HanseNet
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| HanseNet Telekommunikation GmbH | |
|---|---|
| Unternehmensform | GmbH |
| Gründung | 1995 |
| Unternehmenssitz | Hamburg |
| Unternehmensleitung |
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| Mitarbeiter | 2.300 (Anfang 2008) |
| Umsatz | 1,074 Mrd. Euro (Stand 2007)[1] |
| Branche | Telekommunikation Internetdienste |
| Produkte | |
| Website | www.hansenet.de |
Die HanseNet Telekommunikation GmbH – auch kurz HanseNet genannt – ist ein deutscher Telekommunikationsnetzbetreiber und Internetdienstanbieter mit Sitz in Hamburg. Neben dem Standort Hamburg betreibt HanseNet eigene Callcenter in Rostock, Duisburg und Saarbrücken.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschäft
HanseNet vermarktet seine Telekommunikationslösungen bundesweit. Das Kerngeschäft von HanseNet basiert auf der vollständig entbündelten Teilnehmeranschlussleitung und damit auf der Möglichkeit, mittels eigener Technik in den Vermittlungsstellen den Teilnehmer direkt mit dem eigenen Netz der HanseNet zu verbinden. Die letzte Meile wird dabei von der Deutschen Telekom gemietet. Seit Markteintritt sind sämtliche vermarkteten Tarife kurzfristig kündbar, während die meisten Wettbewerber mittlerweile die gesetzlich zulässige Vertragsbindung von zwei Jahren voll ausschöpfen.[2]
[Bearbeiten] Technik
HanseNet betreibt ein eigenes konventionelles POTS-/ISDN-/DSL-Konzentrationsnetz, welches sich über etwa 150 deutsche Städte erstreckt und auf dessen Basis das eigene IPTV-Angebot realisiert wird.[3]
Außerhalb der eigenen Kollokationsgebiete werden in weiteren Vermarktungsgebieten die Kundenanschlüsse ohne IPTV über die HanseNet-Partner Telefónica und QSC realisiert. Hier kommt eine VoIP-basierte NGN-Lösung mit einem Integrated Access Device der Firma Sphairon zum Einsatz, um ISDN- und analoge Sprachanschlüsse auf Endkundenseite auch außerhalb des eigenen Netzes anbieten zu können.
Der Betrieb spezifischer ISDN-Datendienste wie ISDN-Videotelefonie, Datex-P, G4-ISDN-Fax ist dabei nicht möglich und der Betrieb notspeisefähiger Endgeräte wie Hausnotrufe wird nicht sichergestellt, da es sich um keinen üblichen DSS1-ISDN-Basisanschluss handelt, was von HanseNet beim Produktvertrieb nicht deutlich kommuniziert wird. In Einzelfällen erweist sich die eingesetzte noch junge NGN-Technik als weniger zuverlässig als herkömmliche leitungsvermittelte PSTN-Technik.
Überall wo HanseNet keine eigene DSLAM-Infrastruktur betreibt und auch nicht auf die Partner Telefónica und QSC zurückgreifen kann, wird T-DSL-Resale der Deutschen Telekom vertrieben, solange noch kein Bitstromzugang des Ex-Monopolisten zur Verfügung steht. Auch hier wird die Telefonie über die VoIP-basierte NGN-Lösung mit einem Integrated Access Device der Firma Sphairon bereitgestellt. Im Unterschied zur NGN-Lösung in QSC- und Telefonica-Ausbaugebieten werden Notrufe und eingehende Telefonate auf die Telekom-Rufnummer weiter über das Festnetz der Telekom (PSTN) geroutet; auch für ausgehende Telefonate steht das Telekom-Festnetz als Backup-Lösung und für Call-by-Call-Nutzung zur Verfügung, wenn ein Endgerät an der TAE-Buchse des Splitters betrieben wird.
Im Rahmen eines Feldversuchs sollen 2008 in Hamburg 130.000 Haushalte mit einem FTTB-Glasfasernetz erschlossen werden.[4]
[Bearbeiten] Beteiligungen und Struktur
Vorsitzender des 2005 gegründeten Aufsichtsrats ist Harald Rösch (von 2003 bis 2008 Geschäftsführer). Amtierender Geschäftsführer ist Carlos Lambarri.[5]
Das Unternehmen wurde 1995 als Tochtergesellschaft des damals lokalen Stromversorgers HEW (heute: Vattenfall Europe AG) als Anbieter von Telefon-, Daten- und Multimediadienstleistungen gegründet.[6] Im Jahr 2000 wurden 80 Prozent des Unternehmens an die mailändische e.Biscom SpA verkauft und schließlich 2003 von Telecom Italia für einen Preis von 250 Millionen Euro komplett übernommen.
Anfang 2007 wurde AOL-Deutschland (d.h nur die Internet-Access Sparte) von der HanseNet-Konzernmutter Telecom Italia für ca. 675 Millionen Euro übernommen[7] und mit HanseNet am 1. März 2007 operativ verschmolzen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte Mitte 2007. HanseNet verdoppelte mit der Übernahme seine Belegschaft, die beiden Standorte Duisburg und Saarbrücken gehörten vorher zu AOL. Ebenso wurden in der Zentrale in Hamburg ca. 200 Mitarbeiter von AOL zu HanseNet umgesiedelt.
Anfang 2007 stieg HanseNet mit dem Partner O2 Germany in den Mobilfunkbereich ein.
HanseNet ist mit 25 Prozent an der WEMACOM Telekommunikation GmbH beteiligt und Mitglied bei den Verbänden Breko und VATM, welche die Interessen der alternativen Netzbetreiber in Deutschland vertreten.
[Bearbeiten] Marke Alice
Die Produkte für Privatanwender und kleinere Unternehmen werden von HanseNet seit der Übernahme durch Telecom Italia unter dem von Telecom Italia konzernweit für seine Festnetz- und Breitbandprodukte verwendeten Namen „Alice“ vermarktet. Bekannt wurde die Marke in Deutschland insbesondere durch eine großangelegte Werbekampagne mit dem italienischen Model Vanessa Hessler.
Hansenet zählte Ende vergangenen Jahres (2007) 2,349 Millionen Kunden gegenüber 929.000 Kunden zum 31. Dezember 2006.
[Bearbeiten] Kritik
Wie das Magazin Capital im April 2008 berichtet, kommt es bei der Marke Alice gegenwärtig (April 2008) wegen technischer Schwächen bei der Telefonie zu einer hohen Kündigungsquote von 25 %.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Daten und Fakten
- ↑ Telekom überholt DSL-Konkurrenz – Artikel von Financial Times Deutschland, vom 5. Oktober 2007
- ↑ IPTV: Hansenet baut massiv aus – Artikel von digitalfernsehen.de, vom 8. November 2007
- ↑ HanseNet baut schnelles Glasfasernetz – Artikel vom Hamburger Abendblatt, erschienen am 27. Oktober 2007
- ↑ Impressum – von Alice-DSL.de
- ↑ Daten und Fakten – Präsentationsseite von Alice-DSL.de
- ↑ Hansenet übernimmt Deutschlandgeschäft von AOL, 19.09.2006

