehend.
  • 1989: Mohn und Gedächtnis. Bodenskulptur; Flugzeug aus Blei mit Bleibüchern und getrockneten Mohnblumen auf den Flügeln. Blei, Glas, Mohn, Eisen. Höhe: 230 cm, Breite: 650 cm, Tiefe: 630 cm. Hamburger Bahnhof (Berlin), Sammlung Marx[92]
  • 1989: Berenice. Bodenskulptur, Blei, Glas, Fotografien and Haar, 120 × 390 × 320 cm, Guggenheim-Museum Bilbao
  • 1990: Shebirat Ha Kelim. Blei, Glas, Kleid, Asche und Frauenhaar auf Holz, 380 × 250 × 35 cm, Sammlung Grothe
  • 1990: Die Argonauten. Acryl, Asche, Blei, Drahtbügel, Glas, Kreide, Kunststoff-Figuren, Lehm, Öl, Porzellan, Schlangenhaut, Stroh, Textilien und Zähne auf Leinwand, 280 × 500 cm, Städel, Frankfurt am Main (Abb.)
  • 1991: 60 Millionen Erbsen (Volkszählung). Bodenskulptur; 500 Bleibücher mit Erbsen in Stahlregalen; Höhe: 415 cm, Breite: 570 cm, Tiefe: 800 cm; Hamburger Bahnhof (Berlin), Sammlung Marx[93]
  • 1992: Öko-Nischen. (Museum Ludwig, Köln)
  • 1994: Schlacht über England. Öl, Emulsion und Blei auf Leinwand, 190 × 280 cm, Sammlung Grothe
  • 1995 Les Reines de France. Emulsion, Acryl, Sonnenblumensamen, Fotografien, Holzschnitt, Blattgold und Karton auf Leinwand, 3 Panels, 560,1 × 737,9 cm, Solomon R. Guggenheim Museum, New York
  • 1995: The Land of the Two Rivers (Zweistromland). Emulsion, Acryl, Blei, Salz, 416 × 710 cm, Guggenheim Museum, Bilbao[94]
  • 1995: Böhmen liegt am Meer. Öl, Blei, harzüberzogene Farne und Mischtechnik auf Leinwand, 190 × 559 cm, Sammlung Frieder Burda
  • 1996: Böhmen liegt am Meer. 191,1 × 561,3 cm, Metropolitan Museum of Art,[95] New York
  • 1997: Nur mit Wind, mit Zeit und mit Klang, Sand, Acryl und Emulsion auf Leinwand, 470 × 940 cm, Empfangsraum des Reichstagsgebäude, Berlin
  • 1998: Sternenlager II, Sternenlager III, Sternenlager IV, Museum Küppersmühle
  • 2001–2002: La vie secrète des plantes. Musée National d'Art Moderne, Paris
  • 2002: Voyage au bout de la nuit. Öl, Emulsion, Mischtechnik und Blei auf Leinwand, 385 × 560 cm, Sammlung Grothe
  • 2002: Le dormeur du val (d'après le sonnet de Arthur Rimbaud), Öl
  • 2003, Bühnenbild und Kostüme für Ödipus in Kolonos von Sophokles am Wiener Burgtheater (Regie Klaus Michael Grüber)
  • 2003, Bühnenbild und Kostüme für Elektra von Richard Strauss am Teatro San Carlo in Neapel (Regie Grüber)
  • 2004–2008: Die Freimaurer – Logenbild
  • 2006: Merkaba. Öl und Emulsion auf Leinwand, 190 × 280 cm, Sammlung Grothe
  • 2007: Jakobsleiter. Öl, Emulsion, Acryl, Schellack, Dornen, Gips, harzüberzogene Farne und Ton auf Leinwand unter Glas, 285 × 140 cm, Sammlung Grothe
  • 2007: Athanor, Louvre, Paris; im Treppenhaus der Architekten Percie und Fontain am nördlichen Ende der Colonnade Perrault
  • 2007: Die Ordnung der Engel. Öl, Emulsion, Acryl, Schellack, harzbeschichteter Farn, Asche, Kleider, Blei, Lehm auf Karton auf Holz unter Glas, 286 × 141 cm
  • 2008: Jakobs Traum. Öl, Emulsion, harzbeschichteter Farn, Asche, Kleider, Lehm auf Karton auf Holz unter Glas, 191 × 141 cm
  • 2009: Der fruchtbare Halbmond. Öl und Emulsion auf Leinwand, 460 × 760 cm, Sammlung Grothe
  • 2010: La Berceuse (for Van Gogh). Installation mit 3 Glasvitrinen
  • 2011: purificatio dissolutio coagulato. 2,8 × 3,8 m, Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg, Ausstellungshalle
  • 2011: Essence. Öl, Emulsion, Acryl, Schellack, Waage mit Salz und Farbresten auf Leinwand, 280 × 570 cm, Sammlung Grothe
  • 2011: Nur mit Wind mit Zeit und mit Klang, Öl, Emulsion, Acryl, Schellack und Blei auf Leinwand, 380 × 560 × 30 cm, Sammlung Essl

Dokumentarfilm[Bearbeiten]

Die englische Filmregisseurin und -Produzentin Sophie Fiennes stellte 2010 den Film Over Your Cities Grass Will Grow[96] fertig, der in Kiefers Refugium im französischen Barjac aufgenommen wurde. Der Film wurde bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2010 in einer Sondervorführung außerhalb des Wettbewerbs gezeigt.[97]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten]

Bücher von Kiefer

  • Erotik im Fernen Osten oder: Transition from cool to warm. Klett-Cotta, Stuttgart 1988.
  • Zweistromland. Mit einem Essay von Armin Zweite. In Zusammenarbeit mit der Anthony d'Offay Gallery London. DuMont, Köln 1989, ISBN 3-7701-2319-0.
  • 20 Jahre Einsamkeit. Regard, Paris 1998, ISBN 2-84105-100-5.
  • The Heavenly Palaces: Merkabah. Edited by Peter Nisbet, with essays by Klaus Gallwitz, Lisa Salzmann and Laura Muir. Harvard University Art Museums, Cambridge, Mass. 2003
  • Himmelspaläste. Hrsg. von Heiner Bastian. Mit Photographien und einem Text von Heiner Bastian. Schirmer/Mosel, München 2010, ISBN 978-3-8296-0459-8.
  • Die Kunst geht knapp nicht unter. Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz. Suhrkamp, Berlin 2010, ISBN 978-3-518-42187-1.
  • Notizbücher. Band 1998–99. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-518-42195-6.
  • Die Argonauten. Edited by Elena Ochoa Foster. Ivorypress, Madrid 2011, ISBN 978-84-938340-0-5.
  • Anselm Kiefer – Nächstes Jahr in Jerusalem. Mitarbeit: Marina Warner. Prestel, München 2012, ISBN 978-3-7913-4617-5.

Bücher über Kiefer

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Anselm Kiefer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b Adelheid Sievert: Ein Gruß unseres Alumnus Albert Kiefer. Alumni-Initiative Kunstpädagogik, Januar 2011.
  2. Catrin Lorch: Auch mal ohne Blei. In: Süddeutsche Zeitung. 20. August 2011, S. 17.
  3. Albert Kiefer: In Kriegs- und Friedenszeiten. Ästhetische Erziehung als Lebensaufgabe. Mit der erstmaligen Veröffentlichung der bildnerischen Entwicklung in Kindheit und Jugend des Sohnes Anselm Kiefer. Verlag Dr. Kovač, Hamburg 2003, ISBN 3-8300-0900-3, S. 177.
  4. a b Anselm Kiefer im Munzinger-Archiv, abgerufen am 5. März 2014 (Artikelanfang frei abrufbar).
  5. Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 115–130.
  6. Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 24.
  7. Ulf Poschardt: Anselm Kiefer macht den Hitlergruß zu Kunst. In: Berliner Morgenpost. 18. Mai 2008. Abgerufen am 13. April 2015.
  8. Jörg Hakendahl: Museum Küppersmühle zeigt Werke von Beuys und Kiefer: Das Gipfel-Treffen der Kunst-Giganten. In: BILD.de. 29. Juni 2012. Abgerufen am 9. April 2015.
  9. Petra Kipphoff: Verbrannte Erde und gestürzter Trommler. Zwei Künstler des deutschen Dilemmas. In: Die ZEIT. 13. April 1984. Abgerufen am 5. März 2014.
  10. John-Paul Stonard: At the RA. In: London Review of Books. 6. November 2014, Vol 36 No. 21. Abgerufen am 8. April 2015.
