Isabella Colbran

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Isabella Colbran, Gemälde von Johann Baptist Reiter, um 1835

Isabella Colbran (Geburtsname Isabel Colbrandt) (* 2. Februar 1785 in Madrid; † 7. Oktober 1845 in Bologna) war eine Mezzosopranistin und Komponistin. Sie gehörte zu den berühmtesten Sängerinnen ihrer Zeit.

Leben[Bearbeiten]

Sie begann ihre Karriere am Teatro San Carlo in Neapel, wo sie nicht nur vom Publikum, sondern auch vom König von Neapel bewundert wurde. Mit dem Impresario des Theaters, Domenico Barbaja, hatte Isabella Colbran eine Affäre. Barbaja engagierte Gioachino Rossini, der für Isabella Colbran einige Paraderollen schrieb (unter anderem Elisabetta in Elisabetta, regina d'Inghilterra, Desdemona in Otello und Armida in Armida). 1822 heirateten Rossini und Colbran. 1837 trennten sie sich wieder, Rossini hielt sie jedoch immer für eine der besten Interpretinnen seiner Werke.

Isabella Colbran schrieb vier Liedersammlungen, die sie der russischen Zarin, ihrem Lehrer Crescenti, der spanischen Königin sowie der Prinzessin Eugénie de Beauharnais widmete.

Literatur[Bearbeiten]

  • John Warrack und Ewan West: The Oxford Dictionary of Opera, 1992, ISBN 0-19-869164-5
  • Carol Kimball (Hg.): Women Composers: A Heritage of Song, S. 50, Hal Leonard 2004.