Homosexualität in Saudi-Arabien

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Homosexualität ist in Saudi-Arabien gesellschaftlich tabuisiert und wird mit Gefängnis, Körperstrafen und bis hin zur Todesstrafe bestraft.

Illegalität[Bearbeiten]

In Saudi-Arabien sind homosexuelle Handlungen strafbar. Zwar erfolgen gegenwärtig keine Vollstreckungen von Todesstrafen, gleichwohl sind homosexuelle Handlungen in Saudi-Arabien im Höchstmaß mit der Todesstrafe bedroht. Die Gerichte verhängen auch Peitschenhiebe und Gefängnisstrafen von unterschiedlicher Dauer.[1] Ende 2007 wurden zwei Männer wegen homosexuellen Geschlechtsverkehrs zu jeweils 7.000 Peitschenhieben verurteilt.[2] Ein Diskriminierungsschutz der sexuellen Orientierung besteht aufgrund der Illegalität nicht.

Gesellschaftliche Situation[Bearbeiten]

Aufgrund der Illegalität bestehen keine LGBT-Communitys in Saudi-Arabien. Homosexuelle werden dadurch in den gesellschaftlichen Untergrund gedrängt. Generell ist das gesellschaftliche Leben aufgrund der strengen Religionsvorschriften stark eingeschränkt. Bars, Nachtclubs und Kinos sind illegal. Die Stellung der Frau ist stark reglementiert, was auch lesbische Frauen betrifft. Eine islamische Religionspolizei, das so genannte „Komitee für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern“, überwacht das gesellschaftliche Leben. Massive Zensur der Medien, insbesondere des Internet, erfolgt seitens der saudi-arabischen Regierung.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBrian Whitaker: Saudis' tough line on gays. The Guardian, 9. April 2005, abgerufen am 11. Juli 2009 (englisch).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format7.000 Peitschenhiebe für zwei Schwule. queer.de, 5. Oktober 2007, abgerufen am 11. Juli 2009.