Honda CB 500 Four

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Honda (Motorrad)
HONDA CB500 02 b1.jpg
CB 500 Four K1 1975
CB 500 Four
Hersteller: Honda Motor Co., Ltd.
Verkaufsbezeichnung CB 500 Four
Produktionszeitraum 1971 bis 1978
Klasse Motorrad
Bauart Tourer
Motordaten
Viertaktmotor, 4-Zylinder OHC, luftgekühlt
Hubraum (cm³) 498
Leistung (kW/PS) 35,3 / 48 bei 9.000 min-1
Drehmoment (N m) 40,2 bei 7.500 min-1
Höchstgeschwin-
digkeit
 (km/h)
180
Getriebe 5-Gang
Antrieb Kette
Bremsen vorn Scheibenbremse-Einkolbenschwenksattel Ø 277 mm,
hinten Trommelbremse

Ø 180 mm

Radstand (mm) 1.440
Maße (L × B × H, mm): 2.145 × 730 × 1080
Sitzhöhe (cm) ca. 80
Leergewicht (kg) 202
Nachfolgemodell CB 550 Four (K)

Die Honda CB 500 Four war ein sportliches Vierzylinder-Motorradmodell des japanischen Motorradherstellers Honda und kam 1971 weltweit auf den Markt.

Nachdem Ende 1968 mit der CB 750 Four erstmals ein Großserien-Motorrad mit Vierzylindermotor auf dem Markt erschienen war, wollte Honda diesen Erfolg zwei Jahre später auch in der Mittelklasse fortsetzen. So entstanden in der Folge etwas kleinere und leichtere Modelle, wie 1972 die CB 350 F und 1975 als deren Nachfolger die CB 400 F.

Wartungshinweis[Bearbeiten]

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Kraftstoff: Normal 91 ROZ Verbrauch: ca. 5,5 l/100 km Tankvolumen: 14 incl. 4 Reserve
Bohrung: 56 mm Hub: 50,6 mm Verdichtung: 9:1
Bereifung vorne: 3.25-19 Bereifung hinten: 3.50-18 Zuladung: ca.140 kg
Fahrwerk: Stahlrohr-Doppelschleifenrahmen,
vorn Teleskopgabel, hinten Schwinge mit Federbeinen
Ähnliche Modelle: CB 650 Gewicht (fahrbereit): 205 kg

Technik[Bearbeiten]

Die wesentlichen technischen Merkmale der CB 500 Four (product code 323) und CB350 Four entsprachen der CB750:

CB-500-Four-Motor mit gerippten Ventil- und Generator-Deckeln des Tuners Scheibel

Im Unterschied zu anderen Honda-Motoren wurde für den Primärtrieb zwischen Motor und Getriebe eine Zahnkette eingesetzt.

Der CB 500-Motor holte aus 498 cm³ bei 9.000 min-1 eine Leistung von 48 PS (35,3 kW), was bei einem Leergewicht von 202 kg Fahrleistungen unterhalb der CB 750 Four ermöglichte: Höchstgeschwindigkeit 172 km/h, Beschleunigung 0–100 km/h in 5,5 s. Der flachere Motor und damit tiefere Schwerpunkt, das um 35 kg niedrigere Gewicht und einige konstruktive Verbesserungen ermöglichten dem kleineren Modell aber, dem Urteil der damaligen Testberichte nach, ein gutes Fahrverhalten.

Beim Einstieg 1971 kostete die CB 500 in den USA 1.400 $ und in Deutschland 5.998 DM inklusive 11 % Mehrwertsteuer. Im Frühjahr 1973 wurde die Maschine in Deutschland für 5.595 DM angeboten, was heute ca. 8.400 Euro entspricht.[1]

Entwicklung[Bearbeiten]

Einige CB 500 erschienen bei der Isle of Man TT Anfang der 1970er Jahre; Bill Smith gewann 1973 das Production-500-Rennen der TT über vier Runden, während eine Suzuki-T500-Zweitakter den zweiten Platz erreichte.

Auch kommerziell erwies sich die CB 500 Four als Erfolg. Die Kombination aus Leistung, Alltagstauglichkeit und Langlebigkeit erbrachte gute Absätze in Europa und den USA, prägte aber auch langfristig das Image des Unternehmens.

Die CB 500 Four wurde bis 1978 gebaut, dann erschien die CB 550 Four-in-one, die sich durch einen anderen Tank und etwas modernere Linien sowie eine 4-in-1 Auspuffanlage unterschied. Da die Nachfrage nach der klassischen CB 500 Four noch immer groß war, entschloss man sich, die K-Serie mit der CB 550 K ab 1977 wieder anzubieten. Diese beiden Modelle - 550 Four-in-one und K – hatten einen durch größere Bohrung um 10 % erhöhten Hubraum, der sich in besserem Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich bemerkbar machte, aber nur 2 PS mehr Spitzenleistung brachte. Weiterhin wurde die Kupplung neu konstruiert, Details am Getriebe verbesserten die Schaltbarkeit und eine anders aufgebaute Teleskopgabel den Fahrkomfort. Ausstattung und Erscheinungsbild blieben dagegen im Wesentlichen unverändert, die modifizierte 4-in-4-Auspuffanlage ähnelte der CB 750 K7.

Außerhalb Deutschlands gab es auch Modelle, die optisch weitgehend der CB 500 F entsprachen, aber mit dem 550er Motor ausgestattet waren.

Auch die CB 500 mit dem alten Hubraum wurde später in Form der K3, von 1977 bis 1978, wieder angeboten, jedoch nur in geringen Stückzahlen vertrieben.

Letzte Versionen auf Basis des aufgebohrten Triebwerks der CB500 Four waren die CB650 mit 627 cm³ (RC03, product code 426) von 1978 bis 1979, mit 63 oder 50 PS und die CB650 SC (RC05, product code 460) von 1981 bis 1982 mit 63 PS.

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Kuch: Honda - Motorräder seit 1970 (Typenkompass). 1. Auflage. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-613-02989-7.
  • Das Motorrad: Komfort Erster Klasse, Test Honda CB 500, Heft 8/74 vom 20. April 1974, Motor-Presse-Verlag Stuttgart
  • Das Motorrad: Ansichtssache, Doppeltest Honda CB 500/750 (CB 500 K4/CB 750 K6), Heft 13/76 vom 13. Juni 1976, Motor-Presse-Verlag Stuttgart

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Diese Zahl wurde mit der Vorlage:Inflation ermittelt, auf 100 EUR gerundet und gilt für den zurückliegenden Januar