1546

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Staatsoberhäupter · Nekrolog

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1546
Johann Friedrich I.
Johann Friedrich I. von Sachsen wird geächtet.
Georgius Agricola
Georgius Agricola, „Vater der Mineralogie
Donaukrieg
Der Schmalkaldische Krieg beginnt.
1546 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 994/995 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1538/39
Bikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1602/03 (Jahreswechsel April)
Buddhistische Zeitrechnung 2089/90 (südlicher Buddhismus); 2088/89 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 70. (71.) Zyklus

Jahr des Feuer-Pferdes 丙午 (am Beginn des Jahres Holz-Schlange 乙巳)

Dai-Kalender (Vietnam) 908/909 (Jahreswechsel April)
Dangun-Ära (Korea) 3879/80 (2./3. Oktober)
Iranischer Kalender 924/925
Islamischer Kalender 952/953 (Jahreswechsel 3./4. März)
Jüdischer Kalender 5306/07 (27./28. August)
Koptischer Kalender 1262/63
Malayalam-Kalender 721/722
Seleukidische Ära Babylon: 1856/57 (Jahreswechsel April)

Syrien: 1857/58 (Jahreswechsel Oktober)

Ereignisse[Bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten]

Vorbereitung und Beginn des Schmalkaldischen Krieges
  • ab Juni: In Regensburg wird ein Reichstag abgehalten, auf dem Kaiser Karl V. Verbündete gegen den protestantischen Schmalkaldischen Bund sucht. Auf diesem Reichstag lernt Karl V. auch Barbara Blomberg kennen.
  • 7. Juni: Karl V. schließt einen Vertrag mit Papst Paul III. Am gleichen Tag schließt er auch einen Vertrag mit Herzog Wilhelm IV. von Bayern, nach dem Bayern im Fall eines Krieges formal neutral bleiben, aber Sammelplätze, Verpflegung und Munition für das kaiserliche Heer bereitstellen wird. Wilhelm IV. erhält dafür die vage Zusage von Territorialgewinnen und die pfälzische Kurwürde.
Karte des Kurfürstentums Sachsen (rot) und des Herzogtums Sachsen (gelb)
Sebastian Schertlin von Burtenbach
Friedrich II. von der Pfalz
  • 20. Juli: Kaiser Karl V. verhängt über die Kurfürsten Johann Friedrich I. von Sachsen und Friedrich II. von der Pfalz sowie Landgraf Philipp I. von Hessen die Reichsacht.
  • Ende Juli: Die beiden protestantischen Heere vereinigen sich bei Donauwörth.
  • 24. August: Die protestantische Seite versucht, den Kaiser, der immer noch dabei ist, Truppen zu sammeln, bei der Festung Ingolstadt zu einer Entscheidungsschlacht zu zwingen, der dieser aber ausweicht.
  • 4. Oktober: Dem Kaiser gelingt es bei Nördlingen neuerlich, einer entscheidenden Schlacht auszuweichen.
  • Mitte Oktober: Im kaiserlichen Lager brechen Krankheiten aus.
  • Ende Oktober: Ferdinand I. fällt mit seinem Heerführer Sebastian von Weitmühl von Böhmen aus in Kursachsen ein und erobert Plauen. Gleichzeitig erklärt auch Moritz von Sachsen, dem die sächsische Kurwürde versprochen worden ist, seinem ernestinischen Cousin den Krieg. Rasch werden große Teile von Kursachsen erobert.
  • 1. November: Sebastian von Weitmühl besiegt in der Schlacht bei Oelsnitz protestantische Gegner.
  • 16. November: Nach Streitigkeiten mit Philipp von Hessen, der zuerst das kaiserliche Heer besiegen will, zieht Johann Friedrich I. von Sachsen seine Truppen aus dem Schmalkaldischen Heer ab und kehrt nach Sachsen zurück, womit der Kaiser plötzlich die Oberhand im Süden des Reichs hat.
  • Weihnachten: Ulrich von Württemberg und Kürfurst Friedrich von der Pfalz beugen sich der kaiserlichen Übermacht und unterschreiben Verträge, die sie zu Neutralität und hohen Geldzahlungen verpflichten.
  • Ende des Jahres: Die isolierten oberdeutschen Reichsstädte kapitulieren vor dem Kaiser und müssen zum Teil schwere Demütigungen hinnehmen.

Wissenschaft und Technik[Bearbeiten]

  • Georgius Agricola veröffentlicht das Handbuch zur Mineralogie De natura fossilium.
  • Georgius Agricola verfasst in Chemnitz das Werk De veteribus et novis metallis.
  • Girolamo Fracastoro veröffentlicht sein Hauptwerk De Contagione et contagiosis morbis et eorum curatione, libri tres, in der er seine Theorie von der Ansteckung durch seminaria morbi (Krankheitskeime) wissenschaftlich untermauert.

Religion[Bearbeiten]

In Regensburg findet vom 27. Januar bis 10. März das Regensburger Religionsgespräch statt. Da dieses von Kaiser Karl V. nur einberufen worden ist, um von seinen Kriegsvorbereitungen gegen den Schmalkaldischen Bund abzulenken, und die Seite der Reformation mit dem Tod Martin Luthers am 18. Februar ihren geistigen Führer verliert, verläuft das Gespräch erwartungsgemäß ergebnislos.

Geboren[Bearbeiten]

Geburtsdatum gesichert[Bearbeiten]

Tycho Brahe

Genaues Geburtsdatum unbekannt[Bearbeiten]

Gestorben[Bearbeiten]

Todestag gesichert[Bearbeiten]

Martin Luther, 1529

Genauer Todestag unbekannt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 1546 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien