ULEB Eurocup

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von ULEB Cup)
Wechseln zu: Navigation, Suche
ULEB Eurocup
ULEB Eurocup.svg
Aktuelle Saison Eurocup 2014/15
Sportart Basketball
Verband ULEB
Ligagründung 2002
Mannschaften 36 + 8 weitere
nach der Vorrunde
Land/Länder EuropaEuropa Alle Mitglieder der ULEB
Titelträger SpanienSpanien Valencia Basket Club (3. Titel)
Rekordmeister SpanienSpanien Valencia Basket Club
Website eurocupbasketball.com
ULEB Euroleague

Der Eurocup (2002 bis 2008 ULEB Cup) ist ein unter dem Dach der ULEB ausgetragener Wettbewerb für europäische Basketball-Vereinsmannschaften der Männer. Er bildet im Rahmen des jährlich ausgetragenen Basketball-Europapokals nach der ULEB Euroleague und vor der EuroChallenge der FIBA Europe den zweitbedeutendsten aller Wettbewerbe.

Geschichte[Bearbeiten]

Trophäe des Eurocups (links) und des ULEB Cups bis 2008 (rechts)

Nachdem im Jahr 2002 die von der FIBA ausgetragenen Europapokal-Wettbewerbe, der Korać-Cup und der Saporta Cup, eingestellt wurden, gründete die ULEB zur Saison 2002/03 den ULEB Cup, der fortan der zweitbedeutendste Europapokal im Basketball war und bis heute ist.

Der erste Verein, der sich die Trophäe sicherte, war der spanische Vertreter Pamesa Valencia. Der Spielmodus und die Teilnehmerzahl änderten sich im Laufe der Jahre kontinuierlich. In der Saison 2007/08 erhöhte die ULEB die Anzahl teilnehmender Klubs auf 54, was zu großen Unstimmigkeiten mit der FIBA führte, die ihre EuroCup Challenge daraufhin einstellte.

2008 wurde der Wettbewerb in Eurocup umbenannt und dauerhaft auf 32 Teams beschränkt, da das Leistungsgefälle im Turnier zu groß gewesen war, ehe die ULEB beschloss ab der Saison 2013/14 das Turnier mit 48 Klubs auszutragen.

Rekordsieger ist der Valencia Basket Club, der den Eurocup dreimal gewinnen konnte. Nur dreimal wurde der Wettbewerb von Teams gewonnen, die nicht Russland oder Spanien vertreten, darunter der zweimalige Titelträger Lietuvos rytas Vilnius. Mit ALBA Berlin hat bisher eine deutsche Mannschaft das Finale erreicht.

Bedeutung[Bearbeiten]

Der Eurocup ist seit seinem Bestehen hinter der Euroleague und vor der EuroChallenge der zweitbedeutendste Europapokal im Basketball.

Aktueller Spielmodus[Bearbeiten]

Der Eurocup wird in der Saison 2014/15 wiefolgt ausgespielt:[1]

1. Gruppenphase
36 Mannschaften treten aufgeteilt in sechs Gruppen zu je sechs Mannschaften in Heim- bzw. Auswärtsspielen gegeneinander an, bis ein jedes Team zehn Spiele absolviert hat. Hierbei wird in zwei regionalen Konferenzen aufgeteilt, um die Anreise für die Teams zu verkürzen und anfallende Kosten zu vermindern. Für die nächste Runde qualifizieren sich der Erst-, Zweit-, Dritt- und Viertplatzierte aus jeder Gruppe.
2. Gruppenphase
Die 24 Qualifikanten aus der ersten Gruppenphase, sowie die acht Teams, die es in der Euroleague nicht unter die besten 16 schaffen, nehmen an dieser Gruppenphase teil. Diese insgesamt 32 Mannschaften treten aufgeteilt in acht Gruppen zu je vier Mannschaften in Heim- bzw. Auswärtsspielen gegeneinander an, bis ein jedes Team sechs Spiele absolviert hat. Für die nächste Runde qualifizieren sich der Erst- und Zweitplatzierte aus jeder Gruppe. Die Anwendung zweier regionaler Konferenzen wie in der ersten Gruppenphase wird hier nicht praktiziert.
Achtelfinale
Die verbliebenen 16 Mannschaften bestreiten in Hin- und Rückspiel das Achtelfinale. Für die nächste Runde qualifiziert sich das Team mit den meisten Korbpunkten aus beiden Spielen. Im Falle eines Gleichstands wird der Vergleich in der Overtime entschieden.
Viertelfinale
Die acht Sieger der letzte Runde bestreiten die Viertelfinalspiele nach denselben Regeln wie im Achtelfinale.
Halbfinale
Die vier übrig gebliebenen Teams bestreiten die beiden Halbfinals mit denselben Regeln wie im Achtel- bzw. Viertelfinale.
Finale
Die beiden übrig gebliebenen Teams ermitteln in Hin- und Rückspiel den Gewinner des Eurocups.

Historische Spielmodi[Bearbeiten]

Wie die Anzahl und die Zusammensetzung der Teilnehmer hat sich auch der Spielmodus in der Geschichte des Wettbewerbs kontinuierlich verändert.[2]

In der ersten Saison wurde die Gruppenphase in vier Gruppen à sechs Teams gespielt, wovon sich je vier für die nächste Runde qualifizierten, die in Achtel-, Viertel- und Halbfinals sowie dem Finale im K.-o.-System in Hin- und Rückspiel (Heim-/Auswärtsspiel) ausgespielt wurden. In der Saison 2003/04 darauf wurde der Modus weitestgehend beibehalten. Einzig das Finale wurde zentral in Charleroi ausgetragen, wo es auch in den folgenden drei Jahren stattfand.

In der Eurocup-Saison 2007/08 wurden größere Änderungen an der Gruppenphase vorgenommen. Diese wurde in neun Gruppen zu je sechs Mannschaften ausgetragen, wobei sich die besten Drei jeder Gruppe sowie die fünf besten Gruppenvierten für das neu eingeführte Sechzehntel-Finale qualifizierten, gefolgt vom Achtelfinale. Die acht Sieger des Achtelfinales qualifizierten sich für ein Final Eight Turnier in Turin, in dem innerhalb von vier Tagen Viertel- und Halbfinale sowie das Finale in einfachen K.-o.-Spielen ausgetragen wurde. Im Jahr darauf wurde die Teilnehmerzahl wieder verringert. Es spielten acht Gruppen à vier Teams, dessen zwei besten Mannschaften sich für das Achtelfinale qualifizierten. Die Sieger hieraus spielten wiederum im Final Eight in Turin den Sieger aus.

Zwischen der Saison 2009/10 und der Saison 2012/13 spielten konstant 32 Teams im EuroCup, der außer 2012/13 (ein Finalspiel) mit einem Final Four abgeschlossen wurde. Während in der Spielzeit 2013/14 der Wettbewerb auf 48 Teams aufgestockt wurde, mindert sich die Anzahl 2014/15 wieder auf 36.

Endspiele[Bearbeiten]

Saison Austragungsort Sieger Gegner Ergebnis Final-MVP *
2002/03 Novo mesto & Valencia SpanienSpanien Pamesa Valencia BC SlowenienSlowenien Krka Novo mesto 90 : 78
78 : 76
Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Dejan Tomašević
2003/04 Charleroi IsraelIsrael Hapoel Jerusalem SpanienSpanien Real Madrid 83 : 72 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kelly McCarty
2004/05 Charleroi LitauenLitauen BK Lietuvos rytas GriechenlandGriechenland Makedonikos 78 : 74 LitauenLitauen Robertas Javtokas
2005/06 Charleroi RusslandRussland MBK Dynamo Moskau GriechenlandGriechenland Aris Thessaloniki 73 : 60 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ruben Douglas
2006/07 Charleroi SpanienSpanien Real Madrid LitauenLitauen BK Lietuvos rytas 87 : 75 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charles C. Smith
2007/08 Turin SpanienSpanien DKV Joventut SpanienSpanien Akasvayu Girona 79 : 54 SpanienSpanien Rudy Fernández
2008/09 Turin LitauenLitauen BK Lietuvos rytas RusslandRussland BK Chimki 80 : 74 LitauenLitauen Marijonas Petravičius
2009/10 Vitoria-Gasteiz SpanienSpanien Power Electronics Valencia BC DeutschlandDeutschland Alba Berlin 67 : 44 AustralienAustralien Matthew Nielsen
2010/11 Treviso RusslandRussland UNICS Kasan SpanienSpanien Cajasol Sevilla 92 : 77 KroatienKroatien Marko Popović
2011/12 Chimki RusslandRussland BK Chimki SpanienSpanien Valencia Basket Club 77 : 68 KroatienKroatien Zoran Planinić
2012/13 Charleroi RusslandRussland Lokomotive Kuban SpanienSpanien Bilbao Basket 75 : 64 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Richard Hendrix
2013/14 Valencia & Kasan SpanienSpanien Valencia BC RusslandRussland UNICS Kasan 80 : 67
85 : 73
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Justin Doellman
2014/15

* Der „Most Valuable Player“ (MVP) gehörte jeweils der Siegermannschaft des „Final Four“-Turniers, der Finalserie beziehungsweise des Finalspiels an.

Statistik[Bearbeiten]

  • Stand der Statistiken: nach Saison 2013/14
Statistik nach Vereinen (aktueller Name)
Rang Klub Titel Finale Halbf.
1 Valencia Basket Club 3 4 6
2 Lietuvos rytas Vilnius 2 3 4
3 UNICS Kasan 1 2 3
4 BK Chimki 1 2 2
Real Madrid
6 Joventut de Badalona 1 1 2
Hapoel Jerusalem
MBK Dynamo Moskau
9 Lokomotive Kuban 1 1 1
10 Bilbao Basket 0 1 3
11 ALBA Berlin 0 1 1
CB Girona
Makedonikos
KK Krka
Cajasol Sevilla
Aris Thessaloniki
17 KK Hemofarm 0 0 3
18 Estudiantes Madrid 0 0 2
FMP Železnik Belgrad
20 8 weitere Vereine 0 0 1
Statistik nach Ländern
Rang Land Titel Finale Halbf.
1 SpanienSpanien Spanien 5 10 16
2 RusslandRussland Russland 4 6 9
3 LitauenLitauen Litauen 2 3 4
4 IsraelIsrael Israel 1 1 2
5 GriechenlandGriechenland Griechenland 0 2 5
6 DeutschlandDeutschland Deutschland 0 1 1
SlowenienSlowenien Slowenien
8 SerbienSerbien Serbien* 0 0 6
9 ItalienItalien Italien 0 0 1
KroatienKroatien Kroatien
TurkeiTürkei Türkei
UkraineUkraine Ukraine

* eine Halbfinalteilnahme als Serbien und Montenegro

Erfolgreichste Trainer
Rang Trainer Verein(e) Titel Finale Halbf.
1 LitauenLitauen Rimas Kurtinaitis Lietuvos rytas (2009)
BK Chimki (2012)
2 2 2
RusslandRussland Jewgeni Paschutin UNICS Kasan (2011)
Lok Kuban (2013)
3 KroatienKroatien Velimir Perasović Valencia BC (2012, 2013 & 2014) 1 2 3
4 KroatienKroatien Neven Spahija KK Krka (2003)
PE Valencia BC (2010)
1 2 2
SpanienSpanien Joan Plaza Real Madrid (2007)
Cajasol (2011)
6 SpanienSpanien „Paco“ Olmos Valencia BC (2003) 1 1 1
IsraelIsrael Sharon Drucker Hapoel Migdal (2004)
SlowenienSlowenien Tomo Mahorič Lietuvos rytas (2005)
Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Dušan Ivković Dynamo Moskau (2006)
SpanienSpanien Aíto García R. DKV Joventut (2008)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eurocup Format für die Saison 2014/15 auf eurocupbasketball.com
  2. Statistics eurocupbasketball, eurocupbasketball.com. Abgerufen am 5. März 2010