Cruiser (Motorrad)

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Cruiser ist seit den 1990er Jahren die Bezeichnung für eine Kategorie Motorräder, deren Designmerkmale auf US-amerikanische Serienmaschinen (Harley-Davidson, Indian, Henderson) zurückzuführen sind, wie sie etwa ab den 1930er Jahren gebaut wurden. Stilbildende Merkmale sind langer Radstand, breite Bereifung, großvolumiger Motor, große Kotflügel, breiter Lenker sowie relativ weit vorn angebrachte Trittbretter und daraus resultierende aufrechte Sitzposition, (ab 1949 auch) Telegabelverkleidungen sowie typisches Touren-Zubehör wie Windschutzscheibe, Packtaschen, Zusatzscheinwerfer und Sturzbügel. Durch Umbau solcher Serienmaschinen entstanden ab etwa 1948 die ersten sogenannten Chopper.[1][2][3][4]

Motorisiert sind Cruiser typischerweise mit einem großvolumigen, langhubigen V2-Motor, der sich durch ein hohes Drehmoment bereits im niedrigen Drehzahlbereich auszeichnet. Durch diese Motorcharakteristik eignen sich Cruiser gut zum ruhigen und dennoch kraftvollen Dahingleiten.

Motorische Ausnahmen der V2-Regel sind z. B.:

Im Cruiserstil werden sowohl Leichtkrafträder mit 125 cm³ (z.B. Honda VT125 Shadow) als auch hubraumstarke Maschinen bis 2.300 cm³ (Triumph Rocket III) angeboten.

Eine Auswahl an Cruisermodellen verschiedener Hersteller:

Bildergalerie[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Oluf F. Zierl, Dieter Rebmann: Harley-Davidson Geschichte und Mythos, Könemann Verlagsgesellschaft mbH, Köln, 2000
  2. Darwin Holmstrom: Das Harley-Davidson-Jahrhundert, Mobi Dick Verlag, Kiel, 2003
  3. D. Rebmann, H. Rösler, F. Sander: Harley-Davidson Legenden, Heel Verlag GmbH, Königswinter, 2008
  4. Albert Saladini, Pascal Szymezak: Harley Davidson, Karl Müller Verlag, Köln, 2008