Svetislav Pešić

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Basketballspieler
Svetislav Pešić
Svetislav Pešić 2013
Spielerinformationen
Spitzname Sveti, Kari
Geburtstag 28. August 1949
Geburtsort Novi Sad, FNR Jugoslawien
Vereine als Aktiver
1964–1967 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien KK Pirot
1967–1971 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien KK Partizan Belgrad
1971–1979 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien KK Bosna Sarajevo
Vereine als Trainer
1982–1987 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien KK Bosna Sarajevo
1993–2000 DeutschlandDeutschland ALBA Berlin
2001–2002 DeutschlandDeutschland RheinEnergie Köln
2002–2004 SpanienSpanien FC Barcelona
2004–2006 ItalienItalien Lottomatica Rom
2006–2007 SpanienSpanien Akasvayu Girona
2007–2008 RusslandRussland MBK Dynamo Moskau
2008–2009 SerbienSerbien Roter Stern Belgrad
2010–2011 SpanienSpanien Power Electronics Valencia
2011–2012 SerbienSerbien Roter Stern Belgrad
seit 0 2012 DeutschlandDeutschland FC Bayern München
Nationalmannschaft als Trainer
1987–1990 DeutschlandDeutschland Deutschland (BRD)
1990–1993 DeutschlandDeutschland Deutschland
2000–2002 Jugoslawien Bundesrepublik 1992Jugoslawien BR Jugoslawien
000 0 2012 DeutschlandDeutschland Deutschland
1Stand: 01.08.2013

Svetislav Pešić (serbisch-kyrillisch Светислав Пешић; * 28. August 1949 in Novi Sad, Jugoslawien)[1] ist ein serbischer Basketballtrainer und ehemaliger -spieler.[2] Seit November 2012 trainiert er die Bundesligamannschaft des FC Bayern München.

Karriere[Bearbeiten]

Als Spieler konnte Pešić seine größten Erfolge beim KK Bosna Sarajevo erzielen, mit dem er 1978 jugoslawischer Meister und Pokalsieger sowie 1979 Europapokalsieger der Landesmeister wurde.

Nach seiner Karriere als Spieler wurde Pešić in der Saison 1981/82 zunächst Sportdirektor bei KK Bosna. Von 1982 bis 1987 trainierte er den Verein, bei dem er auch schon als Spieler gewirkt hatte. 1983 wurde er als Trainer jugoslawischer Meister und 1984 Pokalsieger. Zugleich trainierte er in jenen Jahren jugoslawische Jugendnationalmannschaften. Nach vorausgegangenen EM-Siegen wurde unter seiner Regie 1987 die U-19-Basketball-Weltmeisterschaft gewonnen. Bei diesem Triumph wurde zum ersten Mal eine US-amerikanische Auswahl unter gleichen Voraussetzungen bezwungen, da die Niederlagen von US-amerikanischen Seniorenauswahlteams bei Basketball-Weltmeisterschaften und Olympische Spielen zuvor ohne die Teilnahme von NBA-Profis zustande kamen.

Nach diesen Erfolgen verpflichtete ihn der Deutsche Basketball Bund als Nationaltrainer. In dieser Funktion führte Pešić das deutsche Basketballteam überraschend zum Gewinn der Basketball-Europameisterschaft 1993, dem ersten internationalen Titel einer deutschen Seniorenauswahl.

Von 1993 an war Pešić Headcoach bei Alba Berlin. Hier gewann er im zweiten Jahr seiner Verpflichtung den Korac-Cup, was ebenfalls der ersten internationalen Titel einer deutschen Vereinsmannschaft war. Zudem wurde ALBA unter seiner Regie in den folgenden Jahren viermal Deutscher Meister und zweimal Pokalsieger.

Im Jahr 2000 verließ Pešić Berlin und trainierte die Nationalmannschaft der Bundesrepublik Jugoslawien, ab 2001 gleichzeitig mit RheinEnergie Cologne. 2001 wurde er mit dem Nationalteam erneut Europameister und 2002 Weltmeister.

Es folgten weitere Engagements bei europäischen Topclubs wie dem FC Barcelona (2002–2004), mit dem er 2003 das Triple gewann, bestehend aus Meisterschaft, nationalem Pokal und Euroleague. Es folgten Stationen bei Lottomatica Rom (2004–2006), Akasvayu Girona (2006/07), mit denen er den FIBA EuroCup gewann, Dynamo Moskau (2007/08) und Roter Stern Belgrad (2008/09). Von November 2010 an war Pešić Trainer von ULEB-Eurocup-Gewinner Valencia Basket Club, mit denen er im Viertelfinale der ULEB Euroleague 2010/11 in fünf Spielen gegen den nationalen Konkurrenten Real Madrid ausschied. Für die Saison 2011/12 kehrte er zum neuen Fusionsklub aus KK Roter Stern und KK FMP Železnik nach Belgrad zurück, der einen Gegenpol zum dominierenden serbischen Serienmeister KK Partizan Belgrad bilden sollte.

Ab dem Sommer 2012 übernahm Pešić wieder – vorerst parallel zu seiner Tätigkeit in Belgrad – die deutsche A-Nationalmannschaft der Herren als Bundestrainer. Im Anschluss an die erfolgreiche Qualifikation zur Europameisterschaft verlängerte er seinen Vertrag beim Deutschen Basketballbund nicht, sondern trat am 27. November 2012 die Nachfolge von Yannis Christopoulos als Cheftrainer des FC Bayern München an, bei dem er einen Vertrag bis Saisonende erhielt.[3] Im März 2013 wurde sein Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre verlängert.[4] In der Saison 2013/14 wurde er mit den Bayern Deutscher Meister und erreichte in der Euroleague die Top 16.

Sonstiges[Bearbeiten]

Pešićs Sohn Marko war ebenfalls als Basketballspieler aktiv und spielte in der deutschen Nationalmannschaft. Pešić jun. war auch für die Teams von ALBA Berlin und Lottomatica Rom aktiv, die von Pešić sen. trainiert wurden.

Erfolge als Spieler[Bearbeiten]

  • Europapokal der Landesmeister: 1979 mit KK Bosna Sarajevo
  • Jugoslawischer Meister: 1978 mit KK Bosna Sarajevo
  • Jugoslawischer Pokalsieger: 1978 mit KK Bosna Sarajevo

Erfolge als Trainer[Bearbeiten]

als Nationalmannschaftstrainer[Bearbeiten]

  • Weltmeister: 2002 mit Jugoslawien
  • Europameister (2): 1993 mit Deutschland und 2001 mit Jugoslawien
  • Weltmeister mit den jugoslawischen Junioren: 1987

als Vereinstrainer[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.seiten.faz-archiv.de/fas/20010916/sfas200109161074413.html
  2. http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1389393
  3. fcb-basketball.de: Svetislav Pesic ist neuer Trainer beim FC Bayern.
  4. fcb-basketball.de: Vertragsverlängerung mit Svetislav Pesic.

Weblinks[Bearbeiten]