Baabe
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Vorpommern-Rügen | |
| Amt: | Mönchgut-Granitz | |
| Höhe: | 3 m ü. NN | |
| Fläche: | 2,26 km² | |
| Einwohner: |
816 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 361 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 18586 | |
| Vorwahl: | 038303 | |
| Kfz-Kennzeichen: | VR, GMN, NVP, RDG, RÜG | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 73 006 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Göhrener Weg 1 18586 Baabe |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Dieter Mathis (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Baabe im Landkreis Vorpommern-Rügen | ||
Das Ostseebad Baabe ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Rügen auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist Sitz des Amtes Mönchgut-Granitz, dem weitere sieben Gemeinden angehören.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie und Verkehr [Bearbeiten]
Das Ostseebad Baabe, ein Kurort im Südosten der Ostsee-Insel Rügen, liegt zwischen den Ostseebädern Sellin und Göhren auf der Halbinsel Mönchgut. Der Ort liegt am Mönchgraben, jener historischen Grenze, die die Halbinsel Mönchgut vom Rest der Insel Rügen trennt, zwischen der Ostsee und der Baaber Beek (Verbindungsgraben zwischen Selliner See und Having) und den Wäldern der Baaber Heide. Durch Baabe führen die Bundesstraße 196 und die Schmalspurbahn Rasender Roland. Das sogenannte Mönchgut-Tor überspannt die B 196 auf Höhe des Mönchgrabens.
Geschichte [Bearbeiten]
Im Jahr 1252 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Er befand sich, wie die gesamte Halbinsel Mönchgut, bis 1535 im Besitz des Zisterzienserklosters Eldena bei Greifswald. Noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts bestand Baabe nur aus einem Bauernhof mit mehreren Büdner- und Häuslerstellen.
Der Ort war bis 1326 Teil des Fürstentums Rügen und danach des Herzogtums Pommern. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde Rügen und somit auch das Gebiet von Lancken-Granitz ein Teil von Schwedisch-Pommern. Der mittelalterliche Mönchgraben, eine Landwehr zwischen Baabe und Sellin, wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg und in den nachfolgenden Kriegen des 17. und 18. Jahrhunderts von den Schweden in ihr Verteidigungssystem aufgenommen und durch separate Schanzen nördlich des Grabens verstärkt.
Im Jahr 1815 kam Baabe als Teil von Neuvorpommern zur preußischen Provinz Pommern. Von 1818 bis 1952 gehörte Baabe zum Kreis/Landkreis Rügen.
Baabe beherbergte seit dem Ende des 19. Jahrhunderts Badegäste. 1895/96 entstand ein einfaches Bad mit Badesteg. Fischerei und Landwirtschaft waren aber lange noch der Haupterwerbszweig der Bevölkerung. 1913 wurde dann ein großes Herren-, Damen- und Familienbad errichtet. Von 1920 bis 1927 entstand die heute den Ort prägende Allee zum Ostseestrand. Gemeindevorsteher in dieser Zeit war von 1919 bis 1926 der Sozialdemokrat Albert Thormann. 1923 wurde eine kleine Seebrücke gebaut, die jedoch bald vom Seegang wieder zerstört wurde. In diesem Zeitraum hatte Baabe etwa 500 Einwohner. Jährlich besuchten 3000 bis 4000 Badegäste den Ort. Die Freiwillige Feuerwehr des Orts wurde 1925 gegründet. Im gleichen Jahr entstand das Gebäude der Gemeinde- und Kurverwaltung in der Strandstraße 2 sowie der Waldfriedhof. 1929 wurde die Dorfkirche Baabe gebaut.
Von 1932 bis 1934 wurde neben einer neuen Badeanstalt vor allem auch eine 200 m lange Seebrücke errichtet, die jedoch 1942 durch Eisgang zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde. Ab 1941 war Baabe bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein Ziel der Kinderlandverschickung.
1953 wurde von den staatlichen Organen auch in Baabe die „Aktion Rose“ durchgeführt. Diese zielte auf die Enteignung privater Hotel- und Pensionsbesitzer ab und veränderte für fast 40 Jahre die Eigentumsstruktur grundlegend.
Nach der politischen Wende des Jahres 1989 wurden das Ortserscheinungsbild und die Gebäudesubstanz vieler Häuser grundlegend verbessert.
In den Jahren von 1952 bis 1955 war Baabe dem Kreis Putbus zugehörig. Die Gemeinde gehörte danach bis 1990 zum Kreis Rügen im Bezirk Rostock und wurde im selben Jahr Teil des Landkreises Rügen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. 2008 wurde ein Gedenkstein für den ehemaligen, 1952 im Gefängnis in Bautzen umgekommenen, Gemeindevorsteher Albert Thormann enthüllt.
Wappen [Bearbeiten]
Laut Satzung hat Baabe kein offizielles Wappen, nur ein wappenähnliches Logo.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Baabe
- Aussichtspunkt Baaber Bollwerk
- reetgedeckte Häuser
- Mönchguter Küstenfischermuseum
- Dorfkirche Baabe
- Am nördlichen Ortsausgang verläuft der Mönchgraben, der Rest einer mittelalterlichen Landwehr.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
1901 wurde der in Baabe wohnende Serienmörder Ludwig Tessnow verhaftet.
Im Jahr 2000 verstarb in Baabe der Kinderarzt und Wissenschaftler Horst Bickel (1918–2000).
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden am 31.12.2011 (XLS) (Hilfe dazu)
Weblinks [Bearbeiten]
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