Henry Maitland Wilson, 1. Baron Wilson

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Henry Maitland Wilson, 1. Baron Wilson

Henry Maitland Wilson, 1. Baron Wilson, GCB, GBE, DSO (* 5. September 1881 in London; † 31. Dezember 1964 in Chilton, England), der auch Jumbo Wilson genannt wurde, war ein britischer Feldmarschall im Zweiten Weltkrieg.

Leben[Bearbeiten]

Sir Henry Maitland Wilson (links) und Sir Oliver Leese

Wilson kam aus Suffolk und besuchte das Eton College. Nachdem er in die Armee eingetreten war, besuchte er die Royal Military Academy Sandhurst. Mit der Rifle Brigade dient er sodann im Burenkrieg in Südafrika.

Im Ersten Weltkrieg war Wilson als Stabsoffizier in Frankreich eingesetzt Er wurde dreimal in Kriegsberichten erwähnt und erhielt 1917 den Distinguished Service Order verliehen.

Zwischen den Weltkriegen war Wilson als Ausbilder eingesetzt, diente aber auch unter Chetwode, in Indien. Er beschäftigte sich auch mit dem damals neuen Konzept der mobilen Kriegsführung.

Wilson propagierte eine Konsolidierungspolitik des Empire. Großbritannien solle sich aus allen Besitzungen außerhalb Britisch-Indiens und Ägyptens mehr und mehr zurückziehen um militärische und finanzielle Ressourcen zu sparen.[1]

1939 wurde Wilson Befehlshaber der britischen Streitkräfte in Ägypten und leitete 1941 die vom Unglück verfolgte Commonwealth-Expedition nach Griechenland. Die von ihm befehligte Operation gegen die vichy-französischen Mandatsgebiete Syrien und Libanon im Juni/Juli 1941 war demgegenüber erfolgreich. Wilson wurde dann Oberkommandierender der dort stationierten britischen 9. Armee.

Als ein solider, seriöser und berühmter Veteran war Wilson von Winston Churchill ausersehen worden, um im Winter des Jahres 1942 General Claude Auchinleck als Befehlshaber der britischen 8. Armee abzulösen. Auf Drängen von Generalstabschef Alan Brooke wurde stattdessen Bernard Montgomery ernannt. Wilson wurde anstelle dessen Oberbefehlshaber der Truppen des Vereinigten Königreichs in Persien und im Irak.

1943, nach Montgomerys Erfolg bei der zweiten Schlacht von El Alamein und der Vertreibung der deutschen Streitkräfte aus Nordafrika, wurde Wilson zum Oberbefehlshaber der Truppen im Nahen Ostens ernannt. Er löste 1944 Dwight D. Eisenhower als Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte im Mittelmeerraum ab und blieb bis Dezember 1944 in dieser Stellung.

Nachdem Wilson am 29. Dezember 1944 zum Feldmarschall befördert worden war, diente er von 1945 bis 1947 als Leiter der British Joint Staff Mission in Washington, D.C.. Er folgt dort dem verstorbenen Sir John Dill nach.

1946 wurde er als Baron Wilson, of Libya and of Stowlangtoft in the County of Suffolk zum Peer erhoben. Wilson, der verheiratet war und zwei Kinder hatte, starb 1964.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tom Segev : Es war einmal ein Palästina - Juden und Araber vor der Staatsgründung Israels, 4. Auflage, München, 2007, S. 164
Vorgänger Amt Nachfolger
Titel neu geschaffen Baron Wilson
1946–1964
Patrick Maitland Wilson