Jennifer Braun

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Jennifer Braun

Jennifer Braun (* 28. April 1991 in Rüdesheim am Rhein[1]) ist eine deutsche Pop- und Rocksängerin, die als Finalistin der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2010 bekannt wurde.

Biografie[Bearbeiten]

Die Tochter einer Verkäuferin und eines Industrieverwerters[2] lebt in Eltville am Rhein und besuchte die private Obermayr-Schule in Wiesbaden-Erbenheim,[3] an der sie 2012 die Hochschulreife erlangte.[4] Bis Anfang 2010 hatte sie ihre größten Auftritte mit ihrer Band Rewind auf Stadtfesten und dem Weinfest in Wiesbaden.[5]

Als Solosängerin nahm sie bei der siebten Staffel von Deutschland sucht den Superstar teil und musste die Qualifikation in der ersten Recall-Runde verlassen.[6][7]

Unser Star für Oslo[Bearbeiten]

Fan-Transparent an Brauns Schule in Wiesbaden

Im Jahr 2010 bewarb sie sich für die unter dem Titel Unser Star für Oslo als achtteilige Castingshow von der ARD und ProSieben ausgerichtete deutsche Vorentscheidung für den Eurovision Song Contest 2010 unter der Leitung von Stefan Raab und brachte es Anfang Februar 2010 unter die zwanzig Kandidaten für die Fernsehshows. Sie überstand fünf Ausscheidungsrunden und kam unter die letzten vier Teilnehmer des Halbfinales. Dort setzte sich Braun, die von den Juroren für ihre kräftige Stimme und sicheren Auftritte gelobt wurde, mit der Interpretation des Rockhits Heavy Cross von Gossip und der Ballade Hurt von Christina Aguilera überraschend gegen den für den Finaleinzug favorisierten Christian Durstewitz durch und erreichte zusammen mit Lena Meyer-Landrut das Finale. Dort scheiterte sie an ihrer Mitfinalistin, die schon seit der ersten Sendung sowohl in den Onlineumfragen der Hörfunkanstalten als auch in den Medien als Favoritin gegolten hatte.

Auftritte in der Show[Bearbeiten]

Show Lied Originalinterpret
2. Ausscheidungsshow I’m Outta Love Anastacia
3. Ausscheidungsshow Like the Way I Do Melissa Etheridge
4. Ausscheidungsshow I’m with You Avril Lavigne
5. Ausscheidungsshow Ain’t Nobody Chaka Khan
6. Ausscheidungsshow (Viertelfinale) Soulmate Natasha Bedingfield
Nobody’s Wife Anouk
7. Ausscheidungsshow (Halbfinale) Heavy Cross Gossip
Hurt Christina Aguilera
8. Ausscheidungsshow (Finale) Bee zuvor unveröffentlicht
Satellite
I Care for You

I Care for You wurde speziell für Brauns Finalauftritt von Martin Fliegenschmidt, Claudio Pagonis und Max Mutzke geschrieben. Die Titel Bee und Satellite dagegen wurden bereits vorab aus 300 Kompositionen für die Finalshow ausgewählt und dort auch von Brauns Mitbewerberin Lena Meyer-Landrut interpretiert.

Karriere nach dem Wettbewerb[Bearbeiten]

I Care for You erreichte in der Woche nach dem Finale von Unser Star für Oslo Platz zehn in der deutschen Hitparade. In Österreich erreichte das Lied ebenfalls eine Chartplatzierung. Die Interpretationen der anderen Finalsongs Bee und Satellite schafften es in die Top 40 in Deutschland. Am 24. Mai 2010 hatte sie mit ihrer Gruppe Rewind einen Auftritt in der Pfingstausgabe des ZDF-Fernsehgartens. Im November 2010 sang sie den Titelsong QuerWELTein für die ARD Radionacht.

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen veröffentlichte Braun im Juni 2011 den Song Jetzt und für immer als kostenlosen Download.[8]

Im Juli 2011 absolvierte Braun auf allen 14 Etappen der am 3. Juli startenden SachsenSommerRadTour Auftritte.[9] Hierbei gab es erstmals Brauns zweite Singleveröffentlichung Over Being Over, die bereits während eines Auftrittes in Wiesbaden vorgestellt worden war,[10] zu erwerben. Auf der 2-Track-Single ist auch der Song Not Quite There Yet, die englischsprachige Version von Jetzt und für immer, enthalten.[11] Im Handel erschien die Single nicht.

Seitdem Jennifer Braun die Schule im Jahr 2012 mit der Hochschulreife verlassen hat, ist sie nebenberuflich als kaufmännische Fachangestellte angestellt. Im Jahr 2012 hat sie über 40 Konzerte gegeben und sich dem Musikerkollektiv Die Dicken Kinder angeschlossen.[12]

Im Dezember 2012 beteiligte sich Braun an dem Benefiz-Projekt A New Day. Der gleichnamige Song, den sie mit weiteren ehemaligen Teilnehmern verschiedener Castingshows wie Daniel Schuhmacher, Lisa Bund oder Leo Rojas aufnahm, erschien als Download und Maxi-CD. Die Erlöse gehen an den Katastrophenfond der Aktion Deutschland Hilft.[13]

Schon kurz nach ihrer Teilnahme an Unser Star für Oslo begann sie mit dem Produzenten Peter Ries ein Album aufzunehmen.[14] Im Jahr 2013 nahm Braun die Arbeit daran unter neuen Bedingungen wieder auf.[15]

Diskografie[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[16]
DE AT CH
2010 I Care for You 10 68
Bee 21
Satellite 32
  • 2011: Jetzt und für immer (kostenloser Download)
  • 2011: Over Being Over

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jennifer Braun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Unser Star für Oslo: Das ist Finalistin Jennifer Braun, Augsburger Allgemeine, 12. März 2010
  2. Vgl. Eltville feiert sein Wunder. In: Frankfurter Rundschau, 12. März 2010, S. 44.
  3. Mitschüler von Jennifer Braun unterstützen die „Unser Star für Oslo“-Teilnehmerin, Erdal Aslan, Wiesbadener Kurier, 26. Februar 2010.
  4. Jennifer Braun Abitur.
  5. Jennifer Braun: Vom Weinfest nach Europa?, Lausitzer Rundschau, 11. März 2010.
  6. Von Bohlen verstoßen, von Raab adoptiert, BZ, 25. Februar 2010.
  7. Clipfish: DSDS-Recall: Wer kommt in die zweite Runde? Teil-2-Superstar-Video
  8. Popsong für die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen veröffentlicht, Pressemitteilung des Hessischen Ministerium für Finanzen, 31. Mai 2011
  9. Party auf der SachsenSommerRadTour, Offizielle Homepage der SachsenSommerRadTour, 2. Juli 2011
  10. Lilien-Carré sucht "Gesichter Wiesbadens" für neue Werbekampagne, TV Wiesbaden, 30. Mai 2011
  11. Neue Jennifer Braun CD "Over Being Over, Offizielle Homepage von Jennifer Braun, 2. Juli 2011
  12. "Mittlerweile ist es Arbeit", Wiesbadener Kurier, 30. Januar 2013 (abgerufen am 13. Februar 2013)
  13. Homepage des Charity-Projektes A New Day
  14. Unterwegs mit Jennifer Braun, TV-Wiesbaden.de, 27. August 2010 (abgerufen am 20. Dezember 2011)
  15. "Mittlerweile ist es Arbeit", Wiesbadener Kurier, 30. Januar 2013 (abgerufen am 13. Februar 2013)
  16. Quellen: DE AT CH