Michael Landon

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Michael Landon 1990 bei den 42. Emmy Awards

Michael Landon; eigentlich Eugene Maurice Orowitz (* 31. Oktober 1936 in Forest Hills, Queens, New York; † 1. Juli 1991 in Malibu) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Drehbuchautor, Fernsehregisseur und Fernsehproduzent. Weltberühmt wurde er in den 1960er Jahren in der Rolle des Little Joe Cartwright in der Fernsehserie Bonanza und in den 1970/80er Jahren durch die Rolle des Charles Ingalls in der Fernsehserie Unsere kleine Farm.

Leben[Bearbeiten]

Michael wurde als Sohn von Eli Maurice Orowitz und Peggy O’Neal Orowitz in Forest Hills in Queens, einem Stadtteil von New York, als Eugene Maurice Orowitz geboren.[1] Als er vier Jahre alt war, zog seine Familie nach Collingswood, New Jersey. Seine Kindheit war gekennzeichnet durch ein schwieriges Verhältnis seiner Eltern zueinander.[2] In der High School brachte er gute Leistungen in Leichtathletik und erwarb damit ein Stipendium für die University of Southern California. Als er nach einer Armverletzung mit dem Sport nicht weitermachen konnte, übernahm er zunächst im US-Fernsehen kleinere Rollen. Da er seinen Namen für unpassend für einen Schauspieler hielt, änderte er ihn in Michael Landon – einen Namen, den er im Telefonbuch von Los Angeles fand.

Karriere[Bearbeiten]

Seine erste größere Rolle hatte Landon 1957 als Tony Rivers in Der Tod hat schwarze Krallen (I Was a Teenage Werewolf). Ab Sommer 1959 spielte er 14 Jahre lang in 428 Folgen der Fernsehserie Bonanza die Rolle des Little Joe. Nach dem plötzlichen Tod seines Freundes und Schauspielkollegen Dan Blocker (Hoss Cartwright) im Mai 1972 wurde Bonanza im Januar 1973 eingestellt.

Ab Herbst 1974 spielte er eine Hauptrolle in der sehr frei an die autobiographische Buchreihe von Laura Ingalls Wilder angelehnten Fernsehserie Unsere kleine Farm. Er war der Motor der Serie und vom Beginn bis zum Ende der Serie im Herbst 1983 dabei. Neben seiner Rolle als Familienpatriarch Charles Ingalls war er auch Produzent, Drehbuchautor und Regisseur der Serie.[2]

Ab Sommer 1984 spielte er in der Fernsehserie Ein Engel auf Erden, bis sein Freund und zweiter Hauptdarsteller Victor French im Juni 1989 an Lungenkrebs starb. French und Landon hatten bereits in Bonanza und Unsere kleine Farm zusammen gespielt. Die Idee zu Ein Engel auf Erden hatte Landon, als eines seiner Kinder schwer erkrankte. Als gläubiger Mensch legte er das Gelübde ab, im Falle der Heilung eine Serie zu drehen, in der er zeigen würde, was Gott zu tun in der Lage sei. Bei diesen Serien arbeitete Landon für NBC. Nach dem Ende von Ein Engel auf Erden wechselte er nach fast 35 Jahren zu CBS, wo er noch in dem Pilotfilm zu der geplanten Serie Us mitwirkte. Die Serie wurde jedoch nicht mehr verwirklicht, der Pilotfilm war seine letzte Arbeit.

Privatleben[Bearbeiten]

Michael Landon war dreimal verheiratet. Mit seiner ersten Frau Dodie Levy-Fraser, die er 1956 heiratete, hatte er zwei adoptierte Söhne. Im Dezember 1962 wurde die Ehe geschieden. Am 12. Januar 1963 heiratete er Marjorie Lynn Noe, die eine Tochter mit in die Ehe brachte. Von den vier gemeinsamen Kindern arbeiten drei – Michael Landon jr., Christopher B. Landon und Leslie Landon – wie ihr Vater im Filmbusiness.[3] Landons zweite Ehe wurde im Dezember 1982 geschieden. Im Februar 1983 heiratete er Cindy Clerico, die er bei den Dreharbeiten zu Unsere kleine Farm kennengelernt hatte; sie ist die Mutter von zwei weiteren seiner Kinder.

Im April 1991 wurde bei Landon Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Bei seinem letzten Fernsehauftritt am 9. Mai 1991 in der Tonight Show von Johnny Carson gab er sich zuversichtlich, die Krankheit besiegen zu können,[4][5] doch der Krebs hatte bereits auf die Leber übergegriffen.

Michael Landon starb am 1. Juli 1991 im Alter von 54 Jahren. Er wurde auf dem Hillside Memorial Park Cemetery in Culver City beerdigt.[6]

Trivia[Bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1956: Das Herz eines Millionärs (These Wilder Years)
  • 1957: Der Tod hat schwarze Krallen (I Was a Teenage Werewolf)
  • 1958: Wild auf Gold (Gods Little Acre)
  • 1958: Flammen über Maracaibo (Maracaibo)
  • 1958–1959: Josh (Wanted: Dead Or Alive) (Fernsehserie, 2 Folgen)
  • 1959: Keine Gnade für Tom Dooley (The Legend of Tom Dooley)
  • 1959–1973: Bonanza (Fernsehserie, 428 Folgen)
  • 1974–1983: Unsere kleine Farm (Fernsehserie, 187 Folgen)
  • 1976: The Loneliest Runner (Fernsehfilm)
  • 1983: Operation Comeback (Love Is Forever) (Fernsehfilm)
  • 1984–1989: Ein Engel auf Erden (Fernsehserie, 111 Folgen)
  • 1990: Der letzte Flug der Taube (Where Pigeons Go to Die) (Fernsehfilm)
  • 1991: Weite Reise (Us) (Fernsehfilm)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Michael Landon hat einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in der 1500 N. Vine Street.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Michael Landon – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Landon auf findagrave.com, abgerufen am 29. Oktober 2011
  2. a b Unsere kleine Farm. Die offizielle DVD-Sammlung Heft Nr. 1, S. 4, 14, Kapitel: Hauptpersonen: Michael Landon auf die Schnelle: „Unglückliche Kindheit. Sein jüdischer Vater und seine katholische Mutter sprachen kaum miteinander.“ © bei Universal Studios. Herausgegeben 2010 von GE Fabbri Limited, The Communications Building, London. Universal Studios London, Journal-Beiträge von Patrick Loubatière.
  3. Michael Landon in der Internet Movie Database (englisch)
  4. "Michael Landon on the Johnny Carson Show 5-9-91 part 1"
  5. "Michael Landon on the Johnny Carson Show 5-9-91 part 2"
  6. knerger.de: Das Grab von Michael Landon
  7. Reent Reins – Biographie bei reentreins.de