Anouk (Sängerin)

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Anouk Teeuwe (* 8. April 1975 in Den Haag) ist eine niederländische Rock-Sängerin. Sie veröffentlicht ihre Musik unter ihrem Vornamen Anouk.

Leben[Bearbeiten]

Die Tochter einer Bluessängerin entdeckte als Kind ihre musikalische Neigung. Als Teenager trat sie unter anderem im Café De Pater in Den Haag auf. 1993 wurde sie Backgroundsängerin der Soulband Shot Gun Wedding, bis sie 1994 ein Studium am Rotterdams Conservatorium begann. Dieses Studium brach sie nach zwei Jahren ohne Abschluss ab. Ihre erste eigene Band gründete sie 1995. Erste größere Aufmerksamkeit erlangte Anouk, als sie gemeinsam mit Golden Earring auftrat. Barry Hay und George Kooymans von Golden Earring schrieben für Anouk das Lied „Mood Indigo“, das 1996 von Dino Records veröffentlicht wurde und der Sängerin erste Erfolge einbrachte. Bereits ein Jahr später erschien zunächst die Single Nobody's Wife und kurz darauf das Debütalbum „Together Alone“. Es verkaufte sich insgesamt über eine Million Mal und erreichte Doppel-Platin in den Niederlanden. Die Single wurde auch in den deutschsprachigen Ländern veröffentlicht und wurde häufig im Radio gespielt, kam aber nicht in die Charts; dafür platzierte sich immerhin das Album. In Deutschland stieg Nobody's Wife Jahre später im Frühjahr 2010 in die Single-Charts ein, nachdem es in der Casting-Show Unser Star für Oslo von Jennifer Braun interpretiert worden war.

Die zwei folgenden Single-Auskopplungen „It's So Hard“ und „Sacrifice“ erwiesen sich ebenfalls als erfolgreich. Anouk erhielt 1998 den Edison Award als beste niederländische Sängerin. Mit dem zweiten Album „Urban Solitude“ kamen erstmals Einflüsse aus dem Ska, Funk und Hip-Hop hinzu. Das 2001 erschienene Album „Lost Tracks“ war eine Kompilation bislang unveröffentlichter Lieder und erreichte wie die Vorgängeralben Platz 1 der niederländischen Charts.

Nach der Veröffentlichung zweier weiterer Alben zog sich Anouk 2005 in die USA nach Cincinnati, Ohio zurück, kehrte 2006 jedoch in ihre Heimat zurück. Sie veröffentlichte weitere erfolgreiche Alben. Ihr Repertoire reicht von Balladen bis Rocksongs. In Deutschland wurde nach längerer Abwesenheit im Fernsehen anlässlich des Pinkpop-Festivals 2009 ihr dortiger Auftritt vom WDR-Rockpalast am 2. August 2009 ausgestrahlt.

Anouk Teeuwe war von 2004 bis 2008 mit Remon Stotijn, Sänger der niederländischen Band Postmen, verheiratet. Mit ihm hat sie drei Kinder. Nach der Scheidung heiratete sie bald schon den Rapper Unorthadox. Mit ihm hat sie ein weiteres Kind. Auch diese Beziehung ist 2011 gescheitert. Neben ihrer musikalischen Karriere war sie zeitweilig Dozentin am Conservatorium van Amsterdam und sie wirkte in Werbespots für die niederländische Postbank und die ING-DiBa mit.

Beim Eurovision Song Contest 2013 in Malmö vertrat Anouk die Niederlande mit dem Song Birds. Sie war die erste Interpretin seit 2004, die einen Finaleinzug für die Niederlande erzielen konnte. Mit ihrem für den Eurovision Song Contest ungewöhnlichen Titel belegte sie den neunten Platz, bei 26 Finalteilnehmern.[1]

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2]
DE AT CH NL BEF
1997 Together Alone 72
(10 Wo.)
42
(1 Wo.)
34
(7 Wo.)
1
(101 Wo.)
6
(56 Wo.)
1999 Urban Solitude 1
(90 Wo.)
20
(49 Wo.)
2001 Lost Tracks 1
(39 Wo.)
5
(15 Wo.)
2002 Graduated Fool 3
(33 Wo.)
25
(11 Wo.)
2004 Update 9
(10 Wo.)
38
(9 Wo.)
2004 Hotel New York 1
(87 Wo.)
1
(89 Wo.)
2006 Anouk Is Alive 8
(25 Wo.)
5
(27 Wo.)
2007 Who's Your Momma 1
(52 Wo.)
4
(43 Wo.)
2008 Live at Gelredome 1
(52 Wo.)
16
(13 Wo.)
2009 For Bitter or Worse 1
(50 Wo.)
2
(30 Wo.)
2011 To Get Her Together 1
(49 Wo.)
4
(21 Wo.)
2013 Sad Singalong Songs 99
(1 Wo.)
1
(… Wo.)
5
(… Wo.)
2014 Live at Symphonica in Rosso 1
(… Wo.)
18
(… Wo.)

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2]
DE NL BEF
1996 Mood Indigo
Together Alone
1997 Nobody's Wife
Together Alone
87 2 5
1998 It's so Hard
Together Alone
23 43
1998 Sacrifice
Together Alone
7 47
1999 R U Kiddin' Me
Urban Solitude
2 50
2000 The Dark
Urban Solitude
8
2000 Michel
Urban Solitude
3 11
2001 Don't
Urban Solitude
13
2001 Love
Lost Tracks
2002 Everything
Graduated Fool
12
2003 I Live for You
Graduated Fool
2003 Hail
Graduated Fool
31
2003 Between These Walls (mit Junkie XL)
Update
35
2004 Girl
Hotel New York
2 3
2005 Lost
Hotel New York
2 7
2005 Jerusalem
Hotel New York
20 44
2005 One Word
Hotel New York
4 29
2006 Downhill (mit Postman) 17
2007 Good God
Who's Your Momma
7 13
2008 I Don't Wanna Hurt
Who's Your Momma
4
2008 Modern World
Who's Your Momma
3 33
2008 If I Go
Who's Your Momma
15
2009 Three Days in a Row
For Bitter or Worse
1 19
2009 Woman
For Bitter or Worse
3 32
2010 For Bitter or Worse
For Bitter or Worse
14
2010 Lovedrunk
For Bitter or Worse
2011 Killer Bee
To Get Her Together
21
2011 Down & Dirty
To Get Her Together
13
2011 I'm a Cliche
To Get Her Together
16
2011 Save Me
To Get Her Together
31
2011 What Have You Done
To Get Her Together
14
2013 Birds
Sad Singalong Songs
49 3 12
2013 Pretending as Always
Sad Singalong Songs
2013 Wigger 17
2014 You & I 28
Weitere Singles
  • 2003: Break Down the Wall (Werbesong für Pepsi)
  • 2003: Only You (Werbesong für Lion)
  • 2004: Margarita Chum

Quellen[Bearbeiten]

  1. Alle Teilnehmer auf einen Blick. eurovision.de, abgerufen am 19. Mai 2013 (deutsch).
  2. a b Chartquellen: DE AT CH NL-Alben NL-Singles BE (Flandern)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Anouk Teeuwe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien