Michelle Pfeiffer

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Michelle Pfeiffer (2007)

Michelle Pfeiffer (* 29. April 1958 in Santa Ana, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schauspielerin.

Karriere[Bearbeiten]

Pfeiffer wurde dreimal für den Oscar nominiert – 1989 für Gefährliche Liebschaften, 1990 für Die fabelhaften Baker Boys und 1993 für Love Field – und sechsmal für den Golden Globe, den sie 1989 für ihre Darstellung einer Nachtclub-Sängerin mit Vergangenheit in Die fabelhaften Baker Boys erhielt. Für ihre Darstellung in dem Rassendrama Love Field erhielt sie bei der Berlinale 1993 einen Silbernen Bären.

Pfeiffers Karriere litt seit den 1990er Jahren nicht unerheblich unter einer sehr vorsichtigen Rollenwahl. So lehnte sie etwa die Hauptrolle in Das Schweigen der Lämmer ab, für die dann Jodie Foster einen Oscar erhielt, ebenso eine Mitwirkung in dem späteren Welterfolg Basic Instinct, in dem Sharon Stone die weibliche Hauptrolle spielte. Ihren bislang letzten großen Erfolg hatte Pfeiffer 2000 an der Seite von Harrison Ford in dem Thriller Schatten der Wahrheit, für den sie eine Rekordgage von über 10 Millionen US-Dollar erhielt. In dem Mutter-Tochter-Drama Weißer Oleander (2002) spielte Pfeiffer, die bis dahin stets aufrichtige und gute Charaktere verkörpert hatte, erstmals eine verbitterte, seelisch beschädigte Individualistin, die darin aufgeht, anderen ebenfalls körperliche oder seelische Schäden zuzufügen.

Nach einer fünfjährigen Pause kehrte Pfeiffer im Sommer 2007 mit den beiden Filmen Hairspray und Der Sternwanderer auf die Leinwand zurück. In beiden Filmen verkörperte sie die Rolle des Bösewichts. Im Musical Hairspray singt sie außerdem wieder (wie schon in Die fabelhaften Baker Boys); Der Sternwanderer zeigt sie in der Rolle einer Hexe. 20 Jahre nach Catwoman in Batmans Rückkehr stand Pfeiffer 2012 erneut für Tim Burton vor der Kamera und spielte Elizabeth Collins Stoddard in Dark Shadows.[1]

Pfeiffer wurde am 6. August 2007 mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt.[2]

Leben[Bearbeiten]

Pfeiffer hat Vorfahren aus den Niederlanden, Deutschland, Schweden und der Schweiz.[3] Sie hat zwei jüngere Schwestern, Dedee Pfeiffer (* 1964) und Lori Pfeiffer (* 1965), beide ebenfalls Schauspielerinnen, und einen älteren Bruder, Rick Pfeiffer.[4] Von 1981 bis 1988 war sie mit dem Schauspieler Peter Horton verheiratet. 1993 heiratete sie David E. Kelley, den Schöpfer der TV-Serien Picket Fences, Chicago Hope, Ally McBeal und Boston Legal. Mit ihm hat sie einen Sohn, John Henry (* 1994). Zwischen beiden Ehen adoptierte sie ihre Tochter Claudia Rose (* 1993).

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen/Nominierungen[Bearbeiten]

Oscars

Young Artist Awards

  • 1982: Nominierung als Best Young Motion Picture Actress (Grease 2)

Saturn Awards

Golden Globe Awards

  • 1988: Nominierung als beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical (Married to the Mob)
  • 1989: Beste Hauptdarstellerin – Drama (Die fabelhaften Baker Boys)
  • 1990: Nominierung als beste Hauptdarstellerin – Drama (Das Rußland-Haus)
  • 1991: Nominierung als beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical (Frankie & Johnny)
  • 1992: Nominierung als beste Hauptdarstellerin – Drama (Love Field)
  • 1993: Nominierung als beste Hauptdarstellerin – Drama (The Age of Innocence)

MTV Movie Awards

  • 1992: Nominierung als begehrenswerteste Schauspielerin (Batman Returns)
  • 1992: Nominierung für den besten Filmkuss (Batman Returns) (mit Michael Keaton)
  • 1995: Nominierung als beste Hauptdarstellerin (Dangerous Minds)
  • 1995: Nominierung als begehrenswerteste Schauspielerin (Dangerous Minds)

British Academy Film Awards

  • 1988: Beste Nebendarstellerin (Dangerous Liaisons)
  • 1989: Nominierung als beste Hauptdarstellerin (Die fabelhaften Baker Boys)

Chicago Film Critics Association Awards

  • 1988: Nominierung als beste Nebendarstellerin (Dangerous Liaisons)
  • 1989: Beste Hauptdarstellerin (Die fabelhaften Baker Boys)

National Society of Film Critics Awards

  • 1988: Nominierung als beste Nebendarstellerin (Dangerous Liaisons)

Internationale Filmfestspiele von Venedig

  • 1993: Beste Darstellerin (The Age of Innocence)

Los Angeles Film Critics Association Awards

  • 1989: Beste Hauptdarstellerin (Die fabelhaften Baker Boys)

National Board Review Association Awards

  • 1989: Beste Hauptdarstellerin (Die fabelhaften Baker Boys)

National Society of Film Critics Awards

  • 1989: Beste Hauptdarstellerin (Die fabelhaften Baker Boys)

New York Film Critics Circle Awards

  • 1989: Beste Hauptdarstellerin (Die fabelhaften Baker Boys)
  • 1992: Beste Hauptdarstellerin (Love Field)

American Comedy Awards

  • 1989: Nominierung als lustigster weiblicher Darsteller in einem Spielfilm (Die fabelhaften Baker Boys)

Silberner Bär

  • 1992: Beste Hauptdarstellerin (Love Field)

Dallas-Fort Worth Film Critics Association Award

  • 1993: Nominierung als beste Hauptdarstellerin (The Age of Innocence)

David di Donatello

  • 1993: Nominierung als Migliore Attrice Straniera (The Age of Innocence)

Blockbuster Entertainment Awards

  • 1995: Nominierung als Favorite Actress - Drama (Dangerous Minds)
  • 1996: Favorite Actress – Comedy/Romance (One Fine Day)
  • 2000: Favorite Actress – Suspense (What Lies Beneath)

Nickelodeon Kids’ Choice Awards

  • 1996: Nominierung als Lieblingsschauspielerin (One Fine Day)

Kansas City Film Critics Circle Awards

San Diego Film Critics Society Awards

  • 2002: Beste Nebendarstellerin (White Oleander)

Screen Actors Guild Awards

  • 2002: Nominierung als beste Nebendarstellerin (White Oleander)
  • 2007: Nominierung für das beste Schauspielensemble (Hairspray)

Washington D.C. Area Film Critics Association Awards

  • 2002: Nominierung als beste Nebendarstellerin (White Oleander)

Critics’ Choice Movie Awards

  • 2007: Bestes Schauspielensemble (Hairspray)

Hollywood Film Festival

  • 2007: Ensemble of the Year (Hairspray)

Palm Springs International Film Festival

  • 2007: Ensemble Cast (Hairspray)

Trivia[Bearbeiten]

  • Pfeiffer wirkte auch im Musikclip zu Coolios Gangsta’s Paradise mit, der zum Soundtrack ihres Films Dangerous Minds gehörte.
  • Ihre feste Synchronstimme seit Ende der 1980er Jahre ist Katja Nottke. Seit 2007 wird Pfeiffer jedoch fast ausschließlich von Andrea Aust synchronisiert.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Michelle Pfeiffer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tim Burton & Michelle Pfeiffer on Dark Shadows, Reteaming After 20 Years and the New Catwoman, Zugriff am 9. Mai 2012
  2. Michelle Pfeiffer – Hollywood Walk of Fame. In: Hollywood Walk of Fame's Official Site. Hollywood Chamber of Commerce. Abgerufen am 23. Oktober 2010.
  3. Michelle Pfeiffer – Pfeiffer: 'I'm A Multi-Cultural Mutt'. In: Contact Music, Contactmusic.com Ltd, 1. Februar 2008. Abgerufen am 28. August 2010. 
  4. DeDee Pfeiffer – Movie and Film Biography and Filmography. In: AllRovi. Rovi Corporation. Abgerufen am 11. Juni 2011.
  5. Andrea Aust in der deutschen Synchronkartei, Abgerufen am 28. August 2014