Medieval 2: Total War

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Medieval 2: Total War
Medieval 2 Total War-Logo.png
Studio Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Creative Assembly
Publisher JapanJapan Sega
Erstveröffent-
lichung
10. November 2006
Plattform Windows
Genre Kombination aus Echtzeit-Strategiespiel und Rundenbasiertes Strategiespiel
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler (in (Team-)Deathmatch und Burgbelagerung)
Steuerung Maus, Tastatur
Systemvor-
aussetzungen
Medium 2 DVD-ROMs, Download
Sprache Deutsch
Aktuelle Version 1.03
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben
PEGI ab 16+ Jahren empfohlen

Medieval 2: Total War ist der vierte Teil der Strategieserie Total War des britischen Spieleentwicklers Creative Assembly. Er erschien in Deutschland am 10. November 2006 für Windows-PC. Wie bereits der zweite Teil der Serie spielt er im Mittelalter und der frühen Neuzeit (von 1080 bis 1530). Schauplätze sind Europa, Nordafrika, der Nahe Osten und Teile Amerikas. Von 21 Fraktionen können 17 gespielt werden.

Das Spielprinzip der Vorgänger wurde beibehalten, allerdings sind viele Spieldetails überarbeitet und ergänzt worden. So stehen erweiterte Spieloptionen zur Verfügung. Sowohl die Grafik als auch die Animationen wurden verbessert. Der Diplomatiemodus, der im Vorgänger schon ausgeweitet wurde, wurde nochmals komplexer gestaltet.

Das Spiel war bei der Veröffentlichung fehlerhaft. Eine erste Aktualisierung behob kleinere Fehler (z. B. einen Bug, der eine fehlerhafte Darstellung der Karte zur Folge hatte). Eine zweite (über 600 MB große) Aktualisierung erschien am 3. Mai 2007.

Szenario[Bearbeiten]

Normannischer Prolog[Bearbeiten]

Diese vorgelagerte Kurzkampagne beginnt im Jahre 1066, als Wilhelm der Bastard England erobert. Sie setzt sich aus zwei Teilen zusammen:

  • Die Schlacht von Hastings, in der dem Spieler als Prince Rupert alle Grundlagen der Taktik-Karte vermittelt werden.
  • Die anschließende Eroberung der sächsischen Ländereien, wo alle Grundlagen der Strategie-Karte vermittelt werden.

Die Kampagne endet, sobald alle Gebiete der Sachsen erobert sind.

Spielbare Fraktionen:

Nicht spielbare Fraktionen:

  • Schottland – dunkelblau und weiß
  • Papststaaten – weiß und hellgelb
  • Sachsen – schwarz und gelb

Große Kampagne[Bearbeiten]

Die große Kampagne beginnt 1080 und endet 1530.

Fraktion Farben Religion Spielbarkeit Anmerkung
England rot und gelb katholisch spielbar
Frankreich blau und weiß katholisch spielbar
Heiliges Römisches Reich schwarz und gelb katholisch spielbar
Spanien gelb und rot katholisch spielbar
Venedig dunkelrot und gelb katholisch spielbar
Sizilien hell- und dunkelgrau katholisch freischaltbar
Mailand grün und weiß katholisch freischaltbar
Schottland dunkelblau und weiß katholisch freischaltbar
Byzanz violett und weiß orthodox freischaltbar
Russland dunkelblau und rot orthodox freischaltbar
Mauren orange und weiß muslimisch freischaltbar
Türken grün und gelb muslimisch freischaltbar
Ägypten gold und schwarz muslimisch freischaltbar
Dänemark rot und weiß katholisch freischaltbar
Portugal weiß und hellblau katholisch freischaltbar
Polen weiß und rot katholisch freischaltbar
Ungarn rot und grün katholisch freischaltbar
Papststaaten weiß und gold katholisch nicht spielbar Seite kann nicht vernichtet werden
Azteken hellblau und gelb heidnisch nicht spielbar erscheinen mit der Entdeckung Amerikas
Mongolen beige und schwarz muslimisch nicht spielbar erscheinen zu einem bestimmten Zeitpunkt
Timuriden schwarz und rot muslimisch nicht spielbar erscheinen zu einem bestimmten Zeitpunkt

Die freischaltbaren Fraktionen werden nach dem Abschluss der kleinen Kampagne mit einer der fünf spielbaren Fraktionen freigeschaltet.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Das Hauptspiel ist der aus Globalstrategiespielen bekannte Endlosmodus. Bei dieser Kampagne werden Strategie- und Taktikpart so kombiniert, dass die vom Spieler erzielten Ergebnisse in einem Part die Situation im jeweils anderen beeinflussen. Ziel ist es dabei, die dem Spieler gehörende Fraktion unter den gegebenen Ausgangsbedingungen zum Sieg zu führen. Dieser kann in allen fünf Spielen durch Dominanz auf der Strategiekarte erlangt werden.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einzelne Schlachten separat im Taktikpart auszutragen. Dies können entweder nachspielbare, historische Schlachten oder vom Spieler selbsterstellte Szenarien sein. Die Mehrspieleroption ist auf den separaten Taktikpart beschränkt (Ausnahme: Erweiterung Medieval II: Kingdoms). Ab Napoleon: Total War (Teil sechs) ist es jedoch auch möglich, im Mehrspielermodus auf der Strategiekarte zu spielen.

Strategie-Teil[Bearbeiten]

Auf einer dreidimensionalen Übersichtskarte werden Provinzen verwaltet, Befehle an Truppen gegeben, sowie strategische Einheiten genutzt (unter anderem zum Betreiben von Diplomatie). Bei der Einheitenbewegung kommt ein Prinzip ähnlich Civilization zur Anwendung, bei dem die Karte in kleine Quadrate unterteilt ist und jede Armee nach Zusammensetzung Bewegungspunkte zur Verfügung hat, die beispielsweise durch verschlechterte Bodenbedingungen oder schlechter Wetterlage einen Bewegungsmalus erhalten.

Die Übersichtskarte orientiert sich am Szenario. Auf der Karte werden Land- und (in den ersten beiden Spielen) Seebereiche des Szenarios in Provinzen bzw. Gebiete unterteilt. In jeder dieser Provinzen befindet sich eine Stadt, deren Werte diese Provinz repräsentieren. Es werden nur die jeweiligen Provinzstädte vom Spieler verwaltet. In diesen lassen sich dann einerseits Gebäude und Anlagen bauen, um die Werte der Stadt zu verbessern, und andererseits Truppen und strategische Einheiten auszuheben.

Mit strategischen Einheiten kann Diplomatie betrieben werden (Diplomaten), spioniert werden (Spione), gegnerische Persönlichkeiten (Generäle) und strategische Einheiten ausgeschaltet werden (Attentäter). Es stehen noch weitere Einheiten und Funktionen zur Verfügung, die sich jedoch in den einzelnen Teilen der Reihe unterscheiden.

Die Truppen können zur Kriegführung eingesetzt werden, indem sie auf der Strategiekarte bewegt werden. Sie lassen sich zu Armeen gruppieren, um dem Spieler die Organisation zu erleichtern. Sobald eine Armee mit einer feindlichen Armee zusammentrifft, lässt sich wählen, ob der Feind bekämpft, oder die eigenen Truppen zurückgezogen werden sollen. Der Kampf lässt sich dann entweder automatisch berechnen oder vom Spieler auf einer dreidimensionalen Karte austragen (siehe Taktikpart). Dabei entspricht die Situation im Taktikpart der des Strategieparts (Truppenanzahl und -typen, Gelände, klimatische Verhältnisse).

Taktik-Teil[Bearbeiten]

In einer dreidimensionalen Umgebung werden Schlachten zwischen zwei oder mehr Fraktionen ausgetragen. Jede Fraktion führt dabei Einheiten ins Feld, die jeweils aus 12 bis 240 Soldaten bestehen. Die Anzahl der Einheiten pro Armee ist auf 20 begrenzt, so dass eine Armee aus bis zu 4.800 Soldaten bestehen kann. Die Besonderheit der Total-War-Reihe besteht darin, dass jeder einzelne Soldat dargestellt und berechnet wird, so dass sich Schlachten ergeben können, in denen bis zu 38.400 Soldaten und einem General pro Armee inklusive des zu diesem Szenario passenden Kriegsgeräts (Pferde, Kriegselefanten, Ballisten, Katapulte usw.) teilnehmen.

Die Uniformen und Waffen der Soldaten entsprechen meist denen ihrer historischen Vorbilder, wobei der Realismus im Laufe der Serie steigt.

Diesen Einheiten können dann Befehle erteilt werden. Dies schließt Bewegungs- und Angriffsbefehle ebenso ein, wie Formations- und Verhaltensanweisungen. Letztere können sich dabei sowohl auf die direkte Kampfkraft, als auch auf die Moral der Einheiten auswirken, welche ein wichtiger Faktor dieser Taktikschlachten ist.

Der Gegner ist besiegt, wenn sich entweder keine gegnerischen Truppen mehr auf der Taktikkarte befinden oder wenn alle noch darauf befindlichen Truppen fliehen. Auch kann man eine Schlacht durch Ablaufen des Zeitkontingents gewinnen, welches zuvor in den Einstellungen gesetzt werden kann. Des Weiteren gibt es viele andere Möglichkeiten die Schlacht zu gewinnen.

Modding[Bearbeiten]

Neben dem Hauptspiel sind von Fans viele Modifikationen entwickelt worden, die die künstliche Intelligenz der Gegner verbessern, neue Musiken und Gebäudearten oder auch gänzlich neue Fraktionen in das Spiel einfügen.

Zumeist werden Mods mittlerweile auf Basis der Erweiterung Kingdoms entwickelt, da Kingdoms einige erweiterte Funktionen bietet, wie z. B. brennendes Pech, indirekte Steuerung der Verstärkungen und Rollenspielelemente. Eine kleinere, die „Retrofit Mod“ kommt von Sega selbst und ermöglicht die neuen Funktionen von Kingdoms auch im Hauptspiel.[1] Diese "Retrofit Mod" hat sich als Standard-Barebone für die Entwicklung der meisten Mods etabliert.

Dabei werden in der Community unterschieden zwischen „Overhauling“ und „Total Conversion“, dabei werden bei der ersten Variante die Epoche und Spielweise des Originalspiels beibehalten, während bei letzter völlig andere Epochen, Schauplätze, Szenarien und Spielweisen entwickelt werden. Beispiele sind „Broken Crescent“ für den Nahen Osten, „For King or County“ für den Englischen Bürgerkrieg, „Third Age“ und „Warhammer“ mit Fantasy-Szenarien, „Invasio Barbarorum 2“ in die Zeit der Völkerwanderung.

Eine kleine Auswahl der bekanntesten Mods:

„Broken Crescent“ basierend auf Kingdoms, hierbei wurde das komplette Spielgeschehen in den nahen Osten des Jahres 1174 verlegt mit Fraktionen wie dem Oströmischen Reich bis hin zu den indischen Rajputen. Diese Mod wurde von der Community besonders für ihre atmosphärische Musikuntermalung in den Schlachten ausgezeichnet, die Music.dat des Spiels die auch über gängige Medienplayer abgespielt werden kann, enthält hier ca. 7,5h klassisch und orientalische Musik aller Couleur.[2]

„Stainless Steel“ basierend auf Kingdoms, besitzt geografisch sowie von der Anzahl der Fraktionen (26) und Einheiten her die größte Europa-Kampagne im Total-War Universum. Die Rundenzeiten fallen im Gegensatz zum etwas einfacheren „Broken Crescent“ höher aus und erfordern eine höhere PC Single-Core-Rechenleistung.[3]

Mit „Third Age: Total War“ existiert mittlerweile auch eine größere Fantasy-Mod, die auf Kingdoms basiert; hierbei wurde das gesamte Geschehen in die Region von Mittelerde verlagert, Grundlage ist die Geschichte aus Der Herr der Ringe.[4] Ab der Version 2.1 lässt sich erstmals neben der Hauptkampagne auch die offizielle Trilogie in einer separat verfügbaren Gefährtenkampagne grob nachspielen. In der neusten Version wurden die sogenannten "Custom Settlements“ eingeführt, dies sind virtuelle Nachbauten der Städte und Festungen aus den Herr der Ringe Filmen, wie zum Beispiel Minas Tirith.

Eine deutsche Übersetzung sowie auch für das größte Zusatzpaket den "Massive Overhaul Submod" ist verfügbar. [5][6] Meist wird neben den Hauptmods auch eine Reihe von Submods entwickelt, die erst später Eingang in die Hauptmods finden und so das Spiel weiter verbessern sollen, wie z. B. durch neue Animationen, Fraktionen, Ereignisse usw.

Rezeption[Bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten]

  • PC PowerPlay 11/06:
    • Das geniale Spielprinzip bleibt unangetastet, und stattdessen sorgen die Entwickler mit vielen Verbesserungen für ein noch gelungeneres Spielerlebnis.
  • GameStar 12/06:
    • Meisterlicher Runden-Echtzeit-Mix.
    • Wer gerne intrigiert, taktiert und erobert, kommt am Mittelalter nicht vorbei.
  • PC Action 12/06:
    • Atmosphärisch unübertroffene Massenschlachten mit tiefgehender Strategie.
    • Wenn in Zukunft noch abwechslungsreichere Aufträge hinzukommen, fegt diese Strategieserie mit Sicherheit die Konkurrenz vollends weg.
  • PC Games 12/06:
    • Medieval 2 macht alles richtig, was man als Fan der Total-War-Serie erwartet!
    • Perfekter Runden-Strategie- und Taktik-Mix.

Bewertungen in Spielezeitschriften[Bearbeiten]

  • GameStar 12/06 91 %
  • PC Action 12/06 88 %
  • PC Games 12/06 88 %
  • PC PowerPlay 11/06 90 %
  • Games Aktuell 12/06 90 %

Auszeichnungen von Spielezeitschriften[Bearbeiten]

  • GameStar Platin-Award
  • GameStar Award (für Langzeitmotivation)
  • PC Action Gold Award
  • PC Games Silber Award
  • PC Games Sound Award
  • PC Games Grafik Referenz
  • PC PowerPlay Award (für Spieltiefe)

Medieval 2: Total War: Kingdoms (Add-on)[Bearbeiten]

Medieval 2: Total War Kingdoms
Studio Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Creative Assembly
Publisher JapanJapan Sega
Erstveröffent-
lichung
31. August 2007
Plattform PC (Windows)
Genre Kombination aus Echtzeit-Strategiespiel und Rundenbasiertes Strategiespiel
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler (in (Team-)Deathmatch und Burgbelagerung seit v1.05 auch Hotseat Kampagne)
Steuerung Maus, Tastatur
Medium DVD-ROM, Download
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben
PEGI ab 16+ Jahren empfohlen
Information Patch v1.05 125 MB

Kingdoms ist die Erweiterung von Medieval 2, die am 31. August 2007 erschien. Anders als bei bisherigen Erweiterungen wurde nicht eine Kampagne hinzugefügt, sondern vier Feldzüge:

Amerika-Kampagne[Bearbeiten]

Diese Kampagne beginnt im Jahre 1521 mit der Ankunft der Spanier unter Hernán Cortés auf dem amerikanischen Festland. Wenn man die Spanier spielt, erhält man Unterstützung und Versorgung aus dem Heimatland, wobei einem anfangs nicht alle Bauoptionen zur Verfügung stehen. Viele Bauwerke lassen die Rekrutierung anderer Einheiten als Spanien in der Hauptversion zu, da gewisse Einheiten, die im Hohen Mittelalter eingesetzt wurden (z. B. Ritter), im 16. Jahrhundert nicht mehr verwendet wurden. Sie stehen aber in den selbst erstellten Schlachten, unter der Option „Epoche: Alle“ zur Verfügung. Die Karte erstreckt sich von Zentralamerika bis zum südlichen Teil von Nordamerika. Der Spieler hat die Wahl entweder die spanischen Eroberer zu spielen, die auf der Suche nach Gold und Ruhm sind, oder die amerikanischen Ureinwohner, die ihr Heimatland verteidigen.

Die angreifenden Spanier (Neufrankreich, sowie die Englischen Kolonien) besitzen eine weitaus höhere Technologie, wie beispielsweise Stahlwaffen und -Rüstungen, Musketen und auch Kanonen. Die Ureinwohner wiederum sind in der Lage, riesige Armeen zu bilden, die meist größer sind als die der Spanier. Zudem sind sie äußert schlagkräftig, ausdauernd und hochmotiviert. Sie verwenden primitive Waffen aus Holz, Stein und Obsidian. Hier ist das mittelamerikanische Obsidianschwert zu erwähnen, das von den Azteken Macuahuitl genannt wurde.

Spielbare Fraktionen:

Nicht spielbare Fraktionen:

Britannien-Kampagne[Bearbeiten]

Dieses Spiel beginnt im Jahre 1258 und konzentriert sich auf die Kriege auf den britischen Inseln mit den Aufständen der Adelsschicht wie auch den späten Wikingerinvasionen. Die Karte erstreckt sich über die britischen Inseln. Die Engländer haben eine weit überlegene Technologie, wie auch professionelle Krieger. Sie müssen jedoch gegen die Iren, Waliser, Norweger und Schotten sowie die rebellischen Barone, die jeden unloyalen englischen General auf ihre Seite ziehen, kämpfen.

In diesem Spiel sind die Religionen durch Kulturen ersetzt. Jede Seite hat eine eigene Kultur. Sie bestimmen, welche Einheiten in der jeweiligen Stadt oder Burg rekrutiert werden können. So ist es z. B. möglich, als Engländer in einer Burg mit einem hohen Anteil an walisischer Kultur Saethwyr (walisische Langbogenschützen) zu rekrutieren. Dies funktioniert genauso bei allen anderen Fraktionen. Jedoch nimmt durch die Präsenz eigener Streitkräfte der Anteil anderer Kulturen ständig ab, während der Anteil der eigenen Kultur ständig zunimmt. So sind „fremde“ Einheiten nur für eine begrenzte Zeit verfügbar.

Spielbare Fraktionen:

  • England – rot und gelb
  • Irland – gelb und grün
  • Schottland – dunkelblau und weiß
  • Wales – grün und rot
  • Norwegen – schwarz und dunkelrot

Nicht spielbare Fraktionen:

  • Baronallianz (des Second Barons' War 1264–1267) – bordeauxrot und weiß

Kreuzzugskampagne[Bearbeiten]

Diese Kampagne, die im Jahre 1174 beginnt, handelt von den Kreuzzügen und der Spieler kann zwischen den Kreuzfahrern und muslimischen Seiten wählen. Die Karte erstreckt sich von Konstantinopel bis nach Bagdad. Es gibt mehrere nichtspielbare Fraktionen aus dem Originalspiel, die an den Kreuzzügen teilnehmen, wann immer sie wollen. Die muslimischen Fraktionen haben einen großen Vorteil an Land und Versorgung, während die Kreuzfahrerstaaten Ritterorden haben, die sie unterstützen und durch die sie starke Einheiten rekrutieren können. Die neuen Machtzentren, beispielsweise Konstantinopel oder Jerusalem, verschaffen ihrem Besitzer militärische wie wirtschaftliche Vorteile, indem sie die Rekrutierung von einzigartigen, starken Einheiten ermöglichen. Jede spielbare Seite verfügt außerdem über einen Helden mit einer Spezialfähigkeit. Die Assassinen helfen den islamischen Fraktionen im Kampf gegen die Kreuzfahrerstaaten. Zudem schaffen historische Ereignisse, wie die Invasion der Mongolen oder die Ankunft Venedigs im 4. Kreuzzug, neue Bedrohungen.

Das Byzantinische Reich kann zudem mit einer ganz besonderen Waffe aufwarten: Griechisches Feuer, für Infanterie und Schiffe.

Fraktion Farben Religion Spielbarkeit Held Fähigkeit des Helden
Königreich Jerusalem weiß und gold katholisch spielbar Richard Löwenherz Erhöht die Moral der Einheiten.
Fürstentum Antiochia blau und rot katholisch spielbar Philipp II. Stärkt Ausdauer und Angriffskraft der Einheiten.
Ägypten gold und gelb muslimisch spielbar Saladin Kann Einheiten von der Flucht abhalten.
Türken grün und gelb muslimisch spielbar Nur ad-Din Steigert Angriffsgeschwindigkeit und Kampfmoral der Einheiten.
Byzantinisches Reich violett und weiß orthodox spielbar Manuel Komnenos Gegnerische Einheiten bleiben stehen.
Mongolen dunkelgrün und sahnefarbig muslimisch erscheint später
Venedig dunkelrot und gelb katholisch erscheint später

Teutonische Kampagne[Bearbeiten]

Diese Kampagne beginnt im Jahre 1250 und konzentriert sich auf die Religionskriege in Osteuropa und die Expansion des Deutschen Ordens. Die Karte erstreckt sich in Nordosteuropa von Dänemark und Deutschland bis nach Russland.

In diesem Teil der Erweiterung spielt Religion eine starke Rolle, so kann z. B. Litauen, wenn es seinen heidnischen Glauben beibehält, eigene heidnische Spezialeinheiten rekrutieren. Zu ihnen gehören Axtkämpfer aus Samogitien (litauisch: Žemaitėjė), Lettische Armbrustschützen, berittene Bogenschützen aus Dzūkija, Szlachta, sowie schlagkräftige, religiöse Fanatiker. Dazu zählen die Dievas-Garde, Anhänger des Perkunas und Auserwählten der Giltine (siehe Baltische Mythologie). Jedoch kann Litauen im Laufe der Kampagne den christlichen Glauben annehmen, um die Gunst des Papstes und damit Polen zu erlangen, was einen gewissen Schutz vor dem Deutschen Orden bietet.

Eine weitere Neuerung bildet der Deutsche Orden. Dieser hat, im Gegensatz zu den anderen Fraktionen, keinen Stammbaum, sondern nur Ordens-Ränge. Litauen kann außerdem seine Siedlungen nur zu Burgen bzw. Städten aufrüsten.

Polen und das Heilige Römische Reich werden erst freigeschaltet, wenn man eine der anderen vier Fraktionen durchgespielt hat. Die Kalmarer Union kann der Spieler als Herrscher von Dänemark bei einem bestimmten Ereignis in der Kampagne gründen. Die folgenden Fraktionen sind spielbar:

  • Deutscher Orden – weiß und schwarz
  • Litauen – dunkelblau und rot
  • Dänemark – rot und weiß
  • Nowgorod – gelb und schwarz
  • Polen – weiß und rot
  • Heiliges Römisches Reich – schwarz und gelb
  • Kalmarer Union rot und weiß

Nicht spielbare Fraktionen:

Neuheiten[Bearbeiten]

  • vier neue Kampagnen
  • 23 spielbare Fraktionen (13 neue, zehn schon existierende)
  • über 150 neue Einheiten
  • neue Arten von Missionen
  • Technologiebäume
  • sechs neue Multiplayer-Szenarien und 20 neue Schlachtkarten
  • Hotseatmodus
  • neun neue Agententypen
  • Verstärkungen lassen sich steuern
  • neue Festungen (Burgen)
  • kochendes Pech

Bewertungen in Spielezeitschriften[Bearbeiten]

  • GameStar 83 %[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.twcenter.net/forums/downloads.php?do=file&id=1581
  2. http://www.twcenter.net/forums/forumdisplay.php?f=346
  3. http://www.twcenter.net/forums/forumdisplay.php?f=314
  4. http://www.twcenter.net/forums/forumdisplay.php?f=654
  5. http://www.twcenter.net/forums/showthread.php?593978-Massive-ThirdAge-Translator-Deutsche-%DCbersetzung-German-Translation-ThirdAge-3-2-Submods
  6. http://www.strategie-zone.de/forum/viewtopic.php?f=274&t=10473
  7. a b c Die Fraktionen der Chichimeken, Tlaxcalteken und Tarasken werden in Medieval 2: Total War: Kingdoms erst freigeschaltet, wenn man eine der anderen 4 Fraktionen durchgespielt hat.
  8. http://www.gamestar.de/spiele/wertungskasten/strategie/43441/medieval_2_total_war_kingdoms.html