Heinrich Maria Janssen
Heinrich Maria Janssen (* 28. Dezember 1907 in Rindern bei Kleve; † 7. Oktober 1988 in Hildesheim) war vom 3. Februar 1957 bis 28. Dezember 1982 Bischof von Hildesheim. Er war ein volkstümlicher Oberhirte und machte sich besonders um die Integration der katholischen Heimatvertriebenen in der norddeutschen Diaspora verdient.
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Lebenslauf [Bearbeiten]
Nach dem Abitur am Collegium Augustinianum Gaesdonck, dem Studium in Münster/Westf. und Freiburg und der Priesterweihe am 29. Juli 1934 durch Bischof Clemens August Graf von Galen war Heinrich Maria Janssen bis zur Vertreibung 1945 als Vikar und Kuratus in der Freien Prälatur Schneidemühl tätig. Danach war er bis 1946 Kaplan in Bronnzell bei Fulda, anschließend bis 1949 Kaplan in Ochtrup. Am 29. April 1949 erfolgte seine Ernennung zum Pfarrer an St. Antonius in Kevelaer. Von 1955 bis 1957 war er Pfarrer von St. Marien in Kevelaer und zugleich Spiritual am Collegium Augustinianum Gaesdonck.
Am 3. Februar 1957 wurde Janssen von Papst Pius XII. zum Bischof von Hildesheim ernannt. Die Bischofsweihe erhielt er am 14. Mai 1957 durch den Paderborner Erzbischof Lorenz Jaeger in St. Godehard zu Hildesheim.
In die Amtszeit Janssens fallen die Weihe des wiederaufgebauten Mariendomes zu Hildesheim am 26. März 1960 und der Abschluss des Konkordates zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Niedersachsen am 26. Februar 1965. Heinrich Maria Janssen selbst weihte nach seiner Emeritierung (28. Dezember 1982) seinen Nachfolger Josef Homeyer am 13. November 1983 zum Bischof.
Die Grabstätte Janssens befand sich im Hildesheimer Dom in einer kleinen Kapelle am südlichen Querhauarm. Im Zuge der Umgestaltung des Doms wurden seine sterblichen Überreste am 14. November 2012 in die neu geschaffene Bischofsgruft umgebettet.[1]
Ehrungen [Bearbeiten]
- Janssen ist Ehrenbürger von Hildesheim, Kevelaer und der Gemeinde Rindern (heute Stadt Kleve)[2]
- 1966: Ehrendomherr der Kathedrale von Luxemburg
- 1983: Großes Verdienstkreuz mit Stern (1966) und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland
- 1971: Niedersächsische Landesmedaille
Literatur [Bearbeiten]
- Thomas Scharf-Wrede, Heinrich Maria Janssen: Bischof von Hildesheim 1957–1982, Regensburg 2008, ISBN 978-3-7954-2149-6
- Ekkart Sauser: Janssen, Heinrich Maria. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 20, Bautz, Nordhausen 2002, ISBN 3-88309-091-3, Sp. 816–817.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Heinrich Maria Janssen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eintrag zu Heinrich Maria Janssen auf catholic-hierarchy.org (englisch)
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Joseph Godehard Machens | Bischof von Hildesheim 1957–1982 |
Josef Homeyer |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Janssen, Heinrich Maria |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bischof von Hildesheim |
| GEBURTSDATUM | 28. Dezember 1907 |
| GEBURTSORT | Rindern bei Kleve |
| STERBEDATUM | 7. Oktober 1988 |
| STERBEORT | Hildesheim |
- Bischof von Hildesheim
- Römisch-katholischer Bischof (20. Jahrhundert)
- Person (Kleve)
- Person (Kevelaer)
- Geistlicher (Bistum Münster)
- Ehrenbürger von Hildesheim
- Ehrenbürger in Nordrhein-Westfalen
- Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband
- Träger der Niedersächsischen Landesmedaille
- Deutscher
- Geboren 1907
- Gestorben 1988
- Mann