Middelhagen

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde Middelhagen auf der Insel Rügen. Ein Ortsteil der Gemeinde Sundhagen im Landkreis Vorpommern-Rügen trägt ebenfalls den Namen Middelhagen.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Middelhagen
Middelhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Middelhagen hervorgehoben
54.33333333333313.75Koordinaten: 54° 20′ N, 13° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Rügen
Amt: Mönchgut-Granitz
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 9,57 km²
Einwohner: 577 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18586
Vorwahl: 038308
Kfz-Kennzeichen: VR, GMN, NVP, RDG, RÜG
Gemeindeschlüssel: 13 0 73 056
Adresse der Amtsverwaltung: Göhrener Weg 1
18586 Baabe
Webpräsenz: www.middelhagen.de
Bürgermeister: Ulrich Kliesow
Lage der Gemeinde Middelhagen im Landkreis Vorpommern-Rügen
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Über dieses Bild

Middelhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Rügen auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Gemeinde wird vom Amt Mönchgut-Granitz mit Sitz in der Gemeinde Baabe verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Die Reddevitzer Höft (2011)

Middelhagen liegt etwa 20 Kilometer östlich von Bergen auf Rügen auf der Halbinsel Mönchgut. Im Süden grenzt die Gemeinde an den Rügischen Bodden mit der Bucht Having im Norden und der Hagenschen Wiek im Süden. Bei Alt-Reddevitz ragt die fast fünf Kilometer lange, aber nur 500 Meter breite Halbinsel Reddevitzer Höft in Form einer Landzunge in den Bodden. Das Höft wird vorwiegend landwirtschaftlich genutzt. Middelhagen liegt im Biosphärenreservat Südost-Rügen.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Middelhagen
  • Alt Reddevitz
  • Lobbe
  • Mariendorf

Geschichte[Bearbeiten]

Alt Reddevitz

Der Ort wurde berühmt durch ein Großsteingrab in seinem Ortsgebiet, das „Herzogsgrab“. Es ist noch heute zu sehen, es wurde mehrfach ausgegraben. Es wurden viele Funde geborgen. Das Großsteingrab wurde 1926 durch Klinghardt ausgegraben. Auf dem nördlichen Abschlußstein befinden sich zwei Schälchen von 3 cm Durchmesser und 1,5 cm Tiefe. Auf der Oberfläche des neben dem nördlichen Abschlußstein befindlichen Trägers der westlichen Trägersteine sind vier gut zu erkennende Schälchen von 3,5 cm Durchmesser und 1 cm Tiefe vorhanden. Das Herzogsgrab ist eines der bekanntesten Großsteingräber Rügens. Entdeckt wurde es vor 1922 von dem verstorbenen Lehrer und Heimatforscher Fritz Worm aus Alt Reddevitz. Einer alten Sage nachgehend grub er am Weg vom Mönchgut nach Alt Reddevitz mehrere Findlingsblöcke frei. Dann stieß er auf die Umfassungssteine der Grabkammer. Sie war Bestattungsstätte einer Sippe der Jungsteinzeit. 9 Blöcke mit den glatten Seiten nach innen umfassen die Kammer, Die Nordwand wird durch einen großen Block gestützt. Der Eingang im Süden besteht aus 2 senkrechten Steinplatten. Der Kammerboden bestand aus Stein- und Tonschichten. Die Toten wurden übereinander beigesetzt, es waren 38-40 Skelette ermittelbar. 50 Tongefäße, Bernsteinperlen an 80 Stellen und viele Feuersteingeräte gehörten zu den Beigaben.[2] Das Grab ist heute recht unspektakulär, die damaligen Funde mit der Vielzahl der bestatteten Individuen waren aber eine Sensation.

Lobbe

→Siehe Hauptartikel: Lobbe

Das Dorf liegt südöstlich von Middelhagen an der Landstraße in Richtung Thiessow im Biosphärenreservat Südost-Rügen.

Middelhagen

Middelhagen wurde um 1250 erstmals urkundlich erwähnt.

Der Ort war bis 1326 Teil des Fürstentums Rügen und danach des Herzogtums Pommern. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde Rügen und somit auch das Gebiet von Lancken-Granitz ein Teil von Schwedisch-Pommern. Im Jahr 1815 kam Middelhagen als Teil von Neuvorpommern zur preußischen Provinz Pommern.

Seit 1818 gehörte Middelhagen zum Kreis bzw. Landkreis Rügen. Nur in den Jahren von 1952 bis 1955 war es dem Kreis Putbus zugehörig. Die Gemeinde gehörte danach bis 1990 zum Kreis Rügen im Bezirk Rostock und wurde im selben Jahr Teil des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Der seit 1990 wieder so bezeichnete Landkreis Rügen ging 2011 im Landkreis Vorpommern-Rügen auf.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 19. März 1987 von der Gemeindevertretung angenommen und unter der Nr. 105 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Geteilt von Silber über Rot; oben ein wachsender, gold bewehrter roter Greif mit einem goldenen Abtstab in den Fängen; unten ein goldenes Zelt, begleitet: rechts von einer goldenen Ähre und links von einem aufrechten silbernen Fisch.“

Das Wappen wurde von dem Sagarder Gerhard Koggelmann gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 196 endet nordöstlich im zwei Kilometer entfernten Göhren.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Pernice-1926; H.J.Eggers, Neue Funde vom Hünengrab in der Forst Mönchgut auf Rügen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Middelhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien