Michael Keaton

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Michael Keaton (2013)
Michael Keaton (2002)

Michael Keaton (* 5. September 1951 in Coraopolis, Pennsylvania; eigentlich Michael John Douglas) ist ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Keaton wurde als jüngstes von sieben Kindern in eine irisch-schottischen Familie geboren. Sein Vater, George A. Douglas war Vermessungsingenieur und seine Mutter Leona Elizabeth Hausfrau. Er wuchs in einer großen katholischen Familie auf und besuchte die Highschool in Pennsylvania. Bevor er mit seiner Filmkarriere begann, studierte er zwei Jahre lang Theater- und Sprachwissenschaften an der Kent State University in Ohio.

Zuerst versuchte Keaton sich ohne großen Erfolg im Bereich der Stand-Up Comedy. Danach arbeitete er als Kameramann für einen Fernsehsender in Pittsburgh, bevor er erste Auftritte in einigen Fernsehprogrammen hatte. Bald darauf zog Keaton nach Los Angeles, wo er sich als Schauspieler bessere Chancen erhoffte. Tatsächlich konnte er erste Rollen in Fernsehproduktionen bekommen, darunter auch in der Sitcom Maude. Da es einen Schauspieler mit dem Namen Michael Douglas in der Screen Actors Guild schon gab, durfte er seinen Familiennamen als Schauspieler nicht führen und wählte als Zeichen seiner Verehrung für die Schauspielerin Diane Keaton den Namen Keaton.

1979 spielte er in der Comedyserie Working Stiffs neben James Belushi eine der Hauptrollen; 1982 folgte die Filmkomödie Nightshift – Das Leichenhaus flippt völlig aus. In den folgenden Jahrn war der komödiantisch talentierte Keaton in mehreren weiteren Filmkomödien zu sehen. 1988 spielte er in Tim Burtons Horrorkomödie Beetlejuice die Hauptrolle, was ihm positive Kritik einbrachte und ihn zu einem begehrten Darsteller machte.

Bald darauf wurde er von Burton erneut angeheuert, um in seinem Film Batman von 1989 die Hauptrolle des von Bob Kane erschaffenen Comic-Helden zu spielen. Zunächst wurde bezweifelt, ob der bis dahin eher als Komiker agierende Keaton die richtige Besetzung für die Rolle sei, doch seine tragische und ernste Darstellung des Titelhelden überzeugte das Publikum. Der Film wurde ein großer Erfolg und Keatons endgültiger Durchbruch. 1992 übernahm er in der Fortsetzung Batmans Rückkehr erneut die Rolle des Batman. Nachdem Burton als Regisseur für den nächsten Film Batman Forever durch Joel Schumacher ersetzt wurde, stieg auch Keaton, der erneut für die Hauptrolle vorgesehen war, aus dem Projekt aus und wurde durch Val Kilmer ersetzt.

Während der nächsten Jahre war Keaton in vielen weiteren Filmprojekten verschiedener Genres in Hauptrollen zu sehen, darunter Mein Leben für dich (1993), Sprachlos (1994) und Jack Frost (1998). In den beiden Elmore-Leonard-Verfilmungen Out of Sight und Jackie Brown spielte er die Rolle des Ray Nicolette. 2002 wurde er für seine Darstellung im Kriegsdrama Live aus Bagdad für einen Golden Globe nominiert. Neben der Schauspielerei machte er sich ebenfalls einen Namen als Produzent diverser Filme.

Keaton war von 1984 bis 1990 mit Caroline MacWilliams, ebenfalls Schauspielerin, verheiratet. Mit ihr hat er einen Sohn. Michael Keaton hatte zahlreiche Beziehungen, unter anderem mit Michelle Pfeiffer und Courteney Cox. Er besitzt mehrere Ranches (beispielsweise in Kalifornien und Montana), wo er Pferde und Hunde hält. Im Februar 2012 gab er in einen Interview bekannt, dass er zu einer eventuellen Rückkehr als Beetlejuice in einem zweiten Teil zur Verfügung stünde.[1]

Der bisherige Höhepunkt in Keatons Schauspielkarriere stellte sich 2015 mit Alejandro González Iñárritus Spielfilm Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) ein. In der Tragikomödie ist er als früherer Superhelden-Darsteller zu sehen, der sich von einer Broadway-Inszenierung neuen beruflichen Erfolg verspricht. Dies brachte ihm 2014/15 zahlreiche Filmpreise ein, darunter ein Golden Globe Award als bester Komödiendarsteller und Nominierungen für den Oscar und für den britischen BAFTA Award.

Keatons deutscher Standardsprecher ist Joachim Tennstedt, der Keaton seit dem ersten Batman-Film spricht; in den sechs vorigen, meist kleineren Filmen seiner Karriere zwischen 1982 und 1988 wurde Keaton von anderen Synchronsprechern gesprochen, z. B. von Ulrich Gressieker in Beetlejuice.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1982: Kansas City Film Critics Circle Award für Nightshift – Das Leichenhaus flippt völlig aus (Bester Nebendarsteller)
  • 1989: National Society of Film Critics Award für Beetlejuice und Süchtig (Bester Hauptdarsteller)
  • 2009: „Lifetime Achievement Award“ des Zurich Film Festival
  • 2014: Boston Society of Film Critics Award für Birdman (Bester Hauptdarsteller)
  • 2014: Chicago Film Critics Association Award für Birdman (Bester Hauptdarsteller)
  • 2014: Dallas-Fort Worth Film Critics Association Award für Birdman (Bester Hauptdarsteller)
  • 2014: Detroit Film Critic Society für Birdman (Bester Hauptdarsteller)
  • 2014: Florida Film Critics Circle Award für Birdman (Bester Hauptdarsteller)
  • 2014: Gotham Award für Birdman (Bester Hauptdarsteller)
  • 2014: Hollywood Film Award („Career Achievement Award“)
  • 2014: Kansas City Film Critics Circle Award für Birdman (Bester Hauptdarsteller)
  • 2014: Las Vegas Film Critics Society Award für Birdman (Bester Hauptdarsteller)
  • 2014: National Board of Review Award für Birdman (Bester Hauptdarsteller)
  • 2014: Phoenix Film Critics Society Award für Birdman (Bester Hauptdarsteller)
  • 2014: San Diego Film Critics Society Award für Birdman (Bester Hauptdarsteller)
  • 2014: San Francisco Film Critics Circle Award für Birdman (Bester Hauptdarsteller)
  • 2014: Utah Film Critics Association Award für Birdman (Bester Hauptdarsteller)
  • 2014: Washington DC Area Film Critics Association Award für Birdman (Bester Hauptdarsteller)
  • 2015: Golden Globe Award für Birdman (Bester Hauptdarsteller – Komödie/Musical)
  • 2015: „Modern Master Award “ des Santa Barbara International Film Festival
  • 2015: Oscar-Nominierung für Birdman (Bester Hauptdarsteller)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Michael Keaton – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Keaton Meets About Beetlejuice 2