Kritische Infrastrukturen

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Kritische Infrastrukturen (KRITIS) sind Institutionen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden. Kritische Infrastrukturen sind häufig vernetzt und hängen voneinander ab, welches zu Risiken und Kaskadeneffekten führen kann.

Das Bundesministerium des Inneren (BMI) gliedert kritische Infrastrukturen in neun Sektoren mit entsprechenden Branchen:[1]

  1. Energie: Elektrizität, Gas, Mineralöl
  2. Informationstechnik und Telekommunikation: Telekommunikation, Informationstechnik
  3. Transport und Verkehr: Luftfahrt, Seeschifffahrt, Binnenschifffahrt, Schienenverkehr, Straßenverkehr, Logistik
  4. Gesundheit: Medizinische Versorgung, Arzneimittel und Impfstoffe, Labore
  5. Wasser: Öffentliche Wasserversorgung, Öffentliche Abwasserbeseitigung
  6. Ernährung: Ernährungswirtschaft, Lebensmittelhandel
  7. Finanz- und Versicherungswesen: Banken, Börsen, Versicherungen, Finanzdienstleister
  8. Staat und Verwaltung: Regierung und Verwaltung, Parlament, Justizeinrichtungen, Notfall-/ Rettungswesen einschließlich Katastrophenschutz
  9. Medien und Kultur: Rundfunk (Fernsehen und Radio), gedruckte und elektronische Presse, Kulturgut, symbolträchtige Bauwerke

Aufgrund der fortschreitenden und intensiven Nutzung von Informationstechnologie in den kritischen Infrastrukturen wendet sich das Interesse auch den kritischen Informationsinfrastrukturen zu.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Definition „Kritische Infrastrukturen“ nach Bundesministerium des Inneren (BMI) (PDF-Datei)

Weblinks[Bearbeiten]