Kirschatsch

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Stadt
Kirschatsch
Киржач
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Wappen
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Wladimir
Rajon Kirschatsch
Gegründet 14. Jahrhundert
Stadt seit 1778
Fläche 21 km²
Bevölkerung 29.965 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 1427 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 135 m
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7) 49237
Postleitzahl 601010, 601012
Kfz-Kennzeichen 33
OKATO 17 230 501
Website www.kirzh.chat.ru
Geographische Lage
Koordinaten 56° 9′ N, 38° 52′ O56.1538.866666666667135Koordinaten: 56° 9′ 0″ N, 38° 52′ 0″ O
Kirschatsch (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Kirschatsch (Oblast Wladimir)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Wladimir
Liste der Städte in Russland

Kirschatsch (russisch Киржач) ist eine Stadt in der Oblast Wladimir (Russland) mit 29.965 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa 125 km westlich der Oblasthauptstadt Wladimir am Kirschatsch, einem linken Nebenfluss der Kljasma im Flusssystem der Wolga.

Kirschatsch ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort entstand als Handwerker- und Handelssiedlung (Sloboda) um ein im 14. Jahrhundert gegründetes Kloster (nach verschiedenen Quellen 1332 auf Anweisung des Moskauer Fürsten Iwan Danilowitsch, oder aber von Sergius von Radonesch). Die Benennung erfolgte nach dem gleichnamigen Fluss, abgeleitet vom mordwinischen Wort für links (mokschanisch кяржи/kjarschi; ersjanisch керш/kersch).

Das ursprüngliche Kloster wurde 1764 geschlossen; 1778 erhielt Kirschatsch das Stadtrecht.

Im 19. Jahrhundert war die Stadt für Seidenweberei und Holzschnitzerei bekannt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 4.851
1936 11.596
1959 18.137
1970 21.561
1979 24.122
1989 25.431
2002 22.704
2010 29.965

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Stadt ist eine Reihe von Bauwerken des 16. bis 17. Jahrhunderts erhalten, darunter das Ensemble des Mariä-Verkündigungs-Klosters (Благовещенский монастырь/Blagoweschtschenski monastyr) mit Mariä-Verkündigungs-Kathedrale (Благовещенский собор/Blagoweschtschenski sobor) und der Erlöserkirche (Спасская церковь/Spasskaja zerkow) von 1656.

Kirschatsch besitzt ein Historisches und Kunstmuseum.

Beim Dorf Nowosjolowo, etwa 20 Kilometer von Kirschatsch entfernt, wurde 1975 ein Obelisk an der Stelle errichtet, an welcher der erste Kosmonaut Juri Gagarin und sein Flugtrainer Wladimir Serjogin 1968 mit einer MiG-15 tödlich verunglückten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bahnhof Kirschatsch

In Kirschatsch gibt ein Werk der türkischen Arçelik A.Ş. für Haushaltsgeräte (Waschmaschinen) und Unterhaltungselektronik (Fernseher), ein Werk für Fahrzeugelektrik sowie Betriebe der Textil-, Lebensmittel- und Möbelindustrie.

Die Stadt liegt an der Eisenbahnstrecke Alexandrow/StruninoOrechowo-Sujewo, dem nordöstlichen Teil des Großen Moskauer Eisenbahnringes.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kirschatsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien