maxdome
| Maxdome | |
|---|---|
| Inhaber: | ProSiebenSat.1 Media [1] |
| Geschäftsführer | Thomas Heise, Markus Härtenstein [2] |
| Gründung | August 2006 |
| Standort | Unterföhring |
| Angebotsbereiche | Filme, Serien, Sport, Musik, Dokumentationen, Zeichentrick und Comedy |
| Slogan | Deutschlands größte Online-Videothek |
| Homepage | maxdome.de |
maxdome ist das Video-on-Demand-Angebot der ProSiebenSat.1 Media. Angeboten werden neben Filmen in SD und HD auch andere Formate wie Serien, Dokumentationen und Informationssendungen.
Inhaltsverzeichnis |
Entstehung [Bearbeiten]
Die Kirch-Gruppe (Kirch New Media) hatte bereits vor Jahren maxdome als Unterhaltungsplattform geplant, unter anderem sollten damals auch Live-Fußballspiele per Streaming ausgestrahlt werden. Wegen technischer und finanzieller Probleme wurde das Projekt allerdings nie realisiert. So sprach man u. a. von mangelnder Kundenakzeptanz und einer Projektverschiebung angesichts der langsameren Dynamik im Markt für breitbandige Angebote.[3] Schon ein Jahr zuvor hatte sich United Internet in Kooperation mit der Deutschen Telekom mit einem solchen Projekt versucht, von diesem Vorhaben distanzierte sich United Internet dann aber und widmete sich maxdome. Als Grund für die Inauftraggabe eines solchen Projektes nannte die ProSiebenSat.1-Gruppe einen Wunsch nach mehr Unabhängigkeit von Werbeeinnahmen im Rahmen ihrer Fernsehsender.[4] Die Plattform wurde in einer ersten Vorversion auf der CeBIT im März 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt. Der offizielle Start fand am 27. Juli 2006 im Rahmen einer Pressekonferenz zu The Big Picture in Düsseldorf statt. Die Entwicklung selbst fand in Zusammenarbeit von SevenOne Intermedia und eines Entwicklungsteams von GMX, einer Tochter der United Internet AG, in München statt. Dieser Teil wurde dann Mitte 2007 nach Karlsruhe verlagert.
Technisches [Bearbeiten]
Die Angebote werden größtenteils online via Video-Streaming eingesehen. Während es zu Beginn möglich war, einige Filme auf die Festplatte kopiergeschützt herunterzuladen und 48 Stunden lang auch ohne Internetzugang anzusehen gibt es diese Option mittlerweile nur noch nach vorheriger Installation des Maxdome-Download-Managers.
Sämtliche Videostreams sind im WMV-Codec 9 mit DRM10 kodiert. Ein Zugriff mit Linux unter Verwendung von Moonlight ist nicht möglich. Alternative Technologien erlauben jedoch auch den Zugriff von Linux basierten Betriebssystemen wie Android [5]. Optionen wie Pause, Lautstärkeneinstellung, Sprungleiste, Vollbild oder Kapitelüberspringen lassen Vergleiche zur DVD zu. Im Gegensatz zu dieser ist der Ton lediglich als Stereo-Ton verfügbar.[6]
Empfang [Bearbeiten]
Da es sich bei maxdome um ein reines Internet-Angebot handelt, können die Sendungen nur mit Hilfe eines Computers, einer Set-Top-Box oder auf sogenannten Smart TVs angesehen werden. Analoge und normale digitale Fernsehgeräte sind nicht geeignet.
Die allgemeine technische Voraussetzung für den Empfang mit den oben genannten Geräten ist ein Internetanschluss mit einer Datenübertragungsrate von mindestens 2 MBit/s. Für den Empfang über einen Computer werden 1 GHz Prozessorleistung, 512 MB RAM sowie 32 MB Grafikspeicher angegeben, der auf dem Rechner verwendete Browser muss Microsoft Silverlight unterstützen. Für den reinen Empfang genügt hierzu das entsprechende Plugin in Verbindung mit Mozilla Firefox, für das Speichern der Videos muss der Internet Explorer verwendet werden. Indirekt ergibt sich daraus, dass nur Microsoft Windows als Betriebssystem unterstützt wird.
Seit dem 17. Oktober 2012 ist der Empfang auch auf der PlayStation 3 möglich, hierzu ist die Installation zusätzlicher Software notwendig.
Seit 18. März 2013 ist eine maxdome-App[7] für Apples iPod, iPhone und iPad erhältlich. Die App, die sich derzeit noch in einer Testphase befindet[8], ermöglicht den Zugriff auf die Online-Videothek über diese mobilen Empfangsgeräte.
Inhalte [Bearbeiten]
Nach eigenen Angaben stehen über maxdome 45.000 Videos aus verschiedenen Kategorien zur Verfügung.
Medien können grundsätzlich geliehen oder gekauft werden, wobei nicht alle Angebote in HD vorliegen und auch nicht alle erworben werden können. Hochauflösende Medien können in der Regel nicht auf einem PC wiedergegeben werden. In der maxdome-Hilfe ist dazu zu lesen, dass "einige HD-Videos ... aus lizenzrechtlichen Gründen nur auf dem maxdome mediaCenter HD, maxdome mediaCenter TV oder einem Gerät eines Kooperationspartners mit integriertem maxdome Service verfügbar [sind]."[9]. Generell kann man jedes Leihvideo ohne weitere Verpflichtungen im Einzelabruf anschauen. Allerdings bietet maxdome auch verschiedene Pakete als Abonnement an, die sich in Preis und Inhalt unterscheiden. Pakete ermöglichen es, die darin enthaltenen Angebote für die Dauer des Pakets beliebig oft wiederzugeben, darüber hinaus führt ein Premiumpaket zu weiteren Rabatten bei Filmen, die nicht enthalten sind.[10] Die Pakete werden im sich verlängernden 12-Monats-Abo angeboten.
Aktuell können 3D-Filme über den Stream noch nicht empfangen werden. Maxdome nannte dies bezüglich Probleme in der Abstimmung von 3D Fernsehern und der Maxdome App. Außerdem sind die Lizenzrechte für 3D Filme aus Hollywood teuer und die geringe Anzahl an Haushalten, die über einen 3D Fernseher verfügen, können diese Kosten nicht kompensieren.[11]
Die Abrechnung der Leih- oder Kaufgebühren ist derzeit nur über ein deutsches Konto möglich. Außerdem steht das Angebot nur zur Verfügung, wenn von einer deutschen IP-Adresse aus zugegriffen wird, weshalb eine Nutzung außerhalb Deutschlands nicht möglich ist.
Kritik [Bearbeiten]
Trotz Bewerbung von Blockbustern und des Anpreisens aktueller Filmtitel im Fernsehen ist es selbst mit dem „Premium-Abo“ für 14,95 € monatl. (gebunden an eine Vertragslaufzeit von 12 Monaten) nicht möglich, neuere Filme anzusehen. Diese kosten trotz Abo noch eine Verleihgebühr von 1,99 bis 3,99 € im Gegensatz zu einer sonstigen Preisspanne zwischen 3,99 bis 7,99 €. HD-Videos sind aufgrund lizenzrechtlicher Beschränkungen seitens der Verleihfirmen nur teilweise über den Computer zu beziehen. Mittels des „maxdome mediaCenters HD“, einer speziellen Set-Top-Box, können aber alle HD-Filme auf dem Fernseher angeschaut werden. Zusätzlich werden die Preise für den Einzelabruf nicht angezeigt, solange man Gutscheine hat oder nicht im System angemeldet ist. Die Zeit zum Laden eines HD-Videos kann jedoch mehrere Stunden dauern. Ein zwischenzeitliches Umschalten auf ein TV-Programm ist nicht möglich, da hierdurch alle gespeicherten Daten gelöscht werden.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ welt.de: ProSieben übernimmt Online-Videothek Maxdome ganz, 6. Dezember 2010.
- ↑ http://www.maxdome.de/service/impressum
- ↑ heise online: Kirch New Media und ProSieben Digital gehen zusammen, 29. Januar 2001.
- ↑ netzwelt.de: Maxdome im Test: Video on demand von ProSiebenSat.1 und United Internet, 12. August 2006.
- ↑ Vantage iBox, 3. Februar 2013.
- ↑ PC-Welt: Maxdome: Fernsehen aus dem Internet, 5. September 2006.
- ↑ maxdome-App: Maxdome für iPad, iPhone und iPod
- ↑ Website iphone-ticker.de zur App, abgerufen am 18.- März 2013
- ↑ http://faq.maxdome.de/faq/allgemeine_fragen/videoqualitaet_und_drm
- ↑ maxdome:Paketübersicht
- ↑ Aktueller Stand: 3D Filme in Online Videotheken
Weblinks [Bearbeiten]
| Deutschland | ProSiebenhd • Sat.1hd • kabel einshd • sixxhd • Sat.1 Gold • ProSieben MAXX • Deutsches Wetter Fernsehen | |
| Österreich | ProSieben Austriahd • Sat.1 Österreichhd • kabel eins Austriahd • Puls 4hd • sixx Austria | |
| Schweiz | ProSieben Schweizhd • Sat.1 Schweizhd • kabel eins Schweizhd • sixx Schweizhd | |
| Ungarn | TV2hd • Super TV2hd • FEM3 • PRO4 | |
| Rumänien | Prima TV • Kiss TV | |
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