  11. The Art Institute of Chicago (5.12.1987-31.1.1988), Philadelphia Museum of Art (6.3.-1.5.1988), The Museum of Contemporary Art, Los Angeles (14.6.-11.9.1988), The Museum of Modern Art, New York (17.10.1988-3.1.1989)
  12. Charles Werner Haxthausen: Kiefer in America. Reflections on an Retrospective. In: Kunstchronik, Januar 1989, S. 1-2.
  13. Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 62 f.
  14. Anselm Kiefer: Die Kunst geht knapp nicht unter. Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz. Suhrkamp, Berlin 2010, S. 112.
  15. a b Der Spiegel. Nr. 44/2011 vom 31. Oktober 2011.
  16. Sein Geschmack. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 2. Februar 2011, S. N3.
  17. Thomas Steinfeld: Ein Grabmal für den Künstler. Anselm Kiefer will das Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich in ein Pantheon verwandeln. In: Süddeutsche Zeitung. 3. November 2011.
  18. Gisela Kirschstein: Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich: So wird ein AKW abgebaut. In: Frankfurter Neue Presse. 6. September 2014. Abgerufen am 6. April 2015.
  19. Opera Bastille presents Anselm Kiefer / Jörg Widmann: Am Anfang (In the beginning). In: art-agenda. Abgerufen am 13. April 2014.
  20. Anselm Kiefer: Die Kunst geht knapp nicht unter. Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz. Suhrkamp, Berlin 2010, S. 29.
  21. Werner Spies: Anselm Kiefer. Im wüsten Land. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 8. März 2005, S. 37.
  22. Thomas Ebers: Bleiernes Ich. Anselm Kiefers Arbeit am kulturellen Gedächtnis. In: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.): Anselm Kiefer. Am Anfang. Werke aus dem Privatbesitz Hans Grothe. Wienand Verlag, Köln 2012, S. 120.
  23. Andrea Lauterwein: Anselm Kiefer / Paul Celan. Myth, Mourning and Memory. Thames & Hudson, London 2007, S. 99.
  24. Anselm Kiefer: Die Kunst geht knapp nicht unter. Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz. Suhrkamp, Berlin 2010, S. 139.
  25. Ausstellungskatalog Anselm Kiefer. Next Year in Jerusalem. Gagosian Gallery. New York 2010, S. 7.
  26. Zitiert nach Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 39.
  27. Werner Spies: Anselm Kiefer. Im wüsten Land. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 8. März 2005, S. 37.
  28. Andrea Lauterwein: Anselm Kiefer / Paul Celan. Myth, Mourning and Memory. Thames & Hudson, London 2007, S. 17–21.
  29. Ulrike Knöfel, Mathias Schreiber: Mythologe des Schreckens. In: Der Spiegel. 9. Juni 2008, Heft 24/2008. Abgerufen am 25. Mai 2015.
  30. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 130.
  31. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 147-152.
  32. Christoph Ransmayr: Der Ungeborene oder Die Himmelsareale des Anselm Kiefer. S. Fischer, Frankfurt am Main 2002, S. 20.
  33. Zitiert nach Monika Wagner: Lexikon des künstlerischen Materials. Beck, München 2001, S. 44.
  34. Anselm Kiefer: Die Kunst geht knapp nicht unter. Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2010, 10.
  35. Jörg von Uthmann: Anselm Kiefer im Pariser Grand Palais: Der Künstler über seine Hausbauten und die Faszination durch deutsche Mythen. In: Die Welt. 2. Juni 2007. Abgerufen am 25. Mai 2015.
  36. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 117.
  37. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 128.
  38. Der kurz danach entstandene Zyklus von acht Gemälden nach diesen Fotos wurde erstmals 2008 von der Galerie Heiner Bastian in Berlin in der Ausstellung Heroische Sinnbilder gezeigt. Christina Tilman: Hitlergruß an die Vernunft: Am Abgrund des Faschismus: Anselm Kiefers „Heroische Sinnbilder“ provozieren in Heiner Bastians Berliner Galerie. In: Der Tagesspiegel. 2. Mai 2008. Abgerufen am 13. April 2015.
  39. Christina Tilmann: Hitlergruß an die Vernunft: Am Abgrund des Faschismus: Anselm Kiefers „Heroische Sinnbilder“ provozieren in Heiner Bastians Berliner Galerie. In: Der Tagesspiegel. 2. Mai 2008. Abgerufen am 25. Mai 2015.
  40. Zitiert nach Ulf Poschardt: Anselm Kiefer macht den Hitlergruß zu Kunst. Ib: Berliner Morgenpost. 8. Mai 2008. Abgerufen am 12. April 2015.
  41. Interview mit Anselm Kiefer von Steven Henry Madoff, In: Art News. Bd. 86, Nr. 8, Oktober 1987.
  42. Werner Spies: Anselm Kiefer. Im wüsten Land. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 8. März 2005, S. 37.
  43. Martina Sauer: Faszination und Schrecken. Wahrnehmungsvorgang und Entscheidungsprozess im Werk Anselm Kiefers. In: Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft. 51. Jahrgang (2006), Heft 2, S. 183.
  44. Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 157 f.
  45. Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 163-166.
  46. Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 158.
  47. Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 185.
  48. Andrea Lauterwein: Anselm Kiefer / Paul Celan. Myth, Mourning and Memory. Thames & Hudson, London 2007, S. 40-44.
  49. Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 192, 196.
  50. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 123.
  51. Märkische Heide 1974, Märkische Heide Varianten.
  52. Uwe Rada: Nazi-Lied als Landes-Hymne – Steig hoch, du brauner Adler. In: Die Tageszeitung. 9. August 2009.
  53. Petra Kipphoff: Verbrannte Erde und gestürzter Trommler. In: Die Zeit. 13. April 1984, S. 43. Abgerufen am 25. Mai 2015.
  54. Werner Spies: Anselm Kiefer. Im wüsten Land. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 8. März 2005, S. 37.
  55. Sabine Schütz: Anselm Kiefers Wege der Weltweisheit – Die Hermannsschlacht. Ein deutsche Genealogie. In: Klaus Gallwitz (Hrsg.): Anselm Kiefer: Wege der Weltweisheit / Die Frauen der Revolution. Richter Verlag, Düsseldorf 2007, S. 16.
  56. Sabine Schütz: Anselm Kiefers Wege der Weltweisheit – Die Hermannsschlacht. Ein deutsche Genealogie. In: Klaus Gallwitz (Hrsg.): Anselm Kiefer: Wege der Weltweisheit / Die Frauen der Revolution. Richter Verlag, Düsseldorf 2007, S. 16.
  57. Sabine Schütz: Anselm Kiefers Wege der Weltweisheit – Die Hermannsschlacht. Ein deutsche Genealogie. In: Klaus Gallwitz (Hrsg.): Anselm Kiefer: Wege der Weltweisheit / Die Frauen der Revolution. Richter Verlag, Düsseldorf 2007, S. 17 f.
  58. Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 255.
  59. Otto Werckmeister: Anselm Kiefer – Der größte deutsche Künstler und der Krieg am Golf. In: Kunstforum. Nr. 123 (1993), S. 210.
  60. Bonnie Roos: Anselm Kiefer and the Art of Allusion: Dialectics of the Early „Margarete“ and „Sulamit“ Paintings. In: Comparative Literatur @www.academia.edu. Abgerufen am 11. April 2015.
  61. Anselm Kiefer: Die Kunst geht knapp nicht unter. Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz. Suhrkamp, Berlin 2010, S. 31.
  62. Axel Hecht: Bleierne Betten für die Frauen der Revolution. Erstes Environment von Anselm Kiefer in London. In: Art. Nr. 9/1992, S. 10.
  63. Janine Schmutz: Bleierne Stätten für die Frauen der Revolution. In: Klaus Gallwitz (Hrsg.): Anselm Kiefer. Wege der Weltweisheit / Die Frauen der Revolution. Richter, Düsseldorf 2007, S. 66 f.
  64. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 117.
  65. Zitiert nach Harriet Häußler: Anselm Kiefer: Die Himmelspaläste. Der Künstler als Suchender zwischen Mythos und Mystik. Dissertation. Bochum 2004, S. 14.
  66. Christoph Ransmayr: Der Ungeborene oder die Himmelsareale des Anselm Kiefer. S. Fischer, Frankfurt am Main 2002, S. 21.
  67. Harriet Häußler: Anselm Kiefer: Die Himmelspaläste. Der Künstler als Suchender zwischen Mythos und Mystik. Dissertation. Bochum 2004, S. 24.
  68. Anselm Kiefer. „I sette palazzi celesti“
  69. Harriet Häußler: Anselm Kiefer: Die Himmelspaläste. Der Künstler als Suchender zwischen Mythos und Mystik. Dissertation. Bochum 2004, S. 17-19, 23.
  70. Harriet Häußler: Anselm Kiefer: Die Himmelspaläste. Der Künstler als Suchender zwischen Mythos und Mystik. Dissertation. Bochum 2004, S. 23.
  71. Harriet Häußler: Anselm Kiefer: Die Himmelspaläste. Der Künstler als Suchender zwischen Mythos und Mystik. Dissertation. Bochum 2004, S. 33.
  72. Christoph Ransmayr: Der Ungeborene oder die Himmelsareale des Anselm Kiefer. S. Fischer, Frankfurt am Main 2002, S. 15.
  73. Anselm Kiefer: Die Kunst geht knapp nicht unter. Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz. Suhrkamp, Berlin 2010, S. 60.
  74. Peter Iden: Die sieben Türme von Bicocca. In: Frankfurter Rundschau vom 14. Oktober 2004. Abgerufen 25. Mai 2015.
  75. Sylvia Schiechtl: Anselm Kiefer. - I sette palazzi celesti, Mailand. In: Kultur-extra. Abgerufen 25. Mai 2015.
  76. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 143-152.
  77. Daniel Arasse: Anselm Kiefer. Schirmer/Mosel Verlag, München 2001, S. 150.
  78. Elisabeth Kley: Brobdingnagian Bijoux. In: artnet.
  79. Vgl. die zwei ausgewählten Kritiken repräsentativer Printmedien The New York Times und The Wall Street Journal
  80. Lena Bopp: Anselm Kiefer am Collège de France – Bin Ladin – eine Kunst-Performance? In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 3. Februar 2011. Abgerufen am 25. Mai 2015.
  81. Brigitte Schmiemann: Anselm-Kiefer-Museum wird nun doch gebaut. In: Welt online. 21. Oktober 2005. Abgerufen 25. Mai 2015.
  82. Bundeskunsthalle Bonn: Von Tiefpunkt zu Tiefpunkt. Auf: FAZ online. 24. Juni 2012.
  83. Handelsblatt vom 11. Juli 2014.Abgerufen am 25. Mai 2015.
  84. Christian Kämmerling, Peter Pursche: Nachts fahre ich mit dem Fahrrad von Bild zu Bild. Ein Werkstattgespräch mit Anselm Kiefer über seine Arbeit und seine Weltsicht. In: Süddeutsche Zeitung. Magazin Nr. 46 vom 16. November 1990.
  85. Sabine Schütz: Anselm Kiefer – Geschichte als Material. Arbeiten 1969–1983. DuMont, Köln 1999, S. 64 sowie Sabine Schütz: Der Lackmus-Test. Zur Kunstkritik am Beispiel Kiefer. Köln 1996 (Internationaler Kunstkritikerverband, Sektion Deutschland).
  86. Informationstext auf der Website von White Cube. Abgerufen am 25. Mai 2015.
  87. Informationstext auf der Website der Galerie Thaddaeus Ropac. Abgerufen am 25. Mai 2015.
  88. Informationstext auf der Website des Museums Essl. Abgerufen am 25. Mai 2015.
  89. Informationstext über die Ausstellung auf der Website der Royal Academy. Abgerufen am 30. September 2014.
  90. Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Anselm Kiefer 2008. PDF. Auf: friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de.
  91. Anselm Kiefer erhält Leo-Baeck-Medaille. In: Saarbrücker Zeitung. (Kultur) 12. Dezember 2011, S. B4.
  92. Bildarchiv Foto Marburg / Bildindex der Kunst und Architektur: Mohn und Gedächtnis.
  93. Bildarchiv Foto Marburg / Bildindex der Kunst und Architektur: Volkszählung.
  94. Collection Online (Memento vom 29. April 2011 im Internet Archive).
  95. Heilbrunn Timeline of Art History, The Metropolitan Museum of Art: Anselm Kiefer: Bohemia Lies by the Sea (1997.4ab).
  96. Over Your Cities Grass Will Grow.. Ein Film von Sophie Finnes über das Werk Anselm Kiefers, Mindjazz pictures Köln, 2012, EAN 4042564055498.
  97. Festival de Cannes: The Official Selection 2010: Over Your Cities Grass Will Grow. Abgerufen am 3. März 2012.
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