Maurice Jarre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Maurice Jarre (* 13. September 1924 in Lyon; † 29. März 2009 in Los Angeles, Kalifornien) war ein französischer Komponist, der hauptsächlich für seine epischen Filmmusiken bekannt ist.

Für sein künstlerisches Werk wurde er neben einem Goldenen Ehrenbären der Berlinale mehrfach mit dem Academy Award-Oscar und Golden Globes ausgezeichnet.

Wirken[Bearbeiten]

Jarre schrieb für eine große Zahl von Filmen die Musik, darunter für Jesus von Nazareth, Rivalen unter roter Sonne, Shogun, Gorillas im Nebel und Club der toten Dichter. Seine Filmmusiken wurden mehrfach für einen Oscar nominiert, den er auch drei Mal gewann: Für Lawrence von Arabien (1963), Doktor Schiwago (1966), und Reise nach Indien (1984); bei allen drei Filmen führte David Lean Regie. 2009 erhielt er den Goldenen Ehrenbären bei den Berlinale Filmfestspielen in Berlin.

Privatleben[Bearbeiten]

Jarre war viermal verheiratet, dreimal geschieden. Seine Ehe mit Francette Pejot (in den 1940ern, nach dem Zweiten Weltkrieg), brachte seinen ersten Sohn hervor, Jean Michel Jarre, einen französischen Komponisten und Pionier der elektronischen Musik. Allerdings ließ er sich nur wenige Jahre nach der Geburt des Kindes von seiner Frau scheiden und hatte nur sehr wenig Kontakt zur Familie. Eine musikalische Zusammenarbeit mit seinem Sohn lehnte er bis zu seinem Tod ab. Mit der Benennung des Asteroiden (4422) Jarre wurden jedoch beide gemeinsam geehrt. 1965 heiratete Maurice Jarre die französische Schauspielerin Dany Saval. Mit ihr hatte er eine Tochter, Stephanie Jarre. Die Ehe wurde 1967 geschieden. Im gleichen Jahr heiratete er die US-amerikanische Schauspielerin Laura Devon. Er adoptierte ihren Sohn Kevin Jarre, einen Drehbuchautor, der später an Filmen wie Tombstone und Glory mitwirkte. Devon und Jarre wurden 1984 geschieden. Noch im gleichen Jahr ging Maurice Jarre seine vierte Ehe mit Fong F. Khong ein.

Maurice Jarre starb 2009 mit 84 Jahren in Los Angeles an Krebs.[1]

Filmografie[Bearbeiten]

1952

  • Der Invalidendom (Hôtel des Invalides)

1956

  • Alles Gedächtnis der Welt (Sur le pont d’Avignon)
  • La Théâtre National Populaire
  • Alles Gedächtnis der Welt (Toute la mémoire du monde)

1957

  • Le Feu aux poudres

1958

  • Ein Schrei gegen Mauern (La Tête contre les murs)

1959

1960

1961

  • Die drei Wahrheiten (Le Puits aux trois vérités)
  • Das große Wagnis (The Big Gamble)
  • Der Mitternachtsmörder (Pleins feux sur l’assassin)
  • Der Präsident (Le Président)

1962

1963

1964

1965

1966

1968

1969

1970

1971

1972

  • Die Wirkung von Gammastrahlen auf Ringelblumen (The Effect of Gamma Rays on Man-in-the-Moon Marigolds)
  • Das war Roy Bean (The Life and Times of Judge Roy Bean)
  • Papst Johanna

1973

1974

  • Mr. Sycamore

1975

1976

1977

1978

  • Der Prinz und der Bettler (Crossed Swords)

1979

1980

  • Nieten unter sich (The Black Marble)
  • Bruchlandung im Paradies (The Last Flight of Noah’s Ark)
  • Der starke Wille (Resurrection)

1981

1982

1983

  • Schrei nach Leben (Au Nom De Tous Les Miens)

1984

1985

1986

1987

1988

1989

1990

1991

1992

1993

1995

1996

1997

  • Le Jour et la Nuit

1999

2000

2001

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

Oscar (Academy Award)

Oscarnominierungen

Golden Globe

Golden Globe-Nominierungen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Oscar-winning movie legend Maurice Jarre dies
  2. European Film Academy: European Film Awards 2005 The Winners