Martin-Luther-Gymnasium Eisleben

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Martin-Luther-Gymnasium
Martin-Luther-Gymnasium Eisleben
Schulform Gymnasium
Gründung 16. Februar 1546
Adresse

Siegfried-Berger-Weg 16/17

Ort Lutherstadt Eisleben
Land Sachsen-Anhalt
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 31′ 21,7″ N, 11° 32′ 48,4″ O51.52268611.546778Koordinaten: 51° 31′ 21,7″ N, 11° 32′ 48,4″ O
Schüler 820[1]
Lehrkräfte 65[2]
Leitung Jörg Goldbach
Website luther-gym-eisleben.de

Das Martin-Luther-Gymnasium, kurz „MLG“, ist ein allgemeinbildendes Gymnasium in der Lutherstadt Eisleben. Die Schule ist nach dem Kirchenreformator Martin Luther benannt, der in der Stadt geboren wurde und starb.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gründung des Gymnasiums geht auf Martin Luther selbst zurück. Kurz vor seinem Tod kehrte der Reformator im Januar 1546 in seine Geburtsstadt zurück, um einen Streit der drei Mansfelder Grafen zu schlichten. Dabei erwirkte er am 16. Februar 1546 den Abschluss des Lutherschen Vertrages, der unter anderem die Gründung einer „führnehmen lateinischen Schule“ vorsah.[3]

Das erste Schulgebäude befand sich im Pfarrhaus der St. Andreaskirche. Im Jahr 1883 wurde ein Neubau auf dem Gelände des alten Eisleber Schlosses bezogen, in dem heute die Grundschule am Schlossplatz untergebracht ist. Seit 1929 befindet sich das Gymnasium im 1910 erbauten Gebäude des ehemaligen Lehrerseminars am Scherbelberg.

In den Jahren 2003 bzw. 2006 wurden das Gymnasium an der Bergmannsallee sowie das Gottfried-August-Bürger-Gymnasium (Benndorf) dem „MLG“ angegliedert. Aufgrund der daraus resultierenden hohen Schülerzahlen wurde im Gebäude der ehemaligen Ingenieurschule, in dem heute auch das Fachgymnasium Technik / Wirtschaft untergebracht ist, zusätzliche Kapazitäten für die Klassenstufen neun bis zwölf geschaffen.[4]

Schulprofil[Bearbeiten]

Als allgemeinbildendes Gymnasium bietet das „MLG“ ein breites Fächerspektrum an. Dazu gehören neben den traditionellen Haupt- und Nebenfächern insbesondere im sprachlich-literarisch-künstlerischen Bereich Latein, Altgriechisch und Italienisch, im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich Informatik sowie im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich Wirtschaftslehre, Rechtskunde und Psychologie. Außerdem gibt es zahlreiche Arbeitsgemeinschaften, wie etwa einen Schulchor, ein Doppelquartett und eine Theatergruppe.

Bekannte Schüler[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Martin-Luther-Gymnasium Eisleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Ellendt: Geschichte des Königlichen Gymnasiums zu Eisleben. Eine Jubelschrift zur Feier seines dreihundertjährigen Bestehens. G. Reichardt, Eisleben 1846 (Google Book Search).
  • Johannes Gutbier: Luthers letztes Vermächtnis. Geschichte des Eisleber Luther-Gymnasiums und der Staatlichen Luther-Schule, 1896–1946. Festschrift zum vierhundertjährigen Bestehen der Anstalt. Selbstverlag, Urach 1958.
  • Siegfried Hauptvogel (Red.): Die Martin-Luther-Oberschule – Das Martin-Luther-Gymnasium, 1946–1995. Festschrift zum 450. Gründungsjahr der Schule. A. Gursky, Halle/S. 1995, ISBN 3-92-938911-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ronald Dähnert: Eisleben: Steht Ruf des Gymnasiums auf dem Spiel? mz-web.de, 22. Juni 2012, abgerufen am 31. Juli 2013.
  2. Jörg Müller: Eisleben: Personalnot am Gymnasium. mz-web.de, 18. April 2013, abgerufen am 31. Juli 2013.
  3. Vgl. Ellendt 1846, S. 2 ff.
  4. Burkhard Zemlin: Martin-Luther-Gymnasium: Räume lassen keine Wünsche offen. mz-web.de, 11. Dezember 2009, abgerufen am 31. Juli 2013.