Margaret of Connaught

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Prinzessin Margaret von Connaught und Strathearn, um 1905

Prinzessin Margaret von Connaught und Strathearn VA (* 15. Januar 1882 in Bagshot Park, Surrey; † 1. Mai 1920 in Stockholm, Schweden) war ein Mitglied der britischen Königsfamilie, aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha, und durch Heirat Kronprinzessin von Schweden.

Leben[Bearbeiten]

Kronprinzessin Margaret von Schweden, 1920

Margaret Victoria Charlotte Augusta Norah war die Tochter von Arthur, Duke of Connaught and Strathearn (1850–1942), und seiner Gattin Prinzessin Luise Margareta von Preußen (1860–1917), Tochter des Feldmarschalls Prinz Friedrich Karl und Prinzessin Maria Anna von Anhalt-Dessau. Ihre Großeltern väterlicherseits waren die britische Königin Victoria und deren Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha.

Die Prinzessin wurde am 11. März 1882 in der Privatkapelle auf Windsor Castle durch den Erzbischof von Canterbury, Archibald Campbell Tait, getauft. Als Taufpaten fungierten Königin Victoria, Kaiser Wilhelm I. von Preußen, Kaiserin Augusta, ihre Tante die Kronprinzessin Victoria von Preußen, Prinz Friedrich Karl von Preußen und seine Frau Maria Anna, sowie ihr Onkel der Prince of Wales und spätere König Eduard VII. Als Enkelin von Königin Victoria trug sie von Geburt an den Titel Her Royal Highness The Princess Margaret. Innerhalb der Familie wurde sie Daisy gerufen.

Brautwerbung und Heirat[Bearbeiten]

Kronprinzenpaar von Schweden, 1907

Prinzessin Margaret und ihre jüngere Schwester Patricia galten als die schönsten Prinzessinnen Europas. Deren Onkel, König Edward VII., wollte sie gern mit einem europäischen König oder Kronprinzen verheiraten. So reiste die Familie Connaught im Januar 1905 nach Portugal. Das Königspaar Karl I. und Amélie hatte zwei Söhne, den Kronprinzen Ludwig Philipp und seinen jüngeren Bruder Prinz Manuel (1889-1932), die als Ehekandidaten in Frage kamen. Darauf reisten sie nach Spanien, wo sie vom jungen König Alfons XIII. empfangen wurden. Doch keine von den Erwartungen wurden wahr. Die Familie Connaughts setzte ihre Reise nach Ägypten und in den Sudan fort. In Kairo trafen sie den schwedischen Herzog von Skåne, der zur Zeit auf einer Studienreise zu den Pharaonengräbern war. Zwischen den beiden soll es Liebe auf den ersten Blick gewesen sein. Ihre Eltern waren sehr zufrieden, da der Herzog ein Enkel des schwedischen Königs Oskar II. war.

Am 15. Juni 1905 heiratete Prinzessin Margaret in der St.-Georgs-Kapelle auf Windsor Castle den Prinzen Gustav Adolf (1882–1973), den ältesten Sohn des Kronprinzen und späteren König Gustav V. und der Prinzessin Viktoria von Baden. Die Ehe galt als sehr glücklich, aus der gemeinsamen Verbindung gingen fünf Kinder hervor:

Gustav VI. Adolf und seine Frau Margaret, die vier Kinder sind (von links nach rechts): Sigvard Oskar, Gustav Adolf, Bertil Gustav und Ingrid Viktoria (Foto 1912)
∞ 1934 (geschieden 1943) Erika Patzek (1911–2007)
∞ 1943 (geschieden 1961) Sonja Robbert (1909–2004)
∞ 1961 Marianne Lindberg (* 1924)

Kronprinzessin Margareta starb am 1. Mai 1920 an den Folgen einer Blutvergiftung, die sie sich nach der Operation einer verschleppten Mittelohrentzündung (Mastoiditis) zuzog. Die erst 38-jährige war zu diesem Zeitpunkt im achten Monat schwanger und wurde auf dem Friedhof Haga bestattet. Sie hatte vorher testamentarisch verfügt, dass sie in keiner Kirche begraben werden wolle.

Titel und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Clare Sheridan: Ich, meine Kinder und die Grossmächte der Welt. Ein Lebensbuch unserer Zeit. List, Leipzig 1928 (Erinnerungen einer engen Freundin Prinzessin Margarets).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Margaret of Connaught – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien