Lorenzo Lotto

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lorenzo Lotto auf einem Selbstporträt
Signatur

Lorenzo Lotto (* 1480 in Venedig; † 1557 in Loreto) war ein bedeutender italienischer Maler der Hochrenaissance.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Lorenzo Lotto war möglicherweise ein Schüler Alvise Vivarinis (1446–1505) und stand unter dem Einfluss Giovanni Bellinis (1430–1516). Er verließ Venedig, noch ehe ihn Tizian (1477–1576) hätte beeinflussen können, und wirkte in Treviso und Bergamo. Um 1510 besuchte er Rom.

Als Lotto um 1526 wieder nach Venedig kam, griff er Tizians Farbgebung auf, doch blieb sein Werk eindeutig von seiner ruhelosen Persönlichkeit geprägt; ständig wechselte er Malstil und Wohnort. Er starb in einem Kloster in Loreto, in das er 1552 eingetreten war.

Sein Rechnungsbuch der Jahre 1538 aufwärts gilt heute als wertvolles Zeitdokument.

Werke[Bearbeiten]

  • 1505–1508 Die mystische Vermählung der Heiligen Katharina von Siena.
  • 1508 Bildnis eines Jünglings vor weißem Vorhang. Kunsthistorisches Museum Wien
  • 1509 Begegnung mit Raffael in Rom
  • 1512 Verklärung Christi.
  • 1513 Maria mit Kind und Heiligen. in San Bartolomeo, Bergamo
  • 1521 Maria auf dem Thron mit Heiligen. in S. Spirito, Bergamo
  • 1521 Christus nimmt Abschied von seiner Mutter, Gemäldegalerie, Berlin
  • 1523 Christi Geburt. Washington National Gallery of Art
  • 1523 Porträt des Messer Marsilio und seiner Frau. Museo Nacional del Prado, Madrid
  • 1523 Die mystische Vermählung der heiligen Katharina von Alexandrien mit dem Stifter Nicolò Bongh. Accademia Carrara, Bergamo
  • 1525-1535 Ein Goldschmied in drei Ansichten. Kunsthistorisches Museum Wien
  • 1527 Andrea Odoni.
  • 1527 Der Mann mit der Tierpranke.
  • 1527 Junger Mann am Schreibtisch.
  • 1527-1533 Maria mit dem Kind und Hll. Katharina und Jakobus. Kunsthistorisches Museum Wien

Literatur[Bearbeiten]

  • Giovanni Carlo Federico Villa (a cura di): Lorenzo Lotto. Ausstellung im Palazzo del Quirinale (Rom), Silvna, Milano 2011, ISBN 978-8-836-61952-8. (311 S.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lorenzo_Lotto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien