Born a. Darß
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Vorpommern-Rügen | |
| Amt: | Darß/Fischland | |
| Höhe: | 3 m ü. NN | |
| Fläche: | 62,5 km² | |
| Einwohner: |
1117 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 18 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 18375 | |
| Vorwahl: | 038234 | |
| Kfz-Kennzeichen: | VR, GMN, NVP, RDG, RÜG | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 73 012 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Chausseestraße 68a 18375 Born a. Darß |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Gerd Scharmberg | |
| Lage der Gemeinde Born a. Darß im Landkreis Vorpommern-Rügen | ||
Born a. Darß ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist staatlich anerkannter Erholungsort und Amtssitz des Amtes Darß/Fischland, dem fünf weitere Gemeinden angehören.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Die Gemeinde Born a. Darß an der Südküste der Halbinsel Darß liegt unmittelbar am Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Südöstlich und südwestlich von Born breiten sich die Meeresbuchten des Bodstedter Boddens und des Saaler Boddens aus. Dazwischen – im Koppelstrom – liegen die Neuendorfer Bülten, eine Kette kleiner, schilfbewachsener Inseln. Zum Gemeindegebiet gehört fast die gesamte Halbinsel Darß mit der Nordspitze, dem Darßer Ort. Dort befindet sich die Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, das Natureum Darßer Ort.
Geschichte [Bearbeiten]
Nach jahrhundertelanger Zugehörigkeit zum Herzogtum Pommern gehörte die Gemeinde nach dem Dreißigjährigen Krieg zu Schwedisch-Pommern. In den Jahren 1715 bis 1720 gehörte Born a. Darß bis Ende des Großen Nordischen Krieges zum Königreich Dänemark. Mit der aufkommenden Segelschifffahrt stieg auch die Bevölkerungsanzahl. Neben den einfachen Büdnereien entstanden so größere Kapitänshäuser. Born war, anders als die Nachbargemeinde Wieck allerdings nicht so stark vom Niedergang der Segelschifffahrt im 19. Jahrhundert betroffen, da man verstärkt wieder Landwirtschaft betrieb. Um 1930 findet man erste Anzeichen von Tourismus in Born.
Die Gemeinde war bis 1952 Teil des Landkreises Franzburg-Barth und gehörte danach bis 1994 zum Kreis Ribnitz-Damgarten im Bezirk Rostock. Seit 1990 gehört Born zum Land Mecklenburg-Vorpommern.
Der Name leitet sich vom slawischen Wort bori ab, was so viel wie Föhrenwald bedeutet. Dies soll ein Hinweis auf die Lage der Gemeinde am Waldrand darstellen.[2]
Politik [Bearbeiten]
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen wurde am 14. Februar 1992 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 18 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.
Blasonierung: „Schräglinks geteilt von Silber und Blau. Das blaue obere Feld ist mit einer schmalen silbernen Linie von der blauen Umrandung abgegrenzt und beinhaltet ein Heroldsbild. Es zeigt einen silbernen Seeadler im Fluge, der nach rechts gerichtet ist und dessen Schwingen parallel zur Feldertrennlinie ausgeführt sind. Im silbernen unteren rechten Feld befindet sich ein zweites Heroldsbild in Form einer Windrose (Gold/Blau), unterlegt mit einer blauen Kreislinie. Im Zentrum der Windrose ist ein roter Greif, aufrechtstehend und nach links gerichtet, dargestellt.“[3]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Gemeinderat besteht aus 10 gewählten Mitgliedern. Bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 errang die CDU zwei Sitze, Die Linke einen Sitz, die Borner Alternative zwei und die Wählergemeinschaft für Born fünf Sitze. Sie stellte damit auch den Bürgermeister, Gerd Scharmberg.[4] Amtsvorsteher ist Andreas Meller.[5]
Bauwerke [Bearbeiten]
In Born befindet sich Forst- und Jagdmuseum Ferdinand von Raesfeld, das sich unter anderem dem Schaffen Ferdinand von Raesfelds widmet. Raesfeld verbrachte in der ehemaligen Oberförsterei den bedeutendsten Teil seines beruflichen Lebens (siehe auch Franz Mueller-Darß). In der rohrgedeckten Fischerkirche von 1935 finden im Sommer und zu besonderen Tagen oft Konzerte statt, im Borner Sommertheater werden zahlreiche weitere Veranstaltungen geboten. Das Borner Dorfbild zeichnet sich durch Vielzahl an darßtypischen Häusern aus, mit vielen reetgedeckten Dächern und verzierten Türen. Die ältesten Häuser der Gemeinde finden sich im westlichen Teil, zum Beispiel in der Nordstraße. Die Dorflinde im Bäckergang bildet seit dem 17. Jahrhundert den Mittelpunkt Borns. Kapitän Carl von Petersson baute hier 1833 das erste Hotel auf dem Darß, den Peterssons Hof, welches heute noch erhalten ist. Im Obergeschoss führt eine Ausstellung durch die Geschichte der Gemeinde. Ein weiteres Merkmal sind die vielen Freiflächen, welche oftmals als Pferdekoppeln genutzt werden.
Veranstaltungen [Bearbeiten]
Der Borner Maskenball entstand vor 150 Jahren als Borner Seefahrer die Idee für dieses Fest mitbrachten. An langen Winterabenden werden Masken und Kostüme erfunden und hergestellt. Am Abend des Balles wird kein Wort gesprochen, denn erst nach der Demaskierung sollen die anderen wissen, wer sich hinter der Verkleidung verbarg. Eine Ausstellung darüber befindet sich in der alten Gutzmann-Schule.
Born war 2007 Festort für das Erntedankfest von Mecklenburg-Vorpommern, das am 30. September stattfand.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Born ist ein Ferienort für Segler, Surfer, Camper oder Wanderer. Der Tourismus bildet die wirtschaftliche Basis für Born. Die Kur- und Touristgesellschaft Darß und das Gut Darß sind zwei der größten Betriebe des Ortes. Auf Borner Gemarkung gibt es zwei Campingplätze, das Regenbogen Camp Born und das Regenbogen Camp Prerow. Westlich von Born im Nationalpark liegt die Jugendherberge Born-Ibenhorst, die auch einen Zeltplatzbereich hat.
Der Darßer Urwald unmittelbar nördlich von Born präsentiert sich mit Mooren und skurril gewachsenen Windflüchtern an der Westküste. Neben kleinen Häfen und Anlegestegen bietet die Umgebung der Gemeinde ein gut ausgebautes Rad- und Wanderwegenetz. Fahrgastschiffe verkehren von Born aus in die Fischland-Gemeinden, nach Bodstedt und Barth.
Verkehrsanbindung [Bearbeiten]
Eine Straßenverbindung führt von der B 105 (Rostock–Stralsund) bei Ribnitz-Damgarten über die Nehrung des Fischlandes von Südwesten her nach Born, über Barth, die Meiningenbrücke bei Bresewitz und Prerow erreicht man Born von Südosten aus. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in den Städten Barth und Ribnitz-Damgarten an der Bahnstrecke Stralsund–Rostock.
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Windflüchter an der Westküste
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden am 31.12.2011 (XLS) (Hilfe dazu)
- ↑ Maja Kunze: Fischland Darß Zingst 3. vollständig überarbeitete Auflage. Tanja Onken via reise verlag, Berlin, 2011, ISBN 978-3-935029-41-4, Seite 44
- ↑ Hauptsatzung der Gemeinde Born a. Darß (PDF, 16,54 kB)
- ↑ Amtsblatt des Amts Darß/Fischland, Jahrgang 17 vom 23. Juli 2009, Seite 3, (PDF; 58 kB), abgerufen am 18. Juli 2012.
- ↑ Gemeindevertreter von Born a. Darß, abgerufen am 18. Juli 2012.
Weblinks [Bearbeiten]
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