Kiss Kiss, Bang Bang

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Filmdaten
Deutscher Titel Kiss Kiss, Bang Bang
Originaltitel Kiss Kiss Bang Bang
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2005
Länge 102 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 14[2]
Stab
Regie Shane Black
Drehbuch Shane Black
Produktion Joel Silver
Musik John Ottman
Kamera Michael Barrett
Schnitt Jim Page
Besetzung

Kiss Kiss, Bang Bang ist eine Kriminalkomödie aus dem Jahr 2005 von Regisseur Shane Black, der auch das Drehbuch schrieb. Die Hauptrollen spielten Robert Downey Jr. und Val Kilmer. Der Film basiert in Teilen auf dem 1941 erschienenen Roman Bodies Are Where You Find Them des Autors Brett Halliday.

Handlung[Bearbeiten]

Harry Lockhart, Kleinkrimineller und Schauspielneuling, kommt von New York City nach Los Angeles, wo er seine erste Rolle spielen soll. Die wurde ihm nur deshalb angeboten, weil er nach einem Einbruch in einen Spielwarenladen vor der Polizei flüchtete und zufällig in ein Film-Casting platzte, wo er wegen seines erschossenen Kollegen zusammenbrach und die Filmleute die Realität als schauspielerische Darstellung ansahen.

In L.A. trifft er auf der Party des Unternehmers Harlan Dexter auf eine attraktive Schauspielerin, die ihn an ein Mädchen erinnert, in das er schon während seiner Jugend verliebt war. Erst später bemerkt er, dass es sich bei ihr tatsächlich um Harmony, seinen Schwarm von damals, handelt. Deren Schauspiel-Karriere beschränkte sich bisher nur auf eine kleine Nebenrolle in einem Werbespot. Er gibt sich ihr gegenüber als Privatdetektiv aus, da er am nächsten Tag den homosexuellen Privatdetektiv Perry van Shrike, den alle nur "Gay Perry" nennen, als Vorbereitung auf seine Filmrolle, bei seinen Ermittlungen begleiten soll.

Für den Einsatz am nächsten Tag wurde Perry von einer Frau namens Allison Ames beauftragt, eine Person zu observieren. Die Frau beauftragte ihn telefonisch und bezahlte mit Kreditkarte. Perry und Harry verfolgen daraufhin einen Wagen, der wenig später in einem See landet. Sie finden im Kofferraum des Autos eine Frauenleiche.

Als Harry zurück im Hotel ist, teilt ihm die Polizei mit, dass Harmony Selbstmord begangen habe, doch kurz darauf erscheint die Totgeglaubte vor seinem Hotelzimmer und erklärt ihm, dass die Tote ihre Schwester Jenna war, die lediglich mit ihren Papieren gefunden wurde, welche sie ihr vorher entwendet hatte. Harmony ist jedoch von einem Mord an ihrer Schwester überzeugt und von nun an mit Harry und Perry an dem Fall dran.

Es stellt sich heraus, dass es sich bei der Leiche im Kofferraum um Veronica Dexter, die Tochter des einflussreichen Harlan Dexter handelt, auf dessen Party beide zuvor Gäste waren. Veronica Dexter hatte sich erst vor Kurzem, nach zehn Jahren der Entfremdung, mit ihrem Vater versöhnt und eine millionenschwere Klage gegen ihn überraschend zurückgezogen.

Harry erfährt von Perry, dass sein Rollenangebot als Schauspieler nie ernst gemeint war und er nur dazu benutzt wurde, um die Gage von Schauspieler Colin Farrell zu drücken. Harry findet heraus, dass es Harmonys verstorbene Schwester Jenna war, die Perry für die Observierung engagiert hatte, die in der Folge zur Entdeckung der Leiche im Kofferraum führte. Jenna hatte mit der von ihrer Schwester Harmony gestohlenen Kreditkarte bezahlt, auf der Harmonys Künstlername Allison Ames steht.

Da Jenna von ihrem Vater sexuell missbraucht wurde, erzählte ihr ihre Schwester einmal, dass ihr tatsächlicher Vater ein Schauspieler aus einem Jonny-Gossamer-Film sei. Harmony meint, dass ihre Schwester ihr diese Lügengeschichte geglaubt hat und nur nach L.A. gekommen ist, um ihren vermeintlich echten Vater zu besuchen. Nachdem Harmony eine Kopie des besagten Films besorgt hat, entdecken sie, dass auch der junge Harlan Dexter darin mitspielte. Der jetzige Unternehmer und Betreiber der Dexter-Klinik hat damals sein Geld als Schauspieler verdient.

Harry und Perry besuchen die Dexter-Klinik, welche eine Nervenklinik ist, da sie glauben, Dexter hätte dort in den letzten Jahren seine Tochter versteckt gehalten. Harlan Dexter hetzt ihnen seine Killer auf den Hals. In deren Begleitung befindet sich auch ein Mädchen mit rosa Haaren, welche von den Killern erschossen wird. Später tötet Harry in einem Schusswechsel Dexter und seine Killer. Harry, Perry und Harmony werden dabei verletzt und finden sich später im Krankenhaus wieder.

Der Fall löst sich auf: Veronica Dexters Doppelgängerin war nicht Harmonys Schwester, sondern das Mädchen mit den rosa Haaren, auf das Harry zuvor gestoßen war. Harmonys Schwester Jenna beobachtete Harlan Dexter mit dem Mädchen im Bett und engagierte Perry, um den vermeintlichen Inzest zu dokumentieren. Anschließend brachte sich Jenna aus Kummer selbst um, da sie es nicht verkraften konnte, dass sich nicht nur ihr bisheriger Vater an ihr verging, sondern auch noch ihr "neuer", vermeintlich richtiger Vater an seiner vermeintlichen Tochter.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Drehbuch basiert teilweise auf Brett Hallidays Roman Bodies Are Where You Find Them aus der Serie um den Privatdetektiv Mike Shayne, zu der zwischen 1939 und 1976 zahlreiche Romane erschienen. Die in der Filmhandlung vorkommenden Romane um den Privatdetektiv Jonny Gossamer sind an die Mike-Shayne-Romane angelehnt, für die der Künstler Robert McGinnis seinerzeit viele der Coverillustrationen schuf. Für den Film schuf er die Cover der fiktiven Jonny-Gossamer-Romane, die durch die grafische Gestaltung denen der realen Mike-Shayne-Serie sehr ähneln.[3]

  • Die Handlung ist in Kapitel unterteilt, welche jeweils einen Tag darstellen. Die Namen der Kapitel entsprechen allesamt Buchtiteln des Autors Raymond Chandler:
    1. Tag Trouble Is My Business, 2. Tag The Lady In The Lake, 3. Tag The Little Sister, 4. Tag The Simple Art Of Murder und zusätzlich als Epilog: Farewell, My Lovely.
  • Harry Lockhart, die Hauptperson im Film, führt zugleich als Erzähler durch die Handlung. Mehrmals im Film durchbricht seine Figur die "Vierte Wand" und spricht den Zuseher direkt an.
  • Shane Black führte in diesem Film erstmals Regie, zuvor war er vor allem als Drehbuchautor tätig.
  • Im Abspann des Films ist der Song "Broken" von Robert Downey Jr. zu hören.

Kritiken[Bearbeiten]

„Wer ... mal richtig laut lachen möchte, darf Shane Blacks „Kiss Kiss Bang, Bang“ auf keinen Fall verpassen. Neben dem ausgesprochen hohen Unterhaltungsfaktor ist dem Zuschauer auch ein Lachmuskelkater garantiert.“

Filmstarts.de

„Ein virtuos konstruiertes Drehbuch, hingebungsvolle Schauspieler und eine kluge Inszenierung machen den Film zum cineastischen Hochgenuss“

film-dienst 21/2005

„Ein clever gemachtes, nahezu perfektes Action-Vergnügen. Wäre Alfred Hitchcock ein Kiffer gewesen, hätte er wahrscheinlich so einen Film gedreht.“

Cinema[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film gewann vier Filmpreise und wurde für zwölf weitere Preise nominiert.[5]

Gewonnen[Bearbeiten]

Nominierungen[Bearbeiten]

Saturn Award 2006:

Critics Choice Award 2006:

  • Best Comedy Movie

GLAAD Media Award 2006:

  • Outstanding Film - Wide Release

ALFS Award 2006:

  • Screenwriter of the Year: Shane Black

Satellite Award 2005:

  • Outstanding Actor in a Motion Picture, Comedy or Musical: Robert Downey Jr.
  • Outstanding Actor in a Supporting Role, Comedy or Musical: Corbin Bernsen
  • Outstanding Actress in a Supporting Role, Comedy or Musical: Michelle Monaghan
  • Outstanding Original Song: Robert Downey Jr. und Mark Hudson mit „Broken“

Literatur[Bearbeiten]

  • Henry Keazor, “`I had the strangest week ever!´: Metalepsis in Music Videos“, in: Metalepsis in Popular Culture, hrsg. von Sonja Klimek und Karin Kukkonen, Berlin/New York 2011 (Serie „Narratologia“), S. 104 - 126 [analysiert im ersten Teil die Erzählweise und Dramaturgie von "Kiss Kiss, Bang Bang" und vergleicht den Film mit der Romanvorlage]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FSK-Freigabekarte (PDF-Datei; 70 kB),
  2. Filmdatenbank des BMUKK
  3. Robert McGinnis' KISS KISS, BANG BANG art. Auf: templeofschlock.blogspot.de (englisch). Abgerufen am 9. Januar 2013.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKiss Kiss, Bang Bang. Cinema.de, abgerufen am 15. November 2009.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAwards for Kiss Kiss Bang Bang. IMDB.com, abgerufen am 8. August 2009.