Homosexualität in Israel

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Die Schwulenparade Tel Aviv, 2004
Hinweisschild/Widmung für die israelische LGBT Gemeinde im Ja'ar ha-Ga'ava ("Wald des Stolzes")

Homosexualität in Israel beschreibt die komplexe Situation von Lesben und Schwulen in dem jüdischen Staat und den besetzten Gebieten.

Dabei galten in der Anfangszeit Israels noch die Sodomiegesetze der Mandatszeit. Diese Strafgesetze wurden früh nicht mehr vollstreckt und in den 1980er Jahren abgeschafft. Nach 1993 haben die unter dem Stichwort LGBT (Lesbians, Gays, Bisexuals und Transgender) zusammengefassten Gruppen sowohl zur Regierungszeit des Likud-Blocks als auch unter der Labor-Partei weitreichende Verbesserungen in Politik, Recht und Gesellschaft erringen können. Seit 1993 unter Ministerpräsident Jitzchak Rabin die Vorschriften liberalisiert wurden[1], nimmt auch die israelische Armee Bewerber ohne Unterscheidung der sexuellen Orientierung an.[2]

Vorbehalte gibt es nach wie vor unter anderem in den stark religiösen und orthodox orientierten Gesellschaftsbereichen und den zugehörigen Siedlungen, es kam auch danach noch zu vereinzelten gewaltsamen Übergriffen und juristischen Auseinandersetzungen.

In Israel genießen LGBT die fortgeschrittensten Rechte und weitestgehende Emanzipation im Vergleich aller Länder des Mittleren Ostens. Israel war zudem das erste Land in Asien, das 2001 Homosexuelle durch ein Antidiskriminierungsgesetz schützte.[3] Gegen erhebliche Widerstände wurde ebenso die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare ermöglicht. Eine eingetragene Partnerschaft ist möglich, eine Ehe als solche nicht.

Speziell Tel Aviv gilt dem Magazin Out zufolge als „Schwulenhauptstadt des Mittleren Ostens“[4] und wurde 2011 als eine der schwulenfreundlichsten Städte weltweit bezeichnet.[5] Die Situation in den Palästinensischen Autonomiegebieten ist im Vergleich deutlich schlechter, wo Schwule unter Intoleranz und Verfolgung leiden.

Lebenspartnerschaften bzw. Ehen[Bearbeiten]

Ein ausländischer homosexueller Partner/in eines/r Israelis/n bekommt seit dem Jahr 2000 – auch ohne juristische Verpartnerung – zunächst ein zeitlich befristetes Wohnrecht in Israel, das nach Jahren in den unbefristeten Status und schließlich in die israelische Staatsbürgerschaft umgewandelt werden kann.[6] Seit 2002 kann man in Tel Aviv seine homosexuelle Partnerschaft eintragen lassen und bekommt zusätzliche kommunale Vergünstigungen.[7] Ein Gerichtsurteil des Obersten Gerichts vom 21. November 2006 legt fest, dass im Ausland geschlossene „Homo-Ehen“ Gültigkeit haben.[8] Homosexuelle Paare haben Steuerprivilegien wie heterosexuelle Paare sowie das Adoptionsrecht. Dabei muss in Israel die homosexuelle Partnerschaft nur glaubhaft gemacht werden, während eine offizielle juristische Verpartnerung nicht erforderlich ist und aufgrund des der Begrenzungen durch das Standes- und Zivilrecht in Israel selbst nicht möglich wäre. 2013 wird im Parlament ein Gesetzentwurf zum Ausbau der staatlichen Anerkennung homosexueller Partnerschaften zur Eingetragenen Partnerschaft beraten.[9]

Im November 2005 wurde einer lesbischen Ehefrau die Adoption des Kindes ihrer Partnerin erlaubt, welches durch einen anonymen Samenspender gezeugt wurde. Dieser Entscheid wurde von den jüdisch-orthodoxen Parteien stark kritisiert, welche jedoch im Parlament in der Minderheit sind.

Im Juni 2012 beschloss das Komitee der konservativen jüdischen Gemeinschaft einstimmig, gleichgeschlechtliche Verpartnerungen in einem Gottesdienst zuzulassen[10]. Während das liberale Judentum dies schon längere Zeit ermöglicht, wird es nur noch von den orthodoxen Gemeinschaften strikt abgelehnt.

Entwicklung der gesellschaftlichen Situation homosexueller Menschen[Bearbeiten]

Das hier bis 1918 regierende türkische Osmanische Reich entkriminalisierte Homosexualität schon 1852. Seit 1918 stellten die sogenannten Sodomie-Gesetze der britischen Mandatszeit, die offiziell bis 1988 Rechtskraft hatten, Homosexualität wieder unter Strafe. Allerdings gab es in den 1920er-Jahren parallel dazu eine starke sexualemanzipatorische Strömung[11]: Besonders ist hier der Tel Aviver Arzt Chaim Berlin zu nennen, der im Sinne des schwulen, jüdischen Sexualwissenschaftlers Magnus Hirschfeld für die gesellschaftliche Akzeptanz der Homosexualität warb.[12]. Nach einer Vortragsreise im Februar/März 1932 bestätigte Hirschfeld diese liberale Grundströmung in seinem Reisetagebuch.[13] Die israelische Gewerkschaftszeitung Dawar würdigte Hirschfeld in einem Nachruf 1935 dafür, dass er "den Menschen aus körperlichem und psychischem Leid und sozialen Qualen befreien" wollte, und reiht ihn unter die Menschen ein, die "viel für das Gut der Menschlichkeit arbeiten".[14] 1932 gründete Avraham Matmon, der im Rahmen seiner medizinischen Ausbildung an Hirschfelds Institut für Sexualwissenschaften tätig war, in Tel Aviv ein gleichnamiges Institut, das sich der Sexualberatung und -reform widmete.[15]

Die Strafgesetze wurde aufgrund des Drucks der starken religiösen Parteien lange nicht aufgehoben. 1953 und 1972 gab der israelische Generalstaatsanwalt jedoch Anweisung, diese Paragraphen bei Erwachsenen nicht anzuwenden.[16] Seit den 1990er Jahren hat sich die Situation und die gesellschaftliche Anerkennung von LGBT nochmal deutlich verbessert.[1]

David and Jonathan in
"La Somme le Roy", 1290

1975 gründet sich die SPPR (Society for the Protection of Personal Rights), um für die Rechte von Schwulen und Lesben zu kämpfen. Die immer noch aktive Gruppe wurde später in Agudah umbenannt.[17] (אגודה „Verband“)

Seit 1993 hatte die homosexuelle Gemeinschaft in Yael Dayan, Parlaments-Abgeordnete für die sozialdemokratische Awoda und Tochter des Generals Moshe Dayan, eine aktive Fürsprecherin. Sie traf icht nur als erste Knessetabgeordnete mit der PLO zusammen sondern lud zum ersten Mal Schwule und Lesben offiziell in das israelische Parlement ein. Dayans Begründung, die die Trauerrede des biblischen König David für seinen Freund Jonathan den religiösen Parteien als Mahnung zur Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben vorhielt, erzeugte einen handfesten Skandal und gilt als Wendepunkt im Umgang mit LGBT in der israelischen Öffentlichkeit.[18]

Internationale Aufmerksamkeit erhielt die israelische LGBT-Community 1998 durch den Sieg der transsexuellen Dana International beim Eurovision Song Contest im Jahr 1998. Ihrer Nominierung waren Auseinandersetzungen um die Entsendung einer Transsexuellen vorausgegangen, die vor allem von strenggläubigen Juden abgelehnt wurde.[19]

2002 wurde Professor Uzi Even für die sozialistische Partei Meretz als erster offen schwuler Abgeordneter in das Parlament Knesset gewählt. Dieser hatte sich als Major der Reserve bereits zuvor für die Gleichbehandlung in der israelischen Armee einsetzt.

Zum bisher schlimmsten Anschlag auf Homosexuelle in Israel kam es am 1. August 2009 in Tel Aviv: Eine bis heute nicht gefasste Person schoss mit einem Gewehr auf Besucherinnen und Besucher eines schwul-lesbischen Zentrums und tötete dabei zwei Menschen. Es kam zu Solidaritätskundgebungen innerhalb und außerhalb Israels. Die Tat erfuhr eine breite Ablehnung in weiten Teilen der israelischen Politik und Gesellschaft.[20][21]

Lee Walzer hält in seinen Buch Between Sodom and Eden fest, dass sowohl zur Regierungszeit des Likud Block, als auch unter der Labor Partei weitreichende Verbesserungen für die Lesben und Schwulen in Politik und Recht errungen wurden. “Israel's lesbian and gay community has achieved far-reaching political and legal victories under both Likud- and Labor-led governments.”[22]

Aktuelle gesellschaftliche und politische Situation[Bearbeiten]

Israel hat eine aktive Schwulen-Community, die seit 1998 jährlich einen Gay Pride in Tel Aviv und seit 2002 in Jerusalem organisiert.[23] Die Parade in Jerusalem zog im Jahr 2005 international Aufmerksamkeit auf sich, als ein jüdischer Extremist drei Teilnehmer der Parade mit einem Messer verletzte.[24] Er wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Der Versuch des Bürgermeisters von Jerusalem, die Parade zu verhindern, wurde im Juni 2005 gerichtlich angefochten. Der Bürgermeister verlor den Prozess und musste die Veranstaltung finanziell unterstützen. Gegen die ebenfalls 2005 geplante überregionale World Pride gab es Anschlagsdrohungen. Auch Vertreter der in Jerusalem vertretenen großen Religionsgemeinschaften Judentum, Christentum und Islam sowie Abgeordnete der Knesset stemmten sich gegen die Veranstaltung, die dann allerdings wegen des Rückzuges Israels aus dem Gazastreifen zunächst abgesagt wurde, um die Sicherheitskräfte nicht zu überfordern.[25] Trotz andauernder Widerstände wurde der World Pride schließlich 2006 in Jerusalem gefeiert.

Seit 2006 wird in Tel Aviv jährlich das queere Tel Aviv GLBT Film Festival[26] gefeiert.

Es existiert die Drag-Queen-Gruppe "Pe'ot Qedoshot" (Holy Wigs).[27] Jährlich findet das Drag-Festival „Wigstock“ statt.[28]

GLBT-Zentren für die queere Community sind in Tel Aviv – das vom Stadtrat finanzierte – GLBT Community Center[29] (auch "Bayit Lavan" (Weißes Haus) genannt) im Gan (Park) Me'ir und in Jerusalem das Jerusalem Open House (Bayit Patuach), das sich in der 1. Etage eines Hauses in der HaSoreq-Str. 2 befindet.

Laut Out ist Tel Aviv die Schwulenhauptstadt des Nahen Ostens.[4] In gleicher Weise 2010 ließ die israelische Botschaft in Berlin Broschüren verteilen, in denen sie damit wirbt, dass „Tel Aviv […] aufgrund seiner Offenheit auch gegenüber Homosexuellen als Schwulenhauptstadt des Nahen Ostens gilt“.[30]

Israel gehörte im November 2010 zu der Minderheit der Staaten, die in der UN-Vollversammlung für die Ächtung der Todesstrafe auch aus Gründen der sexuellen Orientierung stimmten.[31] Im März 2011 unterzeichnete Israel mit 85 anderen Staaten eine UN-Erklärung, die Gewalt gegen Menschen abweichender sexueller Orientierung ablehnt.[32] Neben Israel haben die Türkei, Jordanien und die Republik Zypern homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen im Privaten nicht unter Strafe oder Verfolgung gestellt.

Dennoch gibt es politische Kräfte in Israel, die vor allem offen sichtbare Homosexualität ablehnen. 1997 verglich Präsident Ezer Weizman Homosexualität mit Alkoholismus.[33] Dies führte zu Auseinandersetzungen, Demonstrationen und Rücktrittsforderungen gegenüber Weizmann, der sich schließlich für seine Äußerungen entschuldigte.[34]

Am 20. Februar 2008 machte der Knessetabgeordtene Schlomo Benizri, Angehöriger der mit Premierminister Ehud Olmert koalierenden ultraorthodoxen Schaspartei, Homosexuelle für das Auftreten von Erdbeben in der Region verantwortlich und forderte zur Prävention der Beben die Rücknahme liberaler Gesetze für homosexuelle Paare.[35]. Die Forderung blieb unerfüllt.

Jedoch haben sich in den letzten Jahren in Israel auch religiös-queere Gruppen gegründet: 2004 Bat-Kol[36] für Lesben, 2007 Havruta[37] für alle religiösen Queers. Hod[38], 2008 zur Unterstützung orthodoxer Queers gegründet, hat eine konservativere Ausrichtung.

Am 10.Dezember 2013 erhielt Tel Aviv als erste Stadt in Israel und im ganzen Nahen Osten beim "Weißen Haus" (siehe oben) ein - von Bürgermeister Ron Huldai eingeweihtes - Mahnmal für queere Holocaust-Opfer. Das Denkmal hat die Form eines Rosa Winkels[39] und soll an die Kennzeichnung homosexueller Häftlinge in Konzentrationslagern während der Zeit des Nationalsozialismus erinnern. Auf einer Seite des rosa Winkels steht in deutscher Sprache: "Den Opfern des Nationalsozialismus, die wegen ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität verfolgt wurden". Außerdem wird der verfolgten schwulen Juden Magnus Hirschfeld (siehe oben), Gad Beck und Walther Gutman gedacht.

Die Situation der arabischen Bevölkerung Israels und in den besetzten Gebieten[Bearbeiten]

Die Araber, die israelische Staatsbürger sind und mehr als 20 % der Bevölkerung ausmachen, erleben – vor allem im dörflichen Umfeld – eine starke Ablehnung. Von ihren gewählten arabischen Abgeordneten werden sie nicht offen unterstützt. So befürwortete Tawfiq Khatib ausdrücklich eine Ausgrenzung von Homosexuellen: „Ich bin froh, dass die [arabische] Gemeinschaft diese Abartigen ausstößt. Sie sollen sich wie Fremde bei uns fühlen.“[40]

In den Palästinensischen Autonomiegebieten, in denen für die inneren Angelegenheiten eigene arabische Beamte zuständig sind und Israel sich nur die militärische Kontrolle vorbehält, ist Homosexualität nach dem britisches Mandatsrecht strafbar.[41][42] Inwieweit dies in konkrete staatliche Verfolgung mündet, ist nicht bekannt; die Behörden und politischen Gruppierungen tendieren dazu, das Thema zu ignorieren. Allerdings wird von Übergriffen, Folter und Morden von Polizeistationen und Todesschwadronen berichtet.[43][44][45] Viele fliehen deshalb illegal nach Israel und enden oft obdachlos – Schätzungen zufolge sind es etwa 500 – auf den Straßen.[46]

1995 ließ Ministerpräsident Jitzchak Rabin einem Palästinenser aus dem Gazastreifen das dauerhafte Aufenthaltsrecht in Israel erteilen, damit dieser mit seinem israelischen Partner zusammenleben konnte.[47] Ganz ähnlich gewährte 2008 die israelische Militärverwaltung einem schwulen Palästinenser aus dem autonomen Jenin die Genehmigung, sich in Israel aufzuhalten und mit seinem israelisch-jüdischen Partner in Tel Aviv zu leben,[48] was die Behörde ausdrücklich als Ausnahme bezeichnete.

2001 gründete sich die palästinensische Homosexuellen-Gruppe Al-Qaws[49] (deutsche Übersetzung: „Der Regenbogen“), die unter den Arabern in Israel und in den Autonomiegebieten agiert. Sie hat ihr Büro[50] im Jerusalem Open House.

Zeitschriften[Bearbeiten]

Seit Oktober 2010 existiert keine israelweite queere Zeitschrift.

„HaSeman HaVarod“ (הזמן הוורוד, „Die rosa Zeit“)[51], Monatszeitschrift aus Tel Aviv, 1996 bis Februar 2008;
danach neu gestaltet und zu „HaIr beVarod“ (העיר בורוד – „Die Stadt in Rosa“) umbenannt unter dem Dach Verlagsgruppe der Zeitschrift Haaretz, im Oktober 2010 eingestellt.[52]

Literatur[Bearbeiten]

  • Danny Kaplan: Brothers and Others in Arms. The Making of Love and War in Israeli Combat Units, New York/London/Oxford 2003, ISBN 1-56023-365-6
  • Lee Walzer: Between Sodom and Eden. A gay journey through today's changing Israel, New York 2000, ISBN 0-231-11395-1 Entwicklung der gesellschaftlichen Wahrnehmung der Homosexualität in Israel bis 1999

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Homosexualität in Israel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Berichte[Bearbeiten]

  • Yossi Klein Halevi, übersetzt von Leo Bauer: Flüchtlingsstatus – Bericht über schwules Leben in Palästina, im Original erschienen am 19. August 2002 in The New Republic und am 19. September 2002 in East Bay Voice (deutsch)
  • Chas Newkey Burden: Tel Aviv, the final gay frontier – Kurzbericht über das schwule Leben in Israel, 8. Januar 2007 (englisch)

Informationsseiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Lee Walzer: Between Sodom and Eden. A gay journey through today's changing Israel, New York 2000, S.118
  2. Im August 2013 wurde die erste Transfrau zum israelischen Militär eingezogen: Israel drafts first transgender female soldier.
  3. The Case for Israel, Standford Israel Alliance
  4. a b [1] Was Arafat Gay? James Kirchick: Was Arafat Gay?, Out. , in: Out.com, abgerufen am 27. Mai 2012
  5. The world's most gay-friendly places. In: Calgary Herald, 29. Juni 2011. 
  6. Gaylawnet, Kapitel "Asylum, Immigration, Refugees"
  7. Yam,Yehoshua: Tel Aviv grants gay couples eligibility for benefits Artikel vom 3. Oktober 2002 in: HaAretz
  8. Queer.de: Israel: Schwule als Ehe-Partner anerkannt, 31. Januar 2007
  9. New York Times:Centrist Party in Israel Introduces Civil Union Measure
  10. Conservative Movement sanctions same-sex marriage Artikel vom 2.Juni 2012 in: HaAretz
  11. Mehrere Beispiele hierfür finden sich bei: Kozma, Liat: Sexology in the Yishuv: The Rise and Decline of Sexual Consultation in Tel Aviv, 1930-39, in: International Journal of Middle East Studies 42 (2/2010), 231-249 (=Kozma), besonders Seite 231 und 236
  12. Hirschfeld schrieb über ihn, "daß in Tel Aviv Dr.Chaim Berlin, einer der treuesten Schüler unseres Instituts für Sexualwissenschaft, praktizierte". (Hirschfeld,Magnus: Die Weltreise eines Sexualforschers, Brugg/Schweiz 1933, S.356)
  13. Ein Kibbuzbewohner aus dem Jisre'el-Tal im Norden nennt ihn "Vorkämpfer für Befreiung und Erneuerung der Menschheit auf dem Gebiet sexueller Probleme" (Hirschfeld, Weltreise, S.375),
    und Meir Dizengoff, Bürgermeister von Tel Aviv, schrieb in Hirschfelds Album: "Dr.Hirschfeld, der sein Leben der Erneuerung des menschlichen Geschlechts gewidmet hat". (a.a.O., S.363)
  14. Der längere, von Dr.Chaim Berlin verfasste Artikel auf Seite 3 (unter dem Datum 21. Mai 1935 zu finden in: Dawar online) erwähnt die Vortragsorte in Israel (5.Absatz), ordnet ihn den Menschen zu, die "viel für das Gut der Menschlichkeit arbeiten" (7. (letzter) Absatz), weil er "den Menschen aus körperlichem und psychischem Leid und sozialen Qualen befreien" (6.Absatz) wollte, würdigt seine "Erforschung der unterschiedlichen Arten des menschlichen Sexuallebens und der Liebe" und dabei speziell die "männliche und weibliche Homosexualität" und "Übergänge zwischen Gendern", beispielsweise "Transvestiten" (alles 2.Absatz).
  15. Kozma, Seite 237f
  16. Gay Rights in Israel 05/01/2010 Artikel auf der Webseite der Interessenvereinigung Aguda
  17. Agudah
  18. Gay King David theory starts Goliath of a row ROBERT BLOCK, The Independent, 11. Februar 1993
  19. Nur als Frau, in: Kulturspiegel 5/1998 online, abgerufen am 11. Dezember 2011
  20. Polizei jagt den Schwulen-Mörder in: Spiegel Online vom 2. August 2009, abgerufen am 11. Dezember 2011
  21. Anschlag in Tel Aviv: Demos in Köln und Berlin, in: queer.de am 3. August 2009, abgerufen am 11. Dezember 2011
  22. Lee Walzer: Between Sodom and Eden. A gay journey through today's changing Israel, New York 2000, S.16
  23. BBC News: Israel's first gay MP enters parliament, 4. November 2002
  24. NZZ: Umstrittene Gay Pride Parade in Jerusalem, 8. November 2006
  25. Gay leader not daunted by Muslim threat - Israel News, Ynetnews, online, abgerufen am 22. Juni 2011
  26. http://www.tlvfest.com/en/
  27. Holy Wigs auf Facebook, siehe auch: Orthodoxer Jude als Drag Queen
  28. Wigstock auf Facebook, Wigstock 2011
  29. Municipal G.L.B.T. Community Center (Version vom 20. Februar 2010 im Internet Archive)
  30. Rechte von Homosexuellen in Israel (hrsg.v. Botschaft des Staates Israel, Berlin), S.3
  31. Queer.de: UNO verurteilt Todesstrafe für Schwule nicht mehr
  32. Queer.de: Vatikan fürchtet homofreundliche UNO zur UN-Erklärung: Joint statement on ending acts of violence and related human rights violations based on sexual orientation and gender identity
  33. Silver, Ian: Homosexuality And Judaism (Version vom 21. April 2009 im Internet Archive)
  34. Israeli president apologizes for his anti-gay statements, in: Jewishsf.com, abgerufen am 4. Juni 2011
  35. Shas MK blames gays for recent earthquakes in the region (Version vom 27. Juni 2008 im Internet Archive), in: Zeitung Ha-Aretz, abgerufen am 5. Januar 2014
  36. Bat Kols eigene Website und im englischen wikipedia
  37. Havrutas eigene Website und im englischen wikipedia
  38. Hods eigene Website und im englischen wikipedia
  39. Queer.de: Israel weiht Homo-Mahnmal ein, WAZ: Israel weiht erstes Denkmal für homosexuelle Nazi-Opfer ein und Ha'Aretz: Memorial to gay Holocaust victims inaugurated in Tel Aviv park
  40. Lee Walzer: Between Sodom and Eden. A gay journey through today's changing Israel, New York 2000, S.224
  41. Weltweite Gesetze zur Homosexualität
  42. globalgayz.com: Palestine – Gay Travel and Culture
  43. agudah.israel-live.de: Flüchtlingsstatus. Schwul in Palästina
  44. "Wer Palästinenser ist und schwul, gerät schnell in den Verdacht, auf den Strich zu gehen und für Israel zu spitzeln: 'Manchmal werfen sie Steine nach mir'", Berliner Zeitung vom 8. Oktober 2010
  45. haaretz.com: Israelisches Gericht entscheidet: Wegen der Verfolgung in seiner Heimat darf ein Palästinenser in Israel bleiben
  46. Thorsten Schmitz, Allahs verlorene Söhne, Süddeutsche Zeitung vom 22. November 2006, S.11
  47. "to approve permanent resident status in Israel for the Gazan … so that he could continue to live with his Jewish Israeli partner" (Lee Walzer: Between Sodom and Eden. A gay journey through today's changing Israel, New York 2000, S.237)
  48. Phu, Susan: Israel grants visa to gay Palestinian, Artikel vom 26. März 2008 in: Pinknews
  49. http://www.alqaws.org/q/
  50. http://www.alqaws.org/q/contact_us
  51. Genauere Informationen zu „HaSeman HaVarod“ auf Hebräisch
  52. Genauere Informationen zu „HaIr beVarod“ auf Hebräisch