Madame Grès

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Germaine Émilie Krebs (* 1903; † 1993) war eine französische Modedesignerin und Unternehmerin. Sie gründete das Haute-Couture-Modehaus Madame Grès, das noch existiert. Parfums Grès ist die dazugehörige Parfum-Marke des Hauses.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Krebs wurde formal als Bildhauerin ausgebildet. Bereits ab 1933 arbeitete sie für die Modefirma „Alix Barton“ und begann sich einen eigenen Namen in der französischen Modewelt zu machen. 1935 konnte sie mit Hilfe von Finanziers ihr eigenes Modehaus in Paris eröffnen. Von 1942 bis 1988 befand sich ihr Modehaus „Madame Grès“ in Paris, Rue de la Paix 1.[1]

In den 1940er Jahren entwarf Madame Grès Kleider im Stil der griechischen Antike, die als Vorreiter des heutigen Minimalismus gesehen werden können. Sie gilt als eine der wegweisenden Gestalterinnen der Haute Couture, berühmt für ihre an antike Gewänder erinnernden, asymmetrischen Roben. Sie war eine der letzten der berühmten Haute-Couture-Häuser, der den Kundinen Entwürfe zur sofortigen Anprobe zur Verfügung stellte. Zu den berühmten Kundinnen ihres Modehauses zählten: Jane Birkin, Marlene Dietrich, Greta Garbo, Grace Kelly, Danielle Mitterrand, Édith Piaf und Wallis Simpson.

Der Name Grès war ein teilweises Anagramm des Vornamens ihres Mannes. 1937 hatte sie den russischen Maler Serge Czerefkov geheiratet, mit dem sie eine gemeinsame Tochter Anne hatte.[2] Der Maler Kees van Dongen porträtierte Madame Gres 1948.[3]

Nach Jahren des Erfolgs verkaufte sie ihr Modehaus 1984 an Bernard Tapie. Der Markenname „Madame Gres“ wurde 1986 vom Haus Jacques Esterel übernommen und schließlich 1988 von der japanischen Gruppe Yagi Tsusho fortgeführt.[4]

Grèss erstes und berühmtestes Parfum war 1959 „Cabochard“, kreiert von Bernard Chant. Andere Duftstoffe, nach dem Verkauf des Unternehmens ins Leben gerufen, gehören Cabotin (1990), Folie Douc (1997), Cabaret (2003), Caline (2005) und Caline Night (2006).

Das Modelabel von Dorothee Schumacher beruft sich darauf ihr Entwürfe in das 21. Jahrhundert zu transformieren.[5]

Literatur[Bearbeiten]

  • Laurence Benaïm: Madame Grès. Editions Assouline 1999 (in Französisch)
  • Patricia Mears: Madame Grès, Sphinx of Fashion. Yale University Press 2008

Referenzen[Bearbeiten]

  1. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9294844.html
  2. http://www.answers.com/topic/madame-gr-s
  3. http://mfconfidential.blogspot.com/2011/03/kees-van-dongen.html
  4. http://www.yagitsu.co.jp/english/brand/gres/
  5. „Wir denken über die Seele der Frau nach“, abgerufen am 10. Juni 2013