Kawasaki P-1

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Kawasaki P-1
XP1 Oct9 2009.jpg
Eine XP-1 im Flug mit einer P-3 Orion im Hintergrund
Typ: Seeraumüberwachungsflugzeug
Entwurfsland: JapanJapan Japan
Hersteller: Kawasaki Heavy Industries
Erstflug: 28. September 2007
Indienststellung: Für 2015 geplant
Produktionszeit: 2013 -
Stückzahl: 13 (Stand: Ende 2014)

Die Kawasaki P-1 (Programmbezeichnung P-X, anfangs auch als XP-1 bezeichnet) ist ein als Ersatz für die Lockheed P-3C vorgesehenes Seeraumüberwachungsflugzeug für die japanischen Meeresselbstverteidigungsstreitkräfte, das von der Firma Kawasaki Heavy Industries entwickelt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Entwicklung des Flugzeuges begann im Jahre 2001. Der Erstflug der Maschine fand 28. September 2007 auf der Gifu Air Base in Kakamigahara statt. Geplant ist der Bau von etwa 70 Flugzeugen zu einem Stückpreis von etwa 140 Millionen Dollar, um die 80 P-3C Orion zu ersetzen.[1]

Konstruktion[Bearbeiten]

Ähnlich der British Aerospace Nimrod und S-3 Viking ist die P-1 ein strahlgetriebenes Flugzeug zur U-Boot-Jagd. Es teilt sich einige Komponenten mit der zur gleichen Zeit entwickelten und als Ersatz der Kawasaki C-1 und C-130H vorgesehenen Transportflugzeug Kawasaki C-2. Angetrieben wird der Tiefdecker von vier Turbofan-Triebwerken des Typs XF7-10, die von Ishikawajima-Harima Heavy Industries entwickelt wurden. Das hochentwickelte Flugsteuerungssystem verfügt über Künstliche Intelligenz und kann dem Piloten den besten Angriffskurs auf entdeckte U-Boote berechnen und anzeigen. Die Steuerung des Flugzeuges erfolgt über Fly-by-light, was gegenüber Fly-by-wire-Systemen die elektromagnetischen Störungen reduziert, was für die Entdeckung von U-Booten durch Magnetfeldmessungen von großer Bedeutung ist. An Sensoren verfügt das Flugzeug außer Magnetfeldsensoren über ein Radar mit aktiver elektronischer Strahlschwenkung sowie Infrarot- und Videosuchsysteme.

Technische Daten[Bearbeiten]

Allgemeine Daten[Bearbeiten]

  • Besatzung: 2 + Missionsbesatzung
  • Länge: 38 m
  • Spannweite: 35 m
  • Höhe: 12 m
  • Startmasse: 80 t
  • Antrieb: 4 × IHI-XF7-10-Turbofans mit je 50 kN Schub

Leistung[Bearbeiten]

Avionik[Bearbeiten]

  • Radar: Toshiba, Active Electronically Scanned Array Radarsystem
  • Sonar: NEC, Multistatic sound navigation system Sound NEC Multistatic Sound Navigationssystem
  • Anti-U-Boot-Systeme: SHINKO ELECTRIC CO. LTD., Advanced combat direction system
  • Andere: Mitsubishi - Elektronische Gegenmaßnahmen (CMD, RWR, MWS, ESM)

Bewaffnung[Bearbeiten]

Kampfmittel bis zu 9.000 kg in internem Waffenschacht und an acht Außenlaststationen
Luft-Boden-Lenkwaffen
Torpedos
  • 8 × Alliant Techsystems Mk.46-Leichtgewichts-Torpedo (Durchmesser 324 mm)
  • 8 × Mitsubishi Typ-97-Torpedo
  • 8 × GRX-5-Torpedo
Ungelenkte Freifallbomben
Sonarbojen aus Abwurfschächten
>30 geladen
>70 von innen abwerfbar

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. First P-1 delivered to JMSDF. In: AIR International Mai 2013, S. 14