Manawatu-Wanganui

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Manawatu-Wanganui
Karte
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Über dieses Bild
Basisdaten
Hauptstadt: Palmerston North
Größte Stadt: Palmerston North
ISO 3166-2: NZ-MWT
Fläche: 22.215 km²
Einwohner: 220.089 (2001)
Bevölkerungsdichte: 9,91 Einwohner/km²

Manawatu-Wanganui ist eine im Süden der Nordinsel Neuseelands gelegene Region.

Geographie[Bearbeiten]

Im Westen grenzt Manawatu-Wanganui an die Region Taranaki, im Norden an die Region Waikato, im Nordosten an die Region Hawke's Bay und im Südosten an die Region Wellington. Zwischen Hawke's Bay und der Region Wellington reicht eine relativ schmale „Landzunge“ bis an den Pazifischen Ozean. Der Südwesten der Region grenzt an die South Taranaki Bight, eine Bucht der Tasmansee.

Den Osten der Region durchlaufen die Ruahine- und Tararua Range, beides bis zu 1700 Meter hohe Mittelgebirgsketten, die den Osten von Neuseelands Nordinsel von Norden nach Süden parallel der Küstenlinie durchziehen. Der Norden der Region wird vom Tongariro-Nationalpark dominiert, in dem sich die drei Vulkane Ruapehu, Ngauruhoe und Tongariro befinden. Am meisten aber wird die Region durch die Flüsse Whanganui und Manawatu beeinflusst. Sie spielten auch schon für die Māori, für die Manawatu-Wanganui ein Hauptsiedlungsgebiet war, wirtschaftlich und spirituell eine übergeordnete Rolle.

Einwohner[Bearbeiten]

In der Region leben insgesamt ca. 220.000 Menschen. Die beiden größten Städte sind Palmerston North mit ca. 70.000 Einwohnern und Wanganui mit ca. 40.000 Einwohnern.

Weitere Städte bzw. Siedlungen sind Levin, Feilding, Dannevirke, Taumarunui, Foxton und Marton.

In Manawatu-Wanganui leben relativ wenige Menschen in großen Ballungsräumen. Mehr als die Hälfte der Einwohner bewohnen ländliche Gebiete, was eigentlich untypisch für Neuseeland ist.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Die Victoria Avenue in Wanganui

In Manawatu-Wanganui befinden sich insgesamt zehn Distrikte; vier davon befinden sich teilweise noch in anderen Regionen:

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Wirtschaft in Manawatu-Wanganui wird im Wesentlichen von der Land- und Forstwirtschaft und vom Tourismus dominiert.

Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Manawatu-Wanganui ist für seine ländlich geprägte Wirtschaft berühmt. Dies führte in den 1920er Jahren unter anderem zur Entstehung einer Universität für Landwirtschaft, in dem die wissenschaftliche Bebauung von Feldern und das Züchten von Tieren gelehrt wurde. Damit wollte die Regierung die beiden Regionen Canterbury und Manawatu-Wanganui als landwirtschaftliche Zentren ausbauen. 1996 gab es in Manawatu-Wanganui 7.216.000 Schafe, damit liegt die Region auf der Nordinsel ganz an der Spitze, im neuseelandweiten Vergleich nach Canterbury, Southland und Otago auf dem vierten Platz.

Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Manawatu-Wanganui ist eines der wichtigsten Gebiete für die Forstwirtschaft in Neuseeland. Die vorwiegend gelb-bräunlichen Böden sind für die Forstwirtschaft hervorragend geeignet. Dieser Wirtschaftssektor spielte seit dem Aufsteigen von Palmerston North zu einer "Stadt der Sägewerke" eine große Bedeutung und war der Hauptgrund für den anfänglichen wirtschaftlichen Aufstieg der Region. Aber die bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts uneingeschränkten Abholzungen der einheimischen Wälder und zahlreiche Brände zerstörte die Biodiversität der Region fast vollständig. Weil somit fast keine Wälder mehr zum Abholzen da waren, kam die Forstwirtschaft Anfang des 20. Jahrhunderts fast zum Stillstand. Als Resultat daraus nahm die Bodenerosion dramatisch zu, bis sich die Regierung kurz darauf entschloss, großflächige Wiederaufforstungen erst an der Küste, dann auch im Landesinneren vorzunehmen. Heute wird oftmals eine nachhaltige Waldwirtschaft betrieben.

Tourismus[Bearbeiten]

Von 1996 bis 1998 verbrachten 4,1 % aller Touristen ihren Urlaub in der Region. Dabei waren die saisonalen Schwankungen im Ruapehu-Distrikt am größten, die Touristenzahlen waren in Palmerston North von den Jahreszeiten am unabhängigsten.

Infrastruktur[Bearbeiten]

In Nord-Süd Richtung verlaufen der State Highway 1 (SH 1) und die wichtigste Eisenbahnverbindung der Nordinsel, der North Island Main Trunk. Beide Strecken verbinden schließlich die größte Stadt Neuseelands, Auckland, mit der Hauptstadt, Wellington. Von Westen nach Osten führen der State Highway 3 und die Eisenbahnlinie Palmerston North - Gisborne.

Die Inland Patea Road, die teilweise noch unbefestigte Straße zwischen Napier und Taihape sorgte Ende des neunzehnten, Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts für die direkte Verbindung der Wanganui Region mit der Region an der Hawke's Bay, durch die seit 1925 bestehende Springvale Suspension Bridge über den Rangitikei River ist dies noch heute die kürzeste Route zur West-Ost-Querung der Nordinsel über die Ruahine Range und die Kaweka Range an der östlichen Grenze der Region.

In der Region gibt es keinen überregionalen Seehafen.

Insgesamt befinden sich 16 % des gesamten Straßennetzes (8732 km) der Nordinsel in Manawatu-Wanganui, wovon etwa zwei Drittel asphaltiert ist. Knapp 1000 km dieser Straßen sind State Highways, auf der Nordinsel sind es nur in Waikato mehr.

Weblinks[Bearbeiten]