Jan Jagla

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Basketballspieler
Jan Jagla
FC Bayern München (Basketball)0180.jpg
Spielerinformationen
Voller Name Jan-Hendrik Jagla
Geburtstag 25. Juni 1981
Geburtsort Berlin, Deutschland
Größe 213 cm
Position Power Forward
College Pennsylvania State
NBA Draft ungedraftet (2005)
Vereinsinformationen
Verein FC Bayern München
Liga Basketball-Bundesliga
Trikotnummer 45
Vereine als Aktiver
1999–2001 DeutschlandDeutschland TuS Lichterfelde Berlin
2001–2004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Penn State Nittany Lions
000002004 GriechenlandGriechenland Panellinios Athen
2004–2005 DeutschlandDeutschland Artland Dragons
2005–2006 SpanienSpanien Drac Inca Mallorca
2006–2007 TurkeiTürkei Türk Telekom Ankara
2007–2009 SpanienSpanien Joventut de Badalona
2009–2010 PolenPolen Asseco Prokom Gdynia
2010–2011 TurkeiTürkei Türk Telekom Ankara
2011–2013 DeutschlandDeutschland FC Bayern München
2013–2014 DeutschlandDeutschland Alba Berlin
Seit 0 2014 DeutschlandDeutschland FC Bayern München
Nationalmannschaft1
2003–2012 Deutschland 141 Spiele[1]
1Stand: 11. September 2012

Jan-Hendrik Jagla (* 25. Juni 1981 in Berlin) ist ein deutscher Basketball-Nationalspieler der momentan beim FC Bayern München unter Vertrag steht.

Jagla, der mit 2,13 m genauso groß ist wie sein berühmter Landsmann Dirk Nowitzki, ist beweglich und verfügt über eine gute Technik. Seine große Stärke sind Mitteldistanz-Würfe. Er spielt auf der Small Forward/Power Forward-, manchmal auch auf der Center-Position.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Vereinskarriere[Bearbeiten]

Jagla begann beim TuS Neukölln 1865 wo er von seinem siebten Lebensjahr an spielte, nach seinem 18. Geburtstag wechselte er zu TuS Lichterfelde.

Jagla begann seine Profi-Basketballkarriere beim Bundesliga-Zweitligisten TuS Lichterfelde Berlin. Dort spielte er von 1999 bis 2001 und machte zuletzt 15,7 Punkte pro Spiel. Zur gleichen Zeit durfte er auch mit Alba Berlin erste Erfahrungen in der 1. Bundesliga sammeln. Ab 2001 besuchte er die Pennsylvania State University und spielte für das College-Team, die Penn State Nittany Lions, in der NCAA. Im Verlauf seines vierjährigen Studiums verbesserte er sich stetig. In seiner letzten Saison 2003/2004 brachte er es auf 13,4 Punkte und 7,9 Rebounds pro Spiel.

Im Sommer 2004 zog es ihn zurück nach Europa zum griechischen Erstliga-Aufsteiger Panellionis Athen. Doch dort wollte es ihm nicht recht gefallen und er wechselte noch 2004 zum Bundesligisten Artland Dragons aus Quakenbrück. Im Sommer 2005 wurde Jagla ins Trainingscamp der Los Angeles Clippers eingeladen, jedoch wieder aus dem endgültigen Kader gestrichen. Die Spielzeit 2005/2006 verbrachte er beim spanischen Zweitligisten Drac Inca Mallorca. Ab der Saison 2006/2007 spielte er für Türk Telekom Ankara. Im Frühjahr wurde er in das All Star Team der besten zwölf Ausländer gewählt, die die türkische Auswahlmannschaft in Istanbul am 25. März 2007 besiegen konnte.

Am 10. Juli 2007 wechselte der Spieler in die spanische ACB-Liga zu DKV Joventut Badalona und blieb dort bis 2009. Er gewann dort im ersten Jahr den nationalen Pokalwettbewerb und den internationalen ULEB Cup. 2010 erreichte Jagla mit Asseco Prokom Gdynia das Viertelfinale in der Euroleague, und wurde mit diesem Verein polnischer Meister.[2]

Nach einem Jahr bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Türk Telekom Ankara kehrte Jagla zur Saison 2011/12 nach Deutschland zurück, wo er sich dem BBL-Aufsteiger FC Bayern München anschloss.

In München spielte Jagla bis Sommer 2013. Zur Saison 2013/2014 erhielt er keinen neuen Vertrag und wechselte daraufhin innerhalb der Liga zu Alba Berlin. Dort unterzeichnete er einen Vertrag über ein Jahr. Zur Saison 2014/2015 konnte sich Jagla mit den Verantwortlichen von Alba Berlin nicht auf einen neuen Vertrag verständigen und verließ den Club nach einem Jahr wieder. Jagla konnte sich auf einen neuen Vertrag beim FC Bayern München einigen und schloss sich so seinem alten Verein wieder an.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Sein Nationalmannschaftsdebüt gab Jagla mit einer überzeugenden Leistung Mitte 2003. Die Qualifikation für die Europameisterschaft 2005 spielte er auch, in den endgültigen Kader zum eigentlichen Turnier in Serbien und Montenegro kam er aber nicht.

Zur Basketball-Weltmeisterschaft 2006 in Japan schaffte er es dann schließlich in die Turnier-Mannschaft. Er durfte allerdings in 9 Spielen der Nationalmannschaft nur 36 Minuten in das Spielgeschehen eingreifen, in denen ihm 13 Punkte gelangen. Bei der WM bestritt er sein 40. Spiel für die deutsche Nationalmannschaft.

Bei der Europameisterschaft 2007 in Spanien gehörte Jagla wieder zum Kader. Im Turnierverlauf erzielte er 6,2 Punkte und 4,9 Rebounds pro Spiel bei einer Einsatzzeit von durchschnittlich 14,2 Minuten.

Im August 2008 nahm er mit der deutschen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking teil, für die sich Deutschland mit dem dritten Platz beim Qualifikationsturnier mit einem 96:82-Sieg im Spiel um Platz 3 über Puerto Rico in Athen qualifizierte. Im Turnier spielte er im Schnitt 12,8 Minuten pro Spiel und erzielte dabei durchschnittlich 5,8 Punkte und 4,6 Rebounds.

Ein Highlight in seiner Nationalmannschaftskarriere war das letzte Vorrunden-Spiel gegen Lettland bei der Europameisterschaft 2009 in Polen. Deutschland durfte dieses Spiel höchstens mit 8 Punkten Rückstand verlieren, lag aber kurz vor Schluss mit 11 Punkten zurück. Jagla traf zunächst einen 3-Punkte-Wurf und verwandelte im Anschluss nach einem Foul noch 2 Freiwürfe, so dass Deutschland lediglich mit 6 Punkten verlor und damit die Zwischenrunde erreichte.

Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Deutsche Basketball Nationalmannschaft
  2. Basketball-Bund.de: Jan Jagla ist polnischer Meister, Artikel auf den Seiten des deutschen Basketball-Bundes vom 31. Mai 2010, abgerufen am 4. Juni 2010