Saint-Paul-de-Vence

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Saint-Paul-de-Vence
Wappen von Saint-Paul-de-Vence
Saint-Paul-de-Vence (Frankreich)
Saint-Paul-de-Vence
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Alpes-Maritimes
Arrondissement Grasse
Kanton Cagnes-sur-Mer-Ouest
Gemeindeverband Agglomération de Sophia Antipolis.
Koordinaten 43° 42′ N, 7° 7′ O43.6963888888897.1222222222222184Koordinaten: 43° 42′ N, 7° 7′ O
Höhe 39–355 m
Fläche 7,26 km²
Einwohner 3.533 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 487 Einw./km²
Postleitzahl 06570
INSEE-Code
Website www.saintpauldevence.org

Saint-Paul de Vence

Saint-Paul de Vence ist eine französische Stadt mit 3533 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Alpes-Maritimes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Saint-Paul liegt im Arrondissement Grasse und gehört zum Kanton Cagnes-sur-Mer-Ouest. Der Ort bedeckt eine Fläche von 7,26 Quadratkilometern.

Die Kommune ist Mitglied im Gemeindeverbund Sophia Antipolis.

Während der Französischen Revolution hieß der Ort Sainpaul. Die Einwohner nennen sich Saint-Paulois.

Saint-Paul ist ein vielbesuchtes mittelalterliches Städtchen mit gut erhaltenen Befestigungsanlagen. Diese wurden 1537–1547 unter Franz I. errichtet, wofür 700 Häuser abgerissen werden mussten. Die Bewohner wurden in die neu geschaffene Nachbarsiedlung La Colle umgesiedelt.

Viele Künstler und Kunsthandwerker haben sich hier niedergelassen, unter anderem Marc Chagall. Er zog 1966 nach Saint-Paul und vermachte dem Dorf, in dem er rund 20 Jahre lebte, einige Werke. Ganz besonders sehenswertsind ein Gemälde mit dem Titel „Ma Vie“ (Mein Leben) und ein Mosaik zum Thema „Les Amoureux“ (Liebespaar) in der Fondation Maeght sowie ein weiteres Mosaik aus dem Jahre 1986 am Giebel der Gemeindeschule, das auf der Grundlage einer Originalzeichnung von Marc Chagall geschaffen wurde. Der 1985 verstorbene Künstler ist auf dem Friedhof von Saint-Paul begraben. Sein unscheinbares Steingrab auf dem örtlichen Friedhof zieht viele Neugierige und Kunstpilger nach Saint Paul de Vence.

Die Fondation Maeght, ein modernes Kunstmuseum, dessen markante Architektur von Josep Lluís Sert, einem Schüler Le Corbusiers in krassem Gegensatz zum romantischen Flair des mittelalterlichen Dorfes steht, befindet sich etwas außerhalb auf dem Hügel La Colline des Gardettes.

Die Chapelle des Pénitents Blancs (Kapelle der weißen Bußmönche) wurde von Jean-Michel Folon ausgestattet. Der Architekt starb 2005, noch bevor der Bau vollendet war. Handwerksmeister setzen sein Projekt fort. Die im Juni 2008 geweihte Kapelle ist heute mit der poetischen Fantasiewelt Folons und einem riesigen Mosaik, bunten Kirchenfenstern, Wandmalereien und Skulpturen zum Thema Bußgaben geschmückt.

Am Eingang des Dorfes befindet sich der Platz des Boule-Spiels, der durch Spieler wie Lino Ventura und Yves Montand bekannt wurde. Es finden dort mehrsprachige einführende Boulekurse sowie Wettbewerbe für Amateure und Profis statt.

Das Gasthaus La Colombe d’Or im alten malerischen Dorf war in den 1970er Jahren beliebter Schlupfwinkel des Malers Chagall. Mit den Skizzen berühmter Gäste wie Matisse, Calder, Picasso ähnelt es einem kleinen Museum. In den 1970er Jahren war es auch ein beliebter Treffpunkt unweit von Cannes von Leinwandstars wie Sophia Loren, Lino Ventura, Yves Montand und anderen.

Sehenswertes[Bearbeiten]

  • die Kirche aus dem 12. und 13. Jahrhundert
  • die Festungsmauern, 1537–1547 unter Franz I. errichtet
  • die Fondation Maeght, ein Museum zeitgenössischer Kunst

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saint-Paul, Alpes-Maritimes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien