Thiessow
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Vorpommern-Rügen | |
| Amt: | Mönchgut-Granitz | |
| Höhe: | 3 m ü. NN | |
| Fläche: | 2,33 km² | |
| Einwohner: |
415 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 178 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 18586 | |
| Vorwahl: | 038308 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RÜG | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 73 091 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Göhrener Weg 1 18586 Baabe |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Gisela Zorn | |
| Lage der Gemeinde Thiessow im Landkreis Vorpommern-Rügen | ||
Das Ostseebad Thiessow (bis zum 19. März 1995 Thießow[2]) ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Rügen auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Mönchgut-Granitz mit Sitz in der Gemeinde Baabe verwaltet.
Zu Thiessow gehört der Ortsteil Klein Zicker, der sich am westlichen Zipfel der Gemeinde befindet.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die Gemeinde Thiessow liegt auf dem Mönchgut am südöstlichen Zipfel der Insel Rügen im Biosphärenreservat Südost-Rügen. Sie befindet sich auf den hakenförmig um den Zicker See angeordneten Halbinseln Klein Zicker und Südperd und ist von drei Seiten vom Greifswalder Bodden umgeben. Erwähnenswert ist der 38 Meter hohe Lotsenberg auf der Halbinsel Klein Zicker. Der südlichste Punkt der Gemeinde ist der Endhaken. Zirka neun Kilometer nördlich liegt Göhren und 37 Kilometer nordwestlich Bergen.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1360 erstmals urkundlich als Tisowe erwähnt. Die Herleitung aus dem Slawischen von Eibenort ist nicht gesichert. Die Erwähnung erfolgte in einer Kaufurkunde der Mönche des Klosters Eldena bei Greifswald, die den südlichen Teil dieser Halbinsel kauften, deren Name „Mönchgut“ sich daher ableitet. Der Ort war bis 1326 Teil des Fürstentums Rügen und danach des Herzogtums Pommern.
Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort vollständig zerstört. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde Rügen und somit auch das Gebiet von Thiessow ein Teil von Schwedisch-Pommern. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden von den Truppen des schwedischen Königs Karl XII. im Großen Nordischen Krieg Schanzen angelegt. Die Überreste sind noch auf dem Lotsenberg auszumachen. Die Schweden begannen 1806 mit dem Bau eines Kriegshafens im Zicker See und einer dazugehörigen Stadt, die Gustavia heißen sollte. Die Besetzung Rügens durch die Franzosen 1807 beendete das Projekt.
Im Jahre 1854 erbaute die preußische Regierung in Thiessow für Stralsund eine Lotsenwache. Im Jahr 1909 wurde der Lotsenturm in Betrieb genommen, er verfiel jedoch bis 1977. Ende der 1990er Jahre erfolgte der Wiederaufbau nach dem historischen Vorbild. Im April 2003 wurde der neu erbaute Lotsenturm dann der Öffentlichkeit übergeben.
Seit 1818 gehörte Thiessow zum Kreis bzw. Landkreis Rügen der preußischen Provinz Pommern. In den Jahren von 1952 bis 1955 war es dem Kreis Putbus zugehörig. Die Gemeinde gehörte danach bis 1994 zum Kreis Rügen im Bezirk Rostock und wurde im Jahr 1990 Teil des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Der seit 1990 wieder so bezeichnete Landkreis Rügen ging 2011 im Landkreis Vorpommern-Rügen auf.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
→ Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Thiessow
- Lotsenberg mit Lotsenturm
- Aussichtspunkt Kleiner Königstuhl
- Kurpark Thiessow
Beim Ortsteil Klein Zicker befindet sich das Bodendenkmal Schanze bei Klein Zicker.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehrsanbindung
Thiessow ist über die Landesstraße 292 zu erreichen, über die in Göhren die Bundesstraße 196 erreicht wird. Die Gemeinde ist auch über die Bahnhöfe Philippshagen und Göhren (Rügen) der Rügenschen Kleinbahn zu erreichen, die jeweils etwa neun Kilometer nördlich von Thiessow liegen. Thiessow und Klein Zicker verfügen jeweils über einen kleinen Hafen am Zicker See.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
1888 wurde der Mönchguter Heimatforscher Willy Dumrath (1888-1969) in Thiessow geboren.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2010 (PDF; 522 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1995
[Bearbeiten] Weblinks
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