Je’Kel Foster

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Basketballspieler
Je’Kel Foster
Spielerinformationen
Geburtstag 22. Juli 1983
Geburtsort Natchez (MS), USA
Größe 191 cm
Position Point Guard /
Shooting Guard
College Ohio State
Vereinsinformationen
Verein Sidigas Avellino
Liga Lega Basket Serie A
Vereine als Aktiver
2002–2003 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Howard Hawks (NJCAA)
2003–2004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chipola Indians (NJCAA)
2004–2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ohio State Buckeyes (NCAA)
2006–2007 DeutschlandDeutschland EnBW Ludwigsburg
2007–2008 FrankreichFrankreich Paris-Levallois Basket
2008–2010 DeutschlandDeutschland EWE Baskets Oldenburg
2010–2011 ItalienItalien Vanoli Cremona
2011–2012 DeutschlandDeutschland FC Bayern München
201200000 BelgienBelgien Spirou BC Charleroi
2012–2013 DeutschlandDeutschland ALBA Berlin
201300000 FrankreichFrankreich JSF Nanterre
Seit 0 2014 ItalienItalien Sidigas Avellino

Je’Kel Foster (* 22. Juli 1983 in Natchez, Mississippi) ist ein professioneller US-amerikanischer Basketballspieler. Foster gewann 2009 die deutsche Meisterschaft mit den EWE Baskets Oldenburg und 2013 mit ALBA Berlin den deutschen Ligapokalwettbewerb Beko BBL-Pokal 2013.

Karriere[Bearbeiten]

Foster begann sein Studium am Howard Junior College in Big Spring (Texas). Nach einem Jahr wechselte sein Basketballtrainer Chris Jans an das Chipola Junior College in Marianna (Florida) und nahm Foster mit. Zum weiterführenden Studium wechselte Foster anschließend an die Ohio State University, wo er für das Hochschulteam Buckeyes in der NCAA zwei Jahre lang bis 2006 spielte.

Nach seiner Zeit bei den Ohio State Buckeyes wurde Foster im NBA-Draft 2006 nicht ausgewählt und unterschrieb stattdessen einen Vertrag beim deutschen Erstligisten EnBW Ludwigsburg. Dort galt er als einer der wichtigsten Spieler in seiner Mannschaft, die auch dank ihm eine großartige Saison 2006/07 spielte. Als Anerkennung wurde er in das ALLSTARTEAM des Südens berufen, sowie zum „Newcomer of the year“ gewählt.[1]

Foster gilt als sogenannter streaky-shooter. Er ist also ein Spieler, der Würfe erfolgreich in Serie aus allen Lagen treffen kann, wenn er seinen Wurfrhythmus gefunden hat. Nach einer Spielzeit in der französischen LNB Pro A,[2] in der er mit seiner Mannschaft Paris-Levallois als Tabellenvorletzter aus der höchsten Spielklasse abstieg, kehrte er in die deutsche Basketball-Bundesliga zurück und gewann mit den EWE Baskets aus Oldenburg in der Saison 2008/09 die deutsche Meisterschaft. In den letzten Sekunden des fünften und entscheidenden Spiels der Play-off-Finalserie gegen die Telekom Baskets Bonn gelang Foster ein Steal, der die Partie und damit die Meisterschaft letztlich zu Gunsten der Oldenburger mit 71:70 entschied.[3]

In der Saison 2009/10 zog der Titelverteidiger EWE Baskets als Hauptrundenerster in die Play-offs ein, verlor jedoch überraschend in vier Spielen bereits in der ersten Runde gegen die Phantoms Braunschweig. In der Spielzeit 2010/11 war Foster dann in der italienischen Lega Basket Serie A für Vanoli-Braga aus Cremona aktiv,[4] die jedoch die Play-offs um die Meisterschaft verpassten. Für die Saison 2011/12 holte ihn der ambitionierte Erstliga-Aufsteiger FC Bayern München zurück nach Deutschland. Doch auch dieser schied mit Foster bereits in der ersten Play-off-Runde um die Meisterschaft aus.

Vor Saisonbeginn der folgenden Spielzeit gab dann der FC Bayern München bekannt, gegen Foster eine fristlose Kündigung ausgesprochen zu haben, da er trotz Aufforderung wiederholt nicht zu obligatorischen Terminen erschienen sei.[5] Infolgedessen schloss sich Foster dem belgischen Vizemeister Spirou BC Charleroi an. Nach der Verletzung von Vule Avdalović wurde Foster bereits Mitte Dezember 2012 von Alba Berlin in die deutsche Bundesliga zurückgeholt.[6] Vor heimischem Publikum gewann man 2013 den Beko BBL-Pokal 2013, schied jedoch in der Meisterschaft in der ersten Play-off-Runde früh aus, obwohl man im höchsten europäischen Vereinswettbewerb ULEB Euroleague 2012/13 die erfolgreichste deutsche Mannschaft gewesen war.

Für die folgende Spielzeit 2013/14 ging Foster wieder nach Frankreich, wo er einen Vertrag beim amtierenden Meister „Jeunesse sportive des Fontenelles“ aus Nanterre unterschrieb,[7] bei dem er unter anderem auch wieder mit seinem ehemaligen Berliner Mannschaftskameraden Ali Traoré zusammenspielte. Nach dem Ausscheiden aus der ULEB Euroleague 2013/14 endete Fosters Vertrag zum Jahresende und er wurde Anfang Februar 2014 vom italienischen Erstligisten Sidigas aus Avellino verpflichtet.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Triumphe für Simon und Foster. Basketball-Bundesliga, 17. April 2007, abgerufen am 15. Dezember 2012.
  2. Je'Kel Foster - Nanterre – Joueurs. Ligue Nationale de Basket, abgerufen am 5. Februar 2014 (französisch, Spielerprofil).
  3. Leonhard Kazda: Basketball: Oldenburg gewinnt die Meisterschaft vier Sekunden vor Schluss. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. Juni 2009, abgerufen am 15. Dezember 2012.
  4. Legabasket: Je'Kel Foster. Lega Basket Serie A, abgerufen am 3. Oktober 2013 (italienisch, Spielerprofil).
  5. FC Bayern trennt sich von Je’Kel Foster. FC Bayern München (Basketball), 16. August 2012, abgerufen am 16. August 2012.
  6. Herzlich Willkommen, Je’kel Foster! ALBA Berlin, 15. Dezember 2012, abgerufen am 15. Dezember 2012 (Medien-Info).
  7. JSF NANTERRE lands Foster, Gladyr. ULEB, 1. Oktober 2013, abgerufen am 3. Oktober 2013 (englisch).
  8. La Sidigas Avellino ingaggia la guardia Je’Kel Foster. Lega Basket Serie A, 5. Februar 2014, abgerufen am 5. Februar 2014 (italienisch, Medien-Info Sidigas Avellino).