Gorillas im Nebel

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Filmdaten
Deutscher Titel Gorillas im Nebel
Originaltitel Gorillas in the Mist: The Story of Dian Fossey
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1988
Länge 129 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Michael Apted
Drehbuch Anna Hamilton Phelan
Produktion Arnold Glimcher,
Terence Clegg
Musik Maurice Jarre
Kamera John Seale
Schnitt Stuart Baird
Besetzung

Gorillas im Nebel (Originaltitel: Gorillas in the Mist) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1988, der auf der wahren Geschichte der Zoologin und Verhaltensforscherin Dian Fossey und ihren Studien zum Verhalten von Gorillas basiert.

Das Drehbuch von Anna Hamilton Phelan entstand aufgrund eines Artikels von Harold T. P. Hayes und Fosseys Autobiografie Gorillas im Nebel. Regie führte Michael Apted und die Hauptrolle spielte Sigourney Weaver, die für ihre Leistung den Golden Globe gewann und eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin erhielt.

Handlung[Bearbeiten]

Im Jahr 1967 kommt die US-amerikanische Wissenschaftlerin Dian Fossey nach Ostafrika ins Virunga-Massiv, um dort das Leben der vom Aussterben bedrohten Berggorillas zu studieren. Sie muss sich zunächst an das schwierige Leben im Dschungel anpassen, aber ihre Mühe zahlt sich aus, denn es gelingt ihr schließlich, das Vertrauen einer Gorillagruppe zu gewinnen. Fossey macht es sich zur Aufgabe, das Leben der bedrohten Art zu schützen. Ihre Methode, direkten Kontakt mit den Gorillas zu pflegen ist zuerst umstritten, zieht dann jedoch das Interesse des National Geographic auf sich, der den Fotografen Bob Campbell nach Afrika schickt, um Fosseys Arbeit zu dokumentieren. Schnell teilt auch er Fosseys Begeisterung für die Tiere und die beiden werden ein Paar. Die Beziehung zerbricht allerdings, als Bob aus beruflichen Gründen nach Borneo reisen muss, Dian aber bei den Gorillas bleiben möchte. Die Konflikte mit Wilderern und der Nationalparksleitung spitzen sich im Laufe der Jahre zu, da Fossey zu immer drastischeren Mitteln greift, um die Gorillas zu schützen. Daraufhin wird sie eines Nachts in ihrer Hütte von einer unbekannten Person ermordet.

Kritik[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films resümiert: Obwohl etwas zu einseitig der Faszination von Person und Aufgabe erliegend, entwirft der an Ort und Stelle gedrehte Film die eindrucksvolle Geschichte eines modernen wissenschaftlichen Abenteuers.[1]

Hellmuth Karasek schrieb im Spiegel, dass der Film, obwohl um Objektivität bemüht, „zum Appell für die Ideen und Taten einer Frau, die im weitesten Sinne ihr Leben für das ihrer tierischen Schützlinge opferte“ gerate. Gorillas im Nebel sei „mehr […] als eine verfilmte Biographie und weniger als ein ökologisches Pamphlet: Es ist ein Kinofilm und (damit) ein Märchen, in dem sich momentane kollektive Schuldgefühle, Sehnsüchte und Hoffnungen spiegeln.[2]

Andreas Kilb von der Zeit kritisierte, dass Apted die Geschichte von Dian Fossey mit „Sentimentalität, malerischem Pomp und weiblicher Schönheit“ ergänze. „Dadurch fehlt dem Film genau das, was vielleicht das Wichtigste ist: die Wahrheit.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Golden Globes für das Jahr 1988, Verleihung 1989[Bearbeiten]

  • Beste Hauptdarstellerin (Drama): Sigourney Weaver
  • Beste Filmmusik: Maurice Jarre
    • weitere Nominierung: Bester Film (Drama)

Oscars für das Jahr 1988, Verleihung 1989[Bearbeiten]

Nominierungen

  • Beste Hauptdarstellerin: Sigourney Weaver
  • Bester Filmschnitt
  • Beste Filmmusik
  • Bester Ton
  • Bestes adaptiertes Drehbuch

Literatur[Bearbeiten]

  • Dian Fossey: Gorillas im Nebel. Mein Leben mit den sanften Riesen. Droemer Knaur, 2002, ISBN 3-426-04808-6

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gorillas im Nebel. In: Lexikon des Internationalen Films
  2.  Hellmuth Karasek: Eine Affenliebe. In: Der Spiegel. Nr. 5, 1989, S. 142 (online).
  3. Andreas Kilb: Filme. In: Die Zeit, Nr. 7/1989, Kritik