Malé
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Malé (Dhivehi: މާލެ) ist die Hauptstadt der Malediven. Die 104.403 Einwohner zählende Stadt liegt auf der gleichnamigen nur 2,74 km² großen Insel Malé im Süden des Nord-Malé-Atolls neben der Flughafeninsel Hulhumalé.
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[Bearbeiten] Geschichte
Malé ist seit mehr als 800 Jahren das Zentrum der Malediven. In jüngster Zeit nahmen Bevölkerung und Bedeutung der Insel derart zu, dass sie künstlich vergrößert werden musste. Über ein Viertel der heutigen Inselfläche wurde dem Indischen Ozean abgerungen. Die Häuser dürfen nicht höher sein als der Turm der Hauptmoschee (Freitagsmoschee).
Das Leben auf der Hauptinsel steht seit jeher vollkommen im Kontrast zur beschaulichen Ruhe, welche die anderen Malediveninseln ausstrahlen.
[Bearbeiten] Infrastruktur
Der englische Archäologe H. C. P. Bell besuchte 1920 Malé und klagte schon damals über die Übervölkerung der Inselstadt, in der damals 5.000 Personen lebten. Heute sind es 104.403 (Stand: 2006). Dies entspricht einem Drittel der Gesamtbevölkerung der Malediven.
In Malé befinden sich die wichtigsten Spitäler, alle höheren Schulen des Inselstaates, Behörden sowie die Regierung. Hier ist das Hauptquartier der Sicherheitskräfte (die Malediven verfügen über kein Militär) und das Zentrum von Gewerbe und Handel. Der Hafen ist ständig ausgelastet.
[Bearbeiten] Sehenswerte Moscheen
Von den drei prächtigsten Moscheen der Malediven stehen zwei in Malé.
- Die Hukuru Miskiiy wurde von dem als beliebt und charismatisch geltenden Sultan Ibrahim Iskandar I. in der Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut.
- Die Freitagsmoschee mit ihrer goldenen Kuppel überragt das Stadtbild von Malé. Die Aasaari Miskiiy Moschee im nördlichen Nilandhooatoll geht zurück auf die Regierungszeit des ersten Sultans, der die Inselbewohner im 12. Jahrhundert zum Islam bekehrt hatte. Heute ist der Islam Staatsreligion.
[Bearbeiten] Malé International Airport
Die Insel Hulhumalé, auf der sich heute der Flughafen (IATA: MLE, ICAO: VRMM) befindet, war einst eine dicht bewaldete Insel. Diese wurde mit einer zweiten verbunden, worauf man 1968 die Flughafenpiste fertigstellte. In den letzten Jahren schüttete man Land für eine weitere Landebahn auf.
[Bearbeiten] Schreibweise
Schon seit vielen Jahrzehnten wird diskutiert, wie der Name der Inselhauptstadt (auf englischen Schreibmaschinen) geschrieben werden solle. Verschiedene Versionen sind in Gebrauch: Male, Malé, Male' etc. Manche geben Malé den Vorzug, andere haben sowohl den Apostroph wie auch den Akzent fallen lassen.
[Bearbeiten] Aktuelle Ereignisse
Am 26. Dezember 2004 wurde Malé von einem Tsunami infolge eines Seebebens im Indischen Ozean überflutet.
[Bearbeiten] Weblinks
Koordinaten: 4° 10' 28" N 73° 30' 35" O

