Monongahela River

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Monongahela River
Vorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt
Der Monongahela River in Pittsburgh

Der Monongahela River in Pittsburgh

Daten
Gewässerkennzahl US1209053
Lage West Virginia, Pennsylvania (USA)
Flusssystem Mississippi River
Abfluss über Ohio River → Mississippi River → Golf von Mexiko
Zusammenfluss von Tygart Valley River und West Fork River in Fairmont
39° 27′ 53″ N, 80° 9′ 10″ W39.464722222222-80.152777777778263
Quellhöhe 263 m[1]
Vereinigung mit Allegheny River zum Ohio River in Pittsburgh40.441666666667-80.016111111111216Koordinaten: 40° 26′ 30″ N, 80° 0′ 58″ W
40° 26′ 30″ N, 80° 0′ 58″ W40.441666666667-80.016111111111216
Mündungshöhe 216 m[2]
Höhenunterschied 47 m
Länge 206 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 19.002 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss[3] MNQ
358 m³/s
Rechte Nebenflüsse Cheat River, Youghiogheny River
Großstädte Pittsburgh
Mittelstädte Morgantown
Schiffbar auf der ganzen Länge
Monongahela in Fairmont, West Virginia

Monongahela in Fairmont, West Virginia

Karte des Einzugsgebietes des Monongahela Rivers, der Fluss ist hervorgehoben.

Karte des Einzugsgebietes des Monongahela Rivers, der Fluss ist hervorgehoben.

Der Monongahela River ([məˌnɑŋ.gəˈheɪ.lə]) ist ein 206 km[4] langer Fluss auf dem Allegheny Plateau im Norden West Virginias und Westen Pennsylvanias im Osten der Vereinigten Staaten. Örtlich ist er auch unter der Bezeichnung the Mon bekannt.

Er entsteht aus dem Zusammenfluss des 257 km langen Tygart Valley River[5] und des 166 km langen West Fork River[6] im Marion County, West Virginia und fließt von dort aus in nördlicher Richtung nach Pennsylvania.

In Pittsburgh entsteht aus dem Zusammenfluss von Monongahela River und Allegheny River der Ohio River, der dann in den Mississippi River mündet. Er entwässert ein Gebiet von 19.002 km².[7]

Der Fluss ist auf seiner ganzen Länge schiffbar, eine Wassertiefe von 9 Fuß (etwa 2,7 m) wird durch Schleusen und Wehre gehalten, um den Verkehr mit Leichtern zum Transport von Kohle zu ermöglichen.

In Pennsylvania münden zwei größere Zuflüsse ein. Die sind der Cheat River in Point Marion und der Youghiogheny River, der in McKeesport einmündet.

Die durchschnittliche Abflussmenge wird vom United States Geological Survey aus Pegeldaten abgeleitet. Sie beträgt rund 3 Kilometer oberhalb des Zusammenflusses mit dem Allegheny River 358 m³/s.[3] Der Monongahela River ist damit hydrologisch ein Nebenfluss des Allegheny River, der 40 km oberhalb des Zusammenflusses eine Wasserführung von 559 m³/s hat[8] und damit den Hauptquellfluss des Ohio darstellt.

Der Monongalia County ist latinisiert nach dem Monongahela benannt. Zwei Kriegsschiffe der United States Navy wurden nach dem Fluss USS Monongahela getauft.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Tal des Flusses war Ort einer bekannten, kleinen Schlacht in der Anfangszeit des Franzosen- und Indianerkrieg, (der Schlacht am Monongahela). Dabei waren die Einheiten Briten und Kolonisten den Franzosen und deren verbündeten Indianer schwer unterlegen. Das Tal des Monongahela Valley 1794 Schauplatz der Whiskey-Rebellion.

Der Monongahela wurde im 19. Jahrhundert stark von der Industrie genutzt. Viele amerikanische Stahlwerke wurden an seinen Ufern gebaut, darunter die Werke in Homestead. Nach der Tötung mehrerer Arbeiter während des Homestead-Streikes von 1892 schrieb die Anarchistin Emma Goldman: „Worte hatten ihre Bedeutung verloren, angesichts des unschuldigen Blutes, das an den Ufern des Monongahela vergossen wurde.“[9]

In der Nähe vom Homestead war am 31. Januar 1956 ein B-25-Flugzeug auf dem Flug von der Nellis Air Force Base in Nevada zur Olmstead Air Force Base in Pennsylvania abgestürzt. Die sechsköpfige Besatzung überlebte zwar den Crash, aber zwei der Soldaten ertranken. Der genaue Hergang des Flugunfalles ist Gegenstand von verschiedenen Urban Legends und Verschwörungstheorien. Trotz der relativ niedrigen Wassertiefe wurde das Flugzeug nicht gefunden.[10]

Städte entlang des Flusses[Bearbeiten]

Unter den Orten am Flusslauf sind:[11][12]

Namensvarianten[Bearbeiten]

Nach dem Geographic Names Information System hatte der Fluss eine Vielzahl von Namensvarianten:[13]

  • Malangueulé[14]
  • Manaungahela River
  • Me-nan-gi-hil-li
  • Meh-non-au-au-ge-hel-al
  • Mehmannaunringgehlau
  • Mehmannauwinggehla
  • Mo-hon-ga-ly River
  • Mo-hon-galy River
  • Mo-hon-gey-e-la River
  • Mo-hong-gey-e-la River
  • Mohungahala River
  • Mohunghala River
  • Monaung River
  • Monaungahela River
  • Monna River
  • Monnyahela River
  • Monona River
  • Mononga River
  • Monongahalia River
  • Monongahaly River
  • Monongaheley River
  • Monongahelia River
  • Monongalia River
  • Monongalo River
  • Mononguhela River
  • Mononyahela River
  • Muddy River

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Monongahela River – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. West Fork River im Geographic Names Information System des United States Geological Survey
  2. Monongahela River im Geographic Names Information System des United States Geological Survey
  3. a b USGS Surface-Water Annual Statistics for Pennsylvania, Pegel USGS 03085000 Monongahela River bei Braddock, PA (3 km oberhalb des Zusammenflusses mit dem Allegheny River)
  4. The Houghton Mifflin Dictionary of Geography. Houghton Mifflin Company, Boston 1997, ISBN 0-395-86448-8, S. 252–253.
  5. Tygart Valley River im Geographic Names Information System des United States Geological Survey
  6. West Fork River im Geographic Names Information System des United States Geological Survey
  7. William H. Gillespie: Monongahela River. In: Ken Sullivan (ed.) (Hrsg.): The West Virginia Encyclopedia. West Virginia Humanities Council, Charleston, W.Va. 2006, ISBN 0-9778498-0-5, S. 492.
  8. Pegel Natrona (PDF-Datei; 65 kB)
  9. „Words had lost their meaning in the face of the innocent blood spilled on the banks of the Monongahela.“ Emma Goldman: Living My Life; New York: A. A. Knopf, 1931; ISBN 0-486-22543-7
  10. Mystery in the Mon - Search for the Pittsburgh B-25 Ghost Bomber
  11. Pennsylvania Atlas & Gazetteer. DeLorme, Yarmouth, Me. 2003, ISBN 0-89933-280-3, S. 71, 85.
  12. West Virginia Atlas & Gazetteer. DeLorme, Yarmouth, Me. 1997, ISBN 0-89933-246-3, S. 25–26.
  13. Monongahela River im Geographic Names Information System des United States Geological Survey
  14. John Gilmary Shea. Relations diverses sur la bataille du Malangueulé : gagné le 9 juillet, 1755, par les François sous M. de Beaujeu, commandant du fort du Quesne sur les Anglois sous M. Braddock, général en chef des troupes angloises. Nouvelle York : De la Presse Cramoisy, 1860. Online Computer Library Center.