Lindsey Buckingham

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Lindsey Buckingham, 2009
Lindsey Buckingham, 2009
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
[1][2][3]
Trouble
  DE 39 15.03.1982 (11 Wo.)
  UK 29 06.02.1982 (1 Wo.)
  US 9 24.10.1981 (19 Wo.)
Holiday Road
  US 82 06.08.1983 (5 Wo.)
Go Insane
  US 23 28.07.1984 (16 Wo.)
Countdown
  DE 66 14.09.1992 (8 Wo.)
Soul Drifter
  DE 53 08.02.1993 (10 Wo.)

Lindsey Buckingham (* 3. Oktober 1949 in Palo Alto, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Rockmusiker und Komponist. Bekannt wurde er zusammen mit Stevie Nicks vor allem für ihre gemeinsame Zeit bei Fleetwood Mac.

Leben[Bearbeiten]

Buckingham wuchs in einer sportbegeisterten Familie in Nordkalifornien auf, sein Bruder ist der ehemalige Olympiateilnehmer und Weltrekordhalter im Schwimmen Greg Buckingham. Lindsey Buckingham spielte in seiner Schulzeit Wasserball und brach eine aussichtsreiche Sportkarriere ab, um Musiker zu werden.[4]

Seine Karriere als Rockmusiker begann er in der Acid-Rock-Band Fritz, die für dreieinhalb Jahre existierte, in Nordkalifornien eine lokale Anhängerschaft sammelte sowie Fans in Birmingham, Alabama hatte.[4] Bei Fritz sang als einzige Frau der Band Buckinghams spätere Freundin Stevie Nicks.

Die Band brach auseinander, und nach einem Abschlusskonzert in Birmingham schlossen sich Buckingham und Nicks als Duo unter dem Namen Buckingham Nicks zusammen. Sie veröffentlichten 1973 eine LP, die erfolglos blieb, worauf ihre Plattenfirma Polydor sie noch während der Arbeit an einem zweiten Album vor die Tür setzte. Sie spielten weiterhin Live-Auftritte, mussten aber ihren Lebensunterhalt anderweitig verdienen, bis im Jahre 1975 ein Toningenieur ein Demoband von ihnen Mick Fleetwood vorlegte, einem der Gründer von Fleetwood Mac.[4]

Buckingham und Stevie Nicks traten unmittelbar darauf der Band bei. Mit Buckingham als Komponist und Arrangeur wurde Fleetwood Mac zu einer der erfolgreichsten Bands der 1970er-Jahre weltweit. Er brachte einen musikalischen Einfluss aus Kalifornien in ihre Musik ein, wobei er Brian Wilson als seine Inspirationsquelle nennt.[4] Buckingham hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg der Alben Fleetwood Mac (1975), Rumours (1977), Tusk (1979), Mirage (1982) sowie am 1987 erschienenen Album Tango in the Night.

Lindsey Buckingham (r.) und Stevie Nicks, 2003

Im Herbst 1981 veröffentlichte Lindsey Buckingham das Soloalbum Law and Order, woraus die vorab ausgekoppelte Single Trouble sich unter den Top10 in den USA platzierte und auch in den deutschen Singlecharts (Platz 39) vertreten war. Weniger erfolgreich war sein Soloalbum Go Insane (1984).

Ende 1987 verließ er Fleetwood Mac nach deren Album Tango in the Night, um sich auf seine Soloprojekte zu konzentrieren, die allerdings nie so erfolgreich waren wie die Fleetwood Mac-Alben. Anschließend folgte 1992 sein drittes Soloalbum Out of the Cradle mit den Singles Countdown (Platz 66) und ein Jahr später Soul Drifter (Platz 53).

Zwischen 2003 und 2006 arbeitete Buckingham an einem neuen Akustik-Gitarren-Album, das unter dem Titel Under the Skin im September 2006 erschienen ist. Auf dem Soundtrack des Films Elizabethtown war 2005 bereits ein neues Akustikstück Buckinghams namens Shut us down veröffentlicht worden. Im September 2008 erschien sein fünftes Album mit dem Titel Gift Of Screws, im September 2011 folgte das Album Seeds We Sow.

Weiteres[Bearbeiten]

Der Song Time bomb town ist im ersten Teil der Film-Trilogie Zurück in die Zukunft zu hören.

Sein Song Holiday Road ist ein Leitmotiv im Film National Lampoon's Vacation (deutsche Fassung: Die schrillen Vier auf Achse) mit Chevy Chase und Beverly D'Angelo von 1983.

1987 war er auch als Produzent der Band The Dream Academy tätig.

Seit 2002 existiert Fleetwood Mac wieder in der Besetzung der späten 1970er, seit 2014 auch wieder mit Christine McVie. 2003 erschien das Album Say You Will. Von Lindsey Buckingham stammte unter anderem die erste Single-Auskopplung mit dem Titel Peacekeeper, die er ursprünglich auf einem Soloalbum veröffentlichen wollte.

Vielleicht einer der am meisten unterschätzten Musiker im Rockzirkus, gilt Lindsey Buckingham nicht nur als der „große Visionär der Rockmusik“, wie der Rolling Stone einmal titelte, sondern auch in Fachkreisen als exzellenter Gitarrist. Charakteristisch ist sein einmaliger, differenzierter Fingerpicking-Stil und das Spielen ohne Plektrum. Buckinghams Virtuosität und Können weisen ihn auch als erstklassigen Arrangeur, Komponisten und Produzenten aus.

Seit Februar 2000 ist er mit Kristen Messner verheiratet; das Paar hat drei Kinder.

Diskografie (Studioalben)[Bearbeiten]

Mit Buckingham Nicks[Bearbeiten]

  • Buckingham Nicks (1973)

Mit Fleetwood Mac[Bearbeiten]

  • Fleetwood Mac (1975)
  • Rumours (1977)
  • Tusk (1979)
  • Mirage (1982)
  • Tango In The Night (1987)
  • The Dance (1997)
  • Say You Will (2003)

Solo[Bearbeiten]

  • Law And Order (1981)
  • Go Insane (1984)
  • Out Of The Cradle (1992)
  • Under The Skin (2006)
  • Gift Of Screws (2008)
  • Seeds We Sow (2011)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. HIT-BILANZ, deutsche Chart Singles 1956-2001 auf CD-ROM; TAURUS PRESS Verlag populärer Musik-Literatur GmbH
  2. HIT-RECORDS, UK Chart Singles 1950-2000 auf CD-ROM; TAURUS PRESS Verlag populärer Musik-Literatur GmbH
  3. HIT-GUIDE, US Chart Singles 1950-1999 auf CD-ROM; TAURUS PRESS Verlag populärer Musik-Literatur GmbH
  4. a b c d Cameron Crowe: The True Life Confessions of Fleetwood Mac. In: Rolling Stone, 24. März 1977, Ausgabe 235