Königreich Toledo (Krone Kastilien)

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Königreich Toledo
Reino de Toledo
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Coat of Arms of the Kingdom of Toledo.svg
Wappen
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Königreich Toledo um 1590
Amtssprache Kastilisch
Hauptstadt Toledo
Gründung 1085
Auflösung 1833

Das Königreich Toledo (spanisch: Reino de Toledo) war eine mit dem Königreich Kastilien-Léon verbundene Gebietskörperschaft im heutigen Spanien.

Begründet wurde das Königreich im Jahr 1085, als der König Alfons VI. von Kastilien und León im Zuge der Reconquista das islamisch-maurische Taifa-Königreich von Toledo eroberte. Bis zur Schlacht bei Las Navas de Tolosa 1212 wurde das Umland konsolidiert. Als christliches Königreich wurde es nun mit der Krone Kastiliens verbunden, zu dessen neuen Machtzentrum es avancierte. Als alte Hauptstadt des westgotischen Reichs, auf das sich wiederum das Königreich Kastilien berief, wurde dieser Eroberung eine große politische und Ideologische Symbolkraft zugesprochen. Toledo und später auch Madrid dienten den kastilisch-spanischen Königen als neue Hauptstädte. Faktisch wurde das Königreich institutionell zur Gänze in Kastilien integriert, weshalb das Land schon bald als „Neukastilien“ (Castilla la Nueva) bezeichnet wurde. Diesen Namen erhielt das Land schließlich auch offiziell, als es in der im Jahr 1833 von Innenminister Francisco Javier de Burgos durchgeführten Neugliederung Spaniens als historische Region mit den Provinzen Ciudad Real, Cuenca, Guadalajara, Madrid und Toledo eingerichtet wurde. Im Jahr 1983 wurde es schließlich als eine der 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens (Comunidad Autónoma) in Kastilien-La Mancha umbenannt. Madrid wurde dabei als eigene autonome Gemeinschaft ausgegliedert und im Gegenzug kam die Provinz Albacete hinzu.

Siehe auch[Bearbeiten]