Canterbury (Region)

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Canterbury
Waitaha

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Über dieses Bild
Basisdaten
Hauptstadt: Christchurch
Größte Stadt: Christchurch
ISO 3166-2: NZ-CAN
Fläche: 45.845 km²
Einwohner: 524.591 (2005)
Bevölkerungsdichte: 5,76 Einwohner/km²
Canterbury Plains

Canterbury (englisch auch: Environment Canterbury, Māori Waitaha) ist die größte der 17 Regionen Neuseelands. Sie liegt im Osten der Südinsel.

Geographie[Bearbeiten]

Mit einer Fläche von 45.845 km² bildet Canterbury die größte Region in ganz Neuseeland. Das Gebiet lässt sich in zwei geographische Teile gliedern. Auf der Ostseite, an die auf ganzer Strecke der Pazifische Ozean grenzt, liegt die ausgedehnte Ebene Canterbury Plains. Etwa in der Mitte der Nord-Süd-Erstreckung ragt in den Pazifik die Banks Peninsula.

Der gesamte Westen der Region wird schließlich vom zweiten bedeutenden geographischen Gebiet dominiert, den Neuseeländischen Alpen. Mit dem Mount Cook (3754 m) befindet sich hier nicht nur die höchste Erhebung der Region, sondern des ganzen Landes. Hier liegt auch der Mount-Cook-Nationalpark. Die Region wird im Norden durch den Fluss Conway River und im Süden durch den Waitaki River begrenzt.

Die Region grenzt im Südwesten an Otago, im Westen an West Coast, im Norden an Tasman und im Nordosten an Marlborough.

Einwohner[Bearbeiten]

Die gesamte Region hat eine Einwohnerzahl von 519.200 (2004), wobei allein Christchurch schon ungefähr 350.000 Einwohner zählt. Nach Christchurch ist Timaru mit 27.100 Einwohnern die zweitwichtigste Stadt. Weitere wichtige Orte sind Ashburton mit 16.100 Einwohnern und Rangiora mit 11.400 Einwohnern (Stand: 2004)

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Canterbury gliedert sich in folgende zehn Distrikte:

Der Banks-Peninsula-Distrikt wurde im Jahr 2006 mit dem Stadt-Distrikt Christchurch City Council zusammengelegt, nachdem sich im November 2005 mehr als die Hälfte der Bewohner dafür ausgesprochen hatte.

Geschichte[Bearbeiten]

Canterbury Province (bis 1876) Canterbury Region (1876 bis heute)
New Zealand provinces Canterbury.png
Position of Canterbury Region.png

Die Kolonisation wurde durch Edward Gibbon Wakefield und John Robert Godley im Jahre 1848 im Auftrag der Church of England geplant. Ab ca. 1850 begann die Besiedlung durch die europäischen Einwanderer. In dieser Zeit entstanden viele staatliche und kirchliche Gebäude im neugotischen Stil durch Benjamin Mountfort, einen der berühmtesten neuseeländischen Architekten.

Bis 1876 bestand eine gleichnamige Provinz, die aber ein größeres Gebiet umfasste.

In den Jahren 2010 und 2011 ereigneten sich zwei schwere Erdbeben in der Region. Am 4. September 2010 das Darfield-Erdbeben und am 22. Februar 2011 das Christchurch-Erdbeben, das erhebliche Schäden anrichtete und zahlreiche Todesopfer forderte.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Canterbury ist das viertgrößte Anbaugebiet für Wein in Neuseeland. Hier werden vorwiegend Chardonnay und Pinot Noir, aber auch Riesling und Sauvignon Blanc angebaut. Zusammen mit der Hauptstadt Christchurch wurde es 2009 in das Netzwerk „Great Wine Capitals“, einer weltweit organisierten Marketingorganisation für Wein und damit verbundene Tourismusangebote, aufgenommen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Region Canterbury in Neuseeland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien