Howard W. Koch

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Dieser Artikel behandelt den US-amerikanischen Filmproduzenten Howard W. Koch. Für seinen ebenfalls als Filmproduzent arbeitenden Sohn Howard W. Koch Jr. siehe Hawk Koch, für den gleichnamigen Drehbuchautor, siehe: Howard Koch

Howard Winchel Koch (* 11. April 1916 in New York City, New York; † 16. Februar 2001 in Beverly Hills, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Filmproduzent und Filmregisseur.

Leben[Bearbeiten]

Über Herkunft und Werdegang von Howard W. Koch ist nichts bekannt. Gesichert gilt, dass er seine Arbeit in Hollywood im Jahr 1947 als Regieassistent begann, und bis 1953 21 Filme in dieser Funktion betreute. Da er stets Freier Mitarbeiter war, arbeitete er unter anderem für Studios wie 20th Century Fox und Metro Goldwyn Mayer. Der bekannteste Film in jener frühen Phase war das von Regisseur Joseph L. Mankiewicz im Jahr 1953 produzierte Filmdrama Julius Caesar.

Um 1954 setzte Koch seine Karriere in leitender Position als Produzent und Regisseur fort. Sein Regiedebüt markiert der Kriminalfilm Freibrief für Mord (Shield for Murder) aus dem Jahr 1954, den Koch zusammen mit Edmond O’Brien als Regiekollegen inszenierte. Kochs Arbeit als Regisseur war überwiegend auf kaum bekannte Filmdramen oder um 1960 auch auf Fernsehserien beschränkt. Zu den filmhistorisch relevanteren zählt der Horrorfilm Frankenstein - 1970 von 1958 mit Boris Karloff in der Haupt- und Titelrolle. Anfang der 1960er Jahre stand er auch für die Fernsehserien Johnny Ringo und The Untouchables als Regisseur hinter der Kamera. 1973 nahm er mit der Produktion Badge 373 Abschied als Regisseur.

Im Gegensatz zu seiner Arbeit als Regisseur war der Produzent Howard W. Koch erfolgreicher. 1962 produzierte er den Kriminalfilm Botschafter der Angst, der 2004 unter dem Titel Der Manchurian Kandidat mit Denzel Washington und Meryl Streep neu verfilmt wurde. Für das Original konnte Koch Stars wie Frank Sinatra und Janet Leigh gewinnen. Ein weiterer bekannter Film, den Koch produzierte, war die 1968 produzierte Filmkomödie Ein seltsames Paar mit Jack Lemmon und Walter Matthau in den Hauptrollen. Einem jüngeren Publikum jedoch dürfte sein letzter Film, Ghost – Nachricht von Sam, 1990 produziert, am bekanntesten sein.

Neben seiner Arbeit bei Film und Fernsehen produzierte er auch von 1972 bis 1983 acht der zwölf in diesem Zeitraum stattfindenden Oscarverleihungen. 1977 wurde er zum Präsidenten der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, kurz AMPAS genannt, gewählt, und bekleidete dieses Amt bis 1979. Obwohl Koch nie für einen regulären Oscar nominiert wurde, wurde er 1990 mit dem Jean Hersholt Humanitarian Award, einem Ehren-Academy, ausgezeichnet. Zudem erhielt er ein Jahr später, 1991, von der Directors Guild of America (DGA) einen Frank Capra Achievement Award.

Howard W. Koch war von 1937 bis zu seinem Tod mit Ruth Koch verheiratet; die beiden hatten zwei gemeinsame Kinder; Tochter Melinda Frances (* 1939) und Sohn Howard W. Jr. (* 1945). Der Sohn trat als Filmproduzent in die Fußstapfen des Vaters und wurde 2004 zum Präsidenten der Academy of Motion Picture Arts and Sciences gewählt.

Zuletzt litt Koch an der Alzheimer-Krankheit, an der er 2001, im Alter von 84 Jahren, starb.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]