Out of Sight

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Dieser Artikel beschäftigte sich mit dem Film von 1998, für die gleichnamige britische Fernsehserie siehe Unsichtbar (Fernsehserie)
Filmdaten
Deutscher Titel Out of Sight
Originaltitel Out of Sight
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1998
Länge 118 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Steven Soderbergh
Drehbuch Scott Frank
Produktion Danny DeVito, John Hardy, Barry Sonnenfeld
Musik David Holmes
Kamera Elliot Davis
Schnitt Anne V. Coates
Besetzung

Out of Sight ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1998. Der Regisseur war Steven Soderbergh, das Drehbuch schrieb Scott Frank anhand des Romans Out of Sight von Elmore Leonard aus dem Jahr 1996.

Handlung[Bearbeiten]

Der Bankräuber Jack Foley, der möglichst auf die Anwendung von Gewalt verzichtet, sitzt im Gefängnis Glades im US-Bundesstaat Florida eine langjährige Haftstrafe ab. Eines Tages flüchtet er, wobei ihn sein Freund Buddy Bragg unterstützt. Die Flucht beobachtet zufällig US-Marshal Karen Sisco, die von den beiden Gangstern entführt wird.

Jack, der zeitweise im Kofferraum eines Autos gemeinsam mit Karen eingeschlossen wird, findet sie attraktiv und beginnt mit ihr zu flirten. Obwohl Karen für seine Avancen nicht unempfänglich ist, nutzt sie die erste Gelegenheit, ihren Entführern zu entkommen. Etwas später jedoch meldet sich Jack telefonisch bei ihr, just in dem Moment als ihr Freund, FBI-Agent Ray Nicolette sie besucht, welcher die Suche nach Jack leitet und von Karens Vater, ebenfalls ein US-Marshal, verspottet wird. Karen verheimlicht Ray, wer mit ihr telefonisch flirtet. Stattdessen bemüht sie sich darum, in das Team aufgenommen zu werden, welches nach Jack fahndet.

Jack und Buddy wollen in Detroit den ehemaligen Gefängnisinsassen und Multimillionär Richard Ripley berauben, der in seiner Villa wertvolle Diamanten versteckt hält. Jack hatte Richard im Gefängnis beschützt, dieser jedoch hatte sich nach Jacks Entlassung als undankbar erwiesen und Jack sogar verhöhnt. Leider müssen sie feststellen, dass auch andere, vor Mord nicht zurückschreckende Gangster um den ehemaligen Mithäftling Maurice Miller von der Existenz der Diamanten erfahren haben. Jack und Buddy sind gezwungen, den Raub gemeinsam mit Maurice und seiner Gang durchzuführen.

Vorher jedoch besucht Jack Karen, die ihm auf der Spur ist, in ihrem Hotel. Da beide sich sehr zueinander hingezogen fühlen, nehmen sie sich eine "Auszeit", d. h. sie vergessen für eine Nacht, das sie Jäger und Gejagter sind und geben sich ihrer Leidenschaft hin.

Am nächsten Abend brechen Jack und Buddy mit Maurice und seiner Gang in Richards Villa ein. Jack entdeckt die Diamanten in einem Aquarium, will aber Richard und seine Freundin nicht alleine mit den anderen Kriminellen lassen, weil er deren Ermordung fürchtet. Er lässt Buddy mit den Diamanten fliehen und bleibt zurück.

Es kommt zu einer Schießerei, in der Jack einen Gangster, der Richards Freundin vergewaltigen wollte, in Notwehr erschießt und ein anderer sich versehentlich selbst tötet. Die angekommene Karen erschießt den übrig gebliebenen Maurice und überwältigt Jack durch einen Beinschuss. Einige Wochen später fährt sie einen Gefangenentransporter, bei dem sie dafür gesorgt hat, dass Jack mit einem erfolgreichen Ausbruchsexperten zusammenkommt, persönlich zurück nach Glades.

Kritiken[Bearbeiten]

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 19. Juni 1998, der Film sei ein Kriminalfilm, der sich weniger mit den Verbrechen beschäftige und mehr damit, wie Menschen sprechen, flirten, lügen und sich selbst in Schwierigkeiten bringen würden. Er sei der beste Film von Steven Soderbergh seit Sex, Lügen und Video, aber er wirke nicht wie ein typischer „unparteiischer, kühler, analytischer“ Film des Regisseurs.[1]

Hans Messias schrieb im Filmdienst 19/1998, der Film sei eine „Verfilmung eines Romans von Elmore Leonard, die geschickt die Balance zwischen Action, Komödie und romantischer Liebesgeschichte“ halte. Er sei ein „unterhaltsamer, im positiven Sinne altmodischer Kriminalfilm mit überraschenden Wendungen und ohne übertriebene Härten“.[2]

Die Zeitschrift Cinema schrieb, der „stilsichere, sexy, smarte“ Film sei „ein Klassiker“. Der „bis zur hinreißenden Auflösung ausgereizte“ Interessenskonflikt von Karen Sisco bewirke, dass er „kein schnöder Film mehr“ sei, sondern „eher schon ein zweistündiger Flirt mit magnetischen Augenblicken“. Die Kameraarbeit sichere „Atmosphäre und Fotogenität“, von denen es „selten“ mehr gegeben habe.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Drehbuchautor Scott Frank und die Cutterin Anne V. Coates wurden für den Filmpreis Oscar nominiert. Anne V. Coates wurde außerdem für den American Cinema Editors Award und den Online Film Critics Society Award nominiert. Scott Frank gewann den Boston Society of Film Critics Award, den Edgar Allan Poe Award, den National Society of Film Critics Award, den Online Film Critics Society Award, den Southeastern Film Critics Association Award und den Writers Guild of America Award.

Jennifer Lopez gewann den American Latino Media Arts Award und wurde, neben George Clooney, für den MTV Movie Award nominiert.

Der Film gewann den Golden Trailer Award für die Beste Musik.

Hintergründe und Trivia[Bearbeiten]

  • Der Film bedeutete den Karrieredurchbruch für George Clooney und Jennifer Lopez. Während Clooney ca. 10 Millionen US-Dollar Gage erhielt, verdiente Lopez ca. 2 Millionen US-Dollar und beklagte mehrmals, ihr Honorar sei zu niedrig gewesen.
  • Michael Keaton verkörpert den FBI-Agenten Ray Nicolette wie bereits ein Jahr zuvor in Quentin Tarantinos Jackie Brown. Allerdings ist der Charakter dort Polizist beim ebenfalls dem US-Justizministerium unterstellten ATF.
  • Samuel L. Jackson hat einen Cameo-Auftritt, in dem er den "Ausbrecherkönig" spielt, der zusammen mit dem Charakter von George Clooney am Ende des Films in ein anderes Gefängnis überführt werden soll.
  • Steven Soderbergh zitiert eine Szene aus dem Spielfilm Wenn die Gondeln Trauer tragen aus dem Jahr 1973, der auf der Erzählung „Dreh dich nicht um“ von Daphne du Maurier basiert.
  • Die deutsche Übersetzung des Romans, auf dem der Film basiert, trug ursprünglich den Titel „Zuckerschnute“; 2012 allerdings erschien bei Suhrkamp eine Neuausgabe unter dem Titel "Out of Sight“.[4]
  • Mit Michael Keaton und George Clooney spielen zwei ehemalige Batman-Darsteller mit.

Literatur[Bearbeiten]

  • Valeska Engel, Frank Strebel: Jennifer Lopez. Wilhelm Heyne Verlag, München 2001, ISBN 3-453-19095-5, S. 169-192

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Filmkritik von Roger Ebert, abgerufen am 30. November 2007
  2. Filmkritik von Hans Messias im Filmdienst 19/1998, S. 19
  3. Cinema, abgerufen am 1. Dezember 2007
  4. Rezension des Romans von Matthias Kühn auf krimi-couch.de

Weblinks[Bearbeiten]