Köln-Innenstadt

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Wappen von Köln
Innenstadt
Stadtbezirk 1 von Köln
Abgrenzung Stadtbezirk Innenstadt in Köln
Koordinaten 50° 56′ 12″ N, 6° 57′ 37″ O50.9366666666676.9602777777778Koordinaten: 50° 56′ 12″ N, 6° 57′ 37″ O.
Fläche 16,37 km²
Einwohner 127.827 (31. Dez. 2012)
Bevölkerungsdichte 7809 Einwohner/km²
Vorwahl 0221
Adresse der
Verwaltung
Laurenzplatz 1–3
50667 Köln
Website www.stadt-koeln.de/innenstadt
Gliederung
Stadtteile nach Ordnungsnummern

101 Altstadt-Süd
102 Neustadt-Süd
103 Altstadt-Nord
104 Neustadt-Nord
105 Deutz

Politik
Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (GRÜNE)
Sitzverteilung (Bezirksvertretung)
GRÜNE SPD CDU FDP LINKE pro Köln
7 4 4 2 1 1
Quelle: stadt-koeln.de

Innenstadt ist einer der neun Stadtbezirke der Stadt Köln. Er trägt in der offiziellen Nummerierung die Nummer 1. Geschaffen wurde er im Zuge der kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1975.

Er umfasst die Stadtteile Altstadt-Nord, Altstadt-Süd, Deutz, Neustadt-Nord, Neustadt-Süd.

Luftaufnahme der Kölner Innenstadt
Altstadt-Nord und Neustadt-Nord

Die Geschichte der Stadt Köln ist bis zum späten 19. Jahrhundert mit der Geschichte der Altstadt identisch. Der Stadtkern ist die römische Kolonie – die Colonia Claudia Ara Agrippinensium, der Köln seinen Namen verdankt.

Die alte Römerstadt wurde im Frühmittelalter durch einige kleinere Erweiterungen ergänzt. Schließlich entschloss sich der Stadtrat Kölns – damals mit Abstand die größte Stadt Deutschlands – zu einem Großprojekt: Eine gewaltige Stadtmauer sollte nicht nur den historischen Stadtkern, sondern auch die vor den bisherigen Stadtmauern liegenden Klöster und Stiftskirchen mit ihrer Umgebung einschließen. Diese Mauer umgab seit ca. 1225 die gesamte Stadt Köln. Im Jahre 1248 wurde der Grundstein zum heutigen gotischen Dom gelegt. Die Fläche innerhalb des Mauerrings reichte bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts aus. Als die Stadt immer weiter wuchs und immer mehr Menschen die Stadt bevölkerten, wurde 1881 die Stadtmauer abgerissen, um für Neubauten außerhalb des Mauerrings Platz zu schaffen.

Eigelsteintorburg

In den nächsten Jahrzehnten entstand das Gebiet der Neustadt, welche größtenteils bis um 1910 fertiggestellt war. Die Aufteilung der Neustadt in die beiden Stadtteile Neustadt-Nord und -Süd ist rein verwaltungsmäßiger Natur, denn der zugrunde liegende Bebauungsplan war für beide Teile gleich: Wenige Meter vor der alten Stadtmauer wurden die Kölner Ringe als ein großzügiger Prachtboulevard angelegt, der die gesamte Altstadt halbkreisförmig umschloss. An den Kreuzungspunkten der Ringstraße mit den Ausfallstraßen wurden große Plätze angelegt. Heute sind diese Plätze zum Teil reine Verkehrsknotenpunkte, insbesondere der Barbarossaplatz hat seinen Charakter völlig verloren, während städtebauliche Maßnahmen der letzten 20 Jahre Friesenplatz und Rudolfplatz einen Teil des alten Charakters wiedergaben. Von den Plätzen ausgehend wurden weitere Straßen angelegt, an verschiedenen Blickpunkten wurden große, repräsentative Kirchenbauten errichtet. Auch große öffentliche Gebäude wurden errichtet, so zum Beispiel das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Opernhaus am Rudolfplatz oder das Oberlandesgericht am Reichenspergerplatz.

Rathenauplatz

Die Neustadt wurde zu den äußeren Stadtteilen durch den Inneren Festungsgürtel abgeschlossen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde dieser größtenteils zum Inneren Grüngürtel umgewandelt.

Deutz wurde 1888 – gegen den Widerstand großer Teile der Bevölkerung – eingemeindet. Der Messeturm ist seit seinem Bau im Jahre 1928 ein Erkennungszeichen von Deutz. Ein weiterer Blickfang in Deutz ist seit 1998 die außergewöhnliche Architektur der Kölnarena oder „Henkelmännchen“, wie manche Kölner diese multifunktionale Halle nennen.

Geschichte des Stadtbezirks Innenstadt[Bearbeiten]

Der Stadtbezirk Innenstadt wurde zum 1. Januar 1975 im Zuge der kommunalen Neugliederung geschaffen.

Am 27. November 2008 wurde ein Masterplan für die Kölner Innenstadt vorgestellt, dessen Ergebnisse Grundlage für alle zukünftigen Planungen sein sollen. Der Masterplan tangiert auch die angrenzenden Stadtbezirke. Das Projekt wird von der Initiative Unternehmer für die Region Köln e.V., der IHK Köln, dem Baudezernat und dem Büro AS&P - Albert Speer und Partner durchgeführt.[1]


Politik[Bearbeiten]

Wahl zur Bezirksvertretung
vom 30. August 2009
(Stimmen in Prozent) [2]
 %
40
30
20
10
0
37,7
21,7
19,9
9,4
6,0
2,8
2,4
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004 [3]
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+6,9
-6,0
-3,1
+2,5
+2,2
-0,2
-2,4

Die politische Vertretung für die Innenstadt ist die Bezirksvertretung Innenstadt. In der Sitzungsperiode 2009–2014 stellen erneut die Grünen die stärkste Fraktion und mit Andreas Hupke weiterhin den Bezirksbürgermeister.

Wahlergebnisse[Bearbeiten]

So hat der 1. Stadtbezirk gewählt.[4]

Wahl Datum CDU FDP GRÜNE KBB LINKE pro Köln SPD
Flag of Europe.svg Europawahl 7. Juni 2009 20,56 % 13,56 % 34,48 % 6,02 % 19,28 %
Flag of North Rhine-Westphalia (state).svg Landtagswahl 22. Mai 2005 [5] 26,58 % 8,01 % 22,34 % 37,22 %
Koeln Flagge.gif Ratswahl 26. September 2004 23,53 % 6,75 % 28,67 % 2,21 % 3,77 % 2,80 % 29,45 %
Koeln Flagge.gif Bezirkswahl 26. September 2004 23,01 % 6,98 % 30,79 % 2,42 % 3,76 % 3,03 % 27,63 %

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Innenstadt von Köln hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten, die bei Touristen beliebt sind:

Zu den Sehenswürdigkeiten aus der Neuzeit zählt unter anderem die Hohenzollernbrücke, an der Liebespaare seit einigen Jahren Vorhängeschlösser zum Zeichen ihrer Zuneigung anbringen. Der Schlüssel wird anschließend in den Rhein geworfen. Anziehungspunkt für Touristen ist außerdem der Musical Dome, eine ursprünglich als temporär eingeplante Spielstätte in Rheinnähe, unweit des Kölner Hauptbahnhofs.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Köln-Innenstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Köln/Innenstadt – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Kölner Masterplan – Erfolg oder Bankrotterklärung für die Stadt?, Goethe Institut (China) , Juli 2010
  2. stadt-koeln.de – Kommunalwahl 2009, abgerufen am 16. Januar 2011
  3. stadt-koeln.de – Analyse Kommunalwahl 2004 (PDF; 2,6 MB), abgerufen am 16. Januar 2011
  4. Aufgeführt sind antichronologisch Parteien, die Mandate erreicht haben in alphabetischer Reihenfolge. Stärkste Partei farblich hervorgehoben. Bei Wahlen mit unterschiedlichen Wahlkreisen wurde das Ergebnis auf das Gebiet des 1. Stadtbezirks umgerechnet.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAmt für öffentliche Ordnung – Wahlamt: Wahlen in Köln - Ergebnisse und Kurzanalyse der Landtagswahl 2005. Der Oberbürgermeister der Stadt Köln, S. 20, abgerufen am 17. Juni 2009 (PDF; 3,7 MB, Die Ergebnisse der Stadtteile 101 - 105 hochgerechnet. Fehlerabweichung von 0,04 Prozentpunkten, da die Angaben über Ungültige Stimmen fehlten.).
  6. koeln.de: Sehenswertes in Köln