Magna Steyr
| Magna Steyr Fahrzeugtechnik AG & Co KG | |
|---|---|
| Rechtsform | Kommanditgesellschaft |
| Gründung | 2001 |
| Sitz | Oberwaltersdorf, Österreich |
| Leitung | Günther Apfalter, Präsident |
| Mitarbeiter | 10.400 (2012) |
| Branche | Automobilzulieferer |
| Website | www.magnasteyr.com |
Die MAGNA STEYR Fahrzeugtechnik AG & Co KG ist ein österreichischer Automobilhersteller mit Verwaltungssitz in Oberwaltersdorf, wichtigster Produktionsstandort ist aber Graz. Magna Steyr ist eine Tochtergesellschaft des von dem Austro-Kanadier Frank Stronach gegründeten austro-kanadischen Automobilzuliefererkonzerns Magna International und entstand aus der Fusion von Magna Europe und Teilen des früheren Industriekonglomerates Steyr-Daimler-Puch.
Magna Steyr entwickelt und produziert ausschließlich Fahrzeuge im Auftrag anderer Hersteller. So wurde das Allrad-System für Mercedes-Benz entwickelt und bis Ende 2006 die Allradversion (4MATIC) der Mercedes E-Klasse produziert. Momentan wird noch die G-Klasse für Mercedes-Benz bis zum Jahr 2015 gebaut. Seit 2009 wird auch die lackierte Aluminiumkarosserie für den Mercedes-Benz SLS AMG produziert.
Die Firma leistete wichtige Entwicklungsarbeit (u.a. im Bereich des neuartigen Allradantriebes) für den BMW X3, der wie auch das Saab Cabriolet 9-3 ausschließlich von Magna Steyr in Graz produziert wurde. Für DaimlerChrysler stellte Magna seit dem Kauf des EUROSTAR-Automobilwerkes in Graz bis Ende November 2007 den Chrysler Voyager her. Der Jeep Grand Cherokee wurde hier für den kontinentaleuropäischen Markt sowie als Rechtslenker gefertigt. Zurzeit werden am Standort Graz neben der G-Klasse noch der Mini Countryman und der Peugeot RCZ produziert.
Auf der IAA 2005 präsentierte Magna Steyr mit dem Konzeptauto MILA einen einsitzigen, erdgasbetriebenen Sportwagen, der in der Lage ist, Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 220 km/h zu erreichen. 2012 wurde mit dem MILA Coupic das sechste Fahrzeug der MILA-Family am Genfer Automobilsalon präsentiert.
Inhaltsverzeichnis |
Produzierte Fahrzeuge [Bearbeiten]
Aktuell [Bearbeiten]
- Mini Paceman seit 2012
- Mini Countryman seit 2010
- Peugeot RCZ seit 2010
- Lackierte Aluminiumkarosserie Mercedes-Benz SLS AMG seit 2009
- Mercedes-Benz G-Klasse, W 460, W 461, W 462, W 463 seit 1979
Geschichte [Bearbeiten]
- Aston Martin Rapide 2010–2012
- BMW X3 2003–2010
- Jeep Commander 2006–2010
- Jeep Grand Cherokee WH 2005–2010
- Chrysler 300 C 2005–2010
- Saab 9-3 Cabriolet 2003–2009
- Mercedes-Benz E-Klasse W 211 2003–2006 (Allradmodelle)
- Chrysler Voyager Juli 2007–Dezember 2007
- Mercedes-Benz M-Klasse W 163 1999–2002
- Mercedes-Benz E-Klasse W 210 1996–2002 (Allradmodelle)
- Jeep Grand Cherokee ZG, WG, WJ 1994–2004
- Audi V8L 1990–1994
- VW Golf Country 1990–1991
- VW Transporter T3 4x4 1984–1992
- Pinzgauer 1971–2000
- Haflinger 1959-1974
- Puch 500 / 650 / 700c / 126 1957-1975
- Alpenwagen 1919
- Voiturette 1906
MILA-Family [Bearbeiten]
Magna Steyr zeigt mit der MILA-Family seine Innovationen und Technologien. Die Konzeptfahrzeuge wurden auf verschiedenen Automobilmessen präsentiert.
MILA Coupic [Bearbeiten]
Das sechste Konzeptfahrzeug der Mila-Family, der MILA Coupic vereint drei verschiedene Fahrzeugkonzepte in einem: SUV-Coupé, das sich in einen Pick-up oder in ein Cabrio umwandeln lässt. Die Präsentation des MILA Coupic fand am Genfer Automobilsalon 2012 statt.
Mila Aerolight [Bearbeiten]
Am Genfer Automobilsalon 2011, wurde das fünfte Mila Konzeptfahrzeug präsentiert: Mila Aerolight, ein kompakter 4-Sitzer mit Erdgasantrieb.
Mila Alpin [Bearbeiten]
Der Mila Alpin ist ein kleiner Geländewagen in Leichtbauweise für vier Insassen (in einer 3+1 Sitzeinteilung) und wurde am Genfer Automobilsalon 2008 erstmals präsentiert. Das Fahrzeug ist 3540mm lang, 1703mm breit und 1751mm hoch und hat einen 3-Zylinder 1,0 L (999cc) Motor in 2 Versionen: Erdgas oder Hybrid mit Benzin und Erdgas.
Mila future [Bearbeiten]
Erstmals präsentiert am Genfer Automobilsalon 2007, vereint der Mila future 4 Dachoptionen in einer Fahrzeugskulptur: Coupé, Landaulet, Copster (eine Mischung aus Coupé und Roadster) und Roadster.
Mila 2 [Bearbeiten]
Der Nachfolger des ersten Milas ist ein Zweisitzer-Sportwagenkonzept.
Concept Mila [Bearbeiten]
Das Showcar wurde 2005 auf der IAA in Frankfurt als Einsitzer-Sportwagen präsentiert. Der erste Prototyp des Fahrzeug mit Erdgasantrieb wurde 2006 gebaut.