Helmut Jahn (Architekt)
Helmut Jahn (* 4. Januar 1940 in Zirndorf bei Nürnberg) ist ein deutscher Architekt.
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Leben [Bearbeiten]
Helmut Jahn schloss 1965 sein Architekturstudium an der Technischen Universität München mit dem Diplom ab. 1966 ging er nach Chicago, um am Illinois Institute of Technology ein Postgraduiertenstudium der Architektur aufzunehmen. 1967 trat er in das Architekturbüro C. F. Murphy Associates von Charles Murphy (1890–1985) ein. Als Jahn 1983 die Leitung des Büros übernahm, wurde es zu Murphy/Jahn umbenannt.
Neben Projekten in den USA konzentriert sich Jahn, seiner Herkunft entsprechend, auch auf Bauten in Deutschland. Nach mehreren unausgeführten Entwürfen für die Golfstaaten ab circa 2005 verlegte er sich verstärkt auf das sich in einem Bauboom befindliche China.
Jahn verschaffte sich internationale Anerkennung mit spektakulären Bauwerken wie dem Frankfurter Messeturm (1985-91), dem Sony Center mit Bahntower am Potsdamer Platz in Berlin (1993–2000), dem Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi (1995–2005) sowie den Veer Towers in Las Vegas (2006–2010). 1983 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft des Bundes Deutscher Architekten BDA verliehen.
Murphy/Jahn unterhält Büros in Chicago, Berlin und Shanghai.
Jahn ist mit einer Amerikanerin verheiratet und Vater eines Sohnes, der die deutsche und die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt. Jahn hat Wohnsitze in Chicago, New York und Berlin.[1]
Bauwerke (Auswahl) [Bearbeiten]
(Planungs- und Bauzeit nach den Angaben von Murphy/Jahn[2])
- 1973-74 Kemper Arena, Kansas City, Missouri
- 1977-80 Xerox Center, Chicago
- 1979-85 State of Illinois Center (James R. Thompson Center), Chicago
- 1984-87 One Liberty Place, Philadelphia
- 1984-89 CitySpire Center, New York
- 1985-88 United Airlines Terminal 1, Chicago
- 1985-91 Messeturm, Frankfurt am Main
- 1988-93 Chevron/Caltex House, Singapur
- 1988-93 Hitachi Tower, Singapur
- 1989-94 Kempinski Hotel Airport München
- 1990-99 Flughafen München, München Airport Center (MAC)
- 1992-1998 DIFA-Gebäude, Neues Kranzler Eck am Kurfürstendamm, Berlin
- 1993-2000 Sony Center mit Bahntower am Potsdamer Platz, Berlin
- 1994-98 umfassende Renovierung des Gebäudes Charlemagne für die Europäische Union, Brüssel
- 1995-2005 Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi
- 1997-2002 Bayer-Konzernzentrale, Leverkusen
- 1997-2004 Flughafen Köln/Bonn, Terminal 2
- 1998-2000 Firmensitz von HaLo (jetzt von Shure), Niles, Illinois
- 1998-2001 Galeria Kaufhof ("Das Gläserne Kaufhaus"), Chemnitz
- 1998-2003 Post Tower, Konzernzentrale der Deutschen Post AG, Bonn
- 1999-2009 Hegau-Tower, Singen
- 2000-03 Bahnhof Köln/Bonn Flughafen
- 2000-04 Shanghai New International Expo Centre, Shanghai
- 2001-03 State Street Village, Studentenwohnungen, Illinois Institute of Technology, Chicago
- 2001-05 Highlight Towers, München
- 2001-05 Deutsche Med, Rostock
- 2002-10 Hochhaus „Sign!“ im Düsseldorfer Medienhafen
- 2005-09 Seminaris CampusHotel, Berlin
- 2005-11 Joe and Rika Manueto Library, University of Chicago
- 2006-10 Veer Towers, Las Vegas
- 2007-10 Weser Tower, Bremen
- 2007-12 Zentrale der Japan Post, Tokio
- ab 2007 (im Bau) Cosmopolitan Twarda 2/4, Warschau
Ausstellungen [Bearbeiten]
- Helmut Jahn - Process Progress - 30. November 2012 bis 24. Februar 2013 im Neuen Museum Nürnberg[3]
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Helmut Jahn im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Murphy/Jahn
- Helmut Jahn (Architekt). In: archINFORM.
- Biographie bei whoswho.de
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Interview in Nürnberger Nachrichten, 19. November 2012, S.26
- ↑ Murphy/Jahn
- ↑ Star-Architekt Helmut Jahn im Neuen Museum Nürnberg
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jahn, Helmut |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsch-amerikanischer Architekt |
| GEBURTSDATUM | 4. Januar 1940 |
| GEBURTSORT | Zirndorf bei Nürnberg